Frauen und Mädchen
Zweimal Achtelfinale für den NOFV: Turbine überrascht Wolfsburg, Magdeburg entscheidet spät
Sechs Vereine aus dem NOFV-Gebiet gingen in der 2. Runde des DFB-Pokals der B-Juniorinnen an den Start – zwei von ihnen sind weiterhin dabei. Turbine Potsdam bezwang den VfL Wolfsburg, der 1. FC Magdeburg setzte sich nach Verlängerung bei Holstein Kiel durch. Ganz nah am Weiterkommen waren auch der FC Carl Zeiss Jena und der 1. FC Union Berlin: Beide Entscheidungen fielen erst im Elfmeterschießen. Für RB Leipzig und Fortuna Dresden war nach der regulären Spielzeit Schluss.
FC Carl Zeiss Jena – VfB Stuttgart 5:6 n. E. (1:0, 2:2)
Vier Minuten fehlten dem FC Carl Zeiss Jena zum Weiterkommen. Ausgerechnet im Wiedersehen mit dem Finalgegner der vergangenen Pokalsaison hatten die Thüringerinnen den Titelverteidiger VfB Stuttgart lange vor dem Aus. Marleen Maibohm brachte Jena in der 36. Minute in Führung. Als Laura Carollo kurz nach der Pause per Strafstoß ausglich (48.), folgte die Antwort nur vier Minuten später: Wieder war es Maibohm, die zum 2:1 traf (52.). Bis zur 76. Minute hatte dieser Vorsprung Bestand, dann erzielte Hanna Wachter das 2:2 und erzwang das Elfmeterschießen. Emilia Thiel, Cheyenne Huggins und Josefine Schmitz verwandelten dort für Jena. Auf Stuttgarter Seite trafen Hanna Wachter, Jaralina Vömel, Abby Koch und Emmi Lotta Büchert. Mit 4:3 vom Punkt entschied der VfB das Duell erneut für sich.
1. FC Union Berlin – 1. FC Köln 3:5 n. E. (0:0, 1:1)
150 Zuschauer mussten in Berlin lange auf eine Entscheidung warten. Nach einer torlosen ersten Hälfte eröffnete Ela Kural in der 51. Minute das Geschehen und brachte den Gast aus Köln in Führung. Union ließ sich davon nicht lange beeindrucken: Sechs Minuten später glich Aylin Ardic zum 1:1 aus (57.). Mehr Tore sollten an diesem Nachmittag nicht fallen. Auch die Verlängerung änderte daran nichts, obwohl die Gäste nach Gelb-Rot gegen Isabelle Julie Kabus ab der 91. Minute in Unterzahl weiterspielen mussten. Vom Punkt waren Lena Golz und Michaela Ahlberg für Union erfolgreich. Köln verwandelte vier Versuche und entschied damit die Partie mit 5:3 nach Elfmeterschießen für sich.
SV Meppen – RB Leipzig 2:1 (0:1)
Eine Leipziger Führung zur Pause reichte beim SV Meppen nicht für den Einzug in die nächste Runde. Ida Proft hatte RB nach 24 Minuten mit 1:0 in Front gebracht. Die Wende folgte im zweiten Durchgang. Mia Ruhe glich in der 58. Minute aus, Lara Kruse erzielte in der 77. Minute das 2:1. Die 120 Zuschauer sahen damit drei Treffer, die sich auf zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten verteilten: Vor der Pause traf nur Leipzig, danach nur Meppen. Für die RB-Kickerinnen endete der DFB-Pokal in dieser Saison bereits in der 2. Runde.
1. FFC Turbine Potsdam – VfL Wolfsburg 2:1 (1:0)
Der 1. FFC Turbine Potsdam setzte eines der Ausrufezeichen dieser Pokalrunde. Gegen den VfL Wolfsburg dauerte es gerade einmal sieben Minuten, ehe Amelie Jaz Hauke die Gastgeberinnen in Führung brachte. Auch nach der Pause erwischte Turbine den besseren Start. Paula Scharras verwandelte in der 47. Minute einen Strafstoß zum 2:0. Die 220 Zuschauer mussten allerdings bis zum Schlusspfiff warten, ehe der Potsdamer Achtelfinaleinzug feststand: Zoe Heine verkürzte für Wolfsburg in der Nachspielzeit auf 1:2 (80.+2). Zu einem weiteren Treffer kam es nicht mehr. Turbine setzte sich mit 2:1 durch und steht in der Runde der letzten 16.
1. FFC Fortuna Dresden – Borussia Mönchengladbach 1:14 (0:8)
Für Fortuna Dresden waren die Kräfteverhältnisse früh am Ergebnis abzulesen. Borussia Mönchengladbach erzielte im ersten Durchgang acht Treffer und ging mit einer 8:0-Führung in die Pause. Auch danach wuchs der Rückstand weiter. Einen eigenen Torerfolg gab es für die Dresdnerinnen dennoch: Leni Kim Alice Bernig traf in der 73. Minute zum zwischenzeitlichen 1:13. Den letzten Treffer der Begegnung erzielte Nela Rusova zum 14:1-Endstand. 186 Zuschauer erlebten damit das torreichste der sechs Spiele mit NOFV-Beteiligung.
Holstein Kiel – 1. FC Magdeburg 0:1 n. V. (0:0)
Während in Dresden 15 Tore fielen, genügte dem 1. FC Magdeburg in Kiel ein einziges. Nach 80 torlosen Minuten ging es für beide Mannschaften vor 100 Zuschauern in die Verlängerung. Fünf Minuten später war die entscheidende Szene da: Melina Bachmann erzielte in der 95. Minute das 1:0 für den FCM. Ein weiterer Treffer fiel nicht. Magdeburg zieht damit neben Turbine Potsdam ins Achtelfinale ein – als zweiter von insgesamt sechs NOFV-Vertretern.
Zwei von sechs bleiben im Wettbewerb
Turbine Potsdam und der 1. FC Magdeburg gehen mit sehr unterschiedlichen Pokalgeschichten in die nächste Runde: Potsdam behauptete sich gegen den VfL Wolfsburg, Magdeburg fand in einer torlosen Partie erst in der Verlängerung den Weg zum entscheidenden Treffer.
Für Jena und Union endete die 2. Runde dagegen jeweils erst vom Punkt. Leipzig musste eine Pausenführung noch aus der Hand geben, Dresden verabschiedete sich nach der deutlichen Niederlage gegen Mönchengladbach.
Im Achtelfinale ist der NOFV damit noch mit Turbine Potsdam und dem 1. FC Magdeburg vertreten.
Ausblick
Am Mittwoch wird ausgelost, auf wen die beiden verbliebenen NOFV-Teams im Achtelfinale treffen. Gespielt wird am 12. Dezember 2026. Die weiteren Pokaltermine stehen ebenfalls fest: Viertelfinale am 20. Februar 2027, Halbfinale am 10. April 2027 und Finale am 5. Juni 2027.
