Frauen und Mädchen

Spitzengruppe rückt enger zusammen – Zwei-Tore-Führungen reichen nicht: Favoriten müssen Punkte teilen

© Sebastian Dühring

Der 4. Spieltag der Frauen-Regionalliga Nordost bot den Zuschauerinnen und Zuschauern erneut alles, was den Fußball so spannend macht: überraschende Wendungen, späte Treffer und jede Menge Emotionen. Erstmals in dieser Saison mussten die favorisierten Teams des 1. FC Magdeburg und von RB Leipzig II Punkte liegen lassen, bleiben gemeinsam mit dem 1. FFV Erfurt jedoch weiterhin ungeschlagen. Besonders bemerkenswert: Sowohl Magdeburg als auch Erfurt verspielten auswärts jeweils eine Zwei-Tore-Führung und mussten sich am Ende mit einem Unentschieden begnügen.

Für die zweite Mannschaft des 1. FFC Turbine Potsdam fühlte sich der späte Ausgleich gegen Magdeburg wie ein Sieg an, während Erfurt beim spektakulären 3:3 in Leipzig ebenfalls einen wertvollen Zähler mitnahm. Der FSV Babelsberg 74 unterstrich seine starke Form mit einem souveränen Auswärtssieg in Rostock und feierte den zweiten Dreier in der Fremde. Mitaufsteiger Chemnitzer FC bewies erneut seine Konkurrenzfähigkeit und trotzte der U23 des 1. FC Union Berlin ein Remis ab. Einen ungefährdeten Heimerfolg verbuchte Blau-Weiß Hohen Neuendorf gegen Türkiyemspor Berlin, während Eintracht Leipzig-Süd mit einem knappen Auswärtssieg in Jena wichtige Punkte sammelte.

Insgesamt zeigte der Spieltag einmal mehr, wie ausgeglichen und spannend die diesjährige Regionalliga-Saison verläuft. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, während Aufsteiger, Favoriten und Verfolger Woche für Woche für neue Geschichten sorgen.

1.FFC Turbine Potsdam II – 1. FC Magdeburg 2:2 (0:1)

Der 1. FC Magdeburg bestimmte die Anfangsphase und setzte die Gastgeberinnen früh unter Druck. Mehrere Abschlüsse sowie Standardsituationen kündigten die Führung an, die Helene Baumann in der 34. Minute erzielte. Weitere Chancen der Gäste blieben bis zum Seitenwechsel ungenutzt, sodass es mit einem 1:0 in die Halbzeit ging.

Kurz nach dem Seitenwechsel baute Magdeburg den Vorsprung aus: Nach einem Foul im Strafraum verwandelte Theresa Amelie Grosse den fälligen Strafstoß in der 48. Minute sicher zum 2:0. Das junge Team der Gastgeberinnen gab sich lange nicht geschlagen und fand zunehmend besser in die Partie. Luna Alma Windsperger verkürzte in der 65. Minute auf 1:2 und leitete damit eine spannende Schlussphase ein. Während Magdeburg bei Standards und Distanzschüssen auf die Vorentscheidung drängte, kamen auch die Gastgeberinnen zu mehreren guten Abschlüssen und mühten sich um den Ausgleich. In der Nachspielzeit belohnten sich die Turbine-Kickerinnen schließlich: Finja Liebe traf in der 90.+3 Minute zum 2:2-Endstand und sicherte ihrer Mannschaft noch einen vielumjubelten Punkt.

FC Carl Zeiss Jena II – SV Eintracht Leipzig-Süd 0:1 (0:0)

Lange Zeit begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die zweite Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena und Leipzig-Süd lieferten sich eine umkämpfte erste Halbzeit, in der keine der beiden Mannschaften Kapital aus ihren Möglichkeiten schlagen konnte.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung offen, ehe Maleen Jankowski in der 77. Minute das Tor des Tages für die Gäste erzielte. Jena II bemühte sich in der Schlussphase um den Ausgleich, konnte die Leipziger Defensive jedoch nicht mehr überwinden. So sicherte sich der SV Eintracht Leipzig-Süd einen knappen Auswärtserfolg.

FC Hansa Rostock – FSV Babelsberg 74 0:4 (0:3)

Der FSV Babelsberg 74 erwischte einen perfekten Start und stellte bereits in der Anfangsphase die Weichen auf Sieg. Aline Helm brachte die Gäste in der 11. Minute in Führung, Jenny Leonie Löwe erhöhte sieben Minuten später auf 2:0 (18.). Luana Gehrke sorgte bereits in der 25. Minute für den dritten Treffer der Babelsbergerinnen.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Gäste die Partie weiterhin souverän. Hansa Rostock fand offensiv kaum Mittel, während Babelsberg defensiv wenig zuließ. Den Schlusspunkt setzte erneut Jenny Leonie Löwe, die in der 83. Minute mit ihrem zweiten Treffer den 4:0-Endstand herstellte.

Chemnitzer FC – 1. FC Union Berlin U23 1:1 (0:1)

Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase übernahm die U23 des 1. FC Union Berlin zunehmend die Spielkontrolle und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. In der 33. Minute wurden die Offensivbemühungen belohnt: Nach einem Zuspiel von Greta Muysers brachte Therese Goldmann die Gäste mit ihrem ersten Kontakt zum 1:0 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie zunächst ausgeglichener. Chemnitz kam in der 65. Minute zum Ausgleich, als Lina Hertel nach einem langen Ball aus rund 20 Metern abzog, der Ball zunächst an die Latte sprang und anschließend im Tor landete. In der Schlussphase erhöhte Union nochmals den Druck und erspielte sich mehrere gute Chancen, fand gegen die kompakte Chemnitzer Defensive und die Torhüterin jedoch keinen weiteren Treffer. So blieb es beim 1:1-Unentschieden.

RB Leipzig II – 1. FFV Erfurt 3:3 (0:2)

Der 1. FFV Erfurt präsentierte sich beim Spitzenreiter äußerst effektiv und ging durch Lea Schrenk bereits in der 26. Minute in Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Laura Krug auf 2:0 (41.).

Die Gastgeberinnen meldete sich nach dem Seitenwechsel mit einem Doppelschlag binnen sechs Minuten eindrucksvoll zurück. Jasmina Dietrich verkürzte zunächst in der 49. Minute, ehe Natalie Grenz nur wenig später den Ausgleich zum 2:2 einschoss (55.). Erfurt antwortete jedoch erneut: Lea Schrenk brachte in der 68. Minute ihr Team erneut in Führung. Die Leipzigerinnen drängten in der Schlussphase auf den Ausgleich und wurden in der Nachspielzeit belohnt, als Charlene Patzschke in der 90.+3 Minute den 3:3-Endstand erzielte.

SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf – Türkiyemspor Berlin 1978 3:0 (0:0)

Nach einer torlosen ersten Halbzeit setzte sich Blau-Weiß Hohen Neuendorf gegen Türkiyemspor Berlin 1978 am Ende deutlich mit 3:0 durch. Beide Mannschaften begegneten sich zunächst auf Augenhöhe, klare Torchancen blieben vor dem Seitenwechsel jedoch Mangelware.

Kurz nach Wiederanpfiff brachte Colleen Henning die Gastgeberinnen in der 49. Minute in Führung. Hohen Neuendorf gewann anschließend zunehmend die Kontrolle über die Partie und erhöhte durch Karina Duchowny in der 68. Minute auf 2:0. Türkiyemspor fand in der Offensive fast keine Lösungen, während die Gastgeberinnen ihre Überlegenheit konsequent ausspielten. Ceyda Kübra Kardaşlar sorgte in der 83. Minute mit dem Treffer zum 3:0 für die endgültige Entscheidung.

Tabelle & Ergebnisse 04. Spieltag

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