Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 18. Spieltag

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Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 18. Spieltag (Freitag)

+++ Lok Leipzig: Für eine Nacht Spitzenreiter +++

Der 1. FC Lok Leipzig hat über Nacht die Tabellenführung in der Regionalliga Nordost übernommen. Das Team von Trainer und Sportdirektor Wolfgang Wolf startete mit einem 2:1 (0:1)-Auswärtserfolg am 18. Spieltag bei der U 23 von Hertha BSC in die Rückrunde und rückte mit jetzt 37 Punkten auf Rang eins vor. Da jedoch die beiden weiteren Spitzenteams VSG Altglienicke und FC Energie Cottbus (jeweils 36 Zähler) am Samstag (ab 13.30 Uhr) im Topspiel direkt aufeinandertreffen und beide eine bessere Tordifferenz als die "Loksche" aufweisen, werden die Leipziger nur für etwa 20 Stunden an der Spitzen stehen.

Der erst 17 Jahre alte U 19-Nationalspieler Lazar Samardzic (30.) brachte die Berliner nach glänzender Vorarbeit von Angreifer Jessic Ngankam mit seinem ersten Regionalliga-Tor 1:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit drehten jedoch die Gäste aus Sachsen die Partie. Ein Eigentor von Hertha-Innenverteidiger Florian Baak (63.) und ein Treffer von Mittelstürmer Matthias Steinborn (76.), dessen Schuss ebenfalls noch leicht abgefälscht wurde, ließen die mitgereisten Leipziger Fans jubeln.

Für den 1. FC Lok Leipzig war es das siebte Spiel in Serie ohne Niederlage (vier Siege, drei Remis). Die Mannschaft von Hertha-Trainer Andreas "Zecke" Neuendorf, die glänzend in die Saison gestartet war, kam in den vergangenen sechs Partien nur zu einem Dreier. mspw

 

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 18. Spieltag (Samstag)

+++ 3:0 im Topspiel! Cottbus erstmals Erster +++

Zum ersten Mal in dieser Saison ist der FC Energie Cottbus Spitzenreiter in der Regionalliga Nordost. Zum Auftakt der Rückrunde gewann das Team von Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz im Rahmen des 18. Spieltages das Topspiel beim bisherigen Ligaprimus VSG Altglienicke 3:0 (2:0) und brachte den Berlinern damit die vierte Saisonniederlage bei.

Vor 1314 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark waren die Gäste aus der Lausitz von Beginn an die aktivere Mannschaft, hatten schon während der ersten halben Stunde durch Moritz Broschinski und vor allem Felix Brügmann sehr gute Tormöglichkeiten. In der Schlussphase der ersten Hälfte fand Altglienicke wesentlich besser in die Partie, geriet dann jedoch durch einen Doppelschlag auf die Verliererstraße. Energie-Kapitän Dimitar Rangelov (44.) und Felix Brügmann (45.+1), die nach schnellen Kontern jeweils freistehend vor VSG-Torhüter Dan Twardzik auftauchten, brachten die Gäste aus Cottbus auf Kurs.

Kurz nach der Pause sorgte dann erneut Brügmann (48.), der auch am ersten Tor als Vorbereiter beteiligt war, mit dem dritten Treffer für die Entscheidung und den Endstand. Für Energie Cottbus war es bereits das 13. Spiel in Serie ohne Niederlage (zehn Siege, drei Unentschieden). Mit jetzt 39 Punkten führt der ehemalige Bundesligist die Tabelle vor dem 1. FC Lok Leipzig (37 Punkte) und Altglienicke (36).

+++ Energie-Trainer Wollitz: "Wie Spitzenreiter gespielt" +++

Altglienickes Trainer Karsten Heine räumte ehrlich ein: "Wir haben gegen eine klar bessere Mannschaft völlig verdient verloren. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns noch die eine oder andere Chance erarbeiten. Unter dem Strich war das aber in allen Belangen zu wenig."

Claus-Dieter Wollitz, der einst bei Hertha BSC unter Heines Regie als Profi gespielt hatte, lobte seine Mannschaft: "Über weite Strecken der Partie haben wir wirklich wie ein Spitzenreiter gespielt. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir alles unter Kontrolle. Dass die Jungs nach dem 3:0 ein wenig nachgelassen haben, sei ihnen verziehen."

Der Bischofswerdaer FV trennte sich 1:1 (0:1) vom Berliner AK und verpasste damit die Chance, zumindest den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Cihan Kahraman (39.) brachte die vor der Pause deutlich dominierenden Hauptstädter 1:0 in Führung. Frank Zille (61.) gelang zumindest noch der Ausgleich für die Gastgeber. Kurz vor dem Abpfiff handelte sich BAK-Mittelfeldspieler Tahsin Cakmak wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte (90.). mspw

 

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 18. Spieltag (Sonntag)

+++ Krüger landet ersten Erfolg mit Erfurt +++

Im sechsten Anlauf hat der FC Rot-Weiß Erfurt in der Regionalliga Nordost den vierten Saisonsieg eingefahren. Gegen den FC Viktoria Berlin gewannen die Thüringer am 18. Spieltag 1:0 (1:0) und vergrößerten den Vorsprung auf die Gefahrenzone auf drei Zähler. Den einzigen Treffer der Partie steuerte Alexander Schmitt (23.) vor 2742 Zuschauern bei.

Während die zum dritten Mal vom vorherigen U 19-Trainer Robin Krüger betreuten Erfurter zum Rückrundenstart erneut ohne Niederlage blieben, gab es für den FC Viktoria die vierte Niederlage in der laufenden Spielzeit. Dagegen holten die Gastgeber nach der Trennung von Trainer und Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric mit dem 33 Jahre alten A-Lizenz-Inhaber Krüger auf der Bank fünf von neun möglichen Punkten.

"Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht unten raus", erklärte Robin Krüger: "Die Jungs haben gekämpft wie die Löwen. Ich bin wahnsinnig stolz, Trainer bei einem solchen Traditionsverein sein zu dürfen."

Der BFC Dynamo ist dem Klassenverbleib einen großen Schritt nähergekommen. Vor 2204 Besuchern im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion setzten sich die Berliner 3:0 (3:0) beim stark abstiegsbedrohten SV Babelsberg 03 durch. Mit dem achten Sieg in dieser Saison und der fünften Partie in Folge ohne Niederlage (13 Punkte) vergrößerte der BFC das Polster auf die Gefahrenzone auf zwölf Zähler und kletterte in der Tabelle ins obere Tabellendrittel.

Bereits während der ersten Hälfte waren die Gäste dank des Tores von Lucas Brumme (22.) und eines Doppelpacks von Andor Bolyki (31./43.) klar in Führung gegangen. Dabei blieb es auch bis zum Abpfiff. Die Babelsberger trennen nach der neunten Saisonniederlage bereits acht Zähler von einem sicheren Nichtabstiegsplatz. Unter der Regie von Interimstrainer Matthias Boron, der die Nachfolge von Ex-Profi Marco Vorbeck angetreten hatte, war es die dritte Niederlage im dritten Spiel.

+++ Liganeuling Lichtenberg dreht Partie in Unterzahl +++

Aufsteiger SV Lichtenberg 47 bleibt auch in der Rückrunde klar auf Kurs in Richtung Klassenverbleib. Das Heimspiel gegen den VfB Auerbach gewann die Mannschaft von SVL-Trainer Uwe Lehmann trotz Unterzahl 2:1 (0:0). Wegen wiederholten Foulspiels hatte Luca Naumann beim Stand von 0:0 die Gelb-Rote Karte gesehen (55.).

Mit einem Mann mehr auf dem Feld gingen die Gäste durch den 15. Saisontreffer von Marc-Philipp Zimmermann (57.) zunächst in Führung. Davon ließen sich die Berliner allerdings nicht schocken, sondern drehten die Partie dank der Treffer von Thomas Brechler (78.) und Philip Einsiedel (86.) den Rückstand innerhalb von wenigen Minuten. In einer hitzigen Schlussphase wurde dann auch der Lichtenberger Ali Sinan wegen wiederholten Foulspiels mit der "Ampelkarte" vom Platz gestellt (89.). Als bester Neuling rangiert der SV Lichtenberg 47 mit 26 Punkten im gesicherten Mittelfeld. Der VfB Auerbach führt mit drei Punkten weniger die zweite Tabellenhälfte an.

Keinen Sieger gab es vor 2722 Zuschauern in der Partie zwischen der BSG Chemie Leipzig und FSV Wacker Nordhausen. Das Spiel endete 1:1 (0:0). Kurz nach der Pause brachte Joy Lance Mickels (47.) die Gäste aus Thüringen in Führung. Für die Leipziger stellte Alexander Bury (66.) den Endstand her und sorgte dafür, dass Nordhausen zum dritten Mal in Folge ohne Sieg bleibt. Immerhin gelang dem FSV Wacker nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder ein Punktgewinn.

Wenige Tage nach dem Weggang von Trainer Heiko Scholz zum Zweitligisten Dynamo Dresden trugen bei Nordhausen die Interimstrainer Tino Berbig und Matthias Peßolat erstmals die sportliche Verantwortung. "Wir sind mit dem Punkt zufrieden", sagte Berbig.

+++ Ein Platzverweis und drei Tore sechs Minuten +++

Einen rasanten Schlagabtausch lieferten sich der FSV Union Fürstenwalde und der ZFC Meuselwitz. Die Begegnung endete 3:3 (0:2). Dabei hatte es zunächst nach einem klaren Sieg der Gäste ausgesehen. Ein früher Doppelpack von Henrik Ernst (12./15.) sorgte lange Zeit für einen 2:0-Vorsprung des ZFC. Erst in der Schlussphase wurde es dann turbulent.

Kemal Atici (78.) brachte mit seinem Treffer die Gastgeber zurück ins Spiel. Kurz darauf musste Fürstenwalde aber einen erneuten Rückschlag hinnehmen, weil Tim Häußler wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah (85.). Trotz Unterzahl gelang den Hausherren aber durch Patrick Brendel (88.) der Ausgleich zum zwischenzeitlichen 2:2. Fast im Gegenzug ging der ZFC durch den dritten Treffer von Henrik Ernst (90.) noch einmal in Führung. Die Freude hielt aber nicht lange, weil Jason Rupp (90.+1) für Fürstenwalde zur Stelle war und den Punktgewinn in trockene Tücher brachte.

Der FSV Union verlor nur eine seiner zurückliegenden sieben Begegnungen. Meuselwitz dagegen hat es verpasst, den dritten Sieg aus den vergangenen vier Spielen einzufahren. Fünf Punkte Vorsprung hat die Mannschaft von ZFC-Trainer Heiko Weber auf einen möglichen Abstiegsplatz.

Das Duell zweier abstiegsbedrohter Mannschaften zwischen dem VfB Germania Halberstadt und dem FSV Optik Rathenow endete 1:1 (0:1). Der Treffer von Caner Özcin (17.) reichte den Gästen nicht aus, um die drei Punkte aus Halberstadt mitzunehmen, weil zu Beginn der zweiten Hälfte Paul Grzega (49.) für die Germania traf.

Damit haben es beide Klubs verpasst, sich mit einem Sieg wertvolle Luft im Kampf um den Klassenverbleib zu verschaffen. Sowohl Halberstadt (16 Punkte) als auch Rathenow (15) rangieren auf möglichen Abstiegsplätzen. mspw

 

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