Regionalliga Nordost
Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 9. Spieltag
FCM II – Aue 1:2 / Lok – Dynamo 2:2 / CFC – SVB 0:1 / SVT – Chemie 2:5 / RSV – GFC 1:2 / HFC – Jena 2:0 / FSV – VSG 1:2 / Hertha II – Erfurt 1:2 / FSV 63 – Preussen 0:1
Diese Spiele fanden am Mittwochabend (16.9.26) statt: Erzgebirge Aue setzte sich dank der größeren Zahl klarer Torchancen verdient mit 2:1 beim 1. FC Magdeburg II durch. Christoph Pauling und Nils Lihsek trafen nach der Pause für die Gäste. Luis Trus verkürzte, doch Aue verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Abpfiff. - Der BFC Dynamo führte nach einer überzeugenden ersten Halbzeit durch Valdemar Sadrifar und Levin Mattmüller mit 2:0. Lok Leipzig steigerte sich nach der Pause, traf dreimal Aluminium und kam durch zwei Tore von Djamal Ziane zurück. Der Ausgleich fiel in der Nachspielzeit, ehe Trainer Torsten Ziegner und Filip Kusić noch die Rote Karte sahen. - Der Chemnitzer FC unterlag dem SV Babelsberg 03 trotz der besseren Torchancen mit 0:1. Gästetorhüter Niclas Müller vereitelte mehrere Chemnitzer Möglichkeiten, ehe Joker Joshua Okpalaike in der 86. Minute traf. Auch in der Nachspielzeit verhinderte Müller den möglichen Ausgleich. - Chemie Leipzig gewann das Kellerduell bei Tasmania Berlin mit 5:2 und feierte damit seinen ersten Saisonsieg. Nach einem Blitzstart der Gäste hielten Jamilu Collins und Erich Berko die Berliner bis weit in die zweite Halbzeit im Spiel. Philipp Kühn beseitigte mit einem Fallrückzieher und seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit alle Zweifel. - Der Greifswalder FC setzte sich beim RSV Eintracht 1949 mit 2:1 durch. Janis Juckel beantwortete die Führung von Luis Pohlenz unmittelbar, ehe Felix Heim in der 74. Minute den Siegtreffer erzielte. Der RSV zeigte sich gegenüber dem 0:5 in Erfurt verbessert, blieb für seinen engagierten Auftritt aber unbelohnt.
Am Dienstagabend (15.9.26) trafen aufeinander: Stanley Ratifo führte den Halleschen FC mit zwei Treffern zu einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Carl Zeiss Jena. Beide Mannschaften scheiterten vor der Pause am Aluminium, ehe Halle seine Umschaltmomente nach dem Seitenwechsel konsequent nutzte. Jena drängte zwischenzeitlich auf den Ausgleich, fand gegen die aufmerksame HFC-Defensive aber keinen Weg zum Tor. - Die VSG Altglienicke gewann beim FSV Zwickau durch Biyan Kizildemirs Treffer in der 89. Minute mit 2:1. Fynn Seidel hatte die frühe Gästeführung durch Sydney Sylla erst acht Minuten zuvor ausgeglichen. Zwickaus deutliche Leistungssteigerung nach der Pause blieb damit unbelohnt. - Rot-Weiß Erfurt setzte sich bei Hertha BSC II durch Dustin Forkels Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit mit 2:1 durch. Nach Dehls früher Führung glich Müller für eine mutig pressende Berliner Mannschaft aus. Der hart erarbeitete Erfolg hält RWE mit 23 Punkten an der Tabellenspitze. – Der BFC Preussen setzte sich beim FSV 63 Luckenwalde nach torloser erster Hälfte mit 2:0 durch. Charmaine Häusl erzielte die Führung, Philip Fontein sorgte für die Entscheidung. Preussen holte damit sieben Punkte aus drei Spielen, während Luckenwalde nach der sechsten Niederlage hintereinander Tabellenletzter bleibt.
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Aue zittert sich zum dritten Sieg in Folge
1. FC Magdeburg II – FC Erzgebirge Aue 1:2 (0:0)
Der FC Erzgebirge Aue hat seine Erfolgsserie fortgesetzt. Beim 1. FC Magdeburg II setzte sich die Mannschaft dank eines Doppelschlags nach der Pause mit 2:1 durch. Christoph Pauling belohnte sich nach mehreren vergebenen Möglichkeiten, ehe Nils Lihsek sehenswert erhöhte. Der Anschlusstreffer von Luis Trus machte die Schlussphase noch einmal spannend.
Beide Mannschaften suchten von Beginn an den Weg nach vorne. Bereits in der 2. Minute versuchte Mikael Maciejewski nach einem Ballgewinn nahe der Mittellinie, Magdeburgs Schlussmann Tobias Kampa mit einem Heber zu überraschen. Auf der Gegenseite scheiterte Max Luca Manthey aus 13 Metern an Martin Männel (3.). Aue übernahm anschließend zunehmend die Kontrolle, presste hoch und erspielte sich die klareren Gelegenheiten. Pauling verpasste zunächst eine Hereingabe knapp (15.), ehe Maciejewski aus der Distanz an Kampa scheiterte (18.).
Magdeburg blieb dennoch gefährlich. Einen direkt aufs Tor gezogenen Eckball von Christian Reitz lenkte Männel über die Latte (21.). Die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs gehörte jedoch Aue: Pauling traf nach einer guten halben Stunde nur den Innenpfosten. Kurz vor der Pause parierte Männel gegen Sebastian Widmann (42.), wenig später brachte Pauling den Ball nach Lihseks Zuspiel zu harmlos auf das Tor (43.). So ging es trotz eines Chancenplus für die Gäste torlos in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel war Pauling sofort im Mittelpunkt. Erst stoppte Kampa seinen Abschluss und parierte auch den Nachschuss von Robin Kamm (46.). Fünf Minuten später war der Bann gebrochen: Pauling setzte sich gegen Lukas Lemke durch und traf aus 13 Metern ins kurze Eck (51.). Aue legte rasch nach. Lihsek zirkelte einen Freistoß aus 24 Metern präzise in den rechten Winkel – das 2:0 (60.).
Magdeburg reagierte und erhöhte den Druck. Der eingewechselte Trus verzog zunächst knapp (68.), ehe er die Partie wieder öffnete: Nach einer Flanke von links jagte der Angreifer den Ball aus acht Metern an den Pfosten, von Tim Burghardts Rücken sprang er zum 1:2 ins Netz (77.). Die Gastgeber warfen nun viel nach vorne, Aue verteidigte aber kompakt und ließ kaum klare Abschlüsse zu. Einen Freistoß aus 24 Metern setzte Julius Bräunling neben das Tor (90.), den letzten hohen Ball fing Männel sicher ab. So brachte Aue den knappen, aufgrund der besseren Chancen aber verdienten Auswärtssieg über die Zeit.
Zuschauer: 1762
Spielstätte: Avnet Arena, Magdeburg
Schiedsrichter: Marko Wartmann – Nils Schröter, Jan Vogt
Tore: 0:1 (52.) Pauling; 0:2 (60.) Lihsek; 1:2 (77.) Trus
Mannschaftsaufstellungen:
1. FC Magdeburg II: Kampa, Lemke, Birk, Widmann (66. Bräunling), Korsch (77. Drews), Reitz (66. Trus), Niklaus, Yoon, Zajusch, Beimborn (16. Trkulja), Manthey (77. Sivic)
FC Erzgebirge Aue: Männel, Angleberger, Strietzel, Lihsek (69. Fišl), Wagner, Kapp, Pauling (77. Heidrich), Burghardt, Kamm (77. Loubongo-M'Boungou), Maciejewski (69. Queißer), Skarlatidis (85. Kaps)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Reitz (1. FC Magdeburg II) – Strietzel (FC Erzgebirge Aue).
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Ziane rettet Lok in wilder Schlussphase
1. FC Lok Leipzig – BFC Dynamo 2:2 (0:2)
Der 1. FC Lok Leipzig hat eine verloren geglaubte Partie gerettet. Nach schwacher erster Halbzeit und einem 0:2-Rückstand erkämpften sich die Sachsen gegen den BFC Dynamo ein 2:2. Djamal Ziane traf doppelt, den Ausgleich erzielte er erst in der Nachspielzeit. Überschattet wurde das turbulente Ende von zwei Roten Karten gegen Lok.
Nach dem gemeinsamen Protest zur Aufstiegsreform begann Lok schwungvoll. Bereits in der 3. Minute köpfte Ziane eine Flanke von Adetula knapp über das Tor. Der BFC kombinierte jedoch zunehmend sicherer und profitierte beim Führungstreffer von einem Leipziger Fehler. Wiltons missglückter Klärungsversuch wurde zur Vorlage für Valdemar Sadrifar, der den Ball über Debütant Wendlinger hinweg zum 0:1 ins Netz hob (13.).
Lok verlor daraufhin den Zugriff. Zwar strich ein Schlenzer von Adetula knapp am Pfosten vorbei (23.), doch die Berliner wirkten strukturierter und zielstrebiger. Nachdem Kusić noch auf der Linie gerettet hatte (28.), vollendete Levin Mattmüller einen schnellen Gegenstoß sehenswert: Nach Zuspiel von Breitfeld ließ er Rühlemann aussteigen und schlenzte den Ball in den Winkel (37.). Das 0:2 zur Pause entsprach den Kräfteverhältnissen.
Trainer Torsten Ziegner reagierte mit einem Doppelwechsel und brachte Abderrahmane und Bornschein. Dennoch hätte der BFC früh alles entscheiden können. Dadashov köpfte freistehend vorbei (52.) und scheiterte später nach einem Leipziger Abwehrfehler an Wendlinger (65.). Diese Nachlässigkeiten hielten Lok im Spiel – und die Begegnung kippte.
Zunächst traf Ziane nach Adetulas flacher Hereingabe nur den Pfosten (66.), fünf Minuten später scheiterte auch Adetula am Aluminium. Dann zahlte sich der wachsende Druck aus: Abderrahmane fing einen Abstoß von BFC-Keeper Hainke ab und bediente Ziane, der zum 1:2 einschob (76.). Lok drängte nun mit Macht. Ein Kopfballtreffer von Wilton wurde wegen Abseits aberkannt (87.), kurz darauf sah Ziegner nach heftigen Protesten Rot.
In der zweiten Minute der Nachspielzeit fiel der verdiente Ausgleich. Hainke konnte einen aufsetzenden Schuss von Öztürk nur nach vorn abwehren, Ziane staubte zum 2:2 ab. Danach flog auch Kusić wegen eines groben Fouls vom Platz (90.+5). Hainke parierte noch einen Freistoß von Abderrahmane – dann war Schluss. Der BFC verspielte durch mangelnde Konsequenz einen sicher geglaubten Sieg, während Lok für eine leidenschaftliche zweite Halbzeit belohnt wurde.
Zuschauer: 4255
Spielstätte: Bruno-Plache-Stadion Hauptfeld, Leipzig
Schiedsrichter: Marcel Riemer – Maurice Schmidt, Tobias Behm
Tore: 0:1 (14.) Sadrifar; 0:2 (38.) Mattmüller; 1:2 (76.) Ziane; 2:2 (76.) Ziane
Mannschaftsaufstellungen:
1. FC Lokomotive Leipzig: Wendlinger, Wilton, Schierack, Adetula (84. Arcalean), Ziane, Siebeck (46. Bornschein), Kaiser, Čevis, Rühlemann (46. Abderrahmane), Dombrowa (68. Öztürk), Kusic
BFC Dynamo: Hainke, Miftaraj, Mattmüller, Sadrifar, Dadashov (87. Seven), Oellers, Breitfeld (75. Mantatu Rogero), Bölke (66. Fritzsche), Windsheimer, Gunte, Günay (75. Liebelt)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Schierack, Wilton, Čevis, Ziane (1. FC Lokomotive Leipzig) – Fritzsche, Sadrifar, Seven (BFC Dynamo); Rote Karte: Kusic (Lok Leipzig, 90.+5).
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Joker Okpalaike schockt Chemnitz spät
Chemnitzer FC – SV Babelsberg 03 0:1 (0:0)
Der Chemnitzer FC hat im Kampf um die Tabellenspitze einen Rückschlag erlitten. Gegen den SV Babelsberg 03 unterlagen die Sachsen trotz besserer Möglichkeiten mit 0:1. Joshua Okpalaike entschied die intensive, aber chancenarme Begegnung in der 86. Minute. Zum Babelsberger Matchwinner avancierte auch Torhüter Niclas Müller.
Beide Mannschaften begannen mutig. Schon in der 4. Minute musste Löhmannsröben mit einer Grätsche gegen Ebel in höchster Not klären. Auf der Gegenseite setzte sich Alberico über links durch, sein abgefälschter Schuss verfehlte das Tor (5.). Die erste Großchance gehörte Chemnitz: Berlinski kam zum Kopfball, doch Müller kratzte den Ball von der Linie (11.).
Der CFC rückte höher auf und störte den Babelsberger Spielaufbau früh. Die Gäste besaßen zeitweise mehr Ballbesitz, fanden aber kaum Räume. Nach 25 Minuten lag der Ball im Tor der Gäste. Berlinski hatte seinen Gegenspieler vor dem Abschluss jedoch weggestoßen, der Treffer zählte nicht. Anschließend neutralisierten sich beide Teams.
Kurz vor der Pause hätte Chemnitz führen müssen. Alberico kam am Fünfmeterraum frei zum Abschluss, setzte den Ball aber deutlich über das Tor (39.). So ging es torlos in die Kabinen – vor allem wegen der mangelhaften Chemnitzer Chancenverwertung.
Trainer Benjamin Duda brachte zur Pause Grimaldi für Fesser. Der Wechsel belebte das Angriffsspiel zunächst. Grimaldi zog von links ins Zentrum, scheiterte mit seinem Schuss ins rechte Eck jedoch am erneut stark reagierenden Müller (50.). Wenig später wurde ein harter Versuch von Tchouangue im Strafraum geblockt (61.). Danach verlor die Partie wieder an offensiver Klarheit.
Babelsberg blieb geduldig und wurde nun gefährlicher. Einen Patzer von CFC-Torhüter Richter konnte Meier nicht nutzen (69.), weil er den Schlussmann anschoss. Werbelow zog kurz darauf von links nach innen und verfehlte das rechte Eck knapp (73.). Als vieles auf ein torloses Remis hindeutete, schlug der eingewechselte Okpalaike zu: Der Angreifer brach über links durch und schob den Ball an Richter vorbei zum 0:1 ein (86.).
Chemnitz warf in der sechsminütigen Nachspielzeit alles nach vorn. Die beste Ausgleichschance hatte Marx, der von rechts nach innen zog und mit links wuchtig abschloss. Müller parierte auch diesen Versuch glänzend (90.+5) und sicherte den Auswärtssieg. Babelsberg belohnte sich für Disziplin und Effizienz, während der CFC an seiner Chancenverwertung und einem starken Gästekeeper scheiterte.
Zuschauer: 5444
Spielstätte: eins-Stadion – An der Gellertstraße, Chemnitz
Schiedsrichter: Florian Strübing – Sirko Müke, Tobias Grzelka
Tore: 0:1 (86.) Okpalaike
Mannschaftsaufstellungen:
Chemnitzer FC: Richter, Löhmannsröben, Geipl, Stockinger (64. Pistol), Berlinski, Alberico (76. Marx), Fesser (46. Grimaldi), Tchouangue, Slamar, Eppendorfer (64. Vogt), Baumgart (88. Gröger)
SV Babelsberg 03: Müller, Lang, Wegener, Lämmel (90. Amadou), Meier, Salaske, Ebel (80. Schmidt), Hasse (90. Kalckreuth), Kang (46. Werbelow), Büch, Gollnack (70. Okpalaike)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Löhmannsröben, Baumgart (Chemnitzer FC) – Lang, Gollnack, Salaske, Müller, Werbelow (SV Babelsberg 03).
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Kühn krönt Chemies Befreiungsschlag
SV Tasmania Berlin – BSG Chemie Leipzig 2:5 (2:3)
Die BSG Chemie Leipzig hat am 9. Spieltag den ersten Saisonsieg gefeiert. Im Kellerduell bei Tasmania Berlin gewannen die Leutzscher nach turbulenter Begegnung mit 5:2. Chemie legte einen Blitzstart hin, musste nach zwei Berliner Anschlusstreffern aber lange zittern. Erst Philipp Kühn entschied die Partie mit einem späten Doppelpack.
Die Gäste waren vom Anpfiff weg wacher und zielstrebiger. Sanogo zwang Tasmania-Torhüter Mika früh zur ersten Parade (6.). Die anschließende Ecke brachte die Führung: Kratzer bediente Darijan Silić, der aus kurzer Distanz vollendete (7.). Chemie presste hoch und deckte die Zuordnungsprobleme der Berliner Defensive auf. Ein präziser Pass von Silić hebelte die Abwehr erneut aus, Malick Sanogo schob überlegt ins lange Eck ein (15.).
Aus dem Nichts meldete sich Tasmania zurück. Nach einem Leipziger Fehlpass wurde Jamilu Collins in die Tiefe geschickt und traf mit links ins kurze Eck (21.). Der Anschluss gab den Gastgebern Auftrieb. Ein Distanzschuss von Grigoriadis zwang Bergmann zur Parade (25.), Chemies Dominanz war dahin. Als Kühn nach einem weiten Abschlag im Strafraum zu Fall gebracht wurde, verwandelte Willi Reincke den Elfmeter zum 1:3 (43.). Doch beinahe im Gegenzug köpfte Erich Berko eine Flanke von Labbouz zum 2:3-Pausenstand ein (44.).
Tasmania kam entschlossener aus der Kabine, während Chemie kaum Entlastung fand. Die Berliner erhöhten den Druck, ließen ihre Möglichkeiten jedoch ungenutzt: Yajima verfehlte nach einem Leipziger Luftloch das Tor (62.) und schoss wenig später abgefälscht nur Zentimeter vorbei (67.). Auf der Gegenseite bewahrte Mika sein Team mit einer starken Reaktion gegen Sanin vor dem 2:4 (65.).
Die große Ausgleichschance hatte der eingewechselte Beyazıt, dessen Volley Bergmann mit den Fingerspitzen entschärfte (74.). Chemie verteidigte nun tiefer und lauerte auf Umschaltmomente. In der 81. Minute sorgte Kühn für die Vorentscheidung: Nach Enkes Kopfballverlängerung traf er aus fünf Metern per Fallrückzieher zum 2:4. Tasmania gab sich nicht auf, doch Bergmann parierte in der Schlussphase zweimal stark.
Den Schlusspunkt setzte erneut Kühn. Nach Zuspiel von Valon Aliji kontrollierte er den Ball und vollendete aus Nahdistanz zum 2:5 (90.+5). Chemie belohnte sich für seine konsequentere Chancenverwertung und gab im Abstiegskampf ein deutliches Lebenszeichen. Tasmania offenbarte gravierende Defensivprobleme.
Zuschauer: 1968
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Sportpark NR1, Berlin
Schiedsrichter: Marvin Tennes – Andy Stolz, Lennard Jasper Brenmoehl
Tore: 0:1 (7.) Silic; 0:2 (16.) Sanogo; 1:2 (21.) Collins; 1:3 (44.) Reincke (Strafstoß); 2:3 (45.) Berko; 2:4 (81.) Kühn; 2:5 (90.+4) Kühn
Mannschaftsaufstellungen:
SV Tasmania Berlin: Mika, Labbouz (83. Numic), Yajima, Yayla, Grigoriadis (57. Beyazit), Mensah, Collins, Baca, Rehder, Janeš (79. Cakmak), Berko (57. Cruz Magalhaes)
BSG Chemie Leipzig: Bergmann, Hoops, Enke, Sanogo (65. Eyenga Lokilo), Reincke (59. Aliji), Kühn, Wendt, Silic, Lisinski (72. Hoffmann), Jakobi (46. Sanin), Kratzer (65. Friedrich)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Grigoriadis, Numic (SV Tasmania Berlin) – Wendt, Enke, Sanogo, Friedrich (BSG Chemie Leipzig).
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Greifswalder Geduld wird durch Heim belohnt
RSV Eintracht 1949 – Greifswalder FC 1:2 (1:1)
Der Greifswalder FC hat eine knifflige Auswärtsaufgabe beim RSV Eintracht 1949 mit 2:1 gelöst. Auf die Führung der Stahnsdorfer durch Luis Pohlenz antwortete Janis Juckel praktisch im Gegenzug. Nach der Pause sorgte Felix Heim für die Entscheidung zugunsten der Gäste, die damit ihre Serie von zuletzt zwei Unentschieden beendeten. Der RSV zeigte nach dem 0:5 in Erfurt eine deutliche Reaktion, blieb aber zum vierten Mal nacheinander ohne Sieg.
Im Berliner Preussenstadion begegneten sich zwei unterschiedlich ausgerichtete Formationen. Der RSV verdichtete mit Pohlenz, Dong-Woo Kim, Jules Hasenberg und Oscar Capoano das Zentrum und suchte hinter den beiden Spitzen Eliakim-Mbila und Nathanael Kukanda einen kompakten Zugriff. Greifswald besetzte dagegen mit McMoordy Hüther, Juckel, Elias Oke, Leon Schmökel und Lukas Walchhütter das Mittelfeld breit und versuchte, Felix Heim sowie Kay Seidemann früh ins Angriffsspiel einzubinden.
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase überschlugen sich die Ereignisse binnen zweier Minuten. Pohlenz brachte die Eintracht in der 14. Minute mit 1:0 in Führung. Die Freude der Gastgeber hielt jedoch kaum länger als bis zum Wiederanpfiff: Greifswald antwortete sofort, Juckel stellte bereits in der 15. Minute auf 1:1. Der schnelle Ausgleich verhinderte, dass der RSV das Spiel aus einer tieferen Ordnung heraus kontrollieren konnte.
Die Partie blieb anschließend umkämpft. Die Verwarnungen gegen Oke (26.), Lion Semić (34.) und Hasenberg (35.) dokumentierten eine Phase intensiver Duelle, in der beide Mannschaften um die Hoheit im Zentrum rangen. Greifswald besaß mehr spielerische Möglichkeiten, fand gegen die disziplinierte RSV-Defensive aber vor der Pause keine entscheidende Lücke. So ging es nach einer temporeichen, später zunehmend zähen ersten Hälfte mit dem leistungsgerechten 1:1 in die Kabinen.
Der RSV wechselte zur Pause den Torhüter: Linus Löffler ersetzte Felix Güldner. Greifswald erhöhte nach dem Seitenwechsel schrittweise den personellen und offensiven Druck. Zunächst kamen Marcus Niemitz und Grace Bokake Bolufe, in der 65. Minute folgten mit Robert Leipertz und Colin Kroll-Thiel zwei weitere erfahrene Kräfte. Der RSV reagierte seinerseits mit Dmytro Chornenkyi, Conor Güllmeister und Kajetan Herrmann.
Die größere Tiefe des Greifswalder Kaders machte sich schließlich bemerkbar. Neun Minuten nach dem Doppelwechsel schlug Heim zu und brachte den GFC in der 74. Minute erstmals in Führung. Der RSV versuchte noch einmal, seine Linien nach vorn zu verschieben, entwickelte gegen die nun kompakt verteidigenden Gäste jedoch nicht mehr genügend Durchschlagskraft. Greifswald brachte den knappen Vorsprung bis zum Abpfiff nach 94 Minuten über die Zeit.
Damit belohnte sich der GFC für seine geduldige zweite Hälfte und erhöhte sein Konto auf 16 Punkte. Der RSV durfte seine kämpferische Antwort auf das Erfurter Debakel als Fortschritt verbuchen, steht nach der fünften Saisonniederlage aber weiter unter erheblichem Ergebnisdruck. Schiedsrichter Johannes Drößler leitete die Begegnung.
Zuschauer: 211
Spielstätte: Preussen-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Johannes Drößler – Daniel Bartnitzki, Leon Maximilian Metz
Tore: 1:0 (13.) Pohlenz; 1:1 (15.) Juckel; 1:2 (74.) Heim
Mannschaftsaufstellungen:
RSV Eintracht 1949: Güldner (46. Löffler), Pohlenz, Smailovic (64. Chornenkyi), Hasenberg (70. Güllmeister), Capoano (45. Boulehris), Kim, Williams (70. Herrmann), Bilbija, Uwakhonye, Eliakim Kukanda, Nathanael Kukanda
Greifswalder FC: Ackermann, Walchhütter, Hüther (80. Schößler), Semic (58. Bokake Bolufe), Juckel (64. Kroll-Thiel), Seidemann (58. Niemitz), Oke, Gomes Pereira (64. Leipertz), Schmökel, Heim, Seidel
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Hasenberg, Pohlenz, Uwakhonye (RSV Eintracht 1949) – Oke, Semic (Greifswalder FC).
--- 9. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---
Doppelter Ratifo entscheidet das Saale-Duell
Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena 2:0 (0:0)
Stanley Ratifo hat den Halleschen FC im Saale-Duell gegen den FC Carl Zeiss Jena zu einem wichtigen 2:0-Erfolg geführt. Der Angreifer erzielte kurz nach der Pause seinen ersten Treffer seit der Rückkehr zum HFC und entschied die umkämpfte Begegnung mit seinem zweiten Tor. Jena besaß mehrfach die Gelegenheit zum Ausgleich, scheiterte jedoch am Aluminium und an Halles aufmerksamer Restverteidigung.
Die Gäste übernahmen zunächst die Spielkontrolle, ohne die kompakte HFC-Defensive aus ihrer Ordnung zu bringen. Elias Löder verzog aus 20 Metern (5.), wenig später setzte Burmeister einen Abschluss nach einer Ecke neben das Tor (12.). Halle ließ Jena kommen und suchte nach Ballgewinnen den schnellen Weg in die Tiefe, spielte seine ersten Umschaltmomente jedoch zu unpräzise aus.
Nach einer Viertelstunde erhöhte der HFC die Pressingintensität. Die erste Großchance entsprang einem ruhenden Ball: Niklas Landgraf? Nein: Stipe Vucur? Nein: Hartmann traf zunächst die Mauer, nahm den Abpraller aus rund 25 Metern direkt und zwang Jenas Torhüter Liesegang zu einer starken Parade an die Latte (23.). Bei dieser Aktion verletzte sich der Schlussmann am rechten Arm und musste nach längerer Behandlung durch Härting ersetzt werden (29.).
Die Unterbrechung nahm der Partie vorübergehend den Rhythmus. Halle wirkte anschließend aktiver, während Jena im letzten Drittel selten klare Lösungen fand. Fritz’ abgefälschter Schuss brachte noch einmal Gefahr (35.). In der langen Nachspielzeit der ersten Hälfte meldeten sich die Thüringer eindrucksvoll zurück: Lankford setzte sich links durch und legte in den Rückraum, doch Wollschläger traf mit seinem direkten Abschluss nur den Pfosten (45.+3). So ging es trotz zweier Aluminiumtreffer torlos in die Kabinen.
Fünf Minuten nach Wiederbeginn schlug der HFC zu. Ratifo nutzte den Raum in der Jenaer Defensive, brach zentral durch und überwand Härting zum 1:0 (50.). Jena reagierte mit mehr Ballbesitz und drängte die Gastgeber zeitweise tief in deren Hälfte. Löders Versuch verfehlte das Tor (52.), zwingende Abschlüsse blieben zunächst jedoch aus.
Nach einer Stunde verstärkten die Gäste mit Ayvazi, Teuber und Eshele ihre Offensive. Nun häuften sich die Gelegenheiten: Lankford ließ an der Strafraumkante einen Gegenspieler aussteigen, rutschte beim Abschluss aber weg; Landgraf klärte kurz vor der Linie (66.). Nur eine Minute später erreichte Burmeisters Hereingabe den einschussbereiten Eshele nicht.
Mitten in Jenas stärkste Phase setzte Halle den entscheidenden Konter. Benyamina leitete den Angriff mit einem feinen Hackenpass weiter, Ratifo lief frei auf Härting zu und schob überlegt zum 2:0 ein (71.). Jena gab sich nicht auf, doch Landgraf blockte auch Esheles Abschluss nach Burmeisters Rückpass in höchster Not (78.). Der HFC verteidigte seinen Vorsprung anschließend konzentriert und blieb selbst im Vorwärtsgang. Ratifos Effizienz und Halles konsequente Strafraumverteidigung entschieden ein lange ausgeglichenes Duell.
Zuschauer: 7712
Spielstätte: LEUNA-CHEMIE-STADION, Halle (Saale)
Schiedsrichter: Luis Riedel – Nicholas Köhler, Jennifer Steingräber
Vierter Offizieller: Philipp Jacob
Tore: 1:0 (50.) Ratifo; 2:0 (71.) Ratifo
Mannschaftsaufstellungen:
Hallescher FC: Bendel, Halili, Atilgan (63. Damelang), Hartmann (76. Baro), Stierlin, Hauptmann (85. Kastenhofer), Becker, Kastull, Ratifo (76. Langhammer), Landgraf, Benyamina (76. Kulke)
FC Carl Zeiss Jena: Liesegang (30. Härting), Reddemann, Lankford, Wollschläger (61. Eshele), Talabidi, Löder (61. Ajvazi), Fritz (81. Hoppe), Werner (61. Teuber), Boog, Butzen, Burmeister
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Becker (Hallescher FC) – Werner, Löder (FC Carl Zeiss Jena).
--- 9. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---
Kizildemirs später Stich schockt Zwickau
FSV Zwickau – VSG Altglienicke 1:2 (0:1)
Die VSG Altglienicke hat dem FSV Zwickau in der GGZ-Arena eine bittere 1:2-Niederlage zugefügt. Nachdem Fynn Seidel die frühe Gästeführung kurz vor Schluss ausgeglichen hatte, traf der eingewechselte Biyan Kizildemir in der 89. Minute zum Berliner Auswärtssieg. Zwickau steigerte sich nach schwachem Beginn erheblich, belohnte sich für seine druckvolle Schlussphase jedoch nur für wenige Minuten.
Altglienicke übernahm sofort die Kontrolle und setzte die Zwickauer Defensive mit zielstrebigem Vertikalspiel unter Druck. Bereits in der zweiten Minute zwang Nietfeld FSV-Torhüter Hiemann nach einer Czyborra-Flanke zu einer Parade. Vier Minuten später fiel die verdiente Führung: Hiemann wehrte zunächst gegen Nietfeld ab, doch Sydney Sylla reagierte beim Nachschuss am schnellsten und vollendete zum 0:1 (6.).
Zwickau verlor zudem früh den verletzten Sengersdorf, für den von Baer kam (9.), und fand offensiv lange keinen Zugriff. Die VSG ließ den Ball sicher zirkulieren, besetzte die Zwischenräume geschickt und hätte durch Schickersinsky erhöhen können. Nach Nietfelds Ablage schoss der Mittelfeldspieler jedoch am Tor vorbei (23.). Erst im letzten Drittel des ersten Durchgangs löste sich der FSV aus der Umklammerung. Seidel setzte einen ersten Abschluss über den Kasten (31.) und verfehlte unmittelbar vor der Pause aus 17 Metern den rechten Pfosten nur knapp (45.).
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Zwickau wesentlich entschlossener. Harant profitierte von einem kapitalen Fehlpass der Gäste, brachte seinen Abschluss vor dem weitgehend verwaisten Tor aber nicht mit der nötigen Schärfe aufs Ziel (52.). Kurz darauf scheiterte Besong nach einem kraftvollen Antritt an Klatte, der die kurze Ecke konsequent schloss (54.).
Altglienicke gewann anschließend vorübergehend wieder die Spielkontrolle, doch mit den Einwechslungen von Riesen und Albert erhöhte der FSV das Tempo. Die Gastgeber drängten die Berliner nun tief in deren Strafraum, ließen zunächst aber mehrere Abschlüsse liegen. Eine Freistoßvariante aus aussichtsreicher Position verpuffte wirkungslos (73.), ehe die VSG-Abwehr während einer wilden Druckphase mehrfach nur mit Mühe klärte.
Angetrieben von 3.320 Zuschauern erzwang Zwickau schließlich den Ausgleich. Seidel bekam erneut Raum zum Abschluss und traf diesmal zum umjubelten 1:1 (81.). Der FSV wollte mehr, und Klatte musste gegen Martens stark parieren (86.). Doch mitten in die Zwickauer Schlussoffensive setzte Altglienicke den entscheidenden Nadelstich: Kizildemir durchbrach die aufgerückte Defensive und schob zum 2:1 ein (89.). Zwickau blieb nach leidenschaftlicher Aufholjagd fassungslos zurück, während die VSG ihre zuvor sieglose Serie mit einem ebenso späten wie effizienten Auswärtserfolg beendete.
Zuschauer: 3320
Spielstätte: GGZ-Arena, Zwickau
Schiedsrichter: Johannes Schipke – Patrick Kluge, Luis Paul
Tore: 0:1 (6.) Sylla; 1:1 (81.) Seidel; 1:2 (89.) Kizildemir
Mannschaftsaufstellungen: FSV Zwickau: Hiemann, Moritz, Martens, Sengersdorf (9. von Baer), Besong (82. Dobruna), Fobassam Nawe, Putze (68. Riesen), Ziemer, Harant (68. Albert), Seidel, Haubner (82. Hannemann); VSG Altglienicke Berlin: Klatte, Czyborra, Sonnenberg, Nietfeld (90.+3 Roßbach), Schickersinsky (64. Oduah), Tezel, Saliger (87. Türpitz), Rieder, Sylla (87. Tattermusch), Brooks, Ersungur (64. Kizildemir)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Martens, Ziemer (FSV Zwickau); Altglienicke blieb ohne Verwarnung.
--- 9. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---
Forkel stochert RWE in letzter Sekunde zum Sieg
Hertha BSC II – FC Rot-Weiß Erfurt 1:2 (1:1)
Mit der letzten Aktion eines intensiven und bis zum Ende offenen Spiels hat Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt drei Punkte aus Berlin entführt. Dustin Forkel drückte den Ball in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 2:1 über die Linie. Zuvor hatte Herthas U 23 die frühe Führung durch Laurenz Dehl nicht nur ausgeglichen, sondern den Thüringern mit hohem Pressing und gefährlichen Umschaltmomenten erhebliche Probleme bereitet.
Erfurt übernahm zunächst den Ball und schob früh weit nach vorn, fand gegen die kompakte Berliner Staffelung jedoch kaum Räume. Die erste Lücke genügte dem Tabellenführer trotzdem: Dehl rückte auf halbrechts entschlossen nach, sein Abschluss aus 13 Metern wurde von Hertha-Verteidiger Pascal Schopper per Kopf unhaltbar für Robert Kwasigroch-Ersatz Tim Goller? Nein: Hertha-Torwart Tim Heide abgefälscht – 0:1 (13.).
Mit der Führung im Rücken zog sich RWE etwas zurück und überließ den Gastgebern zunehmend die Initiative. Hertha erhöhte den Druck auf den Erfurter Spielaufbau und belohnte sich mit einem sauber vorgetragenen Angriff. Luis Kannewurf brach auf der linken Seite durch und bediente Yannick Müller, der vor Sofiane Ikene an den Ball kam und aus acht Metern unter die Latte vollendete (27.). Die Berliner blieben danach gefährlicher. Shalva Ogbaidzes Distanzschuss strich nur knapp am rechten Pfosten vorbei (38.), während Erfurt seine Angriffe zu selten konsequent ausspielte.
Nach der Pause kehrten die Thüringer mit deutlich aggressiverer Körpersprache zurück. Zunächst musste Torhüter Lorenz Otto allerdings gegen den durchgebrochenen Kannewurf retten (52.). Danach verlagerte sich das Geschehen in die Berliner Hälfte: Romario Hajrulla, Kay Seidemann? Nein: Der eingewechselte Adilson Assibey-Mensah und später Falcao sorgten für mehr Dynamik, doch Tito traf nur das Außennetz (53.), während Caniggia Elva? Nein: Til Linus Schwarz und Louis? Fehler bei ihren Standards keinen Abnehmer fanden. Hertha widerstand der Druckphase und blieb über Ndi sowie Kannewurf im Umschalten gefährlich.
In der zunehmend hektischen Schlussphase entwickelte sich ein Schlagabtausch. Hajrulla verpasste nach Assibey-Mensahs präzisem Pass knapp gegen Heide (72.), auf der Gegenseite jagte Jelani Ndi einen Freistoß deutlich über das Tor (73.). Erfurt suchte nun verstärkt Awoudja bei ruhenden Bällen. Dessen Kopfball landete nach einer Falcao-Ecke zwar an der Latte, Schiedsrichter Henry Müller hatte jedoch zuvor auf Offensivfoul entschieden (83.).
Als beide Mannschaften bereits auf die Punkteteilung zuzusteuern schienen, erzwang Erfurt noch mehrere Standards. Die letzte Freistoßhereingabe segelte von links in den Fünfmeterraum, Forkel setzte nach, traf zunächst den Pfosten und stocherte den Abpraller zum 2:1 ins Netz (90.+5). Ein glücklicher, aber hartnäckig erarbeiteter Sieg, durch den RWE mit 23 Punkten an der Tabellenspitze bleibt. Hertha hingegen stand nach einem mutigen Auftritt mit leeren Händen da.
Zuschauer: 899
Spielstätte: Stadion auf dem Wurfplatz, Berlin
Schiedsrichter: Henry Müller – Max Göldner, Florian Lukawski
Tore: 0:1 (14.) Dehl; 1:1 (27.) Müller; 1:2 (90.+4) Forkel
Mannschaftsaufstellungen:
Hertha BSC II: Heide, Schopper, Kourouma, Ngwa, Müller (63. Akoto), Kannewurf, Brekalo, Ogbaidze, Ndi (86. Canpolat), Weiland, Todorovic (46. Schößler)
FC Rot-Weiß Erfurt: Otto, Schwarz, Ikene, Awoudja (90. Adesida), Caciel (90. Boboy), Wolf (66. Assibey-Mensah), Fehler (75. Falcao), Forkel, Walther, Dehl, Quiala Tito (66. Hajrulla)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Todorovic, Müller, Kourouma, Ogbaidze (Hertha BSC II) – Ikene, Dehl (FC Rot-Weiß Erfurt).
--- 9. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---
Berliner Doppelschlag trifft das Schlusslicht
FSV 63 Luckenwalde – BFC Preussen 0:2 (0:0)
Der BFC Preussen hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und beim FSV 63 Luckenwalde einen 2:0-Auswärtssieg gefeiert. Nach einer torlosen ersten Hälfte brach Innenverteidiger Charmaine Häusl den Widerstand der Gastgeber, ehe Philip Fontein die Entscheidung herbeiführte. Während die Berliner aus den vergangenen drei Begegnungen sieben Punkte holten, kassierte das Schlusslicht seine sechste Niederlage in Folge.
Im Werner-Seelenbinder-Stadion entwickelte sich zunächst eine Begegnung, in der Vorsicht und defensive Absicherung das Geschehen bestimmten. Luckenwalde, nach sieben Niederlagen aus den ersten acht Saisonspielen bereits erheblich unter Druck, bemühte sich um Stabilität und wollte den formstärkeren Gästen keine offenen Räume anbieten. Der BFC ließ sich seinerseits nicht zu überhasteten Angriffen verleiten und suchte geduldig nach Lücken in der dicht gestaffelten FSV-Formation.
Beiden Mannschaften fehlten vor der Pause jedoch Präzision und Durchschlagskraft im letzten Drittel. Luckenwaldes einzige Spitze Fabrice Pilger erhielt gegen die von Häusl, Niklas Lessel und Oliver Maric organisierte Berliner Deckung nur wenig verwertbare Zuspiele. Auf der Gegenseite gelang es den technisch beweglichen Gästen zwar, mit Philip Fontein, Luis Inderwisch und Lucas Vierling das Mittelfeld zu besetzen, zwingende Abschlüsse sprangen daraus zunächst aber nicht hervor. So ging eine von taktischer Disziplin geprägte erste Hälfte folgerichtig ohne Treffer zu Ende.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Preussen den Druck und fand schließlich den Weg durch Luckenwaldes Abwehrverbund. Ausgerechnet Häusl sorgte in der 61. Minute für das 1:0. Der Innenverteidiger belohnte damit einen Auftritt, bei dem die Berliner geduldig geblieben waren und ihre defensive Stabilität nie aufgegeben hatten.
Für Luckenwalde veränderte der Rückstand die Statik der Partie. Die Mannschaft musste nun weiter aufrücken und größere Risiken eingehen, fand gegen die geordnete Restverteidigung der Gäste aber weiterhin keinen Zugang zum Tor von Florian Palmowski. Preussen konnte die entstehenden Räume dagegen zielgerichteter nutzen. In der 79. Minute erhöhte Fontein auf 2:0 und nahm den Gastgebern damit die Hoffnung auf eine späte Wende.
Die Berliner brachten ihren Vorsprung anschließend kontrolliert über die Zeit und blieben zum zweiten Mal nacheinander siegreich. Nach dem 4:1 gegen Magdeburg II bestätigte die Mannschaft ihre neu gewonnene Stabilität und verbesserte sich mit neun Punkten auf Rang zwölf. Luckenwalde verharrt dagegen mit drei Zählern und bereits 22 Gegentoren am Tabellenende. Schiedsrichter Christopher Gaunitz leitete die Begegnung.
Zuschauer: 508
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Stadion, Luckenwalde
Schiedsrichter: Christopher Gaunitz – Benjamin Seidl, Gabriel Gmeiner
Tore: 0:1 (61.) Häusl; 0:2 (79.) Fontein
Mannschaftsaufstellungen:
FSV 63 Luckenwalde: Tittel, Collins (63. Kaus), Mätzke (70. Koplin), Seidel, Jannene, Pilger, Schneider, Hathaway (70. Will), Kühn, Jacobi, Blaszczak (63. Neumann);
BFC Preussen: Palmowski, Gramberg, Lessel, Vierling, Fontein, Maric, Butkovic (58. Wosz), Inderwisch, Adekunle (58. Tchadjei), Häusl, Frank (88. Cramer)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Schneider (FSV 63 Luckenwalde) – Häusl, Fontein, Maric (BFC Preussen).
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Redaktion: Holger Elias (NOFV)
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