Regionalliga Nordost
Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 7. Spieltag
CFC – Jena 1:1 / VSG – Chemie 1:1
Am Freitag (28.08.26) gab es diese Spielausgänge: Emilio Munser brachte den FC Carl Zeiss Jena bereits in der vierten Minute in Führung. Nach den Gelb-Roten Karten gegen Manassé Eshele und Sören Reddemann verteidigten die Gäste am Ende nur noch zu neunt. David Vogt belohnte den Chemnitzer Dauerdruck in der 97. Minute mit dem Ausgleich. - Tim Hoops köpfte Chemie Leipzig nach einem Freistoß von David Pfeil in Führung, ehe der eingewechselte Jonas Hartl für Altglienicke ausglich. Die VSG traf vor der Pause zweimal Aluminium, fand nach dem Seitenwechsel gegen den kompakten Leipziger Defensivblock aber nur selten eine Lücke. In der Nachspielzeit verhinderte VSG-Torwart Zwick gegen Aliji sogar noch einen überraschenden Chemie-Sieg.
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Vogt entreißt Jena in der 97. Minute den Sieg
Chemnitzer FC – FC Carl Zeiss Jena 1:1 (0:1)
Der Chemnitzer FC hat einen verloren geglaubten Punkt gerettet. Emilio Munser brachte Jena früh in Führung, danach verteidigten die Thüringer nach zwei Platzverweisen leidenschaftlich. Erst in der siebten Minute der Nachspielzeit traf David Vogt zum 1:1 und ließ den CFC vorerst an Erfurt vorbeiziehen.
Nach einem zweiminütigen Protest gegen die Aufstiegsregelung nahm die Partie sofort Fahrt auf. Zunächst jagte Leonel Alberico eine Volleyabnahme über das Tor, praktisch im Gegenzug schlug Jena zu: Munser löste sich nach einem Kopfballduell im Mittelfeld rechts und überwand David Richter aus halbrechter Position (4.). Chemnitz antwortete mit direktem, vertikalem Spiel. Vogt setzte Alberico in Szene, doch Marius Liesegang parierte (11.); wenig später köpfte Ron Berlinski über das Tor (18.).
Der CFC drängte Jena zurück, während die Gäste ihre Konter durch ungenaue Zuspiele verschenkten. Sören Reddemann blockte Albericos Versuch aus der Drehung (39.). Dann verschärfte sich Jenas Aufgabe: Manassé Eshele, kurz zuvor verwarnt, sah wegen eines Handspiels Gelb-Rot (45.+4). Zuvor hatte Slamar einen Schuss Munsers vor der Linie geklärt.
Marco Grote ordnete zur Pause zwei kompakte Viererketten an. Chemnitz erhöhte gegen zehn Jenaer jedoch sofort den Druck. Alberico schoss über das Tor (47.), Berlinski scheiterte nach Fessers Verlängerung am herausstürzenden Liesegang (54.). Benjamin Duda brachte nach gut einer Stunde drei frische Offensivkräfte.
Nach einer durch Pyrotechnik verursachten Unterbrechung wurde die Begegnung vor 8.413 Zuschauern zum Spiel auf ein Tor. Chemnitz reklamierte vergeblich Handelfmeter (77.), Berlinski verpasste eine Hereingabe (78.), Pistols Abschluss wehrte Liesegang ab (79.). Dennoch besaß Jena in der 89. Minute die Chance zur Entscheidung: Nach Wollschlägers Pass traf Werner die Latte, den Nachschuss parierte Richter. Auf der Gegenseite wurde ein Treffer von Marx wegen Abseits aberkannt.
In der neunminütigen Nachspielzeit erreichte die Dramatik ihren Höhepunkt. Reddemann sah nach einem Foul an Marx ebenfalls Gelb-Rot (90.+3), Slamar setzte den Freistoß knapp vorbei. Gegen neun Gäste fand Chemnitz schließlich die Lücke: Berlinski spielte von links flach zurück, Vogt schob überlegt ins linke Eck ein (90.+7). Der CFC belohnte seine Beharrlichkeit, ließ in langer Überzahl jedoch Präzision vermissen. Jena brachte sich um den Lohn eines aufopferungsvollen Abwehrkampfes – auch weil der mögliche zweite Treffer kurz zuvor am Aluminium gescheitert war.
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Chemies Abwehrwall hält Altglienickes Druck stand
VSG Altglienicke – BSG Chemie Leipzig 1:1 (1:1)
Die BSG Chemie Leipzig hat bei der favorisierten VSG Altglienicke ihren zweiten Saisonpunkt erkämpft, den ersten Sieg aber erneut verpasst. Tim Hoops köpfte die Gäste nach einem Standard in Führung, der eingewechselte Jonas Hartl antwortete mit einem sehenswerten Ausgleich. In der Schlussphase besaßen beide Mannschaften noch den Siegtreffer auf dem Fuß.
Nach dem Protest gegen die Aufstiegsregelung übernahm Altglienicke zunächst die Initiative. Die VSG verlagerte das Spiel auf die Flügel, fand gegen Chemies tiefen, kompakten Block aber kaum Räume. Distanzschüsse von Türpitz und Kardam verfehlten das Tor, während die Leutzscher nach einer Viertelstunde mutiger wurden. Nach Kratzers Solo scheiterte Willi Reincke an VSG-Schlussmann Zwick (21.).
Fünf Minuten später schlug Chemie zu. David Pfeil brachte einen präzisen Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum, Hoops setzte sich gegen Jonas Nietfeld durch und köpfte zum 0:1 ein (26.). Luis Jakobi hätte nachlegen können, sein bedrängter Abschluss geriet jedoch zu zentral (32.).
Altglienicke erhöhte den Druck – und profitierte von einem frühen Wechsel. Der für den verletzten Ersungur gekommene Hartl täuschte an der Strafraumgrenze gegen Pfeil kurz an und traf unhaltbar für Benjamin Bergmann zum 1:1 (37.). Danach verlor Chemie den Zugriff. Eine Ecke senkte sich auf die Latte (43.), in der Nachspielzeit irrte Bergmann durch den Fünfmeterraum und hatte Glück, dass der Ball nur an den Pfosten sprang.
Nach dem Seitenwechsel stabilisierte Alexander Schmidt seine Mannschaft mit Hoffmann und Bradley Lokilo. Altglienicke blieb häufiger am Ball, entwickelte aus der optischen Überlegenheit aber wenig Durchschlagskraft. Chemie verdichtete die Räume vor dem Strafraum und ließ über die von Lokilo besetzte rechte Seite kaum noch etwas zu. In der 70. Minute verhinderte ein Leipziger Abwehrbein vor Nietfeld den Rückstand.
In der Schlussphase lösten sich die Gäste wieder. Nach Lisinskis Flanke verpasste Malick Sanogo das 1:2, auch Hoffmann verwertete den zweiten Ball nicht (84.). Vier Minuten später rettete Bergmann mit einer starken Parade gegen Nietfeld und faustete die anschließende Ecke weg. Den letzten Akzent setzte Chemie: Aliji zog in der vierten Minute der Nachspielzeit wuchtig ab, doch Zwick verhinderte den Überraschungssieg. Das Remis belohnte die disziplinierte Defensivarbeit der BSG, offenbarte bei Altglienicke aber ein Ideenproblem gegen einen tief stehenden Gegner.
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Redaktion: Holger Elias (NOFV)
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Samstag, 29. August 2026
Hertha BSC II – Hallescher FC (14.00 Uhr)
Im Stadion auf dem Wurfplatz begegnen sich zwei Mannschaften, die jeweils erst einen Ligasieg verbuchen konnten. Hertha BSC II hat aus sechs Partien fünf Punkte geholt, der Hallesche FC steht nach fünf Begegnungen bei sechs Zählern. Während die Berliner mit 13 Gegentoren bislang vor allem defensiv Probleme hatten, fehlt Halle bei fünf erzielten Treffern noch die gewünschte Durchschlagskraft.
Hertha setzte am Mittwoch allerdings ein bemerkenswertes Zeichen. Beim FC Erzgebirge Aue erkämpfte sich die junge Berliner Mannschaft ein 0:0. Aue besaß die größeren Möglichkeiten, doch Hertha verteidigte konzentriert, hielt dem Druck stand und kam selbst zu gefährlichen Abschlüssen. Nach zuvor wechselhaften Auftritten könnte die erste Partie ohne Gegentor der Mannschaft wichtige Sicherheit geben.
Halle hatte unter der Woche kein Ligaspiel, war aber bereits am Montag im DFB-Pokal gefordert. Gegen den FC Schalke 04 zwang der HFC den Zweitligisten beim Stand von 2:2 in die Verlängerung, musste sich nach 120 Minuten jedoch 2:5 geschlagen geben. Ein deutlicher Frischevorteil lässt sich daraus für die Gäste kaum ableiten.
Die unterschiedlichen Profile versprechen eine offene Ausgangslage. Hertha wird seine Schnelligkeit und technische Qualität nutzen wollen, Halle seine größere Erfahrung, Zweikampfstärke und taktische Ordnung einbringen. Der HFC hat in der Liga erst fünf Gegentreffer zugelassen und auch gegen spielstarke Gegner bewiesen, dass er Begegnungen verengen kann. Für beide Teams bietet sich die Gelegenheit, mit einem Erfolg Anschluss an das Tabellenmittelfeld herzustellen.
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FC Rot-Weiß Erfurt – BFC Preussen (14.00 Uhr)
Die Rollen im Steigerwaldstadion scheinen vor dem Anpfiff klar verteilt. Rot-Weiß Erfurt führt die Tabelle gemeinsam mit Chemnitz an und ist nach sechs Spielen noch ungeschlagen. Fünf Siege, ein Remis und 22:4 Tore stehen für einen Saisonstart, bei dem die Thüringer nicht nur erfolgreich, sondern auch ausgesprochen offensivstark aufgetreten sind. Der Aufsteiger BFC Preussen wartet dagegen weiterhin auf seinen ersten Sieg und reist mit zwei Punkten nach Erfurt.
Am Dienstag unterstrich RWE seine Verfassung mit einem 5:0 beim FSV 63 Luckenwalde. Bereits zur Pause führte Erfurt 3:0 und nahm dem Gegner damit früh die Hoffnung auf eine Überraschung. Für die Mannschaft war es nach dem 6:1 im Thüringenpokal der zweite deutliche Sieg innerhalb weniger Tage. Die zusätzliche Belastung ist vorhanden, die klaren Spielverläufe ermöglichten jedoch eine bessere Steuerung der Kräfte als zwei umkämpfte Begegnungen bis in die Schlussminuten.
Preussen verlor zeitgleich das Berliner Duell beim BFC Dynamo 0:2. Der Neuling wird in Erfurt vor allem seine defensive Ordnung benötigen. Ein tiefer und kompakter Block, kurze Abstände sowie die Suche nach Standards und schnellen Gegenstößen bieten sich als Mittel gegen die spielstarken Gastgeber an. Erfurt hat bislang allerdings gezeigt, dass es nicht allein vom Umschaltspiel lebt, sondern auch tief verteidigende Gegner über geduldige Kombinationen und ein hohes Tempo auf den Außenbahnen unter Druck setzen kann.
Der Spitzenreiter geht als deutlicher Favorit in die Begegnung. Entscheidend könnte sein, wie lange Preussen ein Gegentor verhindert. Erfurt gewann seine bisherigen drei Heimspiele und erzielte dabei 14 Treffer. Je früher RWE die Berliner Deckung öffnet, desto schwieriger dürfte es für den Aufsteiger werden, am ursprünglichen Matchplan festzuhalten.
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FSV Zwickau – SV Babelsberg 03 (16.00 Uhr)
Nur rund 72 Stunden nach ihren Mittwochspielen stehen sich Zwickau und Babelsberg in der GGZ Arena gegenüber. Der FSV kehrte mit einem 2:1 vom RSV Eintracht zurück. Alle drei Tore fielen in der Schlussviertelstunde; nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich schlugen die Zwickauer noch einmal zurück und sicherten sich spät den Auswärtssieg. Damit ist der FSV seit drei Ligaspielen ungeschlagen und hat die vergangenen beiden Begegnungen gewonnen.
Babelsberg musste dagegen erneut eine Führung aus der Hand geben. Beim Greifswalder FC brachte ein früher Strafstoß die Potsdamer in Front, nach der Pause drehte der GFC die Partie jedoch zum 2:1. Der SVB wartet seit dem Auftakterfolg bei Chemie Leipzig nun seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg. Dabei blieben die Babelsberger offensiv keineswegs wirkungslos, versäumten es aber mehrfach, gute Ausgangspositionen über die gesamte Spielzeit zu verteidigen.
Die Vorzeichen der englischen Woche verschaffen Zwickau einen leichten Vorteil. Beide Mannschaften hatten nur eine kurze Pause, Babelsberg muss nach der Reise nach Greifswald nun erneut auswärts antreten. Hinzu kommt die gegenläufige psychologische Wirkung: Der FSV entschied eine offene Partie spät für sich, der SVB verlor sie nach eigener Führung.
Ein einseitiger Verlauf ist dennoch nicht zu erwarten. Babelsberg besitzt genügend spielerische Qualität, um auch in Zwickau Chancen herauszuarbeiten. Der FSV kann seinerseits auf die zuletzt gewachsene Stabilität bauen und muss nicht von Beginn an jedes Risiko eingehen. Sollte die Begegnung lange ausgeglichen bleiben, könnten Zwickaus Heimvorteil und die jüngsten Erfahrungen in engen Schlussphasen an Bedeutung gewinnen.
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Sonntag, 30. August 2026
RSV Eintracht 1949 – 1. FC Magdeburg II (14.00 Uhr)
Der Aufsteiger aus Stahnsdorf hat in den ersten Wochen bewiesen, dass er in der Regionalliga Nordost konkurrenzfähig ist. Mit dem 3:0 gegen Luckenwalde und dem 3:3 in Babelsberg setzte der RSV bereits deutliche Akzente. Am Mittwoch folgte gegen Zwickau allerdings eine bittere 1:2-Niederlage: Nach einer torlosen ersten Halbzeit fielen sämtliche Treffer erst in der Schlussviertelstunde, ehe der FSV das letzte Wort hatte.
Magdeburg II gewann einen Tag zuvor 1:0 gegen Chemie Leipzig. Das frühe Tor reichte der jungen Mannschaft, um nach dem 1:4 in Erfurt wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren und zugleich ohne Gegentreffer zu bleiben. Der FCM verfügt über beachtliche offensive Möglichkeiten, zeigte in den ersten Saisonwochen aber auch große Schwankungen. Auf ein 5:1 gegen Tasmania und ein 3:3 bei Lok Leipzig folgte beispielsweise eine 0:1-Heimniederlage gegen Luckenwalde.
Für Sonntag besitzt Magdeburg durch den einen Tag früheren Einsatz einen kleinen Regenerationsvorteil. Die Partie dürfte dennoch von zwei Mannschaften geprägt werden, die ihre Stärken eher im aktiven Spiel als im dauerhaften Verteidigen des eigenen Strafraums sehen. Der RSV wird vor eigenem Publikum nicht ausschließlich abwarten wollen, während die Magdeburger mit Tempo und technischer Qualität nach Ballgewinnen gefährlich werden können.
Ein Schwerpunkt liegt deshalb auf der Absicherung nach eigenen Angriffen. Beide Teams haben bereits gezeigt, wie schnell ihre Begegnungen in offene Phasen übergehen können. Magdeburg reist mit dem Rückenwind des jüngsten Sieges an, der RSV will verhindern, dass aus der späten Niederlage gegen Zwickau ein negativer Trend entsteht. Die größere Konstanz wird in diesem schwer auszurechnenden Duell den Ausschlag geben.
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SV Tasmania Berlin – Greifswalder FC (14.00 Uhr)
Tasmania weist nach fünf Ligaspielen eine Bilanz von drei Punkten und 6:18 Toren auf. Vor allem in den ersten Saisonwochen zahlte der Aufsteiger defensiv Lehrgeld. Zuletzt war jedoch eine Steigerung zu erkennen: Auf den 3:2-Sieg in Luckenwalde folgte gegen den amtierenden Meister Lok Leipzig trotz der 2:3-Niederlage ein weiterer Auftritt mit zwei eigenen Treffern. Im Berliner Landespokal gewann Tasmania anschließend 7:0 beim 1. FC Lübars.
Die für den 6. Spieltag vorgesehene Partie in Halle wurde auf den 2. September verlegt. Tasmania konnte sich deshalb seit dem Pokalspiel am vergangenen Sonntag gezielt auf Greifswald vorbereiten. Der GFC war dagegen am Mittwoch gefordert und gewann nach einem 0:1-Rückstand noch 2:1 gegen Babelsberg. Eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause und die erfolgreiche Reaktion auf einen schwierigen Spielverlauf brachten den ersten Heimsieg der Saison.
Greifswald geht mit elf Punkten und 13 erzielten Toren als Favorit in die Begegnung. Der GFC hat beim 3:0 in Zwickau und beim 4:1 bei Hertha BSC II bereits gezeigt, wie konsequent er offene Räume nutzen kann. Tasmania sollte deshalb vermeiden, die Partie früh in einen Schlagabtausch kippen zu lassen. Ein kompakter Block, kontrolliertes Risiko und Gefahr bei Standards dürften die Grundlage des Berliner Spielplans bilden.
Der Frischevorteil spricht für den Aufsteiger, die größere individuelle Qualität und die bisherige Offensivleistung für Greifswald. Je länger Tasmania die Begegnung offenhält, desto stärker könnte die Belastung der Gäste aus der englischen Woche ins Gewicht fallen. Bekommt der GFC jedoch früh Raum für sein Umschaltspiel, droht der Berliner Defensive ein arbeitsreicher Nachmittag.
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FSV 63 Luckenwalde – BFC Dynamo (14.00 Uhr)
Luckenwalde und der BFC Dynamo gehen mit völlig unterschiedlichen Eindrücken aus dem 6. Spieltag in das direkte Duell. Der FSV unterlag Rot-Weiß Erfurt vor eigenem Publikum 0:5 und geriet bereits in der ersten Halbzeit mit drei Toren in Rückstand. Dynamo gewann dagegen das Berliner Duell gegen den BFC Preussen 2:0 und feierte einen kontrollierten Erfolg ohne Gegentreffer.
Das klare Ergebnis vom Dienstag darf bei der Bewertung Luckenwaldes nicht isoliert betrachtet werden. Erfurt stellt gegenwärtig die gefährlichste Offensive der Liga. Dennoch muss der FSV eine Reaktion auf zuletzt drei Niederlagen in Folge zeigen. Nach dem überraschenden 1:0 bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Magdeburg verlor Luckenwalde gegen Tasmania, in Zwickau und nun deutlich gegen RWE. Vor allem die defensive Stabilität ging dabei verloren.
Für Dynamo war der jüngste Erfolg nach einem wechselhaften Saisonbeginn von besonderer Bedeutung. Die Berliner entschieden die Partie mit je einem Treffer vor und nach der Pause und ließen defensiv wenig zu. In Luckenwalde wird erneut Geduld gefragt sein. Der FSV dürfte nach den fünf Gegentreffern kompakter auftreten, die Abstände verkürzen und im eigenen Aufbau weniger Risiko wählen.
Die Anfangsphase kann für den weiteren Verlauf prägend werden. Hält Luckenwalde das Spiel lange offen, dürfte das Selbstvertrauen zurückkehren. Ein früher Rückstand könnte dagegen die Erinnerung an den Dienstagabend wecken. Dynamo reist mit dem besseren Momentum und der größeren Stabilität an, muss aber mit einer entschlossenen Reaktion der Gastgeber rechnen.
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1. FC Lokomotive Leipzig – FC Erzgebirge Aue (14.00 Uhr)
Zum Abschluss des Spieltags treffen im Bruno-Plache-Stadion zwei Mannschaften aufeinander, die sich vor der englischen Woche in der erweiterten Spitzengruppe festgesetzt hatten. Lok ging mit zehn Punkten in den 6. Spieltag, Aue hatte ebenfalls zehn Zähler gesammelt. Nun wollen beide Teams eine passende Antwort auf ihre jüngsten Ergebnisse geben.
Der amtierende Meister verlor am Dienstag 0:2 gegen Chemnitz. Lange hielt Lok die Begegnung ausgeglichen, ehe der CFC das Spiel zwischen der 76. und 81. Minute entschied. Damit warten die Leipziger nach drei Auftritten im eigenen Stadion noch auf den ersten Heimsieg. Die zuletzt defensiver ausgerichtete Formation verlieh Lok zunächst mehr Stabilität, kostete gegen Chemnitz jedoch offensive Präsenz. Gegen Aue wird es darum gehen, zwischen Absicherung und Angriffsdruck eine bessere Balance zu finden.
Erschwert wird die Vorbereitung durch einen Magen-Darm-Infekt im Leipziger Kader. Bereits gegen Chemnitz fehlten mehrere Akteure krankheitsbedingt, anschließend wurden weitere Ausfälle bekannt. Welche Spieler bis Sonntag wieder vollständig belastbar sind, dürfte sich erst kurzfristig entscheiden.
Aue kam am Mittwoch gegen Hertha BSC II nicht über ein 0:0 hinaus. Die Sachsen hatten die besseren Chancen und trafen unter anderem Aluminium, ließen aber die notwendige Effizienz vermissen. Zuvor hatte die Mannschaft in fünf Ligaspielen elf Tore erzielt. Der torlose Auftritt spricht daher weniger für ein grundsätzliches Offensivproblem als für einen Abend, an dem Aufwand und Ertrag nicht zusammenpassten.
Lok besitzt einen zusätzlichen Regenerationstag, Aue derzeit die größere personelle Planbarkeit. Beide Mannschaften werden zunächst darauf achten, dem Gegner keine einfachen Umschaltmöglichkeiten zu eröffnen. Mit zunehmender Spieldauer könnten die Kaderbreite und der körperliche Zustand der Leipziger an Gewicht gewinnen. Das Traditionsduell gehört damit zu den offensten Begegnungen des 7. Spieltags.
Stand: 27. August 2026
Redaktion der Vorschau: Holger Elias
