Regionalliga Nordost

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 7. Spieltag

Lok – Aue 1:2 / RSV – FCM II 2:4 / FSV63 – Dynamo 0:2 / SVT – GFC 2:2 / FSV – SVB 1:0 / Hertha II – Halle 0:2 / Erfurt – Preussen 1:1 / CFC – Jena 1:1 / VSG – Chemie 1:1

Die Sonntag-Partien (30.08.26) im Überblick: Linus Queißer brachte Erzgebirge Aue kurz nach dem Seitenwechsel in Führung, Nils Kaiser glich für Lok Leipzig aus. In einer offenen Schlussphase verhinderten Martin Männel und Justin Duda zunächst weitere Treffer. Nach einem Leipziger Ballverlust erzielte Marcel Bär in der 93. Minute per Lupfer das 2:1 für die Veilchen. - Der RSV Eintracht führte nach Treffern von Isma Baraze und Ernes Smailović zur Pause mit 2:1 gegen den 1. FC Magdeburg II. Nach dem Seitenwechsel drehten die eingewechselten Elisio Widmann und Armin Sivic die Begegnung zugunsten der Gäste. Widmann beseitigte mit seinem zweiten Treffer in der 89. Minute die letzten Zweifel am 4:2-Auswärtssieg. - Ludwig Bölke und Levin Mattmüller schossen den BFC Dynamo bereits in der ersten Halbzeit zum 2:0-Auswärtssieg beim FSV 63 Luckenwalde. Nach der Pause brachten die Berliner ihren Vorsprung ohne Gegentor über die Zeit und feierten den zweiten Zu-null-Erfolg nacheinander. Luckenwalde kassierte dagegen die vierte Niederlage in Serie und fiel auf Tabellenplatz 17 zurück. - Tasmania Berlin verwandelte gegen Greifswald einen frühen Rückstand in eine 2:1-Führung. Berko und Beyazıt trafen für den Aufsteiger, nachdem Seidemann den GFC in Führung gebracht hatte. In der dritten Minute der Nachspielzeit rettete Felix Heim für die Gäste noch das 2:2.

Sonnabend (29.08.26) trafen folgende Teams aufeinander: Der FSV Zwickau setzte sich am 7. Spieltag mit 1:0 gegen den SV Babelsberg 03 durch. Philipp Harant erzielte bereits in der 16. Minute per direkt verwandeltem Freistoß das Tor des Tages, danach verteidigten die Westsachsen ihren Vorsprung gegen zunehmend druckvolle Gäste. In der Schlussphase sicherte Torhüter Lukas Hiemann mit einer starken Parade gegen Malzahn den Zwickauer Erfolg. - Der Hallesche FC setzte sich bei Hertha BSC II dank der Treffer von Niclas Stierlin und Bocar Baro verdient mit 2:0 durch. Die Berliner besaßen vor dem Rückstand ihre stärkste Phase, scheiterten jedoch an Torhüter Luca Bendel und ihrer mangelnden Effizienz. Halle kontrollierte nach der Pause die Begegnung, ehe zwei Rote Karten die Schlussphase überschatteten. - Rot-Weiß Erfurt kam gegen einen taktisch disziplinierten BFC Preussen nicht über ein 1:1 hinaus. Lucas Vierling brachte die Gäste per Kopf in Führung, ehe Joker Mechak Quiala-Tito sieben Minuten später ausglich. RWE blieb zwar ungeschlagen und übernahm wieder die Tabellenspitze, offenbarte gegen den kompakten Berliner Abwehrblock jedoch deutliche spielerische Probleme.

Am Freitag (28.08.26) gab es diese Spielausgänge: Emilio Munser brachte den FC Carl Zeiss Jena bereits in der vierten Minute in Führung. Nach den Gelb-Roten Karten gegen Manassé Eshele und Sören Reddemann verteidigten die Gäste am Ende nur noch zu neunt. David Vogt belohnte den Chemnitzer Dauerdruck in der 97. Minute mit dem Ausgleich. - Tim Hoops köpfte Chemie Leipzig nach einem Freistoß von David Pfeil in Führung, ehe der eingewechselte Jonas Hartl für Altglienicke ausglich. Die VSG traf vor der Pause zweimal Aluminium, fand nach dem Seitenwechsel gegen den kompakten Leipziger Defensivblock aber nur selten eine Lücke. In der Nachspielzeit verhinderte VSG-Torwart Zwick gegen Aliji sogar noch einen überraschenden Chemie-Sieg.

 

--- 7. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Lempe patzt, Bär trifft: Lok verliert dramatisch

1. FC Lokomotive Leipzig – FC Erzgebirge Aue 1:2 (0:0)

Marcel Bär hat Erzgebirge Aue in letzter Sekunde zum Auswärtssieg geschossen. Nach Linus Queißers Führung antwortete Lok Leipzig durch Nils Kaiser und drängte selbst auf den entscheidenden Treffer. Doch ein Ballverlust in der Nachspielzeit öffnete Bär den Weg zum 2:1 – der Meister wartet damit weiter auf seinen ersten Heimsieg.

Nach dem Protest gegen die Aufstiegsregelung hätte Aue beinahe einen Blitzstart hingelegt. Rühlemann spielte den Ball Bär in die Füße, doch der Mittelstürmer verstolperte und schoss nach Skarlatidis’ Rückgabe am fast leeren Tor vorbei (5.). Lok übernahm anschließend die Kontrolle, fand gegen die kompakte Auer Ordnung aber selten einen klaren Weg in den Strafraum. Eren Öztürk verfehlte knapp (12.) und scheiterte nach einem Solo von Cevis am aufmerksamen Martin Männel (27.).

Auch Aue setzte Nadelstiche. Queißer zwang Lok-Torhüter Justin Duda zu dessen erster Parade (25.), während Männel auf der Gegenseite erneut das kurze Eck gegen Öztürk schloss (35.). Die Leipziger ließen den Ball gefällig laufen, doch in Tornähe fehlten Präzision und Tempo.

Torsten Ziegner brachte zur zweiten Hälfte Djamal Ziane und stellte auf zwei Mittelstürmer um. Lok begann druckvoll: Öztürk schoss knapp vorbei (48.), Ziane traf eine Hereingabe nicht sauber (52.). Praktisch im Gegenzug kombinierte Aue zielstrebig. Nach Lihseks Zuspiel bediente Skarlatidis den im Zentrum lauernden Queißer, der den Ball zum 0:1 ins rechte Eck verlängerte (53.).

Lok reagierte mit mehr Präsenz im letzten Drittel. Ziane setzte den Ball auf das Tornetz (54.) und verpasste später eine Bornschein-Flanke knapp (66.). Der verdiente Ausgleich fiel in der 70. Minute: Kaiser kam rund 20 Meter vor dem Tor zum Abschluss und überwand Männel mit einem platzierten Schuss ins linke Eck.

Vor 8.023 Zuschauern entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Männel hielt gegen Bornschein (86.), Lok blockte Versuche von Lihsek und Kapp (87.). In der 90. Minute parierte Duda gegen Bär, unmittelbar danach bewahrte Männel Aue gegen Schieracks wuchtigen Abschluss vor dem Rückstand.

Dann verlor der gerade eingewechselte Lempe den Ball. Kokovas schickte Bär mit einem langen Zuspiel auf die Reise, der Angreifer tauchte frei vor Duda auf und lupfte die Kugel zum 1:2 ins Netz (90.+3). Aue belohnte seine größere Konsequenz in den entscheidenden Szenen; Lok blieb trotz ordentlicher Spielanlage erneut ohne Heimerfolg.

Zuschauer: 8023
Spielstätte: Bruno-Plache-Stadion Hauptfeld, Leipzig
Schiedsrichter: Eugen Ostrin – Johannes Schipke, Leon Maximilian Metz
Vierte Offizielle: Miriam Schwermer

Tore: 0:1 (53.) Queißer; 1:1 (70.) Kaiser; 1:2 (90.+3) Bär

Mannschaftsaufstellungen:

1. FC Lokomotive Leipzig: Duda, Wilton, Kügel (59. Bornschein), Abderrahmane (90.+2 Lempe), Adetula (46. Ziane), Siebeck, Kaiser, Čevis (59. Schierack), Rühlemann, Öztürk (82. Sadlek), Kusic

FC Erzgebirge Aue: Männel, Angleberger, Strietzel, Lihsek (89. Loubongo-M'Boungou), Queißer (70. Kamm), Bär, Kapp, Burghardt (89. Prosche), Maciejewski (73. Heidrich), Kokovas, Skarlatidis (73. Pauling)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kaiser, Kusic (1. FC Lokomotive Leipzig) – Bär (FC Erzgebirge Aue).

Externer Link: Pressegespräch nach dem Spiel. Quelle: 1. FC Lok Leipzig

 

--- 7. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Joker drehen die Partie: Magdeburgs U23 stürmt zum 4:2

RSV Eintracht 1949 – 1. FC Magdeburg II 2:4 (2:1)

Die U23 des 1. FC Magdeburg hat beim RSV Eintracht einen Pausenrückstand in einen 4:2-Auswärtssieg verwandelt. Die Gastgeber bestraften zunächst Fehler im Aufbau und führten verdient, ehe der FCM nach dem Seitenwechsel Tempo und Druck erhöhte. Elisio Widmann traf doppelt, Joker Armin Sivic erzielte mit seiner ersten Aktion das wegweisende 3:2.

Der RSV begann aggressiv und provozierte Ballverluste in Strafraumnähe. Ernes Smailović setzte den ersten Abschluss noch vorbei (6.), dann schlugen die Gastgeber zu: Nach einem erneuten FCM-Fehler ging es über rechts, die flache Hereingabe erreichte den freien Isma Baraze, der zum 1:0 einschob (13.). Magdeburg besaß mehr Ballkontrolle, fand gegen die aufmerksame RSV-Deckung aber kaum Tiefe.

Die individuelle Qualität der Gäste brachte den Ausgleich. Do-young Yoon zog von rechts in den Strafraum und vollendete in die lange Ecke (28.). Die Antwort folgte drei Minuten später: Einen nach einem Freistoß abgewehrten Ball nahm Smailović aus 18 Metern direkt und jagte ihn zum 2:1 ins Tor (31.). Baraze verpasste sogar das 3:1, als sein Kopfball an die Latte klatschte (33.). Danach verteidigte Eintracht den Vorsprung bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Kräfteverhältnis. Magdeburg schob höher, ließ den Ball geduldig um den Strafraum laufen und erzwang mehrere Eckbälle. Der zur Pause eingewechselte Widmann verwertete einen davon per Kopf zum 2:2 (63.). Magdeburg legte personell nach – mit sofortiger Wirkung: Sivic stand nach einem Einwurf am Fünfmeterraum richtig und spitzelte den Ball zwei Minuten nach seiner Einwechslung zur Führung ins Tor (67.).

Eintracht reagierte mit drei neuen Spielern, fand aber keinen kontrollierten Weg durch Magdeburgs kompaktere Restverteidigung. Ein Freistoß von Kim blieb in der Mauer hängen (74.), nach einer Flanke verpassten mehrere RSV-Angreifer, ehe Eliakim Kukandas Schuss geblockt wurde (80.). Mit zunehmendem Risiko öffneten sich größere Umschalträume.

In der 86. Minute bewahrte Torhüter Güldner den RSV gegen Sivics Kopfball noch vor der Entscheidung. Drei Minuten später war er machtlos: Magdeburg setzte nach einem abgewehrten Angriff konsequent nach, Sivic verlagerte nach links und Widmann traf nach einem Haken in die lange Ecke zum 2:4 (89.). Der FCM verdiente sich den Sieg durch seine deutliche Steigerung nach der Pause; Eintracht verlor mit wachsender Spieldauer den Zugriff und konnte seine starke erste Hälfte nicht konservieren.

Zuschauer: 250
Spielstätte: Preussen-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Christoph Beblik – Pascal Wien, Tom Rösler

Tore: 1:0 (13.) Baraze Adam; 1:1 (28.) Yoon; 2:1 (31.) Smailovic; 2:2 (65.) Herrmann (Eigentor); 2:3 (67.) Sivic; 2:4 (90.) Widmann

Mannschaftsaufstellungen:

RSV Eintracht 1949: Güldner, Herrmann, Smailovic (76. Boulehris), Baraze Adam (63. Chornenkyi), Hasenberg (76. Güllmeister), Fron (90.+1 Pohlenz), Kim, Uwakhonye, Kasola (76. Göth), Eliakim Kukanda, Nathanael Kukanda

1. FC Magdeburg II: Kampa, Lemke, Birk, Korsch, Niklaus (90.+1 Probst), Chahed, Yoon (85. Frohberg), Zajusch, Drews (66. Bräunling), Manthey (66. Sivic), Lee (46. Widmann)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Eliakim Kukanda (RSV Eintracht 1949) – Zajusch, Birk, Kampa (1. FC Magdeburg II).

 

--- 7. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Bölke und Mattmüller treffen wieder

FSV 63 Luckenwalde – BFC Dynamo 0:2 (0:2)

Der BFC Dynamo hat seinen Aufwärtstrend bestätigt und beim FSV 63 Luckenwalde den ersten Auswärtssieg der Saison gefeiert. Ludwig Bölke und Levin Mattmüller entschieden die Begegnung zwischen der 23. und 31. Minute. Bemerkenswert: Schon beim 2:0 gegen den BFC Preussen fünf Tage zuvor hatten beide getroffen – ebenfalls in dieser Reihenfolge.

Luckenwalde stand nach dem 0:5 gegen Rot-Weiß Erfurt unter erheblichem Druck. Beim BFC bildeten Tobias Gunte, Viktor Miftaraj und Larry Oellers den defensiven Kern vor Torhüter Paul Hainke. Rufat Dadashov besetzte das Sturmzentrum, dahinter sollten Joey Breitfeld, Valdemar Sadrifar, Bölke und Mattmüller für Torgefahr sorgen.

Bis zur Mitte der ersten Hälfte blieb die Begegnung torlos. Dann schlug Dynamo innerhalb von acht Minuten zweimal zu. Bölke erzielte in der 23. Minute das 0:1 und bestätigte seine gute Form. Es war bereits sein dritter Saisontreffer. Luckenwalde blieb kaum Zeit, sich nach dem Rückstand neu zu ordnen: Mattmüller erhöhte in der 31. Minute auf 0:2. Auch der zentrale Mittelfeldspieler traf damit zum dritten Mal in dieser Spielzeit.

Der Doppelschlag veränderte die Spielanlage grundlegend. Der FSV, der zunächst vor allem defensiv stabiler auftreten musste, war nun gezwungen, gegen einen kompakt organisierten Gegner größere Risiken einzugehen. Dynamo konnte sich dagegen auf seine Ordnung gegen den Ball konzentrieren. Bis zur Pause fiel kein weiterer Treffer.

Nach dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern keine Wende. Luckenwalde benötigte einen frühen Anschluss, konnte die BFC-Abwehr um Gunte, Miftaraj und Oellers jedoch nicht überwinden. Dynamo musste nicht mehr bedingungslos nach vorne spielen, hielt das Zentrum geschlossen und brachte den in der ersten Hälfte herausgeschossenen Vorsprung ohne Gegentor über die Zeit. Hainke blieb damit zum zweiten Mal nacheinander ohne Gegentreffer.

Der BFC feierte nach dem 2:0 im Berliner Stadtduell den nächsten Erfolg mit demselben Ergebnis und rückte mit elf Punkten auf Rang acht vor. Luckenwalde rutschte dagegen mit drei Zählern und nun 5:18 Treffern auf Platz 17. Die vierte Niederlage in Serie verschärft die Lage des FSV, dessen Offensive erneut ohne Tor blieb. Dynamo gewann durch Effizienz in der entscheidenden Phase und defensive Konsequenz – getragen von einem Torschützenpaar, das binnen fünf Tagen zweimal die Richtung vorgab.

Zuschauer: 1050
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Stadion, Luckenwalde
Schiedsrichter: Florian Markhoff – Christoph Dallmann, Max Goroncy

Tore: 0:1 (22.) Bölke; 0:2 (30.) Mattmüller

Mannschaftsaufstellungen:

FSV 63 Luckenwalde: Tittel, Pollasch (46. Schneider), Koplin (46. Hathaway), Mätzke, Seidel, Jannene, Zamzow (65. Kaus), Dahlke (80. Will), Pilger, Kühn, Jacobi (65. Blaszczak)

BFC Dynamo: Hainke, Miftaraj, Mattmüller, Sadrifar, Dadashov, Oellers (77. Seven), Breitfeld (77. Liebelt), Bölke (66. Fritzsche), Windsheimer, Gunte, Günay (66. Bukusu; 88. Mantatu Rogero)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kühn, Jannene (FSV 63 Luckenwalde) – Mattmüller (BFC Dynamo).

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel. Quelle: BFC-TV

 

--- 7. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Nachspielzeit-Schock: Tasmania verspielt Heimsieg

SV Tasmania Berlin – Greifswalder FC 2:2 (1:1)

Tasmania Berlin hat gegen den favorisierten Greifswalder FC den zweiten Saisonsieg erst in der Nachspielzeit aus der Hand gegeben. Der Aufsteiger verwandelte einen frühen Rückstand durch Erich Berko und Abdulkadir Beyazıt in eine 2:1-Führung, ehe der GFC in der 93. Minute durch Felix Heim zum 2:2 kam. Für die Neuköllner war der Punkt dennoch ein Signal, Greifswald bewahrte sich vor der zweiten Saisonniederlage.

Die Ausgangslage sprach für die Gäste. Greifswald war mit elf Punkten und 13 Toren angereist, hatte unter der Woche gegen Babelsberg ein 0:1 in einen 2:1-Sieg gedreht und auswärts in Zwickau (3:0) sowie bei Herthas U 23 (4:1) überzeugt. Tasmania stand nach fünf Ligapartien bei drei Zählern und 6:18 Toren, war wegen der Verlegung des Halle-Spiels jedoch ausgeruhter.

Zunächst setzte sich die individuelle Qualität des GFC durch. Kay Seidemann brachte die Vorpommern in der 17. Minute mit 1:0 in Führung. Für Tasmania bestand nun die Gefahr, dass die Partie gegen den umschaltstarken Favoriten früh in die falsche Richtung kippte. Doch der Aufsteiger blieb im Spiel und fand die richtige Antwort: Berko traf nach 35 Minuten zum 1:1. Damit bestätigte der frühere Bundesliga-Profi seine Bedeutung für die Berliner Offensive und stellte noch vor der Pause die Begegnung wieder auf Anfang.

Auch nach dem Seitenwechsel hielt Tasmania dagegen. Die Partie wurde intensiver, was die Verwarnungen für Shean Mensah und Lukas Walchhütter in der 64. Minute unterstrichen. Vier Minuten später war das Spiel gedreht: Beyazıt erzielte das 2:1 (68.) und belohnte die Berliner für ihre Widerstandskraft. Schon bei der knappen 2:3-Niederlage gegen Lok Leipzig hatte der Angreifer getroffen, diesmal brachte er den Außenseiter dem ersten Heimsieg ganz nahe.

Greifswald musste nun seinerseits reagieren. Der GFC lief lange dem Rückstand hinterher, während Tasmania die Führung bis in die Nachspielzeit verteidigte. Dann folgte der späte Nackenschlag: In der 93. Minute fiel doch noch das 2:2 durch Felix Heim.

So blieb Tasmania der große Befreiungsschlag versagt. Gemessen an der Ausgangslage ist das Remis ein Achtungserfolg, wegen der verspielten Führung dürfte es sich dennoch wie eine Niederlage anfühlen. Greifswald rettete nach der englischen Woche spät einen Punkt – und zeigte erneut, dass diese Mannschaft Rückstände bis zum Schluss nicht hinnimmt.

Zuschauer: 523
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Sportpark NR1, Berlin
Schiedsrichter: Marko Wartmann – Christopher Gaunitz, Reinhard Meusel

Tore: 0:1 (17.) Seidemann; 1:1 (35.) Berko; 2:1 (68.) Beyazit; 2:2 (90.+2) Heim

Mannschaftsaufstellungen:

SV Tasmania Berlin: Höftmann, Yajima, Yayla, Mensah, Collins, Baca (33. Beyazit), Beyreuther, Wostrikow, Janeš, Numic (23. Labbouz), Berko (77. Sambale)

Greifswalder FC: Jakubov, Walchhütter, Bokake Bolufe (74. Gomes Pereira), Semic (82. Oke), Leipertz, Kroll-Thiel, Juckel (74. Schmökel), Seidemann (58. Heim), Niemitz, Sternberg (58. Hüther), Seidel

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Yajima, Mensah, Beyazit (SV Tasmania Berlin) – Walchhütter (Greifswalder FC).

 

--- 7. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Hiemann hält Zwickaus Sieg ganz fest

FSV Zwickau – SV Babelsberg 03 1:0 (1:0)

Der FSV Zwickau hat seine Erfolgsserie fortgesetzt und sich in einer über weite Strecken engen, spielerisch allerdings nicht immer hochklassigen Begegnung mit 1:0 gegen den SV Babelsberg 03 durchgesetzt. Den Unterschied machte Philipp Harant mit einem sehenswerten Freistoß bereits in der 16. Minute. Danach überließ Zwickau den Gästen zunehmend den Ball, verteidigte jedoch konzentriert und überstand auch die druckvolle Babelsberger Phase nach der Pause.

Die Partie begann nach einer kurzen Protestaktion auf den Rängen mit Verzögerungen, sportlich aber zunächst mit Vorteilen für den FSV. Die Westsachsen suchten zielstrebiger den Weg nach vorn und näherten sich erstmals durch Harant an, dessen Kopfball nach neun Minuten noch über das Tor flog. Wenig später rückte der Angreifer erneut in den Mittelpunkt: Gordon Büch stoppte ihn nach einem langen Ball mit der Hand, sah Gelb und verursachte einen Freistoß aus 23 Metern. Harant übernahm selbst und zirkelte den Ball über die nicht optimal gestellte Mauer zum 1:0 ins Netz (16.).

Mit der Führung veränderte sich das Bild. Zwickau zog sich etwas zurück, verdichtete die Räume und lauerte auf Umschaltsituationen, während Babelsberg mehr Ballbesitz erhielt. Das allein reichte den Filmstädtern allerdings nicht. Zu behäbig geriet der Aufbau, zu selten wurden die dicht gestaffelten Zwickauer Linien tatsächlich überspielt. Ein Distanzversuch von Amadeus Ebel strich in der 40. Minute knapp am Winkel vorbei und blieb die gefährlichste Aktion der Gäste vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Babelsberg deutlich die Intensität. Bereits in der 46. Minute wurde es turbulent: Sengersdorf brachte Gollnack zu Fall, Schiedsrichter Chris Rauschenberg zeigte zunächst auf den Punkt, korrigierte seine Entscheidung nach Rücksprache mit Assistent Paul Baudis jedoch auf Freistoß. Der brachte nichts ein. Danach drückte 03 Zwickau zeitweise tief an den eigenen Strafraum, attackierte nach Ballverlusten sofort und kam zu einer Reihe von Standards – gefährlich wurden diese jedoch kaum. Auch Kangs Distanzschuss in der 54. Minute verfehlte das Tor.

Zwickau setzte nun fast ausschließlich auf Entlastungsangriffe. Trainer Rico Schmitt brachte mit Dobruna und Martens frische Offensivkräfte, was Wirkung zeigte: Besongs abgefälschte Flanke landete am Außennetz (72.), wenig später verfehlte Fynn Seidel nach Dobruna-Zuspiel nur knapp das Tor (74.). Damit versäumte der FSV frühzeitig die Entscheidung.

So blieb Babelsberg bis in die Schlussminuten im Geschäft. Die größte Ausgleichschance eröffnete sich dem eingewechselten Malzahn in der 89. Minute, doch Hiemann tauchte bei dessen Abschluss aus zehn Metern stark ab und hielt die Führung fest. Auf der Gegenseite ließ Dobruna unmittelbar danach das 2:0 liegen, ehe Müller in der Nachspielzeit noch einen weiteren Zwickauer Hochkaräter entschärfte.

Am Ende stand ein knapper, aber keineswegs zufälliger Erfolg: Babelsberg hatte lange mehr vom Ball, fand gegen die disziplinierte Zwickauer Defensive jedoch zu selten Lösungen im Strafraum. Der FSV wiederum spielte seine Konter nicht konsequent genug aus, hatte mit Harants Freistoßkunst und Hiemanns später Parade aber jene beiden entscheidenden Momente auf seiner Seite.

Zuschauer: 3760
Spielstätte: GGZ-Arena, Zwickau
Schiedsrichter: Chris Rauschenberg – Eugen Ostrin, Paul Baudis

Tore: 1:0 (15.) Harant

Mannschaftsaufstellungen:

FSV Zwickau: Hiemann, Moritz, Breitenbücher (68. Dobruna), Startsev (46. Hannemann), Sengersdorf, Besong (80. Albert), Fobassam Nawe, Ziemer, Harant (68. Martens), Seidel (90. von Baer), Haubner

SV Babelsberg 03: Müller, Kalckreuth, Wegener, Meier (80. Malzahn), Schmidt (61. Werbelow), Salaske, Ebel, Hasse (85. Yilmaz), Kang (61. Herrmann), Büch, Gollnack (80. Okpalaike)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Sengersdorf, Dobruna (FSV Zwickau) – Büch, Ebel (SV Babelsberg 03).

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel. Quelle: FSV Zwickau

 

--- 7. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Drangphase verpufft, Halle schlägt zu

Hertha BSC II – Hallescher FC 0:2 (0:1)

Der Hallesche FC hat den Aufwärtstrend von Hertha BSC II gestoppt und in Berlin einen verdienten Auswärtssieg gefeiert. Niclas Stierlin verschaffte den Gästen vor der Pause den Vorsprung, ehe Joker Bocar Baro einen selbst herausgeholten Strafstoß zur Vorentscheidung verwandelte. Herthas beste Phase blieb dagegen ohne Ertrag.

Wegen des Protests gegen die Aufstiegsregelung und auf den Rasen geworfener Tennisbälle begann die Begegnung verzögert. Anschließend übernahm Halle das Kommando und drängte die Berliner tief zurück. Nach 17 Minuten lenkte Torhüter Konstantin Heide einen 20-Meter-Schuss von Fabrice Hartmann an die Latte.

Hertha arbeitete sich danach in die Partie. Vor allem Jelani Ndi sorgte auf rechts mit Tempo und direkten Duellen für Unruhe. In der 28. Minute scheiterte er zunächst an Luca Bendel, der auch beim Nachschuss zur Stelle war; ein weiterer Versuch landete im Netz, doch die Szene war bereits unterbrochen. In diese Berliner Drangphase hinein schlug der HFC zu: Niklas Landgraf flankte auf den zweiten Pfosten, wo Stierlin die Lücke hinter der Abwehr erkannte und zum 0:1 einköpfte (34.). Shalva Ogbaidzes knapp vorbeigehender Distanzschuss und ein von Burim Halili geklärter Freistoß blieben Herthas Antworten.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Gäste zunehmend das Geschehen. Stanley Ratifo kam zweimal in guter Position zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch sowohl aus der Drehung als auch nach Marius Hauptmanns Zuspiel. Hertha fehlten gegen Halles kompakte Defensive die Verbindungen nach vorn; Mustafa Kouroumas Schuss nach einer Ecke war zu unplatziert, um Bendel ernsthaft zu prüfen.

Robert Schröders Wechsel zahlten sich dagegen aus. Acht Minuten nach seiner Einwechslung drang Baro in den Strafraum ein und wurde vom zu spät kommenden Kourouma zu Fall gebracht. Der Gefoulte übernahm selbst und setzte den Elfmeter sicher ins rechte Eck (71.). Halle ließ danach mehrere Möglichkeiten zum dritten Treffer ungenutzt, geriet aber nicht mehr in Gefahr. Ein Berliner Freistoß endete in der 83. Minute mit einem kraftlosen Abschluss in Bendels Armen.

Kurz vor Schluss rückte das Ergebnis in den Hintergrund: Nach einer Auseinandersetzung sahen Halles Lennard Becker und Herthas Boris Mamuzah Lum jeweils Rot (88.). Am verdienten Erfolg änderte das nichts. Der HFC spielte die sechsminütige Nachspielzeit souverän herunter und verband seine Überlegenheit im zweiten Durchgang mit jener Abgeklärtheit, die Hertha in den entscheidenden Momenten fehlte.

Zuschauer: 682
Spielstätte: Stadion auf dem Wurfplatz, Berlin
Schiedsrichter: Philipp Jacob – Tim Haubenschild, Lucas Leihkauf

Tore: 0:1 (34.) Stierlin; 0:2 (72.) Baro (Strafstoß)

Mannschaftsaufstellungen:

Hertha BSC II: Heide, Kourouma, Kannewurf (56. Akoto), Brekalo, Mamuzah Lum, Ogbaidze, Hildebrandt (68. Schößler), Ndi, Adetokunbo-Adeleye (75. Schopper), Weiland, Telib (75. Canpolat)

Hallescher FC: Bendel, Halili, Hartmann (62. Atilgan), Stierlin (68. Ehrlich), Kulke, Hauptmann, Becker, Kastull, Ratifo (62. Baro), Landgraf (46. Langhammer), Damelang (88. Schmedemann)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Adetokunbo-Adeleye, Kourouma (Hertha BSC II) – Langhammer, Bendel (Hallescher FC); Rote Karten: Mamuzah Lum (Hertha BSC II, 87.) und Becker (Hallescher FC, 87.).

 

--- 7. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Torfabrik stottert gegen kompakte Preussen

FC Rot-Weiß Erfurt – BFC Preussen 1:1 (0:0)

Rot-Weiß Erfurt hat im Duell mit dem Tabellenvorletzten einen Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen leidenschaftlich verteidigende Berliner fand die bislang so torhungrige Mannschaft von Fabian Gerber lange keine Lösungen und geriet durch Lucas Vierlings Kopfball sogar in Rückstand. Joker Mechak Quiala-Tito rettete dem Favoriten wenigstens einen Punkt und vorerst die Rückkehr an die Tabellenspitze.

Nach dem Protest gegen die Aufstiegsregelung entwickelte sich eine zerfahrene Begegnung. Preussen stand kompakt, hielt die Abstände zwischen den Linien gering und suchte konsequent die Zweikämpfe. Erfurt ließ den Ball dagegen häufig ohne Raumgewinn durch die hinteren Reihen laufen. Romario Hajrullas Freistoß geriet zu zentral (13.), auf der Gegenseite setzte Wosz einen Abschluss aus kurzer Entfernung vorbei (20.).

RWE fehlten Tempo, Tiefenläufe und Präzision im letzten Drittel. Dennoch bot sich nach 25 Minuten die große Chance zur Führung: Nach einer Ecke bugsierte Awoudja den Ball am zweiten Pfosten an die Latte. Es blieb der einzige echte Wirkungstreffer einer enttäuschenden ersten Hälfte. Die Gäste verteidigten Erfurts Flanken aufmerksam und ließen kaum klare Abschlüsse zu.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Erfurts Überlegenheit zunächst steril. Die Hausherren drängten die Berliner zwar tiefer zurück, fanden gegen den dichten Abwehrblock aber kaum Passwege; mehrere Eckbälle verpufften. Preussen lauerte auf Standards – und nutzte einen davon: Einen Freistoß von rechts verlängerte Vierling mit dem Kopf präzise ins lange Eck (69.).

Gerbers personelle Impulse zeigten rasch Wirkung. Quiala-Tito erhielt auf der rechten Seite zu viel Raum und jagte den Ball zum 1:1 ins Netz (76.). Plötzlich entwickelte Erfurt mehr Wucht, doch Preussen blieb in der eigenen Box stabil. Ein Aufsetzer von Wolf aus 21 Metern war zu zentral, Torhüter Florian Palmowski griff sicher zu (86.).

In der hektischen Schlussphase verteidigte Preussen den Punkt mit zunehmendem Zeitspiel. Ben Meyer sah zunächst Gelb und unmittelbar darauf Gelb-Rot (90.+2), doch selbst in Überzahl gelang RWE kein entscheidender Durchbruch mehr. Dehls letzter Versuch flog deutlich über das Tor. Erfurt verhinderte zwar die erste Saisonniederlage und übernahm wieder Rang eins, offenbarte gegen einen tief stehenden, zweikampfstarken Gegner aber erhebliche Probleme. Für die couragierten Berliner war das Remis der verdiente Lohn einer disziplinierten Vorstellung.

Zuschauer: 6272
Spielstätte: Steigerwaldstadion, Erfurt
Schiedsrichter: Patrick Kluge – Johannes Schipke, Laurenz Werner

Tore: 0:1 (69.) Vierling; 1:1 (75.) Quiala Tito

Mannschaftsaufstellungen:

FC Rot-Weiß Erfurt: Otto, Ikene, Awoudja, Assibey-Mensah (75. Fehler), Caciel (66. Schwarz), Hajrulla (66. Forkel), Felßberg (66. Quiala Tito), Walther, Boboy, Dehl, Gonda (75. Wolf)

BFC Preussen: Palmowski, Gramberg (76. Adekunle), Lessel, Vierling, Fontein, Maric, Butkovic (87. Berkemer), Wosz (76. Dikarev), Häusl, Frank, Meyer

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Ikene, Hajrulla, Walther, Schwarz, Quiala Tito (FC Rot-Weiß Erfurt) – Vierling, Gramberg, Maric, Häusl, Meyer, Palmowski (BFC Preussen); Gelb-Rote Karten: Meyer (BFC Preussen, 87.) und Häusl (BFC Preussen, 90.+3).

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel. Quelle: FC Rot-Weiß Erfurt

 

--- 7. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Vogt entreißt Jena in der 97. Minute den Sieg

Chemnitzer FC – FC Carl Zeiss Jena 1:1 (0:1)

Der Chemnitzer FC hat einen verloren geglaubten Punkt gerettet. Emilio Munser brachte Jena früh in Führung, danach verteidigten die Thüringer nach zwei Platzverweisen leidenschaftlich. Erst in der siebten Minute der Nachspielzeit traf David Vogt zum 1:1 und ließ den CFC vorerst an Erfurt vorbeiziehen.

Nach einem zweiminütigen Protest gegen die Aufstiegsregelung nahm die Partie sofort Fahrt auf. Zunächst jagte Leonel Alberico eine Volleyabnahme über das Tor, praktisch im Gegenzug schlug Jena zu: Munser löste sich nach einem Kopfballduell im Mittelfeld rechts und überwand David Richter aus halbrechter Position (4.). Chemnitz antwortete mit direktem, vertikalem Spiel. Vogt setzte Alberico in Szene, doch Marius Liesegang parierte (11.); wenig später köpfte Ron Berlinski über das Tor (18.).

Der CFC drängte Jena zurück, während die Gäste ihre Konter durch ungenaue Zuspiele verschenkten. Sören Reddemann blockte Albericos Versuch aus der Drehung (39.). Dann verschärfte sich Jenas Aufgabe: Manassé Eshele, kurz zuvor verwarnt, sah wegen eines Handspiels Gelb-Rot (45.+4). Zuvor hatte Slamar einen Schuss Munsers vor der Linie geklärt.

Marco Grote ordnete zur Pause zwei kompakte Viererketten an. Chemnitz erhöhte gegen zehn Jenaer jedoch sofort den Druck. Alberico schoss über das Tor (47.), Berlinski scheiterte nach Fessers Verlängerung am herausstürzenden Liesegang (54.). Benjamin Duda brachte nach gut einer Stunde drei frische Offensivkräfte.

Nach einer durch Pyrotechnik verursachten Unterbrechung wurde die Begegnung vor 8.413 Zuschauern zum Spiel auf ein Tor. Chemnitz reklamierte vergeblich Handelfmeter (77.), Berlinski verpasste eine Hereingabe (78.), Pistols Abschluss wehrte Liesegang ab (79.). Dennoch besaß Jena in der 89. Minute die Chance zur Entscheidung: Nach Wollschlägers Pass traf Werner die Latte, den Nachschuss parierte Richter. Auf der Gegenseite wurde ein Treffer von Marx wegen Abseits aberkannt.

In der neunminütigen Nachspielzeit erreichte die Dramatik ihren Höhepunkt. Reddemann sah nach einem Foul an Marx ebenfalls Gelb-Rot (90.+3), Slamar setzte den Freistoß knapp vorbei. Gegen neun Gäste fand Chemnitz schließlich die Lücke: Berlinski spielte von links flach zurück, Vogt schob überlegt ins linke Eck ein (90.+7). Der CFC belohnte seine Beharrlichkeit, ließ in langer Überzahl jedoch Präzision vermissen. Jena brachte sich um den Lohn eines aufopferungsvollen Abwehrkampfes – auch weil der mögliche zweite Treffer kurz zuvor am Aluminium gescheitert war.

Zuschauer: 8413
Spielstätte: eins-Stadion – An der Gellertstraße, Chemnitz
Schiedsrichter: Florian Lukawski – Andy Stolz, Max Göldner

Tore: 0:1 (4.) Munser; 1:1 (90.+8) Vogt

Mannschaftsaufstellungen:

Chemnitzer FC: Richter, Löhmannsröben, Geipl (60. Stockinger), Berlinski, Alberico (60. Grimaldi), Vogt, Fesser (73. Marx), Tchouangue (86. Gröger), Slamar, Eppendorfer (60. Pistol), Baumgart

FC Carl Zeiss Jena: Liesegang, Reddemann, Eshele, Ajvazi (60. Teuber; 87. Hehne), Talabidi (60. Werner), Munser (46. Wollschläger), Löder (46. Lankford), Fritz, Boog, Butzen, Burmeister

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Geipl, Richter, Baumgart (Chemnitzer FC) – Talabidi, Butzen, Eshele, Liesegang, Teuber, Reddemann, Boog (FC Carl Zeiss Jena); Gelb-Rote Karten: Eshele (Jena, 45.+4) und Reddemann (Jena, 90.+3).

Externer Link: Pressekonferenz nach dem Spiel. Quelle: Chemnitzer FC

 

--- 7. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Chemies Abwehrwall hält Altglienickes Druck stand

VSG Altglienicke – BSG Chemie Leipzig 1:1 (1:1)

Die BSG Chemie Leipzig hat bei der favorisierten VSG Altglienicke ihren zweiten Saisonpunkt erkämpft, den ersten Sieg aber erneut verpasst. Tim Hoops köpfte die Gäste nach einem Standard in Führung, der eingewechselte Jonas Hartl antwortete mit einem sehenswerten Ausgleich. In der Schlussphase besaßen beide Mannschaften noch den Siegtreffer auf dem Fuß.

Nach dem Protest gegen die Aufstiegsregelung übernahm Altglienicke zunächst die Initiative. Die VSG verlagerte das Spiel auf die Flügel, fand gegen Chemies tiefen, kompakten Block aber kaum Räume. Distanzschüsse von Türpitz und Kardam verfehlten das Tor, während die Leutzscher nach einer Viertelstunde mutiger wurden. Nach Kratzers Solo scheiterte Willi Reincke an VSG-Schlussmann Zwick (21.).

Fünf Minuten später schlug Chemie zu. David Pfeil brachte einen präzisen Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum, Hoops setzte sich gegen Jonas Nietfeld durch und köpfte zum 0:1 ein (26.). Luis Jakobi hätte nachlegen können, sein bedrängter Abschluss geriet jedoch zu zentral (32.).

Altglienicke erhöhte den Druck – und profitierte von einem frühen Wechsel. Der für den verletzten Ersungur gekommene Hartl täuschte an der Strafraumgrenze gegen Pfeil kurz an und traf unhaltbar für Benjamin Bergmann zum 1:1 (37.). Danach verlor Chemie den Zugriff. Eine Ecke senkte sich auf die Latte (43.), in der Nachspielzeit irrte Bergmann durch den Fünfmeterraum und hatte Glück, dass der Ball nur an den Pfosten sprang.

Nach dem Seitenwechsel stabilisierte Alexander Schmidt seine Mannschaft mit Hoffmann und Bradley Lokilo. Altglienicke blieb häufiger am Ball, entwickelte aus der optischen Überlegenheit aber wenig Durchschlagskraft. Chemie verdichtete die Räume vor dem Strafraum und ließ über die von Lokilo besetzte rechte Seite kaum noch etwas zu. In der 70. Minute verhinderte ein Leipziger Abwehrbein vor Nietfeld den Rückstand.

In der Schlussphase lösten sich die Gäste wieder. Nach Lisinskis Flanke verpasste Malick Sanogo das 1:2, auch Hoffmann verwertete den zweiten Ball nicht (84.). Vier Minuten später rettete Bergmann mit einer starken Parade gegen Nietfeld und faustete die anschließende Ecke weg. Den letzten Akzent setzte Chemie: Aliji zog in der vierten Minute der Nachspielzeit wuchtig ab, doch Zwick verhinderte den Überraschungssieg. Das Remis belohnte die disziplinierte Defensivarbeit der BSG, offenbarte bei Altglienicke aber ein Ideenproblem gegen einen tief stehenden Gegner.

Zuschauer: 1139
Spielstätte: Spree-Arena, Fürstenwalde/Spree
Schiedsrichter: Sirko Müke – Florian Strübing, Tobias Grzelka

Tore: 0:1 (26.) Hoops; 1:1 (37.) Hartl

Mannschaftsaufstellungen:

VSG Altglienicke Berlin: Zwick, Sonnenberg, Nietfeld, Barylla, Tattermusch (78. Zografakis), Saliger, Türpitz (66. Oduah), Sylla (66. Rieder), Brooks (46. Roßbach), Kardam, Ersungur (28. Hartl)

BSG Chemie Leipzig: Bergmann, Hoops, Enke, Reincke (78. Sanogo), Friedrich (46. Eyenga Lokilo), Pfeil, Wendt, Kühn (66. Silic), Lisinski, Jakobi (59. Aliji), Kratzer (46. Hoffmann)

Besondere Vorkommnisse: VSG Altglienicke blieb ohne Verwarnung. Gelbe Karten: Jakobi, Reincke, Sanogo, Enke, Wendt, Eyenga Lokilo (BSG Chemie Leipzig).

*****

Redaktion: Holger Elias (NOFV)

Bitte beachten Sie: Die Fotos unseres Medienpartners Ostsport.tv sind mit der jeweiligen Videozusammenfassung auf Youtube verlinkt. Es öffnet sich ein externes Fenster. - Grundlage für die Texte sind die übermittelten Ticker mit Aufstellungen, Torfolge, Spielverlauf und die offiziellen NOFV-Spielberichte.

Sport Freak

Zurück