Regionalliga Nordost

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 6. Spieltag

Lok – CFC 0:2 / FSV 63 – Erfurt 0:5 / Dynamo – Preussen 2:0 / FCM II – Chemie 1:0

Die Begegnungen vom Dienstag (25.08.26): Der Chemnitzer FC gewann das lange ausgeglichene Spitzenspiel bei Lok Leipzig durch zwei späte Treffer mit 2:0. Die Gastgeber besaßen über weite Strecken die gefährlicheren Ansätze, fanden gegen die kompakte CFC-Defensive aber keinen erfolgreichen Abschluss. Ron Berlinski und Tom Baumgart entschieden die Partie innerhalb von vier Minuten. - Der FC Rot-Weiß Erfurt verteidigte mit einem souveränen 5:0 beim FSV 63 Luckenwalde die Tabellenführung. Hajrulla, Assibey-Mensah und Fehler entschieden die Partie mit drei sehenswerten Treffern bereits vor der Pause. Dehl und Quiala-Tito machten den auch in dieser Höhe verdienten Auswärtssieg nach dem Seitenwechsel perfekt. - Magnus Baars erzielte bereits in der 3. Minute den entscheidenden Treffer für die U23 des 1. FC Magdeburg. Chemie Leipzig steigerte sich und drängte besonders in der Schlussphase, entwickelte vor dem Tor aber erneut zu wenig Durchschlagskraft. Marcel Bergmann parierte zudem einen Strafstoß von Kevin Manthey, konnte die nächste Leipziger Niederlage jedoch nicht verhindern. - Der BFC Dynamo setzte sich im Berliner Stadtduell verdient mit 2:0 gegen den BFC Preussen durch. Ludwig Bölke brach kurz vor der Pause den Widerstand der kompakt verteidigenden Gäste, Levin Mattmüller erhöhte unmittelbar nach Wiederbeginn. Paul Hainke vereitelte die wenigen Preussen-Chancen und blieb mit Dynamo auch im dritten Heimspiel ohne Gegentor.

 

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Vier Minuten kosten Lok den möglichen Punktgewinn

1. FC Lokomotive Leipzig – Chemnitzer FC 0:2 (0:0)

Der Chemnitzer FC bleibt auch nach dem sechsten Spieltag ungeschlagen. In einem lange ausgeglichenen, intensiv geführten Spitzenspiel schlugen die Gäste in der Schlussphase zweimal zu. Ron Berlinski und Tom Baumgart entschieden eine Begegnung, in der Lok Leipzig über weite Strecken die gefährlicheren Ansätze gezeigt, seine Möglichkeiten jedoch nicht konsequent ausgespielt hatte.

Nach der kurzen Protestunterbrechung gegen die geltende Aufstiegsregelung übernahm Lok zunächst die Initiative. Die Leipziger liefen den Chemnitzer Aufbau früh an und profitierten von dessen anfänglicher Unsicherheit. Dorian Čevis setzte den ersten Abschluss daneben (5.), ehe die Gastgeber nach einem Handkontakt Baumgarts im Strafraum vergeblich auf Elfmeter hofften. Die beste Gelegenheit der Anfangsphase entstand nach einem schnellen Gegenstoß: Jan Löhmannsröben verhinderte vor dem einschussbereiten Čevis mit einer riskanten Grätsche den Rückstand (13.).

Der CFC fand allmählich besser in die Zweikämpfe und presste seinerseits hoch, blieb im letzten Drittel aber unpräzise. Baumgarts geblockter Versuch (12.) sowie Abschlüsse von Alberico (21.) und Marx (39.) stellten Lok-Torwart Naumann vor keine größeren Probleme. Auf der Gegenseite köpfte Mittelstürmer Kügel nach einer kurz ausgeführten Ecke ans Außennetz (22.). Auch Adetula nach einer einstudierten Eckballvariante (31.) und Čevis mit einem Schlenzer aus zentraler Position (36.) verfehlten das Chemnitzer Tor.

Lok kam schwungvoll aus der Kabine. Kügel setzte einen Volleyschuss unmittelbar nach Wiederbeginn nur knapp neben das Gehäuse (47.). Chemnitz erhöhte anschließend mit der Einwechslung Berlinskis die Präsenz im Strafraum. Der Angreifer hatte in der 56. Minute die bis dahin beste Möglichkeit der Gäste, doch Naumann tauchte bei seinem wuchtigen Kopfball rechtzeitig ab.

Die Begegnung blieb umkämpft, ohne dass eine Mannschaft frühzeitig ins volle Risiko ging. Lok näherte sich durch Tiefenläufe wiederholt dem Strafraum. Erst verpasste Kügel eine Hereingabe von Čevis knapp (63.), dann störte Lukas Fesser den durchgebrochenen Adetula im entscheidenden Moment (65.). Der CFC verteidigte kompakt, schloss die zentralen Räume und hielt die Leipziger zunehmend vom eigenen Tor fern.

In der 77. Minute kippte die Partie. Baumgarts Eingabe wurde von Wilton unglücklich genau vor die Füße Berlinskis abgefälscht, der aus kurzer Entfernung zum 0:1 vollendete. Nur vier Minuten später sorgten die Chemnitzer nach einer Ecke für die Entscheidung: Löhmannsröben hielt den Ball im Strafraum, Berlinski verlängerte, und Baumgart verarbeitete die Vorlage technisch sauber, bevor er aus elf Metern einschob.

Lok fand gegen die abgeklärte CFC-Abwehr keine Antwort mehr. Die Gäste verteidigten ihren Vorsprung ohne hektische Schlussphase und bestätigten, weshalb sie in den ersten sechs Saisonspielen erst zwei Gegentreffer zugelassen haben. Leipzig blieb trotz guter Ansätze ohne Ertrag, weil es die stärkeren Phasen nicht in Tore ummünzte – Chemnitz dagegen benötigte wenige Minuten, um seine Effizienz eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.

 

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Fünf Treffer, drei Glanzlichter: RWE bleibt vorn

FSV 63 Luckenwalde – FC Rot-Weiß Erfurt 0:5 (0:3)

Mit einer spielerisch wie offensiv beeindruckenden Vorstellung hat der FC Rot-Weiß Erfurt seine Tabellenführung in der Regionalliga Nordost verteidigt. Beim FSV 63 Luckenwalde entschieden die Thüringer die Begegnung durch drei teilweise spektakuläre Treffer bereits vor der Pause. Die Gastgeber besaßen zwar Gelegenheiten zur Ergebniskorrektur, scheiterten jedoch an der Latte oder am aufmerksamen Lorenz Otto.

Nach einer kurzen Protestunterbrechung zur weiterhin ungeklärten Aufstiegsreform übernahm Erfurt sofort die Kontrolle. Schon in der 4. Minute scheiterte Raphael Assibey-Mensah nach einem Doppelpass mit Romario Hajrulla aus spitzem Winkel an Jasper Kühn. Luckenwalde antwortete durch Jonas Kühn, der aus elf Metern knapp vorbeischob (7.). Es sollte die letzte ausgeglichene Phase der Partie bleiben.

Drei Minuten später eröffnete Hajrulla die Erfurter Torgala auf außergewöhnliche Weise: Eine Flanke Assibey-Mensahs von der linken Seite nahm der Angreifer im Sprung mit der Hacke und beförderte den Ball aus elf Metern in den rechten Winkel. Nach der Führung ließ RWE den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen, während Luckenwalde kaum Zugriff auf die Halbräume fand. In der 30. Minute schlug Assibey-Mensah selbst zu. Der Flügelspieler zog von links nach innen und jagte den Ball aus 18 Metern unhaltbar in den rechten oberen Winkel.

Beim 0:3 zeigte Erfurt erneut seine spielerische Klasse. Assibey-Mensah erreichte die Grundlinie, bediente Wolf, dessen Rücklage Stanislav Fehler aus 13 Metern flach im rechten Eck unterbrachte (35.). Erst kurz vor der Pause bäumten sich die Gastgeber auf: Jacobi traf nach einer Ecke zunächst die Latte und scheiterte mit dem Nachschuss an Otto (41.). Auch Mätzkes Distanzversuch lenkte der Erfurter Schlussmann zur Ecke (43.).

Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert. Erfurt kontrollierte Tempo und Ball, ließ jedoch zunächst mehrere Möglichkeiten liegen. Hajrulla schoss freistehend vorbei (54.), auf der Gegenseite setzte Zamzow einen Kopfball neben das Tor (56.). Die endgültige Entscheidung fiel in der 62. Minute nach einem Angriff in mehreren Wellen: Hajrulla scheiterte an Kühn, Wolf traf mit dem Abpraller die Unterkante der Latte, ehe Laurenz Dehl den zurückspringenden Ball aus 18 Metern zum 0:4 ins rechte Eck setzte.

Auch die zahlreichen Wechsel nahmen dem Erfurter Spiel kaum Schwung. Luckenwaldes beste Gelegenheit zum Ehrentreffer vereitelte Otto gegen Zamzow (75.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Mechak Quiala-Tito: Nach einem dynamischen Vorstoß von Til Linus Felßberg über rechts verwertete er dessen scharfe Hereingabe im Fünfmeterraum zum 0:5 (82.). Ein weiterer Treffer Dehls wurde wegen Abseits aberkannt. Erfurt unterstrich mit dem fünften Saisonsieg seine Spitzenstellung, während Luckenwalde nach einer kurzen Gegenwehr vor der Pause der Konsequenz und spielerischen Reife des Tabellenführers nichts mehr entgegensetzen konnte.

 

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Baars bestraft Chemies Fehlstart

1. FC Magdeburg II – BSG Chemie Leipzig 1:0 (1:0)

Die U23 des 1. FC Magdeburg hat ihre stabile Frühform bestätigt und die sportliche Krise der BSG Chemie Leipzig weiter verschärft. Magnus Baars entschied die weitgehend ausgeglichene Begegnung bereits in der 3. Minute. Obwohl FCM-Schlussmann Robert Kampa mehrfach gefordert wurde und die Gäste in der Schlussphase drängten, blieb Chemie auch im sechsten Saisonspiel offensiv zu harmlos. Marcel Bergmann verhinderte mit einem parierten Elfmeter eine höhere Niederlage.

Nach der obligatorischen Protestminute zur Aufstiegsreform suchten zunächst die Leipziger den Weg nach vorn, wurden jedoch mit dem ersten konsequent ausgespielten Angriff der Gastgeber überrumpelt. Do-young Yoon durchbrach auf der linken Seite die Chemie-Defensive und legte quer auf Baars, der aus kurzer Entfernung zum 1:0 einschob (3.). Erneut hatte die Leutzscher Hintermannschaft dem Gegner mit zu wenig Widerstand den Weg zum Tor geöffnet.

Chemie reagierte engagiert. Willi Reincke prüfte Kampa aus der Distanz (10.), ehe ein gefährlicher Eckball nach einem Freistoß ohne Abnehmer durch den Magdeburger Strafraum flog (15.). Eine Minute später zwang Elias Kratzer den FCM-Torwart zu einer starken Parade. Die Gäste liefen höher an und versuchten, Magdeburg früh im Aufbau zu stören, doch die Gastgeber lösten sich wiederholt aus dem Pressing und schalteten zielstrebig um.

Nach einer ruhigeren Phase erhöhte der FCM vor der Pause noch einmal die Schlagzahl. Bergmann parierte einen Distanzschuss von Yoon (32.), Baars vergab nach einem schnellen Gegenstoß aus kurzer Entfernung (38.). Anschließend setzte Tarek Chahed einen Kopfball knapp vorbei (39.), Chung-hyun Lee brachte eine weitere Hereingabe von Baars nicht auf das Tor (44.). Beinahe hätte sich die Nachlässigkeit gerächt: Philipp Kühn nutzte einen Magdeburger Fehler im Aufbau, behauptete sich gegen mehrere Gegenspieler und schob den Ball nur knapp am Gehäuse vorbei (45.).

Unmittelbar nach Wiederbeginn bot sich Magdeburg die große Gelegenheit zur Vorentscheidung. Kevin Manthey trat zum Strafstoß an, doch Bergmann ahnte die Ecke und lenkte den Ball an den Pfosten (49.). Der FCM setzte nach und brachte Chemies Defensive mit mehreren Hereingaben unter Druck, verpasste aber den zweiten Treffer.

Danach verschob sich das Momentum zugunsten der Gäste. Kratzers abgefälschter Distanzschuss brachte lediglich einen Eckball ein (55.), auch ein gefährlicher Freistoß von David Pfeil blieb ohne Ertrag (63.). Chemie hatte nun mehr Spielanteile, fand gegen die kompakte Magdeburger Restverteidigung jedoch kaum Räume im Strafraum.

In der Schlussphase versuchten es Tyron Profis aus der Distanz (77.) und Kratzer aus elf Metern (87.), beide Abschlüsse verfehlten das Tor. Bei einer Ecke Pfeils fehlte schließlich nicht viel zu einem Magdeburger Eigentor (89.). Vor 2.010 Zuschauern brachte der FCM den knappen Vorsprung über die Zeit. Chemie betrieb viel Aufwand, blieb beim letzten Pass und im Abschluss aber erneut ohne die notwendige Präzision.

 

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Bölke löst den Knoten, Mattmüller sorgt für Klarheit

BFC Dynamo – BFC Preussen 2:0 (1:0)

Der BFC Dynamo hat das Berliner Stadtduell gegen den BFC Preussen verdient mit 2:0 gewonnen und seine Heimstärke erneut unter Beweis gestellt. Gegen einen lange tief und kompakt verteidigenden Aufsteiger benötigte die Mannschaft von Trainer Sven Körner Geduld, ehe Ludwig Bölke kurz vor der Pause den Bann brach. Levin Mattmüller erhöhte unmittelbar nach Wiederbeginn, während Torwart Paul Hainke in den wenigen kritischen Situationen den dritten Saisonerfolg festhielt.

Dynamo übernahm von Beginn an die Initiative, fand gegen den eng gestaffelten Preussen-Block aber zunächst nur selten einen Weg in den Strafraum. Die Gäste zogen sich mit nahezu allen Feldspielern hinter den Ball zurück, verdichteten das Zentrum und zwangen den BFC zu Angriffen über die Außenbahnen. Nach einer Balleroberung Mattmüllers spielte Joey Breitfeld aus aussichtsreicher Position noch einmal quer, doch die Preussen-Abwehr klärte im letzten Moment (14.). Eine Minute später köpfte Dren Feka Miftaraj einen Eckball Breitfelds direkt auf Torwart Malte Palmowski.

Zwar besaß Dynamo leichte Feldvorteile, das Angriffsspiel blieb jedoch über längere Zeit zu statisch. Preussen verschob diszipliniert und hielt die Räume vor dem eigenen Strafraum geschlossen. Erst in der 38. Minute gelang es den Gastgebern, den Abwehrriegel mit Tempo und direktem Kombinationsspiel zu überwinden. Über Breitfeld lief der Angriff ins Zentrum, wo der Ball schließlich Bölke erreichte. Der Angreifer blieb vor Palmowski ruhig und vollendete zum 1:0.

Dynamo setzte sofort nach. Eine Flanke von Oliver Oellers fand in der 41. Minute den Kopf von Rufat Dadashov, dessen Versuch knapp über die Latte strich. Kurz vor dem Pausenpfiff meldeten sich auch die Gäste erstmals gefährlicher an: Einen Freistoß von Justin Fontein entschärfte Hainke trotz eines vor ihm einlaufenden Gegenspielers sicher (45.).

Der zweite Durchgang begann für Preussen denkbar ungünstig. Nach einer Dynamo-Ecke wurde der Ball am zweiten Pfosten zurück in die Mitte geköpft, wo Mattmüller aus kurzer Entfernung zum 2:0 einnickte (47.). Mit dem zweiten Treffer öffnete sich die Begegnung. Preussen musste seine defensive Grundordnung lockern, während Dynamo nun mehr Räume für sein Umschaltspiel erhielt.

Dennoch bot sich den Gästen die Möglichkeit zum Anschluss. Hainke korrigierte in der 57. Minute einen eigenen Wackler mit einer starken Parade. Noch näher kam Nikolas Frank dem 1:2, dessen Abschluss knapp rechts am Tor vorbeiging (67.). Dynamo reagierte, erhöhte wieder das Tempo und erspielte sich mehrere Gelegenheiten. Palmowski lenkte einen gefühlvollen Versuch von Maximilian Windsheimer zur Ecke (76.), in der Nachspielzeit setzte Simon Fritzsche den Ball knapp neben das Tor.

Vor 1.681 Zuschauern brachte Dynamo den Vorsprung insgesamt souverän über die Zeit. Auch gegen die späte Preussen-Offensive blieb Hainke aufmerksam und bewahrte seine Mannschaft vor einem Gegentreffer. Der BFC weist damit nach drei Heimspielen sieben Punkte und eine Torbilanz von 4:0 auf. Preussen verteidigte lange leidenschaftlich, entwickelte im eigenen Ballbesitz aber zu wenig Durchschlagskraft, um den abgeklärten Gastgeber ernsthaft ins Wanken zu bringen.

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Redaktion: Holger Elias (NOFV)

Bitte beachten Sie: Die Fotos unseres Medienpartners Ostsport.tv sind mit der jeweiligen Videozusammenfassung auf Youtube verlinkt. Es öffnet sich ein externes Fenster. - Grundlage für die Texte sind die übermittelten Ticker mit Aufstellungen, Torfolge, Spielverlauf und die offiziellen NOFV-Spielberichte.

 

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Mittwoch, 26.08.2026 – 18:00 Uhr

RSV Eintracht 1949 – FSV Zwickau

Beim Duell zweier Tabellennachbarn erwartet der Aufsteiger den Neunten. Zwickau hat sieben Punkte und 5:8 Tore gesammelt, der RSV Eintracht folgt mit sechs Zählern und 8:9 Treffern. Während der FSV zweimal gewann, einmal unentschieden spielte und zweimal verlor, musste sich der RSV bislang nur in einer Begegnung geschlagen geben.

Eintracht hat sich schnell als konkurrenzfähig erwiesen. Dem 1:1 bei BFC Preussen folgten ein 3:0 gegen Luckenwalde, ein 0:4 in Jena, ein 1:1 gegen Chemie Leipzig und das spektakuläre 3:3 in Babelsberg. Dort führte der RSV bis tief in die Nachspielzeit und musste erst in der 90.+12 Minute den Ausgleich hinnehmen. Acht Saisontore belegen den offensiven Mut des Aufsteigers, neun Gegentreffer aber auch die Risiken seiner Spielweise.

Zwickaus Leistungen schwankten ebenfalls. Nach dem 2:1-Auswärtssieg in Jena verlor der FSV gegen Greifswald und Chemnitz. Aus den vergangenen beiden Spielen holten die Westsachsen jedoch vier Punkte: Beim BFC Dynamo blieb die Mannschaft ohne Gegentor, gegen Luckenwalde gelang ein 2:1-Heimsieg.

Der RSV dürfte erneut versuchen, die Partie mit hohem Einsatz und mutigem Umschalten zu prägen. Zwickau kann dem die zuletzt verbesserte defensive Ordnung entgegensetzen. In einer ausgeglichenen Begegnung könnte entscheidend sein, welche Mannschaft ihre wechselhaften Phasen besser begrenzt.

 

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Mittwoch, 26.08.2026 – 19:00 Uhr

FC Erzgebirge Aue – Hertha BSC II

Mit zehn Punkten aus fünf Spielen hat sich Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue in der Spitzengruppe eingeordnet, ohne bislang durchgehend zu dominieren. Die Veilchen erzielten elf Treffer, kassierten aber bereits neun. Hertha BSC II steht mit vier Punkten und 5:13 Toren im unteren Tabellendrittel.

Im eigenen Stadion ist Aue noch ungeschlagen. Nach dem 3:3 gegen Jena folgten knappe Siege gegen BFC Preussen (2:1) und den BFC Dynamo (3:2). Die jüngste 1:3-Niederlage beim Chemnitzer FC zeigte allerdings, dass der Absteiger gegen gut organisierte Gegner noch nicht durchgehend die gewünschte Kontrolle entwickelt.

Herthas junge Mannschaft ist trotz ihrer bisherigen Bilanz schwer auszurechnen. Beim 2:1-Auswärtssieg gegen Lok Leipzig stellte sie unter Beweis, dass sie mit Tempo, technischer Qualität und schnellem Umschaltspiel auch favorisierte Gegner vor Probleme stellen kann. Zuletzt erkämpften die Berliner gegen den BFC Dynamo ein 1:1.

Aue besitzt Vorteile bei Erfahrung, Körperlichkeit und Standards, muss aber die Räume hinter der eigenen Offensive absichern. Gelingt es Hertha, sich dem erwartbaren Druck zu entziehen, kann die U23 ihre Dynamik zur Geltung bringen. Die bisherigen neun Gegentreffer der Gastgeber lassen jedenfalls erwarten, dass auch die Berliner zu Möglichkeiten kommen können.

 

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Greifswalder FC – SV Babelsberg 03

Der Greifswalder FC geht mit der etwas besseren Ausgangsposition in diese Partie. Nach fünf Spieltagen stehen acht Punkte und 11:7 Tore zu Buche. Babelsberg folgt mit fünf Zählern und 8:9 Treffern. Während der GFC erst eine Niederlage hinnehmen musste, sucht der SVB noch nach größerer Konstanz.

Greifswald erzielte im Durchschnitt mehr als zwei Tore pro Partie. Die Mannschaft kann über längere Phasen Druck entwickeln, ist defensiv jedoch nicht unangreifbar. Das zeigte sich sowohl beim 2:2 zum Auftakt gegen Halle als auch bei der 1:3-Niederlage gegen Altglienicke. Zuletzt musste sich der GFC beim BFC Preussen mit einem 1:1 begnügen.

Babelsbergs Saison nahm zuletzt einen deutlich offensiveren Verlauf. Auf das 2:0 gegen Chemie und das 0:1 gegen Jena folgten ein 2:2 gegen Altglienicke, ein 1:3 bei Magdeburg II und das 3:3 gegen den RSV Eintracht. In diesen drei Partien fielen insgesamt 14 Tore. Die Babelsberger bewiesen gegen den RSV Moral und retteten in der zwölften Minute der Nachspielzeit noch einen Punkt; zugleich sind acht Gegentore in den vergangenen drei Spielen ein Warnsignal.

Greifswald verfügt derzeit über die bessere Gesamtbalance. Babelsberg besitzt aber genügend spielerische Qualität, um die Gastgeber in einen offenen Schlagabtausch zu verwickeln. Für beide Teams bietet die Partie die Chance, sich mit einem Erfolg in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen.

 

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Mittwoch, 02.09.2026 – 19:00 Uhr

FC Carl Zeiss Jena – VSG Altglienicke Berlin

Zum Abschluss des Spieltags treffen zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Stärken aufeinander. Jena holte neun Punkte und ließ bei 8:4 Toren erst vier Gegentreffer zu. Altglienicke steht mit elf Zählern und 13:8 Toren auf Rang drei, ist noch ungeschlagen und verfügt über die deutlich höhere offensive Ausbeute.

Der FC Carl Zeiss spielte bislang 1:2 gegen Zwickau, gewann 1:0 in Babelsberg und 4:0 gegen den RSV Eintracht, unterlag Erfurt mit 1:2 und setzte sich anschließend 1:0 bei Chemie Leipzig durch. Drei Siege und zwei Niederlagen stehen damit ebenso für eine klare Ergebnisbilanz wie die vier Gegentore für eine stabile Grundordnung.

Altglienicke reist mit einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage an. Besonders das 3:1 in Greifswald und das 3:1 gegen Hertha BSC II unterstrichen die offensive Qualität der VSG. Zuletzt folgte ein 2:1 gegen den Halleschen FC. Die Berliner können Spiele früh an sich ziehen, mussten defensiv aber beinahe doppelt so viele Treffer hinnehmen wie Jena.

Auch der direkte Vergleich macht die Begegnung interessant: Jena konnte keines der vergangenen fünf Duelle gewinnen. Altglienicke siegte zweimal, drei Partien endeten unentschieden. Im Ernst-Abbe-Sportfeld trifft somit Jenas kompakte Spielweise auf eine VSG, die mit Tempo und Torgefahr anreist. Welche Mannschaft ihren bevorzugten Rhythmus durchsetzen kann, dürfte über den Ausgang entscheiden.

 

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Hallescher FC – SV Tasmania Berlin

Der Hallesche FC geht als Favorit in das Heimspiel gegen den Aufsteiger. Halle hat nach fünf Partien sechs Punkte und ein ausgeglichenes Torverhältnis von 5:5. Tasmania steht mit drei Zählern und 6:18 Toren auf Rang 16. Kein Team der Liga kassierte bislang mehr Gegentreffer.

Die Bilanz des HFC – ein Sieg, drei Unentschieden und eine Niederlage – wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. Das Auftaktprogramm hatte es jedoch in sich. Halle erreichte gegen Greifswald ein 2:2 und gegen Spitzenreiter Erfurt ein 1:1, gewann 1:0 bei Chemie Leipzig und hielt beim 0:0 gegen Chemnitz erneut die Null. Erst Altglienicke fügte den Saalestädtern beim 2:1 die erste Saisonniederlage zu.

Tasmania bezahlte nach dem Aufstieg zunächst viel Lehrgeld. Auf das 1:5 gegen Magdeburg II folgten ein 0:2 gegen Aue und ein 0:6 in Erfurt. In den vergangenen beiden Partien zeigte die Mannschaft allerdings eine Reaktion: Dem 3:2 in Luckenwalde folgte ein knappes 2:3 gegen Lok Leipzig. Fünf Treffer in zwei Spielen belegen die gestiegene Offensivgefahr, auch wenn die defensive Anfälligkeit bestehen blieb.

Halle besitzt die stabilere Ordnung und sollte im eigenen Stadion mehr Spielanteile erhalten als zuletzt gegen die Spitzenteams. Die Aufgabe besteht darin, aus der erwartbaren Feldüberlegenheit genügend klare Chancen zu entwickeln: Mit fünf Toren in fünf Spielen blieb die HFC-Offensive bislang hinter der Defensive zurück. Tasmania wiederum muss die zuletzt gewonnene Angriffslust mit deutlich größerer Kompaktheit verbinden, um in Halle bestehen zu können.

Redaktion der Vorschau: Holger Elias

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