Regionalliga Nordost
Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 6. Spieltag
Jena – VSG 1:0 / HFC – SVT 2:0 / Aue – Hertha II 0:0 / GFC – SVB 2:1 / RSV – FSV 1:2 / Lok – CFC 0:2 / FSV 63 – Erfurt 0:5 / Dynamo – Preussen 2:0 / FCM II – Chemie 1:0
Die Nachholspiele vom Mittwoch (02.09.26): Timon Burmeister entschied das Nachholspiel gegen die VSG Altglienicke mit seinem Treffer in der 15. Minute zugunsten des FC Carl Zeiss Jena. Die Gäste besaßen zahlreiche Ausgleichsmöglichkeiten, trafen durch John Anthony Brooks jedoch nur aus einer Abseitsstellung. Kevin Liesegang und der in der Nachspielzeit blockende Nils Butzen sicherten dem FCC den knappen 1:0-Erfolg. - Der Hallesche FC setzte sich im Nachholspiel mit 2:0 gegen den lange mutig auftretenden SV Tasmania Berlin durch. Bocar Baro traf unmittelbar vor der Pause und nutzte später einen missglückten Rückpass zu seinem zweiten Tor. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der HFC deutlich und brachte den verdienten Heimsieg vor 4.452 Zuschauern sicher ins Ziel.
Am Mittwoch (26.08.26) spielten: Erzgebirge Aue kam trotz der besseren Chancen gegen Hertha BSC II nicht über ein 0:0 hinaus. Marcel Bär traf in der ersten Halbzeit die Latte, während Hertha-Torwart Heide einen sehenswerten Seitfallzieher von Queißer parierte. Die Berliner besaßen durch Ogbaidzes Aluminiumtreffer ebenfalls die Möglichkeit zum Sieg. - Der FSV Zwickau verwandelte eine lange enttäuschende Vorstellung durch seine Einwechselspieler noch in einen 2:1-Auswärtssieg. Theo Martens brachte die Gäste in Führung, ehe Nathanael Kukanda für den couragierten RSV Eintracht ausglich. Fynn Seidel entschied die Partie vier Minuten vor dem Ende mit einem abgefälschten Distanzschuss. - Der Greifswalder FC drehte einen 0:1-Pausenrückstand gegen den SV Babelsberg 03 und gewann mit 2:1. Robert Leipertz glich nach seiner Einwechslung aus, bevor Colin Kroll-Thiel einen Strafstoß zum Siegtreffer verwandelte. Babelsbergs Lukas Lämmel sah in der Schlussphase Gelb-Rot.
Die Begegnungen vom Dienstag (25.08.26): Der Chemnitzer FC gewann das lange ausgeglichene Spitzenspiel bei Lok Leipzig durch zwei späte Treffer mit 2:0. Die Gastgeber besaßen über weite Strecken die gefährlicheren Ansätze, fanden gegen die kompakte CFC-Defensive aber keinen erfolgreichen Abschluss. Ron Berlinski und Tom Baumgart entschieden die Partie innerhalb von vier Minuten. - Der FC Rot-Weiß Erfurt verteidigte mit einem souveränen 5:0 beim FSV 63 Luckenwalde die Tabellenführung. Hajrulla, Assibey-Mensah und Fehler entschieden die Partie mit drei sehenswerten Treffern bereits vor der Pause. Dehl und Quiala-Tito machten den auch in dieser Höhe verdienten Auswärtssieg nach dem Seitenwechsel perfekt. - Magnus Baars erzielte bereits in der 3. Minute den entscheidenden Treffer für die U23 des 1. FC Magdeburg. Chemie Leipzig steigerte sich und drängte besonders in der Schlussphase, entwickelte vor dem Tor aber erneut zu wenig Durchschlagskraft. Marcel Bergmann parierte zudem einen Strafstoß von Kevin Manthey, konnte die nächste Leipziger Niederlage jedoch nicht verhindern. - Der BFC Dynamo setzte sich im Berliner Stadtduell verdient mit 2:0 gegen den BFC Preussen durch. Ludwig Bölke brach kurz vor der Pause den Widerstand der kompakt verteidigenden Gäste, Levin Mattmüller erhöhte unmittelbar nach Wiederbeginn. Paul Hainke vereitelte die wenigen Preussen-Chancen und blieb mit Dynamo auch im dritten Heimspiel ohne Gegentor.
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Liesegang und Butzen retten Jenas knappen Sieg
FC Carl Zeiss Jena – VSG Altglienicke 1:0 (1:0)
Der FC Carl Zeiss Jena hat das Nachholspiel des sechsten Spieltages mit 1:0 gewonnen und den Anschluss an die Spitzengruppe hergestellt. Timon Burmeister vollendete früh einen mustergültigen Angriff, anschließend rückten Torhüter Kevin Liesegang und Kapitän Nils Butzen in den Mittelpunkt. Altglienicke drängte über weite Strecken auf den Ausgleich, scheiterte jedoch an mangelnder Präzision, einer Abseitsentscheidung und Jenas leidenschaftlicher Restverteidigung.
Nach der Schweigeminute für die verstorbene FCC-Legende Eberhard „Matz“ Vogel erwischten die Gäste den offensiveren Start. Vor allem Tolcay Saliger suchte über die rechte Seite das Tempo, doch Jenas Defensive hielt dem frühen Druck stand. Mit dem ersten gelungenen Tiefenlauf schlugen die Thüringer zu: Kevin Lankford schickte Leon Burggraf Werner auf rechts, dessen präziser Querpass den durchgestarteten Burmeister erreichte. Der Mittelfeldspieler blieb aus halbrechter Position cool und traf halbhoch ins kurze Eck (15.).
Jena gewann danach an Sicherheit. Lankford zog nach einem Seitenwechsel in den Strafraum, brachte Schlussmann Luis Zwick mit seinem Abschluss aber nicht ernsthaft in Bedrängnis (23.). Altglienicke blieb spielerisch präsent und fand zunehmend Räume hinter den Jenaer Außenverteidigern. Nach Saligers maßgenauer Flanke setzte Jonas Nietfeld einen freien Hechtkopfball neben das Tor (38.). Kurz darauf köpfte John Anthony Brooks nach einer Ecke vermeintlich zum Ausgleich ein, doch der Treffer zählte nicht, weil Florian Rieder im Abseits stand und Torwart Liesegang die Sicht nahm (43.). Eine Minute später rettete der Jenaer Schlussmann glänzend gegen Nietfeld.
Nach der Pause erhöhte die VSG den Druck erheblich. Saliger prüfte Liesegang aus spitzem Winkel, einen Kopfball Oduahs blockte Werner in höchster Not (56.). Jena fand zunächst kaum Entlastung, wurde nach der Einwechslung Tristan Teubers aber wieder gefährlicher. Der Joker verzog zunächst aus guter Position (64.) und scheiterte später aus kurzer Distanz an Zwick; den Abpraller jagte Elias Löder an die Latte (71.).
Die offene Schlussphase bot Möglichkeiten auf beiden Seiten. Liesegang parierte gegen Nietfeld und den wuchtig abschließenden Saliger, während Zwick erneut Teuber am zweiten Treffer hinderte. Zweimal ließ der Jenaer Joker in der 89. Minute die Entscheidung liegen. Das rächte sich beinahe: Nach einem Fehlpass Miguel Boogs hielt Liesegang auch gegen Kaan Kizildemir (85.), ehe Butzen in der Nachspielzeit Nietfelds Schuss mit letztem Einsatz blockte.
Altglienicke betrieb großen Aufwand, belohnte sich für seine Druckphasen jedoch nicht. Jena nutzte den besten Angriff des Abends konsequent und verteidigte den Vorsprung mit Geschlossenheit, einem herausragenden Torwart und jenem kämpferischen Nachdruck, der in einem engen Verfolgerduell den Unterschied ausmachen kann.
Zuschauer: 5603
Spielstätte: Ernst-Abbe-Sportfeld, Jena
Schiedsrichter: Tim Gerstenberg – Max Göldner, Tobias Behm
Tore: 1:0 (15.) Burmeister
Mannschaftsaufstellungen:
FC Carl Zeiss Jena: Liesegang, Hehne, Lankford, Talabidi, Munser (60. Teuber), Löder (83. Hoppe), Fritz, Werner (69. Ajvazi), Boog, Butzen, Burmeister (46. Wollschläger)
VSG Altglienicke Berlin: Zwick, Czyborra, Sonnenberg, Oduah (59. Ibrahimi), Nietfeld, Tezel, Saliger (80. Billand), Hartl (69. Kizildemir), Rieder, Sylla (80. Türpitz), Brooks
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Butzen, Boog, Fritz, Ajvazi, Wollschläger, Teuber (FC Carl Zeiss Jena) – Sylla, Brooks, Tezel (VSG Altglienicke Berlin).
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Baros Doppelpack bricht Tasmanias Widerstand
Hallescher FC – SV Tasmania Berlin 2:0 (1:0)
Der Hallesche FC hat das Nachholspiel des sechsten Spieltages gegen Aufsteiger Tasmania Berlin mit 2:0 gewonnen und damit den zweiten Zu-null-Erfolg nacheinander gefeiert. Der Favorit tat sich gegen mutige Berliner lange schwer, schlug aber zu den psychologisch entscheidenden Zeitpunkten zu. Bocar Baro brachte den HFC unmittelbar vor der Pause in Führung und bestrafte in der 75. Minute einen kapitalen Rückpass der Gäste mit seinem zweiten Treffer.
Nach der gemeinsamen Protestminute für eine Reform der Aufstiegsregelung tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab. Halle besaß durch Baro die erste Möglichkeit, der Angreifer brachte seinen Abschluss unter Bedrängnis jedoch nicht aufs Tor (6.). Danach übernahm Tasmania zunehmend die Initiative. Die Gäste störten Halles Aufbau früh, setzten sich phasenweise in der gegnerischen Hälfte fest und entwickelten vor allem über die linke Seite Zug zum Tor.
Nach einem HFC-Fehlpass wurde Mensah im Strafraum gerade noch nach außen gedrängt, sein Versuch zur Ecke geblockt (10.). Beyazit verpasste wenig später eine Flanke nur knapp mit dem Kopf (22.). Halle fand gegen die aufmerksame Berliner Defensive kaum Lösungen. Ein Freistoß von Marvin Kulke strich knapp über das Tor (17.), einen Distanzversuch Hartmanns ereilte dasselbe Schicksal (29.). Auf der Gegenseite blockte die HFC-Abwehr einen wuchtigen Schuss von Luka Janeš (37.).
Als vieles auf ein torloses Pausenresultat hindeutete, bewies Halle seine Effizienz. Ein weiter Einwurf von rechts fiel im Strafraum Baro vor die Füße. Sein erster Versuch wurde noch abgewehrt, den Abpraller setzte der Angreifer aus kurzer Distanz in den linken Winkel (45.+3). Für Tasmania war der Rückstand bitter, hatte der Aufsteiger den Favoriten bis dahin doch weitgehend vom eigenen Gehäuse ferngehalten.
HFC-Trainer Robert Schröder reagierte trotz der Führung mit einem Dreifachwechsel: Niklas Landgraf, Stanley Ratifo und Mesut Atilgan kamen zur Pause. Halle trat nun entschlossener auf und verlagerte das Geschehen in die Berliner Hälfte. Baro köpfte nach einer Ecke aus kurzer Entfernung genau auf Torwart Höftmann (52.). Tasmania besaß dennoch die Chance zum Ausgleich, doch Erich Berko rutschte der Ball in aussichtsreicher Position vom Fuß (54.).
Die Gastgeber kontrollierten anschließend die Begegnung, ohne zunächst für Klarheit zu sorgen. Diese stellte erneut Baro her: Nach einem missglückten Berliner Rückpass spritzte er vor der Mittellinie dazwischen, umkurvte einen Gegenspieler und überwand den weit herausgeeilten Höftmann mit einem präzisen Abschluss zum 2:0 (75.). Joker Stobbe verpasste kurz darauf per Volley das dritte Tor.
Tasmania gab sich nicht auf. Yajima wurde mit einem Steckpass rechts im Strafraum freigespielt, scheiterte jedoch an Bendel (82.). Mehr ließ die konzentrierte HFC-Defensive nicht zu. Vor 4.452 Zuschauern setzte sich Halle aufgrund seiner Steigerung nach der Pause und Baros Konsequenz verdient durch. Die Berliner verkauften sich lange teuer, blieben in den entscheidenden Momenten aber ohne Ertrag.
Zuschauer: 4452
Spielstätte: LEUNA-CHEMIE-STADION, Halle (Saale)
Schiedsrichter: Henry Müller – Oskar Lämpel, Jonas Ebert
Tore: 1:0 (45.+2) Baro; 2:0 (65.) Baro
Mannschaftsaufstellungen:
Hallescher FC: Bendel, Halili, Baro (76. Stobbe), Hartmann (46. Landgraf), Stierlin, Kulke, Ehrlich (46. Benyamina), Hauptmann, Schmedemann (46. Atilgan), Kastull, Damelang (65. Ratifo)
SV Tasmania Berlin: Höftmann, Labbouz, Eder, Yayla, Beyazit (56. Yajima), Mensah (65. Grigoriadis), Collins, Beyreuther (56. Abu-Alfa), Wostrikow, Janeš, Berko
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Stierlin, Ratifo (Hallescher FC) – Yayla, Janeš, Eder (SV Tasmania Berlin).
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Heide und Aluminium bremsen Aue aus
FC Erzgebirge Aue – Hertha BSC II 0:0 (0:0)
Der FC Erzgebirge Aue ist erstmals in dieser Regionalliga-Saison ohne eigenen Treffer geblieben. Gegen die defensiv disziplinierte U23 von Hertha BSC besaßen die Veilchen besonders durch Queißer und Marcel Bär gute Möglichkeiten, scheiterten jedoch an Torwart Heide und der Latte. Die Berliner verdienten sich den Punkt mit einer Steigerung nach der Pause und hatten bei Ogbaidzes Aluminiumtreffer selbst den Sieg vor Augen.
Nach dem zweiminütigen Protest beider Mannschaften für eine Änderung der Aufstiegsregelung bestimmte Aue zunächst klar das Geschehen. Die Gastgeber drängten Hertha tief in die eigene Hälfte, suchten über die Außenbahnen den Weg hinter die Berliner Abwehr und kamen früh zur ersten Großchance. Queißer nahm einen langen Ball im Strafraum sauber herunter, scheiterte mit seinem Lupfer aber am aufmerksam herauskommenden Heide (9.).
Hertha löste sich danach etwas aus der Umklammerung. Kourouma kam sechs Meter vor dem Tor zum Abschluss, wurde jedoch von der Auer Defensive geblockt (16.). Die größte Gelegenheit des ersten Durchgangs gehörte wieder den Gastgebern: Nach einer Ecke an den langen Pfosten köpfte Bär aus spitzem Winkel an die Latte (24.). Kurz darauf verpasste Maciejewski eine Hereingabe des Angreifers nur knapp (26.).
Aue blieb spielbestimmend, fand gegen die gut gestaffelte Berliner Defensive jedoch zunehmend seltener klare Räume. Hertha setzte einzelne Nadelstiche. Torwart Martin Männel musste in der 34. Minute erstmals energisch eingreifen, als eine abgefälschte Hereingabe gefährlich auf sein Gehäuse kam. Vor der Pause versuchte es Kokovas aus der Drehung, sein Abschluss strich etwa einen Meter am rechten Pfosten vorbei (43.).
Nach dem Seitenwechsel trat Hertha mutiger auf. Prosche setzte einen abgefälschten Versuch auf das Tornetz (48.), Ogbaidze näherte sich mit einem Schlenzer an (55.). Vier Minuten später hatte Aue Glück: Der Berliner zog vom Strafraumrand nach innen und traf mit seinem Abschluss die Latte. Die Gäste hatten nun mehr Kontrolle, während die Veilchen Mühe entwickelten, ihr Angriffsspiel wieder zu beschleunigen.
In der Schlussphase erhöhte Aue noch einmal den Druck. Ein Schuss von Skarlatidis wurde im Strafraum geblockt (69.), ehe Queißer die beste Gelegenheit der zweiten Halbzeit besaß. Sein technisch anspruchsvoller Seitfallzieher schien bereits auf dem Weg ins Tor, doch Heide riss reaktionsschnell einen Arm hoch und verhinderte die Führung (72.).
Hertha verteidigte anschließend wieder kompakter und blieb über Umschaltsituationen gefährlich. Akoto eroberte den Ball an der Mittellinie, sprintete bis in den Auer Strafraum und schoss knapp vorbei (82.). Auf der Gegenseite fanden Skarlatidis und Bär mit ihren späten Versuchen keinen Weg durch den Berliner Abwehrblock. Das torlose Remis spiegelte eine Begegnung wider, in der beide Teams am Aluminium scheiterten. Aue muss sich jedoch vorwerfen lassen, seine Überlegenheit und die klareren Möglichkeiten der ersten Halbzeit nicht genutzt zu haben.
Zuschauer: 5826
Spielstätte: Eins Erzgebirgsstadion, Aue
Schiedsrichter: Marcel Riemer – Johannes Drößler, Reinhard Meusel
Tore: keine
Mannschaftsaufstellungen:
FC Erzgebirge Aue: Männel, Angleberger (72. Kamm), Strietzel, Lihsek, Queißer (72. Loubongo-M'Boungou), Prosche (75. Burghardt), Bär, Kapp, Pauling (62. Skarlatidis), Maciejewski (72. Heidrich), Kokovas
Hertha BSC II: Heide, Kourouma, Ngwa (90. Canpolat), Schößler (79. Akoto), Kannewurf, Brekalo, Ogbaidze, Hildebrandt, Adetokunbo-Adeleye, Weiland, Telib
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kapp, Kamm, Bär (FC Erzgebirge Aue) – Adetokunbo-Adeleye, Schößler (Hertha BSC II).
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Zwickau müht sich zum späten Auswärtssieg
RSV Eintracht 1949 – FSV Zwickau 1:2 (0:0)
Der FSV Zwickau hat eine über weite Strecken dürftige Vorstellung noch in einen Auswärtssieg verwandelt. Die eingewechselten Theo Martens und Fynn Seidel trafen in einer turbulenten Schlussphase, in der Nathanael Kukanda den RSV Eintracht zwischenzeitlich zurückgebracht hatte. Ausschlaggebend war Zwickaus besser besetzte Bank: Alle drei Treffer der Gäste wurden von Einwechselspielern erzielt oder vorbereitet.
Zwickau begann verheißungsvoll. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite parierte RSV-Torwart Güldner zunächst gegen den freistehenden Besong (2.). Danach verlor der FSV jedoch früh den Rhythmus. Die Gäste agierten im Aufbau zu langsam, suchten häufig weite Bälle und ließen das notwendige Tempo zwischen den Linien vermissen. Der Aufsteiger gewann dagegen zunehmend Sicherheit und verlagerte das Geschehen in die Zwickauer Hälfte.
Kim zwang Torwart Lucas Hiemann mit einem Distanzschuss aus mehr als 30 Metern zu einer Faustabwehr (20.). Wenig später drang Kukanda über links durch, doch Kasola konnte dessen Rückpass nicht verwerten (22.). Auch Uwakhonye prüfte Hiemann aus 15 Metern (27.). Zwickau blieb offensiv Stückwerk: Versuche von Sengersdorf, Philipp Harant und Breitenbücher entwickelten kaum Gefahr. Die beste RSV-Gelegenheit vor der Pause besaß Jules Hasenberg, dessen Schuss aus 24 Metern nur knapp am rechten Winkel vorbeiflog (40.). Auf der Gegenseite verhinderten Güldner und ein Mitspieler am Pfosten nach einem weiten Einwurf ein mögliches Eigentor (44.).
Nach Wiederbeginn musste Hiemann gegen einen flachen Abschluss Chornenkyis erstmals energisch eingreifen (47.). Anschließend erhöhte Zwickau zwar den Druck, produzierte jedoch weiterhin eher Ansätze als klare Chancen. Trainer Rico Schmitt reagierte in der 64. Minute mit einem Dreifachwechsel: Martens, Caner Sezer und Lucas Dobruna kamen in die Begegnung. Die Maßnahme veränderte das bis dahin schwerfällige Offensivspiel entscheidend.
Martens setzte mit einem Kopfball neben das Tor sofort ein erstes Zeichen (66.). In der 76. Minute vollendete er dann einen der wenigen präzise ausgespielten Zwickauer Angriffe: Dobruna zog in Richtung Strafraum und legte mit der Hacke zurück, Martens traf aus 15 Metern flach ins linke Eck.
Der RSV antwortete bemerkenswert. Nathanael Kukanda nahm aus 22 Metern Maß; Hiemann bekam zwar beide Hände an den Ball, lenkte ihn aber ins linke obere Eck (82.). Das 1:1 hielt lediglich vier Minuten. Nach einer Hereingabe von Martens wurde der Ball per Kopf aus dem Strafraum geklärt. Seidel zog aus 17 Metern direkt ab, sein Versuch wurde unhaltbar zum 1:2 abgefälscht (86.).
In der Nachspielzeit hätte Zwickau sogar erhöhen können. Güldner korrigierte zunächst einen eigenen Fehler gegen Dobruna und parierte anschließend gegen Albert sowie den nach einer Ecke zum Kopfball kommenden Ziemer. Der FSV brachte den Vorsprung über die Zeit und steht nun bei zehn Punkten. Der RSV durfte sich für seinen mutigen Auftritt wenig vorwerfen – außer, dass Zwickaus Einwechselspieler in den entscheidenden Minuten konsequenter handelten.
Zuschauer: 631
Spielstätte: Preussen-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Christoph Dallmann – Sirko Müke, Michael Bernowitz
Tore: 0:1 (76.) Martens; 1:1 (82.) Kukanda; 1:2 (86.) Seidel
Mannschaftsaufstellungen:
RSV Eintracht 1949: Güldner, Herrmann, Pohlenz (70. Fron), Smailovic, Baraze Adam (83. Göth), Hasenberg, Kim, Chornenkyi (83. Schmidhauser), Uwakhonye (46. Kukanda), Kasola (70. Boulehris), Kukanda
FSV Zwickau: Hiemann, Moritz, Breitenbücher (64. Martens), Startsev, Sengersdorf, Besong (88. Albert), Fobassam Nawe, Ziemer, Harant (64. Dobruna), Haubner (80. Seidel), Hannemann (64. Sezer)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Uwakhonye, Hasenberg (RSV Eintracht 1949) – Harant, Fobassam Nawe (FSV Zwickau).
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Babelsbergs Führung hält dem GFC-Druck nicht stand
Greifswalder FC – SV Babelsberg 03 2:1 (0:1)
Der Greifswalder FC hat die Begegnung gegen den SV Babelsberg 03 nach einem Pausenrückstand gedreht und einen wichtigen 2:1-Heimsieg gefeiert. Paul Roman Wegener brachte die Gäste früh per Strafstoß in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Greifswald den Druck: Der eingewechselte Robert Leipertz glich aus, ehe Colin Kouawo Kroll-Thiel einen weiteren Elfmeter zum Siegtreffer verwandelte.
Die Partie erhielt bereits in der 12. Minute ihre erste entscheidende Wendung. Der Schiedsrichter sprach Babelsberg einen Strafstoß zu, zugleich sah Lion Semic die Gelbe Karte. Wegener übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 0:1 (13.). Greifswald suchte anschließend nach einer Antwort, kam gegen die aufmerksamen Gäste aber nur selten in gefährliche Abschlusspositionen. Ein Eckball in der 19. Minute blieb eine der wenigen dokumentierten Offensivaktionen der Gastgeber im ersten Durchgang.
Babelsberg verwaltete den knappen Vorsprung, ohne selbst zu weiteren klaren Gelegenheiten zu kommen. Die Begegnung blieb umkämpft, was sich auch in den Verwarnungen für Grace Honore Bokake Bolufe (35.) und Matthew Meier (45.+1) widerspiegelte. Mit dem 0:1 ging es in die Pause.
Greifswald reagierte zur zweiten Halbzeit mit einem Doppelwechsel. Leipertz ersetzte Semic, Elias Ndukwe Oke kam für Janis Juckel. Die personellen Veränderungen verliehen dem Angriffsspiel mehr Präsenz. Unmittelbar nach Wiederbeginn erzwangen die Gastgeber einen Eckball, weitere Standards folgten in der 56. und 57. Minute. Marcus Niemitz kam dabei zum Abschluss, konnte Babelsbergs Führung jedoch noch nicht gefährden.
Auch die Gäste blieben aktiv. Nach einem Babelsberger Versuch in der 60. Minute musste der Greifswalder Torwart einen Freistoß von Tom Kaspar Berger parieren (61.). Die Partie wurde intensiver: Oke, Niemitz und Lukas Lämmel sahen innerhalb weniger Minuten Gelb. Danach verlagerte sich das Geschehen zunehmend in die Babelsberger Hälfte.
Leipertz kündigte den Ausgleich mit einem Torschuss in der 69. Minute an. Nur wenig später war der zur Pause eingewechselte Routinier erfolgreich und stellte auf 1:1 (70.). Greifswald setzte nach, erarbeitete sich weitere Eckbälle und drängte nun auf die vollständige Wende. In der 76. Minute entschied der Unparteiische erneut auf Strafstoß – diesmal für die Gastgeber. Kroll-Thiel behielt die Nerven und verwandelte zum 2:1 (77.).
Babelsberg mobilisierte in der Schlussphase noch einmal seine Kräfte. Gordon Büch und Simon Gollnack kamen zu Abschlüssen, mehrere Wechsel sollten zusätzliche offensive Impulse bringen. Die Aufgabe wurde jedoch schwieriger, als Lämmel nach seiner zweiten Verwarnung Gelb-Rot sah (86.). Greifswald verteidigte den Vorsprung und besaß durch Leipertz, Kay Seidemann und Fodelcio Gomes Pereira sogar Möglichkeiten zur Entscheidung. Nach 95 Minuten stand ein verdient erkämpfter Erfolg, den der GFC mit einer deutlich entschlosseneren zweiten Halbzeit und wirksamen Einwechslungen erzwungen hatte.
Zuschauer: 1557
Spielstätte: Stadion, Greifswald
Schiedsrichter: Christoph Beblik – Pascal Wien, Tom Rösler
Tore: 0:1 (13.) Wegener (Strafstoß); 1:1 (70.) Leipertz; 2:1 (77.) Kroll-Thiel (Strafstoß)
Mannschaftsaufstellungen:
Greifswalder FC: Jakubov, Walchhütter, Bokake Bolufe (79. Schmökel), Semic (46. Leipertz), Kroll-Thiel, Juckel (46. Oke), Seidemann, Niemitz, Sternberg (63. Hüther), Heim (69. Gomes Pereira), Seidel
SV Babelsberg 03: Müller, Kalckreuth, Wegener, Lämmel, Meier (82. Okpalaike), Salaske, Ebel (90.+1 Yilmaz), Hasse (90.+1 Herrmann), Kang (82. Gollnack), Büch, Berger (62. Schmidt)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Semic, Bokake Bolufe, Oke, Niemitz, Seidemann (Greifswalder FC) – Meier, Lämmel, Schmidt, Müller (SV Babelsberg 03); Gelb-Rote Karte: Lämmel (SV Babelsberg 03, 86.).
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Vier Minuten kosten Lok den möglichen Punktgewinn
1. FC Lokomotive Leipzig – Chemnitzer FC 0:2 (0:0)
Der Chemnitzer FC bleibt auch nach dem sechsten Spieltag ungeschlagen. In einem lange ausgeglichenen, intensiv geführten Spitzenspiel schlugen die Gäste in der Schlussphase zweimal zu. Ron Berlinski und Tom Baumgart entschieden eine Begegnung, in der Lok Leipzig über weite Strecken die gefährlicheren Ansätze gezeigt, seine Möglichkeiten jedoch nicht konsequent ausgespielt hatte.
Nach der kurzen Protestunterbrechung gegen die geltende Aufstiegsregelung übernahm Lok zunächst die Initiative. Die Leipziger liefen den Chemnitzer Aufbau früh an und profitierten von dessen anfänglicher Unsicherheit. Dorian Čevis setzte den ersten Abschluss daneben (5.), ehe die Gastgeber nach einem Handkontakt Baumgarts im Strafraum vergeblich auf Elfmeter hofften. Die beste Gelegenheit der Anfangsphase entstand nach einem schnellen Gegenstoß: Jan Löhmannsröben verhinderte vor dem einschussbereiten Čevis mit einer riskanten Grätsche den Rückstand (13.).
Der CFC fand allmählich besser in die Zweikämpfe und presste seinerseits hoch, blieb im letzten Drittel aber unpräzise. Baumgarts geblockter Versuch (12.) sowie Abschlüsse von Alberico (21.) und Marx (39.) stellten Lok-Torwart Naumann vor keine größeren Probleme. Auf der Gegenseite köpfte Mittelstürmer Kügel nach einer kurz ausgeführten Ecke ans Außennetz (22.). Auch Adetula nach einer einstudierten Eckballvariante (31.) und Čevis mit einem Schlenzer aus zentraler Position (36.) verfehlten das Chemnitzer Tor.
Lok kam schwungvoll aus der Kabine. Kügel setzte einen Volleyschuss unmittelbar nach Wiederbeginn nur knapp neben das Gehäuse (47.). Chemnitz erhöhte anschließend mit der Einwechslung Berlinskis die Präsenz im Strafraum. Der Angreifer hatte in der 56. Minute die bis dahin beste Möglichkeit der Gäste, doch Naumann tauchte bei seinem wuchtigen Kopfball rechtzeitig ab.
Die Begegnung blieb umkämpft, ohne dass eine Mannschaft frühzeitig ins volle Risiko ging. Lok näherte sich durch Tiefenläufe wiederholt dem Strafraum. Erst verpasste Kügel eine Hereingabe von Čevis knapp (63.), dann störte Lukas Fesser den durchgebrochenen Adetula im entscheidenden Moment (65.). Der CFC verteidigte kompakt, schloss die zentralen Räume und hielt die Leipziger zunehmend vom eigenen Tor fern.
In der 77. Minute kippte die Partie. Baumgarts Eingabe wurde von Wilton unglücklich genau vor die Füße Berlinskis abgefälscht, der aus kurzer Entfernung zum 0:1 vollendete. Nur vier Minuten später sorgten die Chemnitzer nach einer Ecke für die Entscheidung: Löhmannsröben hielt den Ball im Strafraum, Berlinski verlängerte, und Baumgart verarbeitete die Vorlage technisch sauber, bevor er aus elf Metern einschob.
Lok fand gegen die abgeklärte CFC-Abwehr keine Antwort mehr. Die Gäste verteidigten ihren Vorsprung ohne hektische Schlussphase und bestätigten, weshalb sie in den ersten sechs Saisonspielen erst zwei Gegentreffer zugelassen haben. Leipzig blieb trotz guter Ansätze ohne Ertrag, weil es die stärkeren Phasen nicht in Tore ummünzte – Chemnitz dagegen benötigte wenige Minuten, um seine Effizienz eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.
Zuschauer: 6065
Spielstätte: Bruno-Plache-Stadion Hauptfeld, Leipzig
Schiedsrichter: Patrick Kluge – Benjamin Strebinger, Philipp Jacob
Tore: 0:1 (77.) Berlinski; 0:2 (81.) Baumgart
Mannschaftsaufstellungen:
1. FC Lokomotive Leipzig: Naumann, Wilton, Schierack, Kügel (69. Bornschein), Abderrahmane, Adetula, Siebeck (81. Sadlek), Kaiser (69. Dombrowa), Čevis, Rühlemann, Kusic
Chemnitzer FC: Richter, Löhmannsröben, Geipl (90.+1 Pistol), Stockinger (71. Vogt), Alberico (90.+1 Hempel), Marx (46. Berlinski), Tchouangue, Slamar, Grimaldi (57. Fesser), Eppendorfer, Baumgart
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kaiser, Čevis, Abderrahmane (1. FC Lokomotive Leipzig) – Grimaldi, Slamar, Löhmannsröben (Chemnitzer FC).
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Fünf Treffer, drei Glanzlichter: RWE bleibt vorn
FSV 63 Luckenwalde – FC Rot-Weiß Erfurt 0:5 (0:3)
Mit einer spielerisch wie offensiv beeindruckenden Vorstellung hat der FC Rot-Weiß Erfurt seine Tabellenführung in der Regionalliga Nordost verteidigt. Beim FSV 63 Luckenwalde entschieden die Thüringer die Begegnung durch drei teilweise spektakuläre Treffer bereits vor der Pause. Die Gastgeber besaßen zwar Gelegenheiten zur Ergebniskorrektur, scheiterten jedoch an der Latte oder am aufmerksamen Lorenz Otto.
Nach einer kurzen Protestunterbrechung zur weiterhin ungeklärten Aufstiegsreform übernahm Erfurt sofort die Kontrolle. Schon in der 4. Minute scheiterte Raphael Assibey-Mensah nach einem Doppelpass mit Romario Hajrulla aus spitzem Winkel an Jasper Kühn. Luckenwalde antwortete durch Jonas Kühn, der aus elf Metern knapp vorbeischob (7.). Es sollte die letzte ausgeglichene Phase der Partie bleiben.
Drei Minuten später eröffnete Hajrulla die Erfurter Torgala auf außergewöhnliche Weise: Eine Flanke Assibey-Mensahs von der linken Seite nahm der Angreifer im Sprung mit der Hacke und beförderte den Ball aus elf Metern in den rechten Winkel. Nach der Führung ließ RWE den Ball geduldig durch die eigenen Reihen laufen, während Luckenwalde kaum Zugriff auf die Halbräume fand. In der 30. Minute schlug Assibey-Mensah selbst zu. Der Flügelspieler zog von links nach innen und jagte den Ball aus 18 Metern unhaltbar in den rechten oberen Winkel.
Beim 0:3 zeigte Erfurt erneut seine spielerische Klasse. Assibey-Mensah erreichte die Grundlinie, bediente Wolf, dessen Rücklage Stanislav Fehler aus 13 Metern flach im rechten Eck unterbrachte (35.). Erst kurz vor der Pause bäumten sich die Gastgeber auf: Jacobi traf nach einer Ecke zunächst die Latte und scheiterte mit dem Nachschuss an Otto (41.). Auch Mätzkes Distanzversuch lenkte der Erfurter Schlussmann zur Ecke (43.).
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert. Erfurt kontrollierte Tempo und Ball, ließ jedoch zunächst mehrere Möglichkeiten liegen. Hajrulla schoss freistehend vorbei (54.), auf der Gegenseite setzte Zamzow einen Kopfball neben das Tor (56.). Die endgültige Entscheidung fiel in der 62. Minute nach einem Angriff in mehreren Wellen: Hajrulla scheiterte an Kühn, Wolf traf mit dem Abpraller die Unterkante der Latte, ehe Laurenz Dehl den zurückspringenden Ball aus 18 Metern zum 0:4 ins rechte Eck setzte.
Auch die zahlreichen Wechsel nahmen dem Erfurter Spiel kaum Schwung. Luckenwaldes beste Gelegenheit zum Ehrentreffer vereitelte Otto gegen Zamzow (75.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Mechak Quiala-Tito: Nach einem dynamischen Vorstoß von Til Linus Felßberg über rechts verwertete er dessen scharfe Hereingabe im Fünfmeterraum zum 0:5 (82.). Ein weiterer Treffer Dehls wurde wegen Abseits aberkannt. Erfurt unterstrich mit dem fünften Saisonsieg seine Spitzenstellung, während Luckenwalde nach einer kurzen Gegenwehr vor der Pause der Konsequenz und spielerischen Reife des Tabellenführers nichts mehr entgegensetzen konnte.
Zuschauer: 1128
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Stadion, Luckenwalde
Schiedsrichter: Johannes Schipke – Tim Haubenschild, Lars Albert
Tore: 0:1 (10.) Hajrulla; 0:2 (30.) Assibey-Mensah; 0:3 (35.) Fehler; 0:4 (61.) Dehl; 0:5 (82.) Quiala Tito
Mannschaftsaufstellungen:
FSV 63 Luckenwalde: Kühn, Collins, Pollasch (85. Dreihardt), Mätzke (85. Koplin), Seidel, Zamzow, Dahlke (64. Kaus), Hathaway (64. Neumann), Kühn, Heidrich (46. Jannene), Jacobi
FC Rot-Weiß Erfurt: Otto, Ikene, Assibey-Mensah (61. Forkel), Caciel (73. Schwarz), Hajrulla (73. Quiala Tito), Wolf (61. Felßberg), Fehler (61. Falcao), Walther, Boboy, Dehl, Adesida
Besondere Vorkommnisse: Keine Karten.
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Baars bestraft Chemies Fehlstart
1. FC Magdeburg II – BSG Chemie Leipzig 1:0 (1:0)
Die U23 des 1. FC Magdeburg hat ihre stabile Frühform bestätigt und die sportliche Krise der BSG Chemie Leipzig weiter verschärft. Magnus Baars entschied die weitgehend ausgeglichene Begegnung bereits in der 3. Minute. Obwohl FCM-Schlussmann Robert Kampa mehrfach gefordert wurde und die Gäste in der Schlussphase drängten, blieb Chemie auch im sechsten Saisonspiel offensiv zu harmlos. Marcel Bergmann verhinderte mit einem parierten Elfmeter eine höhere Niederlage.
Nach der obligatorischen Protestminute zur Aufstiegsreform suchten zunächst die Leipziger den Weg nach vorn, wurden jedoch mit dem ersten konsequent ausgespielten Angriff der Gastgeber überrumpelt. Do-young Yoon durchbrach auf der linken Seite die Chemie-Defensive und legte quer auf Baars, der aus kurzer Entfernung zum 1:0 einschob (3.). Erneut hatte die Leutzscher Hintermannschaft dem Gegner mit zu wenig Widerstand den Weg zum Tor geöffnet.
Chemie reagierte engagiert. Willi Reincke prüfte Kampa aus der Distanz (10.), ehe ein gefährlicher Eckball nach einem Freistoß ohne Abnehmer durch den Magdeburger Strafraum flog (15.). Eine Minute später zwang Elias Kratzer den FCM-Torwart zu einer starken Parade. Die Gäste liefen höher an und versuchten, Magdeburg früh im Aufbau zu stören, doch die Gastgeber lösten sich wiederholt aus dem Pressing und schalteten zielstrebig um.
Nach einer ruhigeren Phase erhöhte der FCM vor der Pause noch einmal die Schlagzahl. Bergmann parierte einen Distanzschuss von Yoon (32.), Baars vergab nach einem schnellen Gegenstoß aus kurzer Entfernung (38.). Anschließend setzte Tarek Chahed einen Kopfball knapp vorbei (39.), Chung-hyun Lee brachte eine weitere Hereingabe von Baars nicht auf das Tor (44.). Beinahe hätte sich die Nachlässigkeit gerächt: Philipp Kühn nutzte einen Magdeburger Fehler im Aufbau, behauptete sich gegen mehrere Gegenspieler und schob den Ball nur knapp am Gehäuse vorbei (45.).
Unmittelbar nach Wiederbeginn bot sich Magdeburg die große Gelegenheit zur Vorentscheidung. Kevin Manthey trat zum Strafstoß an, doch Bergmann ahnte die Ecke und lenkte den Ball an den Pfosten (49.). Der FCM setzte nach und brachte Chemies Defensive mit mehreren Hereingaben unter Druck, verpasste aber den zweiten Treffer.
Danach verschob sich das Momentum zugunsten der Gäste. Kratzers abgefälschter Distanzschuss brachte lediglich einen Eckball ein (55.), auch ein gefährlicher Freistoß von David Pfeil blieb ohne Ertrag (63.). Chemie hatte nun mehr Spielanteile, fand gegen die kompakte Magdeburger Restverteidigung jedoch kaum Räume im Strafraum.
In der Schlussphase versuchten es Tyron Profis aus der Distanz (77.) und Kratzer aus elf Metern (87.), beide Abschlüsse verfehlten das Tor. Bei einer Ecke Pfeils fehlte schließlich nicht viel zu einem Magdeburger Eigentor (89.). Vor 2.010 Zuschauern brachte der FCM den knappen Vorsprung über die Zeit. Chemie betrieb viel Aufwand, blieb beim letzten Pass und im Abschluss aber erneut ohne die notwendige Präzision.
Zuschauer: 2010
Spielstätte: Avnet Arena, Magdeburg
Schiedsrichter: Chris Rauschenberg – Daniel Bartnitzki, Leon Maximilian Metz
Tore: 1:0 (3.) Baars
Mannschaftsaufstellungen:
1. FC Magdeburg II: Kampa, Dzogovic (62. Niklaus), Birk, Heber (46. Lemke), Chahed, Yoon (62. Korsch), Zajusch, Baars (62. Bräunling), Drews, Manthey, Lee (79. Widmann)
BSG Chemie Leipzig: Bergmann, Hollenbach (46. Hoops), Sanogo (46. Friedrich), Reincke (46. Silic), Pfeil, Aliji (73. Profis), Wendt, Kühn, Lisinski (65. Schulze), Jakobi, Kratzer
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Manthey (1. FC Magdeburg II) – Jakobi (BSG Chemie Leipzig).
--- 6. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---
Bölke löst den Knoten, Mattmüller sorgt für Klarheit
BFC Dynamo – BFC Preussen 2:0 (1:0)
Der BFC Dynamo hat das Berliner Stadtduell gegen den BFC Preussen verdient mit 2:0 gewonnen und seine Heimstärke erneut unter Beweis gestellt. Gegen einen lange tief und kompakt verteidigenden Aufsteiger benötigte die Mannschaft von Trainer Sven Körner Geduld, ehe Ludwig Bölke kurz vor der Pause den Bann brach. Levin Mattmüller erhöhte unmittelbar nach Wiederbeginn, während Torwart Paul Hainke in den wenigen kritischen Situationen den dritten Saisonerfolg festhielt.
Dynamo übernahm von Beginn an die Initiative, fand gegen den eng gestaffelten Preussen-Block aber zunächst nur selten einen Weg in den Strafraum. Die Gäste zogen sich mit nahezu allen Feldspielern hinter den Ball zurück, verdichteten das Zentrum und zwangen den BFC zu Angriffen über die Außenbahnen. Nach einer Balleroberung Mattmüllers spielte Joey Breitfeld aus aussichtsreicher Position noch einmal quer, doch die Preussen-Abwehr klärte im letzten Moment (14.). Eine Minute später köpfte Dren Feka Miftaraj einen Eckball Breitfelds direkt auf Torwart Malte Palmowski.
Zwar besaß Dynamo leichte Feldvorteile, das Angriffsspiel blieb jedoch über längere Zeit zu statisch. Preussen verschob diszipliniert und hielt die Räume vor dem eigenen Strafraum geschlossen. Erst in der 38. Minute gelang es den Gastgebern, den Abwehrriegel mit Tempo und direktem Kombinationsspiel zu überwinden. Über Breitfeld lief der Angriff ins Zentrum, wo der Ball schließlich Bölke erreichte. Der Angreifer blieb vor Palmowski ruhig und vollendete zum 1:0.
Dynamo setzte sofort nach. Eine Flanke von Oliver Oellers fand in der 41. Minute den Kopf von Rufat Dadashov, dessen Versuch knapp über die Latte strich. Kurz vor dem Pausenpfiff meldeten sich auch die Gäste erstmals gefährlicher an: Einen Freistoß von Justin Fontein entschärfte Hainke trotz eines vor ihm einlaufenden Gegenspielers sicher (45.).
Der zweite Durchgang begann für Preussen denkbar ungünstig. Nach einer Dynamo-Ecke wurde der Ball am zweiten Pfosten zurück in die Mitte geköpft, wo Mattmüller aus kurzer Entfernung zum 2:0 einnickte (47.). Mit dem zweiten Treffer öffnete sich die Begegnung. Preussen musste seine defensive Grundordnung lockern, während Dynamo nun mehr Räume für sein Umschaltspiel erhielt.
Dennoch bot sich den Gästen die Möglichkeit zum Anschluss. Hainke korrigierte in der 57. Minute einen eigenen Wackler mit einer starken Parade. Noch näher kam Nikolas Frank dem 1:2, dessen Abschluss knapp rechts am Tor vorbeiging (67.). Dynamo reagierte, erhöhte wieder das Tempo und erspielte sich mehrere Gelegenheiten. Palmowski lenkte einen gefühlvollen Versuch von Maximilian Windsheimer zur Ecke (76.), in der Nachspielzeit setzte Simon Fritzsche den Ball knapp neben das Tor.
Vor 1.681 Zuschauern brachte Dynamo den Vorsprung insgesamt souverän über die Zeit. Auch gegen die späte Preussen-Offensive blieb Hainke aufmerksam und bewahrte seine Mannschaft vor einem Gegentreffer. Der BFC weist damit nach drei Heimspielen sieben Punkte und eine Torbilanz von 4:0 auf. Preussen verteidigte lange leidenschaftlich, entwickelte im eigenen Ballbesitz aber zu wenig Durchschlagskraft, um den abgeklärten Gastgeber ernsthaft ins Wanken zu bringen.
Zuschauer: 1681
Spielstätte: Sportforum Stadion, Berlin
Schiedsrichter: Florian Strübing – Florian Lukawski, Andy Stolz
Tore: 1:0 (38.) Bölke; 2:0 (47.) Mattmüller
Mannschaftsaufstellungen:
BFC Dynamo: Hainke, Miftaraj, Mattmüller (90. Ceesay), Sadrifar, Dadashov (68. Fritzsche), Oellers, Breitfeld (80. Seven), Bölke (80. Ho), Windsheimer, Gunte, Günay (68. Liebelt)
BFC Preussen: Palmowski, Lessel, Vierling (78. Inderwisch), Fontein, Maric (53. Dikarev), Butkovic (53. Cramer), Adekunle (78. Berkemer), Wosz (66. Gramberg), Häusl, Frank, Meyer
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Dadashov, Mattmüller, Miftaraj (BFC Dynamo) – Maric, Wosz, Meyer, Cramer, Dikarev (BFC Preussen).
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Redaktion: Holger Elias (NOFV)
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