Regionalliga Nordost

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 4. Spieltag

FCM II - SVB 3:1 / HFC – CFC 0:0 / Jena – Erfurt 1:2 / Dynamo – FSV 0:0 / Aue – Preussen 2:1 / Lok - Hertha II 1:2 / Eintracht – Chemie 1:1 / FSV 63 – SVT 2:3 / GFC – VSG 1:3

Am Dienstag (11.08.26) spielten: Der 1. FC Magdeburg II drehte gegen den SV Babelsberg 03 einen frühen Rückstand und gewann verdient mit 3:1. Theo Ogbidi brachte die Gäste bereits in der zweiten Minute in Führung, ehe Cornelius Bräunling und Stefan Korsch die Partie zugunsten der spielstärkeren Gastgeber wendeten. Kevin Manthey entschied die Begegnung in der Schlussphase nach einem schnellen Konter.

Die Begegnungen vom Sonntag (09.08.26) in der Übersicht: Der Hallesche FC trotzte Tabellenführer Chemnitzer FC ein 0:0 ab und blieb damit auch im vierten Saisonspiel ungeschlagen. Max Kulke vergab früh einen Strafstoß, auf der Gegenseite scheiterten Ken Tchouangue am Pfosten sowie Dennis Slamar und Ron Berlinski an Luca Bendel. In der Nachspielzeit rettete Burim Halili für Halle auf der Torlinie und besiegelte den ersten Chemnitzer Punktverlust. - Rot-Weiß Erfurt drehte das Thüringenderby beim FC Carl Zeiss Jena und gewann durch Treffer von Hinata Gonda und Romario Hajrulla mit 2:1. Kevin Lankford hatte den zunächst stärkeren FCC in Führung gebracht, ehe die Gäste bereits vor der Pause die Initiative übernahmen. In der Schlussphase sicherte der für den verletzten Lorenz Otto eingewechselte Lukas Rodtnick den Erfurter Erfolg mit einer Glanzparade gegen Elias Löder. - Der BFC Dynamo kam trotz deutlicher Überlegenheit nach der Pause gegen den FSV Zwickau nicht über ein 0:0 hinaus. Gästetorhüter Benjamin Hiemann parierte mehrfach stark, zudem traf Jamal Rogero mit einem Kopfball nur den Pfosten. Zwickau überzeugte zunächst mit mutigem Pressing und rettete den Punkt anschließend mit leidenschaftlicher Defensivarbeit. - Erzgebirge Aue setzte sich gegen den BFC Preussen dank eines späten Kopfballtores von Willi Kamm mit 2:1 durch. Simon Skarlatidis hatte den überlegenen Drittliga-Absteiger sehenswert in Führung gebracht, ehe der eingewechselte Oluwaseunnla Eni-Owo Adekunle für die Berliner ausglich. Eine Flanke des Jokers Kilian Lihsek verwertete Kamm in der 80. Minute zum dritten Auer Saisonsieg.

Die Spiele vom Samstag (08.08.26): Hertha BSC II feierte beim 1. FC Lokomotive Leipzig mit einem 2:1 den ersten Saisonerfolg. Liam Kannewurf und Sebastian Weiland schossen die Berliner nach der Pause innerhalb von fünf Minuten mit 2:0 in Führung, ehe Ayodele Adetula verkürzte. Lok drängte anschließend auf den Ausgleich, scheiterte aber am starken Hertha-Torhüter Dennis Heide und an der eigenen mangelnden Präzision. - Die BSG Chemie Leipzig erkämpfte beim RSV Eintracht 1949 trotz eines frühen Platzverweises gegen Marc Enke ein 1:1 und damit den ersten Saisonpunkt. Philipp Wendt brachte die Gäste mit einem sehenswerten Freistoß in Führung, Nathanael Kukanda glich kurz nach der Pause aus. Der RSV drängte anschließend auf den Sieg, kam aber über einen Pfostentreffer von Jupolli nicht hinaus. - Tasmania Berlin gewann beim FSV 63 Luckenwalde durch einen Treffer in der 89. Minute mit 3:2 und holte damit die ersten Saisonpunkte. Berko und Çakmak sorgten für eine 2:0-Führung, die Schneider und Pilger ausglichen. Der FSV wurde für seine Aufholjagd nicht belohnt, weil die Berliner kurz vor Schluss noch einmal zuschlugen.

Die Auftaktbegegnung am Freitag (07.08.26): Der Greifswalder FC unterlag der VSG Altglienicke trotz einer engagierten zweiten Halbzeit mit 1:3. Kroll-Thiel glich Nietfelds Elfmetertor aus, doch Hartl brachte die Berliner noch vor der Pause erneut in Führung. Nietfeld entschied die Begegnung in der 86. Minute mit seinem zweiten Treffer.

 

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Korschs Kunstschuss bringt Magdeburg auf Siegkurs

1. FC Magdeburg II – SV Babelsberg 03 3:1 (1:1)

Die U 23 des 1. FC Magdeburg hat sich im Nachholspiel des 4. Spieltags von einem frühen Rückstand nicht beirren lassen und den SV Babelsberg 03 verdient mit 3:1 bezwungen. Theo Ogbidi schockte seinen früheren Verein in der zweiten Minute. Cornelius Bräunling, Stefan Korsch und Kevin Manthey drehten anschließend eine Begegnung, in der die Gastgeber zunehmend das Kommando übernahmen.

Vor 1049 Zuschauern in der Avnet Arena benötigten die Gäste nur ihren ersten Angriff zur Führung. Nach einem Doppelpass erhielt Gordon Büch links freien Raum und bediente Ogbidi, der die flache Hereingabe zum 0:1 verwertete (2.). Magdeburg antwortete umgehend: Nach einer Ecke kam Jeremie Niklaus zum Abschluss, der abgefälschte Ball prallte an den Außenpfosten (4.).

Die Mannschaft von Ronny Thielemann kontrollierte danach zwar das Geschehen, leistete sich im Aufbau aber zu viele Ungenauigkeiten. Babelsberg lauerte aus kompakter Ordnung auf Umschaltmomente und hätte erhöhen können. Ogbidi trieb den Ball aus der eigenen Hälfte nach vorn und setzte Amadeus Ebel ein, dessen freien Abschluss Noah Kruth stark parierte (27.).

Danach nahm der Magdeburger Druck deutlich zu. Chunghyun Lee umkurvte bei einem Konter den weit herausgeeilten Max Babke, legte sich den Ball jedoch zu weit vor (31.). Auch Manthey und Adrian Drews bestraften weitere riskante Ausflüge des Torhüters nicht. Vier Minuten vor der Pause fiel der verdiente Ausgleich: Bräunling nahm den Ball am Strafraum an, drehte auf und traf aus halblinker Position flach ins lange Eck (41.).

Magdeburg kam druckvoll aus der Kabine. Babke parierte zunächst gegen Lee (47.), war zwei Minuten später aber machtlos: Kapitän Korsch zirkelte einen Freistoß aus rund 21 Metern über die Mauer in den rechten Winkel (49.). Manthey verpasste nach Bräunlings Querpass das schnelle 3:1 (51.). Babelsberg fand offensiv lange keine Antwort und erhöhte erst in der Schlussphase wieder das Risiko.

In diese Phase hinein entschied der FCM die Partie mit einem mustergültigen Konter. Der eingewechselte Osayuki Ogieriakhi eroberte am eigenen Strafraum den Ball, trieb ihn nach vorn und spielte zu Manthey. Der Angreifer profitierte von einer Abfälschung, umkurvte Babke und schob zum 3:1 ein (80.). Die letzte Doppelchance der Gäste vereitelte Kruth gegen Charles Herrmann, ehe Mingi Kang den Nachschuss vorbeisetzte (88.).

Magdeburg II feierte damit seinen zweiten Saisonsieg. Babelsberg besaß nach dem Blitzstart die Möglichkeit zum 2:0, verlor danach jedoch den Zugriff und fand gegen das Tempo sowie die größere spielerische Klarheit der Gastgeber keine dauerhafte Antwort.

Zuschauer: 1049
Spielstätte: Avnet Arena, Magdeburg
Schiedsrichter: Johannes Drößler – Marko Wartmann, Jason Poser

Tore: 0:1 (2.) Ogbidi; 1:1 (41.) Bräunling; 2:1 (49.) Korsch; 3:1 (80.) Manthey

Mannschaftsaufstellungen:

1. FC Magdeburg II: Kruth, Lemke, Birk, Korsch (90.+1 Meier), Niklaus, Zajusch, Bräunling (75. Ogieriakhi), Beimborn, Drews (75. Probst), Manthey (83. Elsner), Lee (90.+1 Frohberg)

SV Babelsberg 03: Babke, Kalckreuth, Wegener, Lämmel (80. Perovic), Okpalaike (35. Herrmann), Ebel (63. Meier), Hasse (63. Gollnack), Kang, Ogbidi, Büch (80. Salaske), von Piechowski

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Lemke, Drews, Birk (1. FC Magdeburg II) – Herrmann (SV Babelsberg 03)

 

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Chancen auf beiden Seiten, Tore auf keiner

Hallescher FC – Chemnitzer FC 0:0 (0:0)

Der Hallesche FC hat dem Chemnitzer FC die ersten Punktverluste der Saison beigebracht. In einer intensiven, unter hochsommerlichen Bedingungen ausgetragenen Begegnung besaßen beide Mannschaften genügend Möglichkeiten zum Sieg. Halle vergab früh einen Strafstoß, während der CFC nach seiner Leistungssteigerung gleich zweimal am Aluminium sowie in der Nachspielzeit am aufmerksamen Burim Halili scheiterte.

Vor 6962 Zuschauern im Leuna-Chemie-Stadion entwickelte sich vom Anpfiff weg eine offene Partie. Den ersten gefährlichen Umschaltmoment setzte Chemnitz über Domenico Alberico, der nach einem Kontakt mit Luca Bendel zu Boden ging, den Zweikampf allerdings selbst zu früh aufgab (5.). Anschließend übernahm der HFC die Initiative. Fabrice Hartmann dribbelte sich durch vier Gegenspieler, scheiterte aus kurzer Distanz aber an David Richter (11.).

Nur eine Minute später bot sich Halle die noch größere Gelegenheit: Nach einem Fehlpass von Jan Löhmannsröben brachte Andreas Geipl Bocar Baro im Strafraum zu Fall. Max Kulke trat an, schob den Ball jedoch an den linken Pfosten (12.). Die Gastgeber blieben zunächst druckvoll, konnten aus mehreren Standards und den Freiräumen in der Chemnitzer Defensive aber kein Kapital schlagen.

Nach der ersten Trinkpause bei 34 Grad kippte die Begegnung. Der CFC schob seine Linien höher, setzte Halle am eigenen Strafraum fest und kam über den auffälligen Alberico wiederholt zu Abschlüssen. In der 33. Minute blockte die HFC-Abwehr innerhalb weniger Sekunden Versuche von Alberico, Tom Baumgart und Geipl. Kurz darauf traf Ken Tchouangue mit einem Distanzschuss den Pfosten (37.). Halle verlor zunehmend die Kontrolle, hätte kurz vor der Pause aber beinahe einen Konter vollendet: Hartmanns Chip aus spitzem Winkel entschärfte Richter (42.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung umkämpft. CFC-Trainer Benjamin Duda brachte nach 58 Minuten Ron Berlinski und David Vogt – und Berlinski hätte mit seinem ersten Ballkontakt beinahe getroffen. Nach einem langen Zuspiel hob der Angreifer die Kugel über den herausstürzenden Bendel, verfehlte jedoch das leere Tor (60.). Drei Minuten später verhinderte Halles Schlussmann gegen Dennis Slamars Kopfball mit einer starken Parade den Rückstand. Im direkten Gegenzug scheiterte Baro aus kurzer Distanz an Richter (65.).

Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei beiden Teams die Kräfte, Zweikämpfe und Unterbrechungen prägten nun das Geschehen. Chemnitz blieb über Maurizio Grimaldi auf den Außenbahnen gefährlich, fand für dessen scharfe Hereingaben jedoch keinen Abnehmer. Als sich beide Seiten bereits mit dem Remis arrangiert zu haben schienen, erhielt der Spitzenreiter noch seine größte Gelegenheit: Maximilian Fesser setzte sich im Alleingang durch und spielte an Bendel vorbei, doch Halili warf sich vor der Torlinie in den Abschluss und rettete gegen Berlinski (90.+1). Geipls Distanzversuch flog anschließend knapp über die Latte.

So blieb Halle auch im vierten Saisonspiel ungeschlagen, musste sich angesichts des vergebenen Elfmeters aber mit einem Punkt begnügen. Chemnitz verteidigte zwar die Tabellenführung, ließ nach drei Siegen jedoch erstmals Zähler liegen.

Zuschauer: 6962
Spielstätte:
LEUNA-CHEMIE-STADION, Halle (Saale)
Schiedsrichter:
Christoph Beblik – Julius Hanft, Jette Wolf

Tore: keine

Mannschaftsaufstellungen:

Hallescher FC: Bendel, Halili, Baro (78. Stobbe), Hartmann (65. Ehrlich), Stierlin, Kulke (90.+2 Becker), Hauptmann, Ratifo, Landgraf, Langhammer, Damelang (90.+2 Berger)

Chemnitzer FC: Richter, Löhmannsröben, Geipl, Stockinger (58. Vogt), Alberico (58. Fesser), Marx (58. Berlinski), Tchouangue, Slamar, Grimaldi (84. Pistol), Eppendorfer, Baumgart (90.+4 Gröger)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Halili (Hallescher FC) – Tchouangue, Stockinger, Marx, Baumgart (Chemnitzer FC)

 

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Gonda und Hajrulla stürmen das Paradies

Hajrulla dreht für Rot-Weiß das Spiel in Jena. Erfurt zeigte sich in der zweiten Hälfte entschlossener und gewinnt verdient das Thüringenderby. Foto: Holger Elias

FC Carl Zeiss Jena – FC Rot-Weiß Erfurt 1:2 (1:0)

Rot-Weiß Erfurt hat das Thüringenderby beim FC Carl Zeiss Jena gedreht und den ersten Ligaerfolg im Paradies seit 2011 gefeiert. Kevin Lankford brachte die zunächst zielstrebigeren Gastgeber in Führung, doch Hinata Gonda und der eingewechselte Romario Hajrulla wendeten die Partie nach der Pause. In einer turbulenten Schlussphase rettete Erfurts Ersatztorhüter Lukas Rodtnick den Sieg.

Vor 12.141 Zuschauern entwickelte sich bei hohen Temperaturen sofort eine temporeiche Begegnung. Jena fand schneller zu geordneten Ballbesitzphasen und suchte über die Außen konsequent die Tiefe. Timon Burmeister setzte den ersten Abschluss knapp vorbei (7.), ehe Luca Wollschläger eine scharfe Hereingabe des Rechtsverteidigers nur knapp verfehlte (13.). Erfurt setzte vor allem über den agilen Kofi Assibey-Mensah Akzente, kam zunächst aber kaum hinter die Jenaer Abwehrkette.

Nach einer knappen halben Stunde verdichteten sich die Ereignisse. Erst verhinderte RWE-Torhüter Lorenz Otto gegen Wollschläger die Führung (29.), dann musste Erfurts verletzter Kapitän Maxime Awoudja ausgewechselt werden. Wenig später schlug Jena zu: Sören Reddemann spielte lang auf Elias Löder, dessen Kopfballablage Lankford im Zentrum erreichte. Der Offensivspieler hatte sich geschickt gelöst und vollendete zum 1:0 (32.).

Der Treffer verlieh dem FCC zunächst zusätzliche Sicherheit, doch gegen Ende der ersten Hälfte verlor die Mannschaft von Marco Grote zunehmend die Kontrolle. Gonda scheiterte nach Dehls Zuspiel am glänzend reagierenden Marius Liesegang (45.+3). Sekunden später wehrte Jenas Schlussmann in einer unübersichtlichen Szene zwei weitere Abschlüsse ab, Talabidi klärte zusätzlich in höchster Not.

Erfurts Trainer Fabian Gerber brachte zur Pause Hajrulla für Artan Dreca – und seine Mannschaft setzte den Aufwärtstrend fort. Nach einem geblockten Schuss von Assibey-Mensah gelangte der Ball über Dehl zu Gonda, der sich im Strafraum drehte und flach ins linke Eck zum verdienten 1:1 traf (50.). Jena reagierte mit den Einwechslungen von Manassé Eshele und Erik Munser, fand aber nur kurzzeitig wieder in die Offensive. Einen direkt auf das kurze Eck gezogenen Freistoß Lankfords parierte Otto, ehe Fritz beim Nachsetzen gegen den Pfosten prallte (59.).

Für Otto endete die Partie wenig später schmerzhaft. Beim Herauslaufen rettete er vor Eshele, wurde dabei jedoch getroffen und musste vom Feld getragen werden. Rodtnick übernahm im Erfurter Tor. In der 75. Minute vollendete Hajrulla die Wende: Nach einer Ecke von Caniggia Elva Fehler setzte er sich gegen Sören Reddemann durch und köpfte zum 1:2 ein.

Jena warf nun alles nach vorn. Löder hob den Ball zunächst knapp neben das Tor (81.) und scheiterte in der 90. Minute aus elf Metern am glänzend reagierenden Rodtnick. Auch drei aufeinanderfolgende Ecken in der Nachspielzeit brachten keinen Ausgleich. Erfurt verdiente sich den Derbysieg durch seine Steigerung ab der Schlussphase der ersten Hälfte und große Widerstandskraft; Jena blieb für seinen nachlassenden Zugriff und die vergebenen späten Chancen ohne Lohn.

Zuschauer: 12.141
Spielstätte: Ernst-Abbe-Sportfeld, Jena
Schiedsrichter: Pascal Wien – Kai Kaltwaßer, Johannes Schipke
Vierter Offizieller: Johannes Drößler

Tore: 1:0 (31.) Lankford; 1:1 (50.) Gonda; 1:2 (75.) Hajrulla

Mannschaftsaufstellungen: FC Carl Zeiss Jena: Liesegang, Reddemann, Lankford (79. Teuber), Ajvazi (79. Aghatise), Wollschläger (56. Eshele), Talabidi, Löder, Fritz, Boog (56. Munser), Butzen (87. Hoppe), Burmeister; FC Rot-Weiß Erfurt: Otto (69. Rodtnick), Ikene, Awoudja (31. Adesida), Assibey-Mensah, Caciel, Wolf (69. Fehler), Dreca (46. Hajrulla), Walther, Boboy, Dehl, Gonda (69. Forkel)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Ajvazi, Lankford, Eshele (FC Carl Zeiss Jena) – Gonda, Boboy, Walther, Hajrulla (FC Rot-Weiß Erfurt)

 

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Rogero verzweifelt an Hiemann und am Pfosten

BFC Dynamo – FSV Zwickau 0:0 (0:0)

Der BFC Dynamo hat trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause den zweiten Saisonsieg verpasst. Gegen einen zunächst mutig auftretenden FSV Zwickau erarbeiteten sich die Berliner mit zunehmender Spieldauer ein klares Übergewicht, scheiterten jedoch mehrfach am starken Torhüter Benjamin Hiemann und einmal am Pfosten. Die Westsachsen belohnten sich damit für ihren leidenschaftlichen Abwehrkampf, während der BFC seiner mangelnden Chancenverwertung nachtrauern musste.

Zwickau zeigte vom Anpfiff weg ein anderes Gesicht als bei der 1:3-Niederlage in Chemnitz. Bereits nach wenigen Sekunden zwang Daniel Haubner BFC-Schlussmann Leon Hainke aus spitzem Winkel zur ersten Parade (2.). Die Gäste liefen früh an, suchten nach Ballgewinnen zielstrebig den Weg in die Tiefe und waren in den Zweikämpfen präsent. Lennert Möbius prüfte Hainke von der Strafraumkante (12.), während Dynamo zunächst nur durch einen Abschluss von Joey Bölke gefährlich wurde (9.).

Nach der ersten Trinkpause verschoben sich die Kräfteverhältnisse. Der BFC fand nun besser in seine Positionsstruktur, verlagerte das Geschehen zunehmend in die Zwickauer Hälfte und kam über die Außenbahnen häufiger hinter die gegnerische Abwehr. Jamal Rogero setzte einen Schuss aus halbrechter Position knapp am langen Pfosten vorbei (22.). Überschattet wurde die Berliner Druckphase von der Schulterverletzung Alexander Guntes, der nach einem Stoß von Philipp Harant nicht weiterspielen konnte und durch Leon Liebelt ersetzt werden musste (30.).

Bis zur Pause verdichtete Zwickau die Räume vor dem eigenen Strafraum, ließ aber dennoch Möglichkeiten zu. Julian Fritzsche verpasste zunächst eine hohe Hereingabe, ehe Hiemann seinen Schuss von der Strafraumgrenze über die Latte lenkte (39.). Der torlose Zwischenstand schmeichelte den Gästen zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht, weil sie in der Anfangsphase selbst genügend offensive Akzente gesetzt hatten.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Begegnung immer mehr zu einem Berliner Anrennen. Fritzsche zwang Hiemann unmittelbar nach Wiederbeginn zu einer glänzenden Parade (46.). Auf der Gegenseite fehlten Harant nach einer scharfen Hereingabe von Josua von Baer nur wenige Zentimeter zur Führung (50.) – es blieb Zwickaus letzte wirklich gefährliche Offensivaktion.

Danach rückte Rogero in den Mittelpunkt. Erst legte er von der Grundlinie für den freistehenden Paul Windsheimer zurück, der den Ball nicht kontrollieren konnte (54.). Anschließend scheiterte der Angreifer zweimal per Kopf aus kurzer Distanz an Hiemann (55., 61.). Die größte Gelegenheit folgte nach einer Ecke: Rogero stieg erneut am höchsten, setzte seinen Kopfball diesmal jedoch an den rechten Pfosten (64.).

BFC-Trainer Dirk Kunert verstärkte mit dem eingewechselten Rufat Dadashov noch einmal die Offensive. Zwickau zog sich nun fast vollständig an den eigenen Strafraum zurück, verteidigte die zahlreichen Flanken aber mit hoher Konzentration. In der Nachspielzeit wurde es dennoch brenzlig: Bölkes Hereingabe senkte sich gefährlich auf das Tor, doch Hiemann lenkte den Ball mit den Fingerspitzen ab und irritierte damit den einschussbereiten Dadashov entscheidend (90.+2).

So blieb dem BFC trotz klarer Vorteile in der zweiten Hälfte nur ein Punkt. Zwickau überzeugte zunächst mit mutigem Pressing und später mit Widerstandskraft, benötigte aber auch einen herausragenden Hiemann und das nötige Aluminiumglück.

Zuschauer: 1795
Spielstätte: Sportforum Stadion, Berlin
Schiedsrichter: Christoph Dallmann – Sirko Müke, Ole Donner

Tore: keine

Mannschaftsaufstellungen:

BFC Dynamo: Hainke, Miftaraj, Mattmüller, Sadrifar (82. Noack), Fritzsche (70. Dadashov), Mantatu Rogero (82. Balde), Oellers, Breitfeld, Bölke, Windsheimer (82. Savicevic), Gunte (29. Liebelt)

FSV Zwickau: Hiemann, Moritz, von Baer (63. Fobassam Nawe), Möbius (70. Besong), Breitenbücher (82. Riesen), Startsev, Sengersdorf, Ziemer, Harant (82. Sezer), Seidel (70. Hannemann), Haubner

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Mantatu Rogero (BFC Dynamo) – Möbius, Haubner, Sezer (FSV Zwickau)

 

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Joker Kamm köpft Aue spät zum Heimsieg

FC Erzgebirge Aue – BFC Preussen 2:1 (1:0)

Der FC Erzgebirge Aue bleibt in der Regionalliga Nordost ungeschlagen. Gegen einen defensiv widerstandsfähigen BFC Preussen benötigte der Drittliga-Absteiger allerdings Geduld und zwei Einwechselspieler: Nachdem Oluwaseunnla Eni-Owo Adekunle die sehenswerte Führung von Simon Skarlatidis ausgeglichen hatte, köpfte Willi Kamm die Veilchen in der Schlussphase zum verdienten 2:1-Erfolg.

Vor 7581 Zuschauern im Erzgebirgsstadion übernahm Aue sofort die Spielkontrolle. Die Berliner zogen sich in eine kompakte Ordnung zurück, versuchten sich nach Ballgewinnen aber spielerisch aus dem Pressing zu lösen. Die erste Großchance besaßen die Gastgeber: Nach einem Freistoß köpfte Startelfdebütant Finn Heidrich am zweiten Pfosten auf das Tor, doch Keeper Paul Palmowski parierte stark (13.).

Sechs Minuten später offenbarte die Auer Restverteidigung ihre Anfälligkeit. Preussen kam aus kurzer Distanz gleich zweimal zum Abschluss, scheiterte jedoch jeweils am glänzend reagierenden Tom Uhlig (19.). Die Doppelparade erwies sich als umso wertvoller, weil Aue anschließend seine Feldüberlegenheit in die Führung ummünzte. Skarlatidis traf aus 16 Metern technisch anspruchsvoll und präzise zum 1:0 (26.).

Der Favorit kontrollierte danach Ball und Gegner, blieb im letzten Drittel jedoch nicht immer sauber. Die Gäste verteidigten ihren Strafraum entschlossen und deuteten durch Joscha Wosz an, dass sie bei schnellen Gegenstößen gefährlich bleiben konnten. In der Schlussphase der ersten Hälfte schnürte Aue die Berliner zwar zeitweise ein, fand trotz mehrerer Eckbälle aber keinen Weg zum zweiten Treffer.

Nach dem Seitenwechsel ließ die Mannschaft von Trainer Jens Härtel zunächst die letzte Konsequenz vermissen. Ein direkter Freistoß von Rico Lessel flog über das Auer Tor (53.), ehe Omar Sijarić Bär und Erik Majetschak Maciejewski auf der Gegenseite mit ihren Abschlüssen an Berliner Abwehrbeinen hängen blieben. Preussen-Trainer Thomas Häßler bewies schließlich mit seinen Wechseln ein glückliches Händchen: Der kurz zuvor eingewechselte Adekunle behauptete sich in einer unübersichtlichen Strafraumszene und schob den Ball zum überraschenden 1:1 ins lange Eck (67.).

Aue benötigte einige Minuten, um nach dem Rückschlag wieder in den Rhythmus zu kommen. Härtel erhöhte mit Louis Pauling und Kamm noch einmal die offensive Präsenz. Die Maßnahme zahlte sich aus: Der ebenfalls eingewechselte Kilian Lihsek flankte gefühlvoll an den zweiten Pfosten, wo Kamm mit Wucht heranrauschte und zur erneuten Führung einköpfte (80.).

In einer hektischen Schlussphase hätte Aue die Entscheidung nachlegen können, musste aber auch noch einmal zittern. Erst ließ Palmowski einen Schuss von Pauling prallen, dann verfehlte ein zu kurzer Rückpass von Felix Wagner das verwaiste Auer Tor nur um Millimeter (88.). In der Schlussminute köpfte Til Kühn knapp über die Latte. So brachte Aue den dritten Saisonsieg über die Zeit. Preussen verlangte dem Favoriten viel ab, blieb für seinen couragierten Auftritt aber ohne Ertrag.

Zuschauer: 7581
Spielstätte: Eins Erzgebirgsstadion, Aue
Schiedsrichter: Chris Rauschenberg – Nils Schröter, Paul Baudis

Tore: 1:0 (26.) Skarlatidis; 1:1 (67.) Adekunle; 2:1 (80.) Kamm

Mannschaftsaufstellungen: FC Erzgebirge Aue: Uhlig, Angleberger (88. Prosche), Heidrich (65. Ramadan), Queißer (74. Pauling), Wagner, Bär, Kapp, Burghardt, Maciejewski (74. Kamm), Kokovas, Skarlatidis (65. Lihsek); BFC Preussen: Palmowski, Lessel, Vierling (88. Cramer), Fontein, Maric (59. Adekunle), Covic (71. Kühn), Dikarev, Wosz (59. Butkovic), Häusl, Frank (71. Inderwisch), Meyer

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Burghardt, Kamm (FC Erzgebirge Aue) – Wosz, Meyer, Adekunle, Inderwisch (BFC Preussen)

 

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Kannewurf und Weiland bestrafen Loks Nachlässigkeit

Weiland darf links durchlaufen und bedankt sich mit dem zweiten Tor für die Hertha. Die Lok-Abwehr wirkte ziemlich indisponiert. Foto: Holger Elias

1. FC Lokomotive Leipzig – Hertha BSC II 1:2 (0:0)

Hertha BSC II hat beim amtierenden Regionalliga-Meister für eine Überraschung gesorgt und seine ersten Saisonpunkte eingefahren. Nach einer torlosen ersten Hälfte bestraften Liam Kannewurf und Sebastian Weiland die Leipziger Nachlässigkeiten mit einem Doppelschlag. Ayodele Adetulas Anschlusstreffer leitete zwar eine druckvolle Schlussoffensive ein, doch Hertha-Torwart Dennis Heide hielt den Berliner Erfolg fest.

Lok übernahm in Probstheida erwartungsgemäß die Initiative, fand gegen die kompakte und eng gestaffelte Gästeabwehr zunächst aber kaum Räume. Die Angriffe liefen häufig über die linke Seite und den beweglichen Fırat Öztürk, doch im letzten Drittel mangelte es an Präzision. Adetulas erster Abschluss stellte Heide nicht vor Probleme (18.).

Die erste große Gelegenheit gehörte sogar den Berlinern. Nach einer Hereingabe kam Kannewurf am langen Pfosten zur Direktabnahme, setzte den Ball aber knapp neben das Tor (25.). Danach erhöhte Lok die Schlagzahl. Öztürk scheiterte aus spitzem Winkel an Heide (28.), ehe seine flache Hereingabe Ricky Bornschein erreichte. Der Angreifer brachte den Ball aus kurzer Distanz jedoch nur an den linken Pfosten (29.). Wenig später ging Shalva Ogbaidze im Leipziger Strafraum zu Boden, Schiedsrichterin Miriam Schwermer ließ die Begegnung weiterlaufen (32.).

Die beste Leipziger Phase vor der Pause brachte einen weiteren Aluminiumtreffer: Adetula zirkelte einen Freistoß an den linken Pfosten (43.). Lok hatte damit zwar die besseren Möglichkeiten, war gegen diszipliniert verteidigende Berliner aber nicht zwingend genug.

Unmittelbar nach Wiederbeginn nahm die Partie Fahrt auf. Erst schlenzte Ndi den Ball am langen Pfosten vorbei, im Gegenzug jagte Čevis eine Eingabe von Maurice Schierack über die Latte (48.). Vier Minuten später nutzte Hertha die fehlende Leipziger Konsequenz: Kannewurf verpasste eine flache Hereingabe zunächst, behauptete sich im zweiten Versuch aber gegen zwei Gegenspieler und traf zum 0:1 (52.).

Noch ehe sich Lok gesammelt hatte, legten die Gäste nach. Weiland wurde auf der linken Seite nicht attackiert und zirkelte den Ball an Torhüter Niclas Naumann vorbei ins lange Eck (57.). Lok-Trainer Torsten Ziegner reagierte und brachte Djamal Ziane sowie Artur Mergel für Bornschein und Tobias Dombrowa.

Die Wechsel belebten das Angriffsspiel. Mergel legte überlegt auf Adetula ab, der aus halbrechter Position wuchtig ins kurze obere Eck traf (65.). Nun geriet Hertha zunehmend unter Druck. Ziane kam nach einer Flanke aus kurzer Distanz zum Kopfball, doch Heide verhinderte mit einer starken Parade den Ausgleich (69.).

Lok setzte sich anschließend in der Berliner Hälfte fest, blieb bei seinen zahlreichen Hereingaben jedoch zu ungenau. Ziane und Adetula konnten weitere Kopfbälle nicht entscheidend platzieren, während die Gäste mit leidenschaftlicher Strafraumverteidigung und gelegentlichem höherem Anlaufen für Entlastung sorgten. So brachte Hertha den knappen Vorsprung über die Zeit. Während die Berliner nach zwei deutlichen Niederlagen ein bemerkenswertes Ausrufezeichen setzten, ließ Lok nach sieben Punkten aus den ersten drei Begegnungen erstmals in dieser Saison alle drei Zähler liegen.

Zuschauer: 4056
Spielstätte: Bruno-Plache-Stadion Hauptfeld, Leipzig
Schiedsrichter: Miriam Schwermer – Stefan Lupp, Laurenz Werner

Tore: 0:1 (52.) Kannewurf; 0:2 (57.) Weiland; 1:2 (65.) Adetula

Mannschaftsaufstellungen:

1. FC Lokomotive Leipzig: Naumann, Wilton, Schierack, Abderrahmane (80. Vuc), Bornschein (57. Ziane), Adetula, Siebeck (25. Rühlemann), Čevis, Öztürk, Dombrowa (57. Mergel), Kusic (80. Böhm)

Hertha BSC II: Heide, Gruschwitz, Jensen, Ngwa, Kannewurf (73. Canpolat), Brekalo, Ogbaidze, Hildebrandt (88. Akoto), Ndi, Adetokunbo-Adeleye, Weiland

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Mergel (1. FC Lokomotive Leipzig) – Jensen, Ogbaidze (Hertha BSC II)

 

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Wendt trifft traumhaft, Jupolli nur den Pfosten

RSV Eintracht 1949 – BSG Chemie Leipzig 1:1 (0:1)

Die BSG Chemie Leipzig hat ihre Niederlagenserie gestoppt und beim RSV Eintracht 1949 den ersten Saisonpunkt erkämpft. Nach dem frühen Platzverweis gegen Marc Enke verteidigten die Leutzscher mehr als 70 Minuten in Unterzahl und gingen durch einen sehenswerten Freistoß von Philipp Wendt sogar in Führung. Nathanael Kukanda glich nach der Pause für die spielbestimmenden Gastgeber aus, die in der Schlussphase am Aluminium scheiterten.

Im Berliner Preußenstadion entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Die erste Großchance gehörte allerdings dem RSV: Nach Kasolas Hereingabe zog Herrmann aus zehn Metern volley ab, doch Chemie-Torwart Bergmann parierte mit dem Fuß (8.). Elf Minuten später gerieten die Gäste in eine schwierige Lage. Enke hielt den durchgebrochenen Kukanda am Trikot fest, Schiedsrichter Julius Hanft wertete das Vergehen als Notbremse und zeigte Rot.

Der anschließende Freistoß von Kim zwang Bergmann zu einer Faustabwehr, dennoch verstand es der RSV zunächst nicht, seine numerische Überlegenheit in zwingende Aktionen zu übersetzen. Chemie verdichtete die Räume vor dem eigenen Strafraum, verschob diszipliniert und hatte im Zentrum der Abwehr einen überragenden Wendt. Der Routinier blockte einen Abschluss von Kukanda, klärte mehrere gefährliche Zuspiele und verhinderte damit, dass die zunehmende Feldüberlegenheit des Aufsteigers auf der Anzeigetafel sichtbar wurde. Die beste Möglichkeit vergab Kukanda, der am linken Fünfmeterraumeck freistehend nur das Außennetz traf (32.).

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Wendt den Spielverlauf schließlich vollends auf den Kopf. Einen Freistoß aus rund 28 Metern zirkelte der Verteidiger mit viel Effet in den rechten Winkel (45.+2) – es war zugleich Chemies erster Treffer der Saison.

Nach dem Seitenwechsel zog sich die BSG noch weiter zurück, während der RSV den Druck erhöhte. Kukanda prüfte zunächst Bergmann am kurzen Eck (51.), ehe er wenig später doch zum Ausgleich traf: Eine Hereingabe gelangte über Umwege zum Angreifer, der den Ball aus zehn Metern wuchtig unter die Latte setzte (52.).

Anschließend ähnelte die Partie einem Belagerungszustand, dem es jedoch lange an Präzision fehlte. Smailović verzog aus dem Rückraum, Barazes Distanzschuss ließ Bergmann nur abprallen, doch Hasenberg stand beim Nachsetzen im Abseits. Chemie verteidigte leidenschaftlich, konnte selbst aber kaum noch Entlastung schaffen. In der 85. Minute lag der Siegtreffer für den RSV in der Luft, als sich Jupolli im Strafraum durchsetzte und mit links den rechten Pfosten traf. Auf der Gegenseite bot sich Wendt per Freistoß noch eine letzte Gelegenheit, sein Kunststück zu wiederholen, doch Güldner hielt den zentralen Abschluss.

So blieb es bei einem Remis, das sich für die Leipziger nach langer Unterzahl wie ein gewonnener Punkt anfühlen dürfte. Der RSV muss sich dagegen vorwerfen lassen, aus seiner Überlegenheit und dem hohen Druck nach der Pause zu wenig Kapital geschlagen zu haben.

Zuschauer: 963
Spielstätte: Preussen-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Julius Hanft – Kai Kaltwaßer, Johann Schwarz

Tore: 0:1 (45.+3) Wendt; 1:1 (52.) Kukanda

Mannschaftsaufstellungen:

RSV Eintracht 1949: Güldner, Herrmann (46. Capoano), Göth (46. Jupolli), Smailovic, Hasenberg, Fron, Kim, Chornenkyi (80. Belizario Ferreira), Bilbija, Kasola (58. Baraze Adam), Kukanda

BSG Chemie Leipzig: Bergmann, Enke, Pfeil, Aliji, Bulland (63. Hollenbach), Wendt, Hoffmann (69. Eyenga Lokilo), Sanin, Lisinski, Jakobi, Kratzer (46. Sodji; 78. Profis)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Chornenkyi (RSV Eintracht 1949) – Bergmann, Aliji, Sanin (BSG Chemie Leipzig); Rote Karte: Enke (BSG Chemie Leipzig, 21.)

 

--- 4. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Spätes 3:2 beendet Tasmanias Fehlstart

FSV 63 Luckenwalde – SV Tasmania Berlin 2:3 (1:2)

Der SV Tasmania Berlin hat im vierten Anlauf seine ersten Punkte nach dem Wiederaufstieg in die Regionalliga Nordost erkämpft. Die Berliner verspielten beim FSV 63 Luckenwalde zwar eine frühe Zwei-Tore-Führung, schlugen jedoch in der 89. Minute noch einmal zurück. Für die Gastgeber wurde eine energische Aufholjagd damit nicht belohnt.

Nach drei Niederlagen und 1:13 Toren stand Tasmania bereits erheblich unter Druck. Trainer Pardis Fardjad-Azad setzte im Werner-Seelenbinder-Stadion unter anderem auf die Erfahrung von Erich Berko und Tahsin Çakmak, während Luckenwalde nach dem 1:0-Erfolg bei der U 23 des 1. FC Magdeburg mit weitgehend unveränderter Formation antrat.

Die Anfangsphase verlief zunächst ohne zählbares Ergebnis, ehe die Berliner innerhalb von fünf Minuten zuschlugen. Berko, bereits beim 1:5 in Magdeburg erfolgreich, brachte den Aufsteiger in der 28. Minute mit seinem zweiten Saisontor in Führung. Luckenwalde hatte diesen Wirkungstreffer noch nicht verarbeitet, als Schiedsrichter Jens Klemm auf Strafstoß entschied. Çakmak behielt vom Punkt die Nerven und erhöhte auf 0:2 (33.).

Der FSV ließ die Begegnung jedoch nicht entgleiten. Nur drei Minuten später stellte Fabio Schneider mit dem Anschlusstreffer den Kontakt wieder her (36.). Das Tor veränderte die Statik der Partie: Luckenwalde ging mit neuem Mut in die Zweikämpfe, während Tasmania seine Führung nun stärker absichern musste. Bis zur Pause behaupteten die Gäste das 2:1, doch der zunächst komfortable Vorsprung war auf ein Tor zusammengeschmolzen.

Nach dem Seitenwechsel setzte die Mannschaft von Trainer Patrick Weiser ihre Aufholjagd fort. Felix Pilger, der bereits den Siegtreffer in Magdeburg erzielt hatte, traf in der 51. Minute zum 2:2. Innerhalb von 15 Spielminuten hatte Luckenwalde damit den Fehlstart in die Begegnung korrigiert. Das Momentum schien nun bei den Hausherren zu liegen, während Tasmania nach den defensiven Rückschlägen der ersten drei Spieltage erneut ein Spiel aus der Hand zu geben drohte.

Die Berliner hielten diesmal jedoch stand. Als sich beide Mannschaften bereits mit der Punkteteilung arrangieren zu müssen schienen, gelang Rintaro Yajima in der 89. Minute der entscheidende Treffer zum 3:2. An der Wirkung änderte diese statistische Leerstelle nichts: Nach drei Niederlagen feierte der Aufsteiger seinen ersten Saisonsieg und verließ das Tabellenende.

Luckenwalde dagegen versäumte es, die erfolgreiche englische Woche mit einem weiteren Dreier abzuschließen. Die Moral der Aufholjagd stimmte, doch zwei Gegentore binnen fünf Minuten und der späte Kontrollverlust kosteten mindestens einen Punkt. Am Freitag gastiert der FSV in Zwickau; Tasmania empfängt am 16. August den 1. FC Lok Leipzig.

Zuschauer: 626
Spielstätte: Werner-Seelenbinder-Stadion, Luckenwalde
Schiedsrichter: Jens Klemm – Oskar Lämpel, Benjamin Seidl

Tore: 1:0 (17.) Schneider; 1:1 (29.) Berko; 1:2 (32.) Cakmak (Strafstoß); 2:2 (47.) Pilger; 2:3 (86.) Yajima

Mannschaftsaufstellungen:

FSV 63 Luckenwalde: Kühn, Pollasch, Koplin (46. Will), Mätzke (77. Jannene), Seidel, Zamzow (48. Heidrich), Kaus (46. Hathaway), Dahlke, Pilger, Schneider (29. Jacobi), Kühn

SV Tasmania Berlin: Höftmann, Eder, Yajima, Yayla, Grigoriadis (67. Sambale), Cakmak (67. Beyazit), Mensah (61. Labbouz), Baca, Beyreuther, Berko (79. Danko), Wostrikow

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Seidel (FSV 63 Luckenwalde) – Grigoriadis, Wostrikow, Danko (SV Tasmania Berlin)

 

--- 4. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Nietfeld bestraft Greifswalds Chancenwucher

Der Ausgleich durch Kroll-Thiel in der 28. Minute machte dem Gastgeber noch einmal Hoffnung. Am Ende gewann die VSG in Greifswald aber deutlich mit 3:1. Foto: Holger Elias

Greifswalder FC – VSG Altglienicke 1:3 (1:2)

Der Greifswalder FC hat zum Abschluss der englischen Woche seine erste Saisonniederlage kassiert. Gegen die abgeklärte VSG Altglienicke fanden die Vorpommern zwar eine schnelle Antwort auf den Rückstand und drängten nach der Pause lange auf den Ausgleich, blieben vor 1.836 Zuschauern jedoch ohne Ertrag. Jonas Nietfeld traf doppelt für die Berliner, die mit dem ersten Sieg der Saison ihre Ambitionen unterstrichen.

Im Volksstadion begegneten sich beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe. Greifswald suchte über Kay Seidemann und Grace Bokake Bolufe den direkten Weg in die Tiefe, während Altglienicke nach Ballgewinnen zügig in die offensiven Räume vorstieß. Gefährliche Abschlüsse blieben in den ersten 20 Minuten dennoch Mangelware.

Dann kippte die Begegnung durch ein Foul im Greifswalder Strafraum. Nietfeld übernahm die Verantwortung und ließ Jakub Jakubov beim fälligen Elfmeter keine Abwehrchance – 0:1 (22.). Die Gastgeber antworteten jedoch mit einem mustergültigen Umschaltmoment: Bokake Bolufe bediente Colin Kroll-Thiel, der frei vor Luis Klatte die Ruhe bewahrte und zum 1:1 einschob (28.).

Die Freude währte nur vier Minuten. Altglienicke nutzte eine Unordnung in der Greifswalder Defensive, Jonas Hartl stellte auf 2:1 für die Gäste (32.). Der GFC reagierte mit hohem Aufwand. Kapitän Alexander Seidel (34., 43.), Bokake Bolufe (39.) und Marcus Niemitz (41.) näherten sich dem Ausgleich, doch entweder fehlte die Präzision oder die Berliner Restverteidigung bekam noch rechtzeitig Zugriff.

Nach dem Seitenwechsel überließ die VSG den Hausherren zunehmend den Ball, verdichtete das Zentrum und lauerte auf Umschaltsituationen. Greifswald arbeitete sich zwar bis an den Strafraum vor, spielte die Angriffe zunächst aber zu unsauber aus. Trainer Alain Karim setzte nach einer Stunde mit einem Vierfachwechsel ein deutliches Signal: Robert Leipertz, Elias Oke, McMoordy Hüther und Felix Heim sollten den Druck erhöhen.

Tatsächlich folgte die stärkste Phase der Gastgeber. Hüthers Abschluss aus rund 16 Metern wurde im letzten Moment geblockt (71.), ehe Klatte einen wuchtigen Distanzschuss von Lukas Walchhütter entschärfte (77.). Altglienicke verteidigte in dieser Phase tief, aber aufmerksam – und setzte schließlich den entscheidenden Konter. Nach einem umstrittenen Luftduell, bei dem Greifswald ein Foul an Walchhütter reklamierte, vollendete Nietfeld zum 3:1 (86.). Mehmet Ibrahimi und Ugur Tezel hätten sogar erhöhen können, scheiterten aber an Jakubov.

Während der GFC nach zwei Siegen und einem Remis erstmals leer ausging und den möglichen Sprung an die Tabellenspitze verpasste, belohnte sich Altglienicke für seine Effizienz und defensive Widerstandskraft. Die Berliner blieben damit auch im dritten Saisonspiel ungeschlagen.

Zuschauer: 1836
Spielstätte:
Stadion, Greifswald
Schiedsrichter:
John Bartsch – Romano Wehner, Lucas Leihkauf

Tore: 0:1 (22.) Nietfeld (Strafstoß); 1:1 (28.) Kroll-Thiel; 1:2 (32.) Hartl; 1:3 (86.) Nietfeld

Mannschaftsaufstellungen:

Greifswalder FC: Jakubov, Kaizer, Walchhütter, Bokake Bolufe (79. Gomes Pereira), Semic (61. Oke), Kroll-Thiel (61. Leipertz), Juckel (61. Hüther), Seidemann (61. Heim), Niemitz, Sternberg, Seidel

VSG Altglienicke Berlin: Klatte, Sonnenberg, Kebe, Oduah (75. Türpitz), Nietfeld (88. Ersungur), Tezel, Saliger (64. Zografakis), Hartl (46. Ibrahimi), Rieder, Sylla (88. Roßbach), Kardam

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Juckel, Walchhütter (Greifswalder FC) – Oduah, Ibrahimi (VSG Altglienicke Berlin)

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Redaktion: Holger Elias (NOFV)

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