Regionalliga Nordost
Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 3. Spieltag
Aue – Dynamo 3:2 / Preussen – Lok 1:2 / Erfurt – Tasmania 6:0 / Chemie – HFC 0:1 / CFC - FSV 3:1 / Jena - Eintracht 4:0 / FCM II - FSV 63 0:1 / Hertha II – GFC 1:4 / SVB – VSG 2:2
Das Abschlussspiel am Donnerstag (06.08.26): Der FC Erzgebirge Aue gewann ein wechselhaftes und temporeiches Duell gegen den BFC Dynamo mit 3:2. Die Berliner glichen die Auer Führungen durch Devin Angleberger und Linus Queißer jeweils aus und übernahmen nach der Pause zeitweise die Kontrolle. In der 90. Minute sicherte Joker Tim Maciejewski den Gastgebern nach Vorarbeit von Marvin Bär und Simon Skarlatidis doch noch den Sieg.
Die Partien vom Mittwoch (05.08.26): Der 1. FC Lokomotive Leipzig gewann beim BFC Preussen mit 2:1 und kehrte damit in die Erfolgsspur zurück. Charmaine Häusl glich Ricky Bornscheins Führung nach einem schweren Torwartfehler aus, doch Ayodele Adetula antwortete nur eine Minute später mit dem Siegtreffer. In der Schlussphase drängten die Berliner auf das 2:2, konnten Lok-Keeper Andreas Naumann aber nicht noch einmal überwinden. - Rot-Weiß Erfurt feierte gegen Aufsteiger Tasmania Berlin einen auch in der Höhe verdienten 6:0-Heimsieg. Dreca, Assibey-Mensah und Felßberg stellten bereits vor der Pause auf 3:0, ehe der Platzverweis gegen Gäste-Torhüter Mika Tasmanias Lage weiter verschärfte. Ikene, Forkel und Fehler machten das halbe Dutzend voll. - Der Hallesche FC gewann eine lange zerfahrene Begegnung bei der BSG Chemie Leipzig durch ein spätes Traumtor mit 1:0. Niclas Stierlin traf in der dritten Minute der Nachspielzeit aus dem Rückraum in den rechten Winkel. Halle feierte damit seinen ersten Saisonsieg, während Chemie weiterhin ohne Punkt und eigenen Treffer bleibt.
Am Dienstag (04.08.26) spielten: Der Chemnitzer FC beherrschte das Westsachsenderby gegen den FSV Zwickau nahezu über die gesamte Spielzeit und gewann verdient mit 3:1. Domenico Alberico und Jonas Marx sorgten für die 2:0-Pausenführung, ehe der kurz zuvor eingewechselte David Vogt die Partie entschied. Lennert Möbius verkürzte erst in der Nachspielzeit für die Gäste. - Der FC Carl Zeiss Jena setzte sich gegen Aufsteiger RSV Eintracht 1949 verdient mit 4:0 durch. Der 18-jährige Emilio Munser brachte den FCC mit einem Doppelpack auf Kurs, ehe die eingewechselten Kevin Lankford und Jannes Werner nach der Pause mit sehenswerten Distanztreffern erhöhten. Stahnsdorf verbuchte zwar zahlreiche Eckbälle, entwickelte vor dem Jenaer Tor aber kaum Durchschlagskraft. - Der FSV 63 Luckenwalde feierte beim 1. FC Magdeburg II dank des Treffers von Felix Pilger seinen ersten Saisonsieg. Die Gastgeber kontrollierten über weite Strecken den Ball, entwickelten gegen die kompakte FSV-Defensive jedoch zu wenig Torgefahr. Torhüter Aaron Tittel sicherte den Gästen in der Schlussphase mit einer starken Parade gegen Elsner das 1:0. - Der Greifswalder FC gewann bei Hertha BSC U23 deutlich mit 4:1. Felix Heim und Kay Seidemann legten früh vor, ehe Jelani Ndi die Berliner noch vor der Pause heranbrachte. Lukas Walchhütter und Colin Kouawo Kroll-Thiel machten den Auswärtssieg im zweiten Durchgang perfekt. - Der SV Babelsberg 03 führte gegen die VSG Altglienicke nach Treffern von Theo Ogbidi und Maximilian Kalckreuth bis zur 95. Minute mit 2:0. Jonas Saliger verkürzte, ehe Sydney Sylla unmittelbar vor dem Abpfiff noch ausglich. Damit entriss die VSG den Potsdamern in einer dramatischen Schlussphase zwei sicher geglaubte Punkte.
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Maciejewski belohnt Aues späten Kraftakt
FC Erzgebirge Aue – BFC Dynamo 3:2 (2:1)
Der FC Erzgebirge Aue bleibt auch nach dem dritten Spieltag ungeschlagen. In einem temporeichen und bis zur letzten Sekunde offenen Duell setzte sich der Drittliga-Absteiger mit 3:2 gegen den BFC Dynamo durch. Tim Maciejewski entschied die Partie in der 90. Minute, nachdem die Berliner einen Rückstand zweimal ausgeglichen und zwischenzeitlich sogar die Kontrolle übernommen hatten.
Vor 10.265 Zuschauern störte Aue den flachen Berliner Spielaufbau früh und kam durch sein Gegenpressing wiederholt zu Ballgewinnen. Bereits in der sechsten Minute verfehlte Nils Lihsek das verwaiste Tor aus 25 Metern nur knapp, nachdem der BFC den Ball unmittelbar vor dem eigenen Strafraum verloren hatte. Wenig später scheiterte Lihsek an Gästekeeper Leon Hainke (15.).
Der Führungstreffer fiel spektakulär – und erneut nach einem Berliner Aufbaufehler. Hainkes flacher Pass in Richtung Mittelkreis landete bei Devin Angleberger, der die Situation sofort erfasste und den weit vor seinem Tor stehenden Schlussmann mit einem Distanzschuss aus dem Anstoßkreis überwand (19.).
Der BFC antwortete jedoch prompt. Nachdem sich die Gäste erstmals sauber aus dem Auer Gegenpressing befreit hatten, schloss Ludwig Bölke eine gelungene Kombination nach einer Hackenablage zum 1:1 ab (23.). Aue blieb dennoch spielbestimmend, suchte geduldig die Lücken und verlagerte seine Angriffe häufig auf die Außenbahnen. Marvin Bär köpfte nach einem Außenristpass von Linus Queißer über das Tor (28.) und traf später aus Abseitsposition (39.).
Kurz vor der Pause brachte eine starke Einzelaktion Bärs die verdiente erneute Führung: Obwohl er von Miftaraj gehalten wurde, behauptete der Mittelstürmer den Ball und steckte auf Queißer durch. Der Angreifer schob überlegt ins lange Eck ein (43.).
Auch nach Wiederbeginn startete Aue druckvoll, wurde aber durch den erneuten Ausgleich aus dem Rhythmus gebracht. Nach einer Eingabe störte Amar Suljić Balde den Auer Verteidiger Bastian Strietzel, der Ball sprang zu Rufat Dadashov – der BFC-Stürmer traf aus zehn Metern zum 2:2 (54.).
Fortan attackierten die Berliner mutiger im Mittelfeld und provozierten zunehmend Fehler im Auer Aufbau. Die Gastgeber wirkten müde, während Dynamo das Geschehen kontrollierte. Valdemar Sadrifars Flanke fand jedoch keinen Abnehmer, ein Distanzschuss von Justin Windsheimer blieb zu zentral. Auf der Gegenseite verfehlte der eingewechselte Lucas Fritzsche nach Sadrifars Hereingabe knapp das Tor (81.).
Als Aue sich in der Schlussphase noch einmal aufraffte, zahlten sich die Wechsel aus. Bär nahm einen hohen Ball technisch stark an und hob ihn auf Simon Skarlatidis. Dieser behauptete sich in zwei Luftduellen und legte im Strafraum für Maciejewski ab, der den Ball wuchtig ins lange Eck jagte (90.). Dynamo warf einschließlich Torhüter Hainke noch einmal alles nach vorn, doch Aue verteidigte den knappen Vorsprung. Der BFC überzeugte mit Moral und einer starken Phase nach der Pause, blieb für sein zweimaliges Comeback aber ohne Ertrag.
Zuschauer: 10.265
Spielstätte: Eins Erzgebirgsstadion, Aue
Schiedsrichter: Henry Müller – Florian Lukawski, Tim Kohnert
Tore: 1:0 (19.) Angleberger; 1:1 (24.) Bölke; 2:1 (44.) Queißer; 2:2 (55.) Dadashov; 3:2 (90.) Maciejewski
Mannschaftsaufstellungen:
FC Erzgebirge Aue: Uhlig, Angleberger, Strietzel (86. Wagner), Lihsek (73. Heidrich), Queißer (73. Maciejewski), Bär, Kapp, Ramadan (64. Pauling), Burghardt, Kamm (64. Skarlatidis), Kokovas
BFC Dynamo: Hainke, Miftaraj, Mattmüller, Sadrifar, Dadashov (69. Fritzsche), Oellers, Breitfeld (83. Liebelt), Bölke (83. Mantatu Rogero), Gunte, Balde (60. Windsheimer), Günay (60. Reincke)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Lihsek (FC Erzgebirge Aue) – Sadrifar (BFC Dynamo)
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Loks schnelle Antwort lässt Preussen verzweifeln
BFC Preussen – 1. FC Lokomotive Leipzig 1:2 (0:1)
Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat beim BFC Preussen die angestrebte Kurskorrektur geschafft, musste um den 2:1-Erfolg aber bis zum Abpfiff bangen. Ricky Bornschein brachte den Meister in Führung, ehe Charmaine Häusl einen schweren Fehler von Lok-Keeper Andreas Naumann zum Ausgleich nutzte. Nur eine Minute später stellte Ayodele Adetula den alten Abstand wieder her. In der Schlussphase drängten die Berliner energisch, scheiterten jedoch am nun glänzend reagierenden Naumann.
Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad erwischte der BFC den besseren Start. Die Gastgeber suchten früh den Weg nach vorn und beschäftigten Leipzig zunächst vor allem über Standards. Joscha Wosz setzte sich im Eins-gegen-eins durch, brachte seinen Abschluss aus spitzem Winkel aber nicht sauber auf das Tor (15.). Noch näher kam Nikolas Frank der Führung: Nach einer Halbfeldflanke von Philip Fontein köpfte der Angreifer aus sechs Metern freistehend am Pfosten vorbei (21.).
Lok benötigte einige Zeit, um Struktur in die eigenen Angriffe zu bringen, zeigte sich dann jedoch kaltschnäuziger. Zunächst blieb Florian Palmowski im direkten Duell mit Bornschein Sieger (24.). Zwei Minuten später fand Alexander Siebeck mit einer präzisen Flanke von links den Mittelstürmer, der seine Größenvorteile nutzte und aus kurzer Distanz zum 0:1 einköpfte. Mit der Führung gewann die Ziegner-Elf an Sicherheit, ohne offensiv zu glänzen. Der BFC blieb bei Eckbällen gefährlich, während Adetula kurz vor der Pause Palmowski prüfte (43.).
Nach Wiederbeginn geriet Naumann erneut bei zwei Berliner Ecken ins Wanken. In der 54. Minute folgte sein folgenschwerster Patzer: Ein langer Ball prallte von Häusls Kopf in Richtung Tor, doch der Lok-Schlussmann ließ den harmlosen Versuch durch die Beine gleiten. Der Ausgleich hatte allerdings kaum Bestand. Praktisch im Gegenzug flankte Tobias Dombrowa vom rechten Flügel an den zweiten Pfosten, wo Adetula völlig frei stand und Palmowski per Kopf zum 1:2 überwand (55.).
BFC-Trainer Daniel Volbert verstärkte anschließend mit Oluwaseunnla Eni-Owo Adekunle und Luca Butkovic die Offensive. Die Wechsel verliehen den Berlinern neuen Schwung, während sich Lok immer weiter zurückzog und kaum noch Entlastung fand. Fonteins Kopfball landete auf dem Tornetz (67.), ehe Naumann seinen Fehler mit einer starken Parade teilweise korrigierte: Einen Kopfball von Häusl aus acht Metern lenkte er über die Latte (75.). Adekunle schoss kurz darauf zu zentral (77.).
In der Schlussphase setzte sich Preussen dauerhaft in der Leipziger Hälfte fest, fand gegen die tief stehende Defensive aber keine entscheidende Lücke mehr. Lok verpasste durch einen zu langen Querpass von Dorian Čevis auf Adetula die Entscheidung (90.+2), brachte den knappen Vorsprung jedoch über die Zeit. Leipzig nahm drei hart erarbeitete Punkte mit, während sich der BFC für einen mutigen Auftritt und seine starke Schlussphase nicht belohnte.
Zuschauer: 1013
Spielstätte: Preussen-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Sirko Müke – Florian Markhoff, Willem Smakman
Tore: 0:1 (26.) Bornschein; 1:1 (54.) Häusl; 1:2 (56.) Adetula
Mannschaftsaufstellungen:
BFC Preussen: Palmowski, Gramberg (60. Butkovic), Lessel, Vierling (83. Cramer), Fontein, Maric, Covic, Wosz (60. Adekunle), Häusl, Frank (72. Kühn), Meyer
1. FC Lokomotive Leipzig: Naumann, Wilton, Schierack, Abderrahmane, Bornschein (81. Ziane), Adetula, Siebeck (70. Vuc), Čevis, Öztürk (70. Rühlemann), Dombrowa, Kusic (86. Böhm)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Fontein, Wosz (BFC Preussen) – Schierack, Abderrahmane, Kusic (1. FC Lokomotive Leipzig)
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Erfurter Standardflut überrollt den Aufsteiger
FC Rot-Weiß Erfurt – SV Tasmania Berlin 6:0 (3:0)
Rot-Weiß Erfurt hat Aufsteiger Tasmania Berlin mit 6:0 abgefertigt und seinen ungeschlagenen Saisonstart eindrucksvoll fortgesetzt. Benjamin Dreca, Raphael Assibey-Mensah und Robbie Felßberg sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Nach der Roten Karte gegen Tasmania-Torhüter Mateusz Mika gerieten die Berliner endgültig unter die Räder.
Nach der kurzen Protestpause für eine Reform der Regionalliga übernahm Erfurt sofort die Kontrolle. Tasmania zog sich mit nahezu allen Feldspielern an den eigenen Strafraum zurück und verteidigte die zahlreichen Flanken und Eckbälle zunächst mit großer personeller Dichte. Der auffällige Assibey-Mensah trieb das Erfurter Spiel über links immer wieder an, doch Dreca traf den Ball bei der ersten guten Gelegenheit nicht richtig (13.).
Weil die Angriffe der Gastgeber zu einseitig angelegt waren, hielt das Berliner Bollwerk eine halbe Stunde. Dann verlagerte RWE das Geschehen erstmals wirkungsvoll auf die rechte Seite: Eine präzise Flanke erreichte Dreca, dessen Kopfball Mika zwar berührte, aber nicht mehr abwehren konnte (30.). Vier Minuten später war der Widerstand bereits ein zweites Mal gebrochen. Assibey-Mensah zog von links nach innen und jagte den Ball zum 2:0 in den Winkel.
Tasmania blieb offensiv nahezu unsichtbar. Lediglich Wostrikow schloss nach einem Doppelpass einmal aus dem Strafraum ab, verfehlte aber das Tor (41.). In der Nachspielzeit erhöhte Felßberg aus kürzester Distanz. Erfurt hatte eine abgewehrte Ecke durch einen weiten Einwurf noch einmal scharf gemacht, am langen Pfosten stand der Torschütze völlig frei (45.+2).
Auch nach der Pause blieb das Geschehen einseitig. Assibey-Mensah scheiterte zunächst noch an Mika, ehe er nach einer Berliner Ecke auf und davon zog. Der herausgeeilte Torwart stoppte ihn unmittelbar vor dem Strafraum regelwidrig und sah wegen der Vereitelung der klaren Torchance Rot (56.). Für Feldspieler Berko kam Ersatzkeeper Höftmann.
Erfurt nutzte Überzahl und Kräfteverschleiß des Aufsteigers konsequent. Kapitän Sofiane Ikene köpfte nach einer der zahllosen Ecken zum 4:0 ein (68.). Der eingewechselte Dustin Forkel traf nach einem weiteren Einwurf ebenfalls per Kopf (82.) und setzte kurz darauf einen Distanzschuss aus 30 Metern an den Pfosten (90.+2). Den Schlusspunkt setzte Stanislav Fehler in der vierten Minute der Nachspielzeit. RWE überzeugte mit Geduld, Tempo und wachsender Spielfreude, während Tasmania auch im dritten Saisonspiel ohne Punkt blieb.
Zuschauer: 6873
Spielstätte: Steigerwaldstadion, Erfurt
Schiedsrichter: Tim Gerstenberg – Marcel Riemer, Maurice Schmidt
Tore: 1:0 (31.) Dreca; 2:0 (35.) Assibey-Mensah; 3:0 (45.+3) Felßberg; 4:0 (69.) Ikene; 5:0 (83.) Forkel; 6:0 (90.+4) Fehler
Mannschaftsaufstellungen:
FC Rot-Weiß Erfurt: Otto, Ikene, Assibey-Mensah (66. Caciel), Fehler, Dreca, Felßberg (80. Hajrulla), Boboy (66. Forkel), Kerkemeyer, Adesida, Falcao (66. Wolf), Andreichyk (66. Dehl)
SV Tasmania Berlin: Mika, Eder, Yajima, Beyazit (46. Labbouz), Mensah (62. Grigoriadis), Baca, Rehder, Bekdemir (46. Cakmak), Beyreuther, Wostrikow (58. Jakob), Berko (58. Höftmann)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Felßberg (FC Rot-Weiß Erfurt); Rote Karte: Mika (SV Tasmania Berlin, 56.)
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Stierlins Traumtor erlöst Halle in letzter Minute
BSG Chemie Leipzig – Hallescher FC 0:1 (0:0)
Niclas Stierlin hat dem Halleschen FC im Nachbarschaftsduell bei der BSG Chemie Leipzig den ersten Saisonsieg beschert. Der Mittelfeldspieler traf in der dritten Minute der Nachspielzeit sehenswert in den Winkel und entschied damit eine über weite Strecken zerfahrene Begegnung. Während Halle nach zwei Unentschieden erstmals gewann, bleibt Chemie auch nach dem dritten Spieltag ohne Punkt und eigenen Treffer.
Nach dem obligatorischen Protest für eine Reform der Regionalliga entwickelte sich im Alfred-Kunze-Sportpark zunächst eine von Ungenauigkeiten und Zweikämpfen geprägte Partie. Chemie suchte sein Heil vor allem in langen Einwürfen und Standards. Luca Bürger verzog aus der Distanz (11.), Paul Wendt köpfte nach einem Einwurf neben das Tor (20.). Halle tat sich im Spielaufbau ebenfalls schwer. Erst in der 28. Minute sorgte Marius Hauptmann für einen offensiven Lichtblick, als er vier Gegenspieler umkurvte, seinen Abschluss von der Strafraumkante aber knapp links vorbeisetzte.
Gefährlicher blieben zunächst die Leutzscher: Einen scharf getretenen Freistoß Bürgers klärte der frühere Chemie-Torjäger Stanley Ratifo im Fünfmeterraum (33.). Ansonsten neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Passend zum überschaubaren Niveau ging es torlos in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung kurzzeitig Fahrt auf. Stierlin köpfte nach einer Flanke von Nils Damelang vorbei (46.), ehe Ratifo zweimal im Mittelpunkt stand. Zunächst jagte der Angreifer einen Volleyschuss aus zwölf Metern knapp neben das Tor (50.), zwei Minuten später missriet ihm ein Kopfball. Stierlin versuchte es anschließend aus 20 Metern, zielte jedoch zu hoch (53.).
Mit zunehmender Spieldauer verflachte die Partie erneut. Chemie verteidigte kompakt, entwickelte nach vorn aber kaum Durchschlagskraft. Ein tiefer Ball auf Luis Lisinski wurde von HFC-Torwart Sven Müller-Ersatz Bendel aufmerksam abgefangen (73.), auf der Gegenseite blieb auch Halle lange harmlos.
Erst in der Schlussphase erhöhten die Gäste den Druck. Eine Flanke von Niklas Landgraf senkte sich gefährlich am zweiten Pfosten, doch Benjamin Bergmann klärte zur Ecke (81.). Kurz darauf parierte der BSG-Schlussmann auch Max Kulkes Distanzschuss (83.). Als sich beide Seiten bereits mit dem torlosen Remis abgefunden zu haben schienen, schlug Halle doch noch zu: Chemie klärte eine Hereingabe von links nur flach vor den Strafraum. Stierlin rauschte heran und setzte den Ball mit der Innenseite präzise in den rechten Winkel (90.+3). Die BSG brachte den Ball danach nicht mehr gefährlich nach vorn. Halle belohnte seine späte Druckphase, während Chemies Fehlstart durch den bitteren Knock-out endgültig perfekt war.
Zuschauer: 4999
Spielstätte: Alfred-Kunze-Sportpark Hauptfeld, Leipzig
Schiedsrichter: Kai Kaltwaßer – Pascal Wien, Hannes Ventzke
Vierter Offizieller: Christoph Beblik
Tore: 0:1 (90.+3) Stierlin
Mannschaftsaufstellungen:
BSG Chemie Leipzig: Bergmann, Hollenbach, Enke, Bürger (88. Bulland), Pfeil, Wendt, Hoffmann (85. Sodji), Sanin, Lisinski, Jakobi, Kratzer (63. Aliji)
Hallescher FC: Bendel, Halili, Hartmann (77. Ehrlich), Stierlin, Kulke (90.+5 Schmedemann), Hauptmann, Becker (62. Baro), Ratifo, Landgraf, Langhammer, Damelang (90.+5 Kastull)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Enke, Bürger, Sanin (BSG Chemie Leipzig) – Stierlin, Kulke (Hallescher FC)
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Alberico eröffnet die Chemnitzer Derby-Gala
Chemnitzer FC – FSV Zwickau 3:1 (2:0)
Der Chemnitzer FC hat auch das Westsachsenderby für sich entschieden und mit dem dritten Sieg im dritten Saisonspiel die Tabellenführung behauptet. Beim hochverdienten 3:1 gegen einen über weite Strecken passiven FSV Zwickau legten Domenico Alberico und Jonas Marx bereits vor der Pause den Grundstein. Der eingewechselte David Vogt sorgte frühzeitig für die Entscheidung, Lennert Möbius gelang in der Nachspielzeit nur noch Ergebniskosmetik.
Nach der kurzen Protestunterbrechung für eine Reform der Regionalliga übernahmen die Himmelblauen bei 34 Grad sofort die Kontrolle. Zwickau stand tief, fand zwischen den Linien jedoch keinen Zugriff und konnte den Chemnitzer Ballbesitz kaum stören. Alberico nutzte die Freiräume in der zehnten Minute auf eindrucksvolle Weise: Der Offensivmann behauptete sich an der Seitenlinie gegen Martens, zog an Putze vorbei nach innen und schlenzte den Ball trotz einer Berührung von FSV-Keeper Hiemann ins lange Eck.
Auch danach blieb die Duda-Elf tonangebend. Grimaldi scheiterte aus 14 Metern an Hiemann, Baumgart setzte den Kopfball nach der folgenden Ecke an die Latte (19.). Während Chemnitz den Ball zeitweise minutenlang durch die eigenen Reihen laufen ließ, brachte Zwickau kaum mehr als drei kontrollierte Zuspiele zustande. Erst Sezer deutete mit einem Drehschuss über das Tor an, dass auch die Gäste offensiv auf dem Platz standen (26.).
Das kurze Aufbäumen der Mannschaft von Rico Schmitt blieb folgenlos. Stattdessen rückte Hiemann immer stärker in den Mittelpunkt. Der Torhüter parierte einen Freistoß von Slamar und auch Stockingers Nachschuss (36.), ehe er Alberico nach einem Stellungsfehler Ziemers im direkten Duell stoppte (40.). In der 44. Minute verhinderte Hiemann zunächst gegen den freistehenden Marx das 2:0, war bei der anschließenden Ecke aber machtlos: Marx stieg am höchsten und köpfte die hochverdiente Pausenführung.
Chemnitz setzte seine Dominanz nach dem Seitenwechsel fort. Eine Freistoßvariante von Haubner und Martens, die knapp über Richters Tor flog, blieb Zwickaus gefährlichste Aktion dieser Phase (48.). Auf der Gegenseite verfehlte Grimaldi nach einem präzisen Pass von Löhmannsröben das lange Eck nur knapp (59.).
Benjamin Dudas Wechsel griff anschließend sofort. Keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung zog Vogt von links in den Strafraum. Hiemann wehrte den ersten Versuch noch nach vorn ab, gegen den Nachschuss war er chancenlos – das 3:0 in der 63. Minute entschied die Begegnung. Die zahlreichen Wechsel und der vom Zwickauer Block über den Rasen ziehende Pyro-Nebel nahmen der Partie danach den Spielfluss. Chemnitz verwaltete den Vorsprung souverän, während den Gästen auch gegen den nun tiefer stehenden Tabellenführer kaum etwas einfiel. Erst in der ersten Minute der Nachspielzeit traf Möbius zum 1:3. Mehr als ein Schönheitsfehler war dieses Gegentor für einen CFC nicht, der mit spielerischer Kontrolle, klaren Abläufen und großer Effizienz ein frühes Ausrufezeichen im Titelrennen setzte.
Zuschauer: 10003
Spielstätte: eins-Stadion – An der Gellertstraße, Chemnitz
Schiedsrichter: Eugen Ostrin – Daniel Bartnitzki, Chris Rauschenberg
Tore: 1:0 (11.) Alberico; 2:0 (44.) Marx; 3:0 (64.) Vogt; 3:1 (90.+1) Möbius
Mannschaftsaufstellungen:
Chemnitzer FC: Richter, Löhmannsröben, Geipl, Stockinger (61. Vogt), Alberico (71. Pistol), Marx, Tchouangue (82. Gröger), Slamar, Grimaldi (61. Fesser), Eppendorfer, Baumgart (82. Hempel)
FSV Zwickau: Hiemann, Moritz, von Baer (71. Hannemann), Möbius, Martens (71. Breitenbücher), Startsev, Besong (71. Seidel), Sezer (71. Harant), Putze (71. Dobruna), Ziemer, Haubner
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Marx, Slamar, Grimaldi, Vogt (Chemnitzer FC) – Moritz, Möbius, Besong (FSV Zwickau)
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Zeiss bestraft Stahnsdorfs Fehler konsequent
FC Carl Zeiss Jena – RSV Eintracht 1949 4:0 (2:0)
Der FC Carl Zeiss Jena hat seine Pflichtaufgabe gegen den zuvor ungeschlagenen Aufsteiger RSV Eintracht souverän gelöst. Beim auch in der Höhe verdienten 4:0 prägte der erst 18-jährige Emilio Munser mit einem Doppelpack die erste Hälfte. Nach der Pause beseitigten die eingewechselten Kevin Lankford und Jannes Werner mit zwei Distanztreffern die letzten Zweifel am zweiten Jenaer Saisonsieg.
Nach dem ligaweiten Protest gegen die stockende Aufstiegsreform übernahm der FCC bei 34 Grad sofort das Kommando. Die Gastgeber pressten Stahnsdorfs Spielaufbau früh an und gelangten über die von Malik Talabidi und Timon Burmeister besetzten Außenbahnen wiederholt hinter die gegnerische Abwehr. Elias Löder scheiterte zunächst mit einem geblockten Abschluss, anschließend parierte Felix Güldner gegen Munser (5.).
Fünf Minuten später war der Gästekeeper geschlagen. Talabidi nutzte den Freiraum auf der linken Seite und spielte scharf ins Zentrum, wo Munser einlief. Der Angreifer traf den Ball zwar nicht voll, doch gerade dadurch rutschte dieser Güldner zum 1:0 durch die Beine (10.). Jena blieb griffiger und hätte früh erhöhen können: Nach einem Ballgewinn im hohen Pressing bediente Manassé Eshele den durchgestarteten Löder, der im direkten Duell an Güldner scheiterte (15.).
Der Aufsteiger fand offensiv kaum statt und brachte Jenas geordnete Restverteidigung zunächst nicht in Bedrängnis. Stattdessen bestrafte Munser einen folgenschweren Fehler von Ernes Smailović. Der Stahnsdorfer suchte im eigenen Strafraum das Dribbling gegen mehrere Gegenspieler, verlor den Ball jedoch an den Youngster, der aus kurzer Distanz zum 2:0 vollendete (29.). Güldner verhinderte wenig später Munsers Hattrick (31.), ehe Tom Fron einen Kopfball Löders auf der Linie klärte (34.).
Erst kurz vor der Pause wurde die Eintracht gefährlich. Nach einem Ballverlust von Talabidi lief Endi Jupolli frei auf Marius Liesegang zu, prallte jedoch vor dem Abschluss mit dem Jenaer Torhüter zusammen (42.). Die Szene blieb die einzige ernsthafte Prüfung für den FCC-Schlussmann im ersten Durchgang.
Marco Grotes Wechsel zur Pause zahlten sich umgehend aus. Der eingewechselte Lankford jagte einen Freistoß aus gut 22 Metern flach in die linke Ecke, wobei Güldner keine glückliche Figur abgab (47.). Mit der klaren Führung zog sich Jena etwas zurück und überließ den Gästen mehr Ballbesitz. Kukanda zwang Liesegang aus spitzem Winkel zu einer sicheren Parade (53.), wirklich zwingend wurde der Aufsteiger jedoch nicht.
Für den Schlusspunkt sorgte ein weiterer Joker: Werner fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und traf unhaltbar in den linken Winkel (68.). Stahnsdorf erarbeitete sich danach zwar mehrere Eckbälle und lag in dieser Statistik am Ende mit 8:3 vorn, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Jena verwaltete den Vorsprung bei schwindenden Kräften kontrolliert und bestätigte nach dem 1:0 in Babelsberg seinen Aufwärtstrend. Der RSV verkaufte sich phasenweise ordentlich, bezahlte seine Fehler gegen einen konsequenten Favoriten jedoch teuer.
Zuschauer: 5514
Spielstätte: Ernst-Abbe-Sportfeld, Jena
Schiedsrichter: Luis Riedel – John Bartsch, Romano Wehner
Tore: 1:0 (10.) Munser; 2:0 (30.) Munser; 3:0 (47.) Lankford; 4:0 (68.) Werner
Mannschaftsaufstellungen:
FC Carl Zeiss Jena: Liesegang, Reddemann, Eshele, Ajvazi (46. Werner), Talabidi, Munser (46. Lankford), Löder (83. Teuber), Fritz (74. Kratzenberg), Boog (60. Hehne), Butzen, Burmeister
RSV Eintracht 1949: Güldner, Herrmann (56. Capoano), Göth (56. Chornenkyi), Jupolli, Smailovic (56. Williams), Baraze Adam (46. Pohlenz), Hasenberg, Fron, Kim, Bilbija, Kukanda (74. Boulehris)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karte: Eshele (FC Carl Zeiss Jena)
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Pilger kontert Magdeburgs brotlose Dominanz
1. FC Magdeburg II – FSV 63 Luckenwalde 0:1 (0:0)
Der FSV 63 Luckenwalde hat beim zuvor ungeschlagenen 1. FC Magdeburg II seinen ersten Saisonsieg erkämpft. Felix Pilger vollendete kurz nach der Pause einen mustergültigen Konter zum einzigen Treffer. Magdeburg verfügte zwar über deutlich mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakte Defensive der Gäste aber zu selten den Weg in gefährliche Abschlusspositionen.
Nach der kurzen Protestaktion und einer Verzögerung wegen eines beschädigten Tornetzes übernahm die mit mehreren Profis verstärkte FCM-Reserve sofort die Spielkontrolle. Luckenwalde zog sich tief zurück, verdichtete das Zentrum und überließ den Gastgebern weite Teile des Feldes. Magdeburg ließ den Ball gefällig zirkulieren, agierte vor dem Strafraum jedoch zu kleinteilig. Ein abgefälschter Volleyschuss von Deliboyraz (11.) sowie ein Kopfball von Ahl Holmström nach einer Ecke (21.) blieben die überschaubare Ausbeute der frühen Überlegenheit.
Den Gästen gelangen zunächst nur vereinzelte Entlastungsangriffe. Zamzow dribbelte sich zwar in den Strafraum, schlug dort aber einen Haken zu viel (20.). Mit zunehmender Spieldauer wurde der FSV mutiger und besaß unmittelbar vor der Pause die besten Chancen des ersten Durchgangs: Kruth lenkte erst einen wuchtigen Abschluss von Kaus zur Ecke (43.) und entschärfte wenig später auch Schneiders Distanzschuss (44.).
Unmittelbar nach Wiederbeginn schlug Luckenwalde zu. Pollasch gewann vor dem eigenen Strafraum den entscheidenden Zweikampf und setzte Zamzow mit einem präzisen Außenristpass in Szene. Dessen Querpass erreichte Pilger, der Kruth mit einem gefühlvollen Lupfer zum 0:1 überwand (49.). Der Treffer war das Ergebnis eines geradlinigen Umschaltmoments – und zugleich der Kontrast zum oft umständlichen Magdeburger Ballbesitzfußball.
FCM-Trainer Ronny Thielemann reagierte mit mehreren Wechseln. Bräunling setzte nach einem energischen Solo einen wuchtigen Abschluss neben das Tor (54.), anschließend blockte Seidel einen Schuss des auffälligen Korsch (55.). Luckenwalde verteidigte nun noch tiefer, blieb in den Zweikämpfen aber aufmerksam und warf sich konsequent in die Magdeburger Schüsse.
In der Schlussphase erhöhte der FCM den Druck. Tittel wehrte zunächst Zajuschs Versuch nach vorn ab (66.) und rettete später mit einer Glanzparade gegen Elsner aus kurzer Distanz (84.). Trotz gefühlter 80 Prozent Ballbesitz fehlten den Gastgebern Präzision und Durchschlagskraft. Mätzke hätte bei einem Konter bereits entscheiden können, scheiterte jedoch an Kruth (90.+1). Nachdem Neumann Gelb-Rot gesehen hatte, überstand Luckenwalde auch die letzten Sekunden in Unterzahl. Tittel hatte beim abschließenden Freistoß von Meier noch einmal Probleme, hielt den hart erarbeiteten Auswärtssieg aber fest.
Zuschauer: 643
Spielstätte: Avnet Arena, Magdeburg
Schiedsrichter: Florian Markhoff – Tim Haubenschild, Nicholas Köhler
Tore: 0:1 (48.) Pilger
Mannschaftsaufstellungen:
1. FC Magdeburg II: Kruth, Deliboyraz (75. Lemke), Birk (51. Korsch), Frohberg, Ahl Holmström (46. Elsner), Niklaus, Chahed (51. Beimborn), Yoon, Zajusch, Bräunling, Drews (69. Meier)
FSV 63 Luckenwalde: Tittel, Pollasch (56. Hathaway), Koplin (56. Jacobi), Mätzke, Seidel, Zamzow, Kaus (81. Will), Dahlke (65. Neumann), Pilger (81. Butendeich), Schneider, Kühn
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Birk, Niklaus, Beimborn (1. FC Magdeburg II) – Koplin, Seidel, Dahlke, Neumann (FSV 63 Luckenwalde); Gelb-Rote Karte: Neumann (FSV 63 Luckenwalde, 90.+5)
--- 3. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---
Herthas Anschluss bleibt ohne Wirkung
Hertha BSC U23 – Greifswalder FC 1:4 (1:2)
Der Greifswalder FC hat seine aufsteigende Form bestätigt und bei der U23 von Hertha BSC einen deutlichen 4:1-Auswärtssieg gefeiert. Zwei Treffer innerhalb von vier Minuten brachten die Gäste früh auf Kurs. Zwar verkürzte Jelani Ndi noch vor der Pause, doch Lukas Walchhütter und Colin Kouawo Kroll-Thiel entschieden die Begegnung im zweiten Durchgang.
In einer zunächst torlosen Partie schlug Greifswald nach 22 Minuten erstmals zu: Felix Heim brachte den GFC mit 1:0 in Führung. Hertha hatte diesen Rückschlag kaum verarbeitet, als Kay Seidemann bereits vier Minuten später auf 2:0 erhöhte. Auch eine Elfmeterentscheidung zugunsten der Gäste in der 28. Minute führte zu keiner weiteren Veränderung des Spielstands.
Die Berliner fanden dennoch vor der Pause zurück in die Begegnung. Ndi verkürzte in der 39. Minute auf 1:2 und verschaffte der Hertha damit wieder eine realistische Ausgangsposition für den zweiten Durchgang. Greifswald ließ sich von diesem Gegentreffer jedoch nicht aus dem Konzept bringen.
In der 64. Minute stellte Walchhütter den Zwei-Tore-Abstand wieder her und nahm den Gastgebern damit viel von ihrer Hoffnung auf eine Wende. Hertha fand keine weitere Antwort, während die Gäste konsequent auf die endgültige Entscheidung hinarbeiteten. Fünf Minuten vor dem Ende setzte Kouawo Kroll-Thiel mit dem Treffer zum 4:1 den Schlusspunkt. Greifswald bestrafte die Berliner Rückschläge konsequent und nahm dank seiner größeren Effizienz alle drei Punkte mit.
Zuschauer: 508
Spielstätte: Stadion auf dem Wurfplatz, Berlin
Schiedsrichter: Oskar Lämpel – Jens Klemm, Oliver Seib
Tore: 0:1 (22.) Heim; 0:2 (26.) Seidemann; 1:2 (39.) Ndi; 1:3 (64.) Walchhütter; 1:4 (85.) Kroll-Thiel
Mannschaftsaufstellungen:
Hertha BSC II: Heide, Kourouma (46. Gruschwitz), Schößler (46. Aslanidis), Kannewurf, Brekalo, Ogbaidze, Hildebrandt, Ndi, Weiland, Todorovic (46. Ngwa), Gashi
Greifswalder FC: Ackermann, Kaizer, Walchhütter, Hüther (69. Kroll-Thiel), Bokake Bolufe (58. Sternberg), Semic (58. Oke), Juckel (58. Gomes Pereira), Seidemann (69. Schmökel), Niemitz, Heim, Seidel
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kourouma, Weiland, Ngwa (Hertha BSC II) – Sternberg (Greifswalder FC)
--- 3. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---
Altglienicke entreißt Babelsberg noch den Sieg
SV Babelsberg 03 – VSG Altglienicke 2:2 (1:0)
Der SV Babelsberg 03 hat einen sicher geglaubten Heimsieg auf dramatische Weise aus der Hand gegeben. Bis zur 95. Minute führten die Potsdamer nach Treffern von Theo Ogbidi und Maximilian Kalckreuth mit 2:0, ehe Jonas Saliger und Sydney Sylla der VSG Altglienicke innerhalb von zwei Minuten noch einen kaum mehr erwarteten Punkt retteten.
Babelsberg musste bereits früh reagieren: Für Jannis Lang kam Noah Salaske in der neunten Minute in die Begegnung. Der knappe Ticker weist für den ersten Durchgang lange keine nennenswerten Torraumszenen aus. Kurz vor der Pause schlugen die Gastgeber jedoch zu. Ogbidi erzielte in der 45. Minute das 1:0 und verschaffte den Nulldreiern damit eine günstige Ausgangsposition für die zweite Hälfte.
Nach Wiederbeginn baute Babelsberg seinen Vorsprung zügig aus. Verteidiger Kalckreuth traf in der 52. Minute zum 2:0 und stellte die Weichen scheinbar auf Heimsieg. Trainer und Mannschaft versuchten anschließend, die Führung mit personellen Veränderungen abzusichern. Jesaja Herrmann und Matthew Meier ersetzten Joshua Okpalaike und Ogbidi (62.), später kamen Marko Perovic und Ardahan Yilmaz.
Altglienicke blieb dennoch bis in die außergewöhnlich lange Nachspielzeit hinein im Spiel – und wurde für seine Beharrlichkeit belohnt. Saliger verkürzte in der 95. Minute auf 1:2. Noch ehe Babelsberg den Rückschlag verarbeiten konnte, erzielte Sylla eine Minute später den Ausgleich. Unmittelbar danach war Schluss. Für die VSG fühlte sich das Remis nach ihrer spektakulären Rettung wie ein Sieg an; Babelsberg dagegen wurde auf den letzten Metern um zwei bereits greifbar nahe Punkte gebracht.
Zuschauer: 2564
Spielstätte: Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam
Schiedsrichter: Max Kluge – Johannes Schipke, Benjamin Strebinger
Tore: 1:0 (45.) Ogbidi; 2:0 (52.) Kalckreuth; 2:1 (90.+2) Saliger; 2:2 (90.+4) Sylla
Mannschaftsaufstellungen: SV Babelsberg 03: Babke, Kalckreuth, Lang (7. Salaske), Wegener, Lämmel (81. Perovic), Okpalaike (61. Herrmann), Ebel, Hasse, Kang (81. Yilmaz), Ogbidi (61. Meier), Büch; VSG Altglienicke Berlin: Klatte, Czyborra (46. Kardam), Sonnenberg, Zografakis (76. Türpitz), Nietfeld, Roßbach (62. Oduah), Barylla (46. Tezel), Saliger, Rieder, Sylla, Ibrahimi (46. Hartl)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Okpalaike, Ogbidi, Salaske (SV Babelsberg 03) – Türpitz, Kardam (VSG Altglienicke Berlin)
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Redaktion: Holger Elias (NOFV)
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