Regionalliga Nordost

Regionalliga Nordost: Zusammenfassung 2. Spieltag

VSG - Hertha II 3:1 /HFC – Erfurt 1:1 / Lok – FCM II 3:3 / Dynamo – Chemie 2:0 / FSV – GFC 0:3 / Eintracht – FSV 63 3:0 / CFC – Preussen 3:0 / SVT – Aue 0:2 / SVB – Jena 0:1 / VSG – Hertha II abgesagt

Am Dienstag (11.08.26) spielten: Altglienicke entschied das Nachholspiel gegen Herthas U 23 durch Tore von Saliger und Oduah bereits in der ersten Halbzeit. Die Gäste stabilisierten sich nach der Pause und verkürzten durch Kourouma, konnten die klare 1:3-Niederlage aber nicht mehr verhindern. Die weiterhin ungeschlagene VSG kletterte mit acht Punkten auf den vierten Tabellenplatz.

Die Ergebnisse vom Sonntag (02.08.26): Rot-Weiß Erfurt erkämpfte beim Halleschen FC durch Nathan Claxtons Treffer in der Nachspielzeit ein verdientes 1:1. Niclas Stierlin hatte die Gastgeber nach einer Ecke entgegen dem Spielverlauf in Führung gebracht. Claxton sah unmittelbar nach seinem Ausgleich wegen des Jubels Gelb-Rot. - Lok Leipzig und der 1. FC Magdeburg II trennten sich nach einem unterhaltsamen Schlagabtausch 3:3. Der Meister drehte einen frühen Rückstand und führte bereits mit 3:1, ehe Kevin Manthey und Magnus Baars binnen vier Minuten ausglichen. Lok bezahlte seine nachlassende defensive Ordnung, während die junge Magdeburger Mannschaft große Moral bewies.

Am Samstag (01.08.26) spielten: Der BFC Dynamo bezwang die BSG Chemie Leipzig nach torloser erster Hälfte verdient mit 2:0. Rufat Dadashov brach nach einer Ecke den Bann, ehe Joker Leander Fritzsche die Entscheidung herbeiführte. Dynamo holte damit die ersten Saisonpunkte, während Chemie nach zwei Spieltagen noch ohne Zähler ist. - Der Greifswalder FC gewann beim FSV Zwickau dank eines abgeklärten Auftritts mit 3:0. Grace Bokake und Colin Kroll-Thiel trafen vor der Pause, ehe Felix Heim in der Schlussphase für die Entscheidung sorgte. Für Zwickau war es die erste Regionalliga-Heimniederlage seit dem 30. August 2024. - Der RSV Eintracht 1949 bezwang den FSV 63 Luckenwalde trotz fast 40-minütiger Unterzahl mit 3:0. Ein Eigentor und Ernes Smailovic sorgten für die Pausenführung, bevor der eingewechselte Endi Jupolli einen Konter sehenswert vollendete. Luckenwalde fand auch nach der Gelb-Roten Karte gegen Ali Mohammed Kasola keine Mittel gegen die kompakte RSV-Defensive. - Die Partie zwischen der VSG Altglienicke Berlin und Hertha BSC II wurde abgesetzt. Grund waren nach Angaben des Gastgebers die anhaltenden starken Regenfälle. Deshalb sei für den Platz in der Spree-Arena Fürstenwalde, wo die VSG ihre Heimspiele austrägt, eine Platzsperre verhängt worden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, teilte der Verein mit.

Am Freitagabend (31.07.26) trafen aufeinander: Der Chemnitzer FC bezwang den BFC Preussen nach torloser erster Hälfte mit 3:0. Jonas Marx entschied die Partie unmittelbar nach der Pause mit zwei Treffern binnen vier Minuten, ehe Domenico Alberico den Endstand herstellte. Damit startet der CFC mit sechs Punkten und 7:0 Toren in die Saison. - Erzgebirge Aue setzte sich beim SV Tasmania Berlin hochverdient mit 2:0 durch. Innenverteidiger Patrick Kapp erzielte beide Treffer nach ruhenden Bällen, während Tasmania-Torhüter Mika eine deutlichere Niederlage verhinderte. Die Veilchen feierten ihren ersten Saisonsieg, die Berliner warten dagegen weiter auf den ersten Punkt. - Der FC Carl Zeiss Jena gewann beim SV Babelsberg 03 durch einen Kopfball von Elias Löder in der 96. Minute mit 1:0. Babelsberg besaß vor der Pause die deutlich besseren Chancen, traf durch Daniel Wegner jedoch nur die Latte. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der FCC und feierte dank der späten Verbindung zwischen Miguel Boog und Löder seinen ersten Saisonsieg.

 

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Saligers Blitzstart stellt Herthas Dreierkette kalt

VSG Altglienicke – Hertha BSC II 3:1 (3:0)

Die VSG Altglienicke hat ihren bemerkenswert stabilen Saisonstart fortgesetzt. Im Nachholspiel des zweiten Spieltages stellte die Mannschaft von Trainer Dan Twardzik mit zwei Treffern binnen neun Minuten früh die Weichen und bezwang Herthas U 23 vor 679 Zuschauern verdient mit 3:1. Jonas Saliger avancierte mit seinem Doppelpack zum entscheidenden Mann, während der Berliner Nachwuchs erst nach dem Seitenwechsel zu größerer Stabilität fand.

Hertha-Trainer Rejhan Hasanović reagierte auf den 2:1-Erfolg bei Lok Leipzig mit zwei personellen Veränderungen und einer defensiven Dreierkette. Selim Telib und Mustafa Kourouma rückten für Leon Jensen und Jelani Ndi in die Anfangsformation. Doch ehe sich die neu formierte Ordnung finden konnte, war der taktische Plan bereits weitgehend entwertet.

Altglienicke begann mit hoher Entschlossenheit und schlug praktisch mit dem ersten Wirkungstreffer zu: Saliger brachte die Gastgeber bereits in der 2. Minute in Führung. Hertha fand weder Ruhe noch ausreichenden Zugriff, die VSG nutzte die Verunsicherung konsequent. Emeka Oduah erhöhte in der 9. Minute auf 2:0 und bescherte den Hausherren einen Start nach Maß.

Nach Hasanovićs Einschätzung gewann seine junge Mannschaft ab der 20. Minute zwar mehr Spielkontrolle, zwingende Wirkung entfaltete der vermehrte Ballbesitz jedoch nicht. Altglienicke blieb in den entscheidenden Räumen abgeklärter – und Saliger setzte noch vor der Pause den nächsten Nadelstich. Mit seinem zweiten Treffer stellte der Mittelfeldspieler auf 3:0 (35.). Herthas zur Stabilisierung gedachte Dreierkette hatte damit drei Gegentore in einer Halbzeit hinnehmen müssen.

Hasanović wechselte zur Pause Leon Gruschwitz aus und brachte Kebir Ali Canpolat. Die Gäste präsentierten sich nun kompakter, hielten die Begegnung offener und erfüllten damit zumindest das vom Trainer ausgegebene Etappenziel, den zweiten Durchgang für sich zu entscheiden. Altglienicke musste angesichts des komfortablen Vorsprungs nicht mehr mit letzter Konsequenz ins Risiko gehen und verwaltete die Partie über weite Strecken kontrolliert.

Twardzik verschaffte seiner Mannschaft ab der 57. Minute mit Jonas Hartl und Nikos Zografakis neue Kräfte, später folgten unter anderem Philip Türpitz und Mehmet Ibrahimi. Hertha gab sich dennoch nicht geschlagen. Innenverteidiger Kourouma verkürzte in der 78. Minute mit seinem ersten Pflichtspieltor für die Berliner auf 1:3. Zum Ausgangspunkt einer späten Aufholjagd wurde der Treffer jedoch nicht mehr.

Altglienicke blieb damit auch im vierten Saisonspiel ungeschlagen und rückte mit acht Punkten auf Rang vier vor. Am Sonntag empfängt die VSG den Halleschen FC. Hertha muss nach der dritten Niederlage im vierten Spiel bereits am Freitag im nächsten Stadtduell gegen den BFC Dynamo wieder antreten.

Zuschauer: 679
Spielstätte: Spree-Arena, Fürstenwalde/Spree
Schiedsrichter: Franziska Wildfeuer – John Bartsch, Lars Albert

Tore: 1:0 (2.) Saliger; 2:0 (9.) Oduah; 3:0 (35.) Saliger; 3:1 (78.) Kourouma

Mannschaftsaufstellungen:

VSG Altglienicke Berlin: Klatte, Czyborra, Sonnenberg, Kebe, Oduah (57. Hartl), Nietfeld (71. Türpitz), Tezel, Saliger, Rieder (71. Ibrahimi), Sylla (80. Kizildemir), Ersungur (57. Zografakis)

Hertha BSC II: Heide, Gruschwitz (46. Canpolat), Kourouma, Ngwa (87. Akoto), Kannewurf (71. Müller), Brekalo, Ogbaidze (71. Aslanidis), Hildebrandt (71. Schößler), Adetokunbo-Adeleye, Weiland, Telib

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Czyborra, Ibrahimi (VSG Altglienicke Berlin); Hertha BSC II ohne Verwarnung.

 

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Claxtons turbulente Minute rettet Erfurt den Punkt

Hallescher FC – FC Rot-Weiß Erfurt 1:1 (0:0)

Nathan Claxton hat Rot-Weiß Erfurt in einer turbulenten Schlussphase einen verdienten Punkt beim Halleschen FC gerettet. Der zur Pause eingewechselte Innenverteidiger lenkte in der Nachspielzeit einen missglückten Distanzversuch von Caciel zum 1:1 ins Tor – und sah im anschließenden Jubel Gelb-Rot. Zuvor hatte Niclas Stierlin die Saalestädter entgegen dem Spielverlauf in Führung geköpft.

Vor 8.942 Zuschauern entwickelte sich eine offene Begegnung, in der beide Mannschaften früh zu Abschlüssen kamen. Dustin Forkel verzog am langen Pfosten (3.), auf der Gegenseite zwang Bocar Baro RWE-Schlussmann Lorenz Otto zu einer Parade (9.). Halle übernahm anschließend mehr Initiative, verzichtete jedoch auf ein konsequentes Angriffspressing und gestattete den Thüringern einen weitgehend unbedrängten Aufbau.

Die klareren Möglichkeiten besaß dennoch Erfurt. Marco Wolf schoss zunächst zu zentral (12.), ehe HFC-Torhüter Sven Bendel gegen Caniggia Elva Caciel seine Klasse zeigte: Im Eins-gegen-Eins machte sich der Schlussmann breit und wehrte den platzierten Abschluss mit einer Hand ab (34.). Zwei Minuten später jagte Hinata Gonda den Ball nach starkem Laufweg aus aussichtsreicher Position über das Tor. Halle hätte durch Stanley Ratifo treffen können, doch Gonda störte den Angreifer im entscheidenden Moment (32.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte RWE deutlich den Druck. Wolf köpfte nach einem Einwurf wuchtig aufs Tor, Bendel lenkte den Ball mit einer starken Flugeinlage zur Ecke (48.). Die Gäste setzten sich nun in der Hallenser Hälfte fest, ließen im letzten Drittel aber Präzision vermissen. Forkels Hereingabe fand weder Gonda noch Benjamin Dreca (57.).

Für zusätzliche Energie sorgten Romario Hajrulla und Robbie Felßberg. Letzterer wurde nach einer Erfurter Ecke von Baro mit dem Fuß im Gesicht getroffen, doch Schiedsrichter Michael Näther ließ weiterspielen (71.). Nur drei Minuten später schlug der HFC aus dem Nichts zu: Nach einer Ecke stand Stierlin im Zentrum völlig frei und köpfte zum 1:0 ein (74.).

HFC-Trainer Mark Zimmermanns Team zog sich nun weit zurück und verteidigte den Vorsprung mit wachsendem Aufwand. Bendel parierte auch Awoudjas Kopfball glänzend, Felßberg vergab den Nachschuss (83.). Als Halle schon unmittelbar vor dem Heimsieg stand, brachte Caciel einen verunglückten Fernschuss in den Strafraum. Claxton hielt den Fuß hinein und lenkte den Ball zum 1:1 ins Netz (90.+1).

Der Torschütze riss sich im Jubel das Trikot vom Leib und erhielt dafür seine zweite Verwarnung. Dieser kuriose Schlusspunkt änderte nichts am verdienten Punktgewinn der Erfurter, die besonders nach der Pause das aktivere Team waren. Halle dagegen bezahlte seine zunehmend passive Haltung und verpasste den ersten Saisonsieg.

Zuschauer: 8942
Spielstätte: LEUNA-CHEMIE-STADION, Halle (Saale)
Schiedsrichter: Michael Näther – Luis Riedel, Cedric de Parade

Tore: 1:0 (75.) Stierlin; 1:1 (90.+1) Claxton

Mannschaftsaufstellungen:

Hallescher FC: Bendel, Halili, Baro (80. Berger), Stierlin, Kulke (69. Becker), Hauptmann, Ratifo (85. Kastull), Landgraf, Langhammer, Damelang (69. Hartmann), Benyamina (69. Ehrlich)

FC Rot-Weiß Erfurt: Otto, Ikene (46. Claxton), Awoudja, Caciel, Wolf (78. Fehler), Dreca (64. Hajrulla), Forkel (78. Falcao), Walther, Boboy, Dehl, Gonda (64. Felßberg)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kulke, Ratifo, Benyamina, Ehrlich (Hallescher FC) – Wolf, Walther, Claxton (FC Rot-Weiß Erfurt); Gelb-Rote Karte: Claxton (FC Rot-Weiß Erfurt) in der 90.+2 Minute

 

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Lok verspielt Zwei-Tore-Vorsprung in vier Minuten

1. FC Lokomotive Leipzig – 1. FC Magdeburg II 3:3 (2:1)

Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat bei seinem Heimauftakt einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gegeben. Nach frühem Rückstand drehte der amtierende Meister die Begegnung und zog auf 3:1 davon, ehe Kevin Manthey und Magnus Baars die defensiven Nachlässigkeiten der Sachsen binnen vier Minuten zum 3:3 nutzten. In einer temporeichen Schlussphase hätten beide Mannschaften die Partie noch für sich entscheiden können.

Nach dem gemeinsamen Protest gegen die umstrittene Aufstiegsregelung begann Lok mit hohem Pressing und viel Zug zum Tor. Eren Öztürk setzte einen Schlenzer knapp vorbei (4.), Ayodele Adetula traf nach starkem Dribbling nur den Pfosten (11.). Dazwischen hatte jedoch Magdeburg zugeschlagen: Baars eroberte nach einer zunächst geklärten Ecke den Ball gegen Julian Lempe zurück und flankte präzise auf Rick Lemke, der mit 17 Jahren zur überraschenden Führung einköpfte (10.).

Lok ließ sich davon nicht beeindrucken, gewann weiterhin die Mehrzahl der Zweikämpfe und schnürte die Gäste phasenweise ein. Adetula verfehlte das Tor nach einem sehenswerten Solo (16.), Ricky Bornschein köpfte nach einer Ecke vorbei (21.). Beinahe hätte Lempe den FCM mit einem verunglückten Rückpass zum zweiten Treffer eingeladen, doch Lok-Torhüter Niclas Naumann parierte gegen Manthey (33.).

Zwei Minuten später wurde Rühlemann im Magdeburger Strafraum gefoult. Farid Abderrahmane verwandelte den fälligen Elfmeter sicher in die Mitte (36.). Kurz vor der Pause belohnte sich Lok für seine Überlegenheit ein zweites Mal: Simon Schierack traf in der Nachspielzeit per Lupfer zum 2:1 (45.+1).

Auch nach Wiederbeginn dominierten die Gastgeber. Bornschein leitete mit einem Tunnel Schieracks Möglichkeit ein (48.) und zwang Benjamin Kampa kurz darauf zu einer Glanzparade (50.). Beim nächsten Angriff war der Schlussmann machtlos: Öztürk öffnete das Spiel mit einem Außenristpass auf Adetula, dessen Querpass Bornschein aus Nahdistanz zum 3:1 verwertete (52.).

Lok schien auf dem Weg zum Heimsieg, verlor nach mehreren Wechseln jedoch Struktur und Zugriff. Magdeburg nutzte die entstehenden Räume gnadenlos. Leon Mergner bediente Manthey, der aus acht Metern verkürzte (70.). Nur drei Minuten später konterten die Gäste erneut, Baars hämmerte den Ball ins kurze Eck (73.).

Djamal Ziane verpasste mit einem Seitfallzieher die erneute Leipziger Führung (78.), auf der Gegenseite musste Lok nach Cornelius Bräunlings scharfer Hereingabe in höchster Not klären (82.). Als ein Magdeburger im Strafraum zu Fall kam, ließ Schiedsrichter Eric Wartmann weiterspielen (84.). So blieb es beim 3:3, das sich für die junge FCM-Elf wie ein gewonnener Punkt anfühlte. Lok dagegen musste sich vorwerfen lassen, eine kontrollierte Partie durch eine anfällige Restverteidigung aus der Hand gegeben zu haben.

Zuschauer: 5001
Spielstätte: Bruno-Plache-Stadion Hauptfeld, Leipzig
Schiedsrichter: Marko Wartmann – Daniel Bartnitzki, Jan Vogt

Tore: 0:1 (10.) Lemke; 1:1 (36.) Abderrahmane (Strafstoß); 2:1 (45.+1) Schierack; 3:1 (52.) Bornschein; 3:2 (70.) Manthey; 3:3 (73.) Baars

Mannschaftsaufstellungen:

1. FC Lokomotive Leipzig: Naumann, Wilton, Schierack, Abderrahmane, Bornschein (82. Mergel), Adetula (67. Ziane), Čevis (55. Sadlek), Rühlemann, Lempe (55. Siebeck), Öztürk (67. Vuc), Kusic

1. FC Magdeburg II: Kampa, Lemke, Birk, Reitz (60. Korsch), Mewes (60. Niklaus), Trkulja, Zajusch, Mergner (81. Frohberg), Baars, Manthey (81. Elsner), Lee (74. Bräunling)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Lempe (1. FC Lokomotive Leipzig) – Birk, Zajusch (1. FC Magdeburg II)

 

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Dadashov köpft den BFC auf die Siegerstraße

BFC Dynamo – BSG Chemie Leipzig 2:0 (0:0)

Der BFC Dynamo hat die deutliche Auftaktniederlage in Erfurt mit einem verdienten 2:0 gegen die BSG Chemie Leipzig beantwortet. In einer lange ausgeglichenen und von vielen Unterbrechungen geprägten Begegnung köpfte Rufat Dadashov die Berliner in Führung, ehe der eingewechselte Leander Fritzsche den ersten Saisonsieg absicherte. Chemie blieb über weite Strecken offensiv zu harmlos und wartet nach zwei Spieltagen weiter auf den ersten Punkt.

Dabei erwischten die Leipziger den besseren Start. Luis Jakobi brachte eine Flanke in den Strafraum, Valon Aliji scheiterte an BFC-Torhüter Leon Hainke, den Nachschuss setzte Julius Hoffmann neben das Tor (2.). Anschließend ruhte der Ball für rund neun Minuten: Rauch und Pyrotechnik aus dem Berliner Block hatten das Spielfeld im Sportforum eingehüllt, Schiedsrichter Johannes Schipke schickte beide Mannschaften vorübergehend in den Kabinentrakt.

Nach der Fortsetzung fanden die Gastgeber besser in die Partie. Dynamo besaß mehr Ballkontrolle, blieb gegen die kompakte Leipziger Ordnung zunächst aber ebenso ohne Durchschlagskraft wie die BSG bei ihren Umschaltversuchen. Anton Bullands Lupfer über Hainke hinweg flog auch über das Tor (28.), ehe sich die Berliner Chancen häuften. Chemie-Schlussmann Benjamin Bergmann wehrte einen Distanzschuss von Julian-Maurice Windsheimer ab (35.) und verhinderte gegen den aus sieben Metern abschließenden Lukas Mattmüller den Rückstand (41.).

In der neunminütigen Nachspielzeit der ersten Hälfte besaßen beide Mannschaften ihre besten Gelegenheiten. Rajk Lisinski scheiterte nach einer Weiterleitung im Zentrum an Hainke, Hoffmanns Nachschuss wurde geblockt (45.+3). Auf der Gegenseite blieb Dadashovs Abschluss nach einer Ecke zu unplatziert (45.+8).

Auch nach der Pause mangelte es zunächst an Präzision. Willi Reincke prüfte Bergmann aus halblinker Position (48.), Luca Bürger verzog per Direktabnahme (56.). Chemie-Trainer Alexander Schmidt versuchte, der erlahmenden Offensive mit Tyron Profis, Marc Sodji und Conner Schulze neue Impulse zu geben. Die Wechsel brachten jedoch kaum Wirkung.

Stattdessen schlug Dynamo nach einer Ecke zu. Dadashov kam im Zentrum unbedrängt zum Kopfball, Bergmann ließ den nicht optimal platzierten Ball unglücklich durch die Beine passieren (71.). Die Leipziger fanden darauf keine Antwort. Der BFC zog sich nicht zurück, hielt den Gegner vom eigenen Strafraum fern und suchte weiter den Weg über die Außenbahnen.

Diese Haltung wurde belohnt: Der erst acht Minuten zuvor eingewechselte Fritzsche setzte sich links im direkten Duell gegen Philipp Wendt durch und jagte den Ball aus kurzer Distanz in den Winkel (81.). Hainke parierte anschließend noch einen Distanzversuch von Stanley Sanin (83.), ernsthaft geriet der Berliner Erfolg aber nicht mehr in Gefahr. Während Dynamo vor 3001 Zuschauern seine ersten Saisonpunkte feierte, offenbarte Chemie erneut genau jene Baustelle, die Trainer Schmidt bereits vor dem Anpfiff benannt hatte: Im Angriff fehlte der letzte Punch.

Zuschauer: 2251
Spielstätte: Sportforum Stadion, Berlin
Schiedsrichter: Johannes Schipke – Patrick Kluge, Laurenz Werner

Tore: 1:0 (71.) Dadashov; 2:0 (81.) Fritzsche

Mannschaftsaufstellungen:

BFC Dynamo: Hainke, Liebelt (85. Noack), Miftaraj, Mattmüller, Sadrifar (85. Balde), Dadashov (72. Fritzsche), Mantatu Rogero (59. Breitfeld), Oellers, Windsheimer, Gunte, Reincke (72. Bölke)

BSG Chemie Leipzig: Bergmann, Bürger (70. Hollenbach), Pfeil, Aliji (57. Profis), Bulland (65. Schulze), Wendt, Hoffmann (57. Sodji), Sanin, Lisinski, Jakobi (70. Enke), Kratzer

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Dadashov (BFC Dynamo) – Aliji, Wendt, Lisinski, Jakobi (BSG Chemie Leipzig)

 

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RSV trotzt Unterzahl und demontiert Luckenwalde

RSV Eintracht 1949 – FSV 63 Luckenwalde 3:0 (2:0)

Der RSV Eintracht 1949 hat das Brandenburg-Duell überraschend deutlich für sich entschieden. Ein kurioses Eigentor und Ernes Smailovics Treffer brachten die Gastgeber früh auf Kurs. Selbst nach der Gelb-Roten Karte gegen Ali Mohammed Kasola fand Luckenwalde keine Antwort – stattdessen vollendete Endi Jupolli einen mustergültigen Konter zum 3:0.

Die von zahlreichen Fouls und Unterbrechungen geprägte Begegnung begann zerfahren. Kasola sah bereits nach neun Minuten Gelb, während beide Mannschaften im Spielaufbau kaum zusammenhängende Aktionen zustande brachten. Erst nach rund 20 Minuten entwickelte der RSV mehr Zug zum Tor. Smailovic verfehlte das Gehäuse nach einer Ecke mit einem kraftvollen Distanzschuss noch knapp (24.).

Vier Minuten später half Luckenwalde kräftig mit: Ein zunächst abgewehrter Abschluss prallte beim Klärungsversuch gegen einen Mitspieler und senkte sich als Bogenlampe zum 1:0 ins Tor (28.). Der Wirkungstreffer war deutlich zu spüren. Nur fünf Minuten später wurde ein Abschluss von Isma Baraze Adam unfreiwillig zur Vorlage für Smailovic, der aus elf Metern überlegt ins linke untere Eck einschob (33.).

Der FSV hätte umgehend verkürzen können. Phil Butendeich kam aus 16 Metern frei zum Abschluss, setzte den Ball jedoch hauchdünn neben den linken Pfosten (37.). Auf der Gegenseite verhinderte Luckenwaldes Torhüter gegen Smailovics Distanzschuss mit einer starken Parade das 3:0 (40.). Kasola bewegte sich derweil auf einem schmalen Grat: Trotz seiner frühen Verwarnung ging er erneut riskant in einen Zweikampf, blieb vor der Pause aber noch auf dem Feld.

Sechs Minuten nach Wiederbeginn war seine Partie beendet. Kasola sah nach einem weiteren Foul Gelb-Rot (51.) und verschaffte Luckenwalde damit fast eine komplette Halbzeit in Überzahl. Der FSV erhöhte zwar den Druck, konnte aus dem personellen Vorteil aber kaum Kapital schlagen. Für Diskussionen sorgte eine Szene in der 61. Minute, als Julian Mätzke im RSV-Strafraum zu Fall kam, der Schiedsrichter jedoch auf Abstoß entschied.

Luckenwalde besaß nun mehr Spielanteile, produzierte aber vorwiegend unpräzise Distanzversuche. Der RSV verteidigte kompakt, hielt die Gäste vom eigenen Tor fern und setzte den entscheidenden Nadelstich: Nathanael Kukanda flankte präzise in den Strafraum, der eingewechselte Jupolli nahm den Ball direkt und jagte ihn unter die Latte (71.).

Mätzke verfehlte mit einem Freistoß knapp den linken Pfosten (78.), mehr ließ die Eintracht nicht zu. In der Nachspielzeit hätte Smailovic sogar erhöhen können, schoss jedoch am langen Eck vorbei. Vor 318 zahlenden Zuschauern sicherte sich der RSV einen verdienten Sieg, während Luckenwalde trotz langer Überzahl offensiv erschreckend harmlos blieb.

Zuschauer: 318
Spielstätte: Preussen-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Benjamin Strebinger – Lukas Pilz, Jason Poser

Tore: 1:0 (29.) Göth; 2:0 (34.) Smailovic; 3:0 (72.) Jupolli

Mannschaftsaufstellungen:

RSV Eintracht 1949: Güldner, Herrmann, Göth (56. Jupolli), Smailovic, Baraze Adam (75. Williams), Hasenberg, Fron, Kim, Bilbija, Kasola, Kukanda (84. Pohlenz)

FSV 63 Luckenwalde: Tittel, Pollasch (78. Heidrich), Koplin, Butendeich (63. Dahlke), Mätzke, Jannene, Kaus (78. Seidel), Neumann (63. Will), Pilger (46. Zamzow), Schneider, Kühn

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Güldner, Smailovic, Bilbija, Kasola (RSV Eintracht 1949) – Butendeich, Jannene, Will (FSV 63 Luckenwalde); Gelb-Rote Karte: Kasola (RSV Eintracht 1949)

 

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GFC bestraft Zwickaus fehlende Balance

FSV Zwickau – Greifswalder FC 0:3 (0:2)

Der Greifswalder FC hat dem FSV Zwickau die erste Regionalliga-Heimniederlage seit fast zwei Jahren zugefügt. Grace Bokake und Colin Kroll-Thiel stellten bereits vor der Pause die Weichen, Felix Heim vollendete den reifen Auftritt der Gäste zum 3:0. Zwickau begann engagiert, offenbarte anschließend jedoch erhebliche Probleme gegen das schnelle Greifswalder Umschaltspiel.

Die Gastgeber wollten den Schwung aus dem Auftaktsieg in Jena mitnehmen und liefen den GFC zunächst hoch an. Ein Schuss von Marc-Philipp Haubner wurde nach einer Ecke geblockt (4.), zwingende Gefahr entstand aus dem frühen Druck jedoch nicht. Stattdessen übernahm Greifswald zunehmend die Kontrolle. FSV-Torhüter Lucas Hiemann verhinderte nach einer Hereingabe und einem Kopfball aus Nahdistanz den Rückstand (16.).

Zwickau meldete sich durch Cemal Sezer zurück, dessen Kopfball Jakub Ackermann mit Mühe parierte (22.). Mitten in diese Drangphase schlugen die Gäste zu: Kay Seidemann erhielt links viel Raum, legte überlegt ins Zentrum und Bokake schob am herauslaufenden Hiemann vorbei zum 0:1 ein (26.). Die Antwort wäre beinahe unmittelbar gefolgt, doch Haubner traf nach einer Flanke von Christian Möbius nur den Pfosten (33.).

Greifswald blieb besonders nach Ballgewinnen gefährlich und belohnte sich unmittelbar vor der Pause erneut. Wieder setzte sich Seidemann auf der linken Seite durch, diesmal verwertete Kroll-Thiel seine flache Hereingabe zum 0:2 (45.). Die Führung spiegelte die größere Zielstrebigkeit und Präzision des GFC wider.

FSV-Trainer Rico Schmitt reagierte zur Pause mit einem Dreifachwechsel: Nick Breitenbücher, Paul-Philipp Besong und Philipp Harant kamen für Sezer, Veron Dobruna und Joshua Putze. Am Kräfteverhältnis änderte das zunächst wenig. Bokake schoss nach einem Diagonalball ans Außennetz (56.) und legte kurz darauf für Kroll-Thiel quer, dessen Abschluss Robin Ziemer auf der Linie klärte (57.). Auch Janis Juckel besaß zwei Möglichkeiten zur vorzeitigen Entscheidung.

Erst in der Schlussviertelstunde erzeugte Zwickau etwas mehr Druck. Ziemer schoss nach einer einstudierten Eckballvariante über das Tor (73.), Breitenbücher zwang Ackermann zu einer Flugparade (75.). Die Greifswalder Defensive blieb jedoch stabil und ließ sich auch durch die zahlreichen offensiven Wechsel der Hausherren nicht aus ihrer Ordnung ziehen.

Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Heim. Er zog von außen nach innen und traf präzise ins lange Eck (83.). Besong scheiterte anschließend zweimal am Ehrentreffer. Damit endete Zwickaus seit dem 30. August 2024 währende Heimserie ausgerechnet mit demselben Resultat wie damals gegen Altglienicke. Greifswald dagegen überzeugte durch kompakte Defensivarbeit, schnelles Umschalten und bemerkenswerte Effizienz.

Zuschauer: 4330
Spielstätte: GGZ-Arena, Zwickau
Schiedsrichter: Pascal Wien – Julius Hanft, Ahmad Chahrour

Tore: 0:1 (26.) Bokake Bolufe; 0:2 (45.) Kroll-Thiel; 0:3 (83.) Heim

Mannschaftsaufstellungen:

FSV Zwickau: Hiemann, Moritz, Dobruna (46. Harant), Möbius, Startsev (69. Seidel), Sengersdorf (69. Martens), Sezer (46. Besong), Fobassam Nawe, Putze (46. Breitenbücher), Ziemer, Haubner

Greifswalder FC: Ackermann, Kaizer, Bokake Bolufe, Semic (82. Oke), Leipertz (59. Walchhütter), Kroll-Thiel (82. Gomes Pereira), Juckel (63. Schmökel), Seidemann (59. Heim), Niemitz, Sternberg, Seidel

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Startsev, Martens (FSV Zwickau) – Semic (Greifswalder FC)

 

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Marx’ Blitz-Doppelpack knackt Preussens Bollwerk

Chemnitzer FC – BFC Preussen 3:0 (0:0)

Der Chemnitzer FC hat seinen Traumstart in die neue Regionalliga-Saison fortgesetzt. Vier Tage nach dem 4:0 bei Hertha BSC II bezwangen die Himmelblauen den BFC Preussen mit 3:0. Nachdem sich die Berliner vor der Pause noch erfolgreich widersetzt hatten, brach Jonas Marx unmittelbar nach dem Seitenwechsel mit einem Doppelpack den Bann. Domenico Alberico setzte vor 3.639 Zuschauern den Schlusspunkt.

Chemnitz übernahm früh die Initiative, fand gegen die kompakte und in der Luft zunächst stabile Gästeabwehr aber kaum einen Weg in den Strafraum. Preussen überließ dem CFC den Ball, verdichtete die Räume und zwang die Gastgeber häufig zu hohen Zuspielen. Marx setzte einen ersten Abschluss aus 17 Metern neben das Tor (15.), während mehrere Chemnitzer Ecken wirkungslos blieben.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Berliner mutiger. Nach einem Konter über die linke Seite verhinderte lediglich ein Ausrutscher eine aussichtsreiche Abschlussposition (27.), wenig später köpfte Lenny Stein nach einer Ecke deutlich vorbei (31.). Chemnitz antwortete mit einer schnellen Kombination über rechts, doch zwei Angreifer verpassten die Hereingabe, ehe Tobias Stockinger den Nachschuss über das Tor setzte (32.).

Die Partie nahm nun Fahrt auf. Alberico schoss knapp am langen Pfosten vorbei (37.), auf der Gegenseite zwang Frank CFC-Torhüter David Richter aus halbrechter Position zu einer starken Parade (41.). Stein köpfte anschließend über das Gehäuse (43.), ehe BFC-Schlussmann Julian Palmowski einen Distanzversuch von Arnold Tchouangue entschärfte (45.). Das torlose Pausenresultat entsprach damit einer Begegnung, in der Chemnitz mehr Ballbesitz, Preussen aber zunehmend gefährliche Momente verzeichnete.

Nach Wiederbeginn zerlegte der CFC das Berliner Abwehrkonzept binnen vier Minuten. Zunächst entwich Marx nach einer Flanke von links seinem Bewacher und köpfte unbedrängt ins rechte Eck (46.). Kurz darauf wurde der Angreifer erneut freigespielt, umkurvte Palmowski und schob zum 2:0 ein (50.). Für den früheren Eilenburger war es bereits der dritte Saisontreffer.

Preussen besaß umgehend die Gelegenheit zur Antwort, doch Stein verfehlte am langen Pfosten eine Freistoßhereingabe nur um Zentimeter (54.). Danach kontrollierte Chemnitz das Geschehen, ohne das letzte Risiko einzugehen. Die Gäste fanden gegen die geordnete Restverteidigung kaum noch Lösungen und blieben in ihren Offensivaktionen zu unpräzise.

Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal gefährlich: Der eingewechselte Johannes Pistol scheiterte mit einem wuchtigen Distanzschuss an Palmowski (86.), ehe Frank auf der Gegenseite den Pfosten traf (88.). Die letzte Antwort gehörte jedoch dem CFC. Nach Maximilian Fessers Vorlage von rechts schob Alberico aus zehn Metern zum 3:0 ein (90.). Mit sechs Punkten und 7:0 Toren untermauerte Chemnitz seinen glänzenden Saisonstart, ehe am Dienstag das Derby gegen den FSV Zwickau wartet.

Zuschauer: 5639
Spielstätte: eins-Stadion – An der Gellertstraße, Chemnitz
Schiedsrichter: Marcel Riemer – Andy Stolz, Tobias Behm

Tore: 1:0 (46.) Marx; 2:0 (50.) Marx; 3:0 (90.+1) Alberico

Mannschaftsaufstellungen:

Chemnitzer FC: Richter, Löhmannsröben, Geipl (66. Vogt), Stockinger (77. Zamora Gonzalez), Alberico, Marx (77. Pistol), Tchouangue, Slamar, Grimaldi (66. Fesser), Eppendorfer, Baumgart (89. Hempel)

BFC Preussen: Palmowski, Gramberg (80. Wosz), Lessel (72. Kühn), Vierling, Fontein, Covic (80. Maric), Dikarev, Butkovic (72. Adekunle), Frank, Stein (62. Häusl), Meyer

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Grimaldi (Chemnitzer FC) – Stein, Covic, Wosz (BFC Preussen)

 

--- 2. SPIELTAG - REGIONALLIGA NORDOST ---

 

Kapps Doppelpack belohnt Aues Geduld

SV Tasmania Berlin – FC Erzgebirge Aue 0:2 (0:1)

Der FC Erzgebirge Aue hat seine spielerische Überlegenheit beim SV Tasmania Berlin in einen verdienten 2:0-Auswärtssieg umgemünzt. Patrick Kapp wurde im Werner-Seelenbinder-Sportpark zum entscheidenden Mann: Der Innenverteidiger traf früh nach einer Ecke und beseitigte kurz vor Schluss mit seinem zweiten Tor die letzten Zweifel. Tasmania verteidigte lange aufopferungsvoll, entwickelte nach vorn jedoch zu wenig Durchschlagskraft.

Die Gäste übernahmen vom Anpfiff weg die Kontrolle und prüften Tasmania-Torhüter Mika bereits nach fünf Minuten. Tim Maciejewski setzte Willi Kamm in Szene, dessen Abschluss aus sieben Metern der Berliner Schlussmann am kurzen Pfosten abwehrte. Vier Minuten später war Mika machtlos: Nach einer Ecke setzte sich Kapp im Zentrum gegen Fatih Baca durch und köpfte aus fünf Metern zum 0:1 ein (9.).

Tasmania antwortete zunächst durchaus mutig. Nach einem Angriff über die rechte Seite zog Mensah von der Strafraumkante ab, doch Aues neuer Torhüter Uhlig tauchte rechtzeitig ab (12.). Es blieb die einzige ernsthafte Prüfung des Gästekeepers vor der Pause. Aue presste hoch, schnürte die Gastgeber phasenweise in deren Hälfte ein und erzwang immer wieder lange, meist unpräzise Befreiungsschläge.

Auch spielerisch wirkten die Veilchen reifer. Simon Skarlatidis und Maciejewski sorgten über die Außenbahnen für Breite, während Marcel Bär im Zentrum permanent Räume suchte. Der Angreifer scheiterte zunächst mit einem Schlenzer an Mika (18.) und setzte später eine Flanke von Skarlatidis per Kopf über das Tor (39.). Dazwischen verfehlte Kapp nach einer weiteren Ecke nur knapp seinen zweiten Treffer (29.). Dass Aue zur Pause lediglich 1:0 führte, schmeichelte den Berlinern.

Nach dem Seitenwechsel stand Tasmania kompakter und nahm den Gästen zunächst etwas von ihrem Rhythmus. Die Mannschaft von Trainer Torsten Mattuschka verschob enger, blieb im eigenen Ballbesitz aber fehleranfällig. Eine missratene Flanke Mensahs, die Uhlig ohne Mühe aufnahm, war lange Zeit das Höchste der Berliner Offensivbemühungen (64.).

Aue erhöhte danach wieder die Schlagzahl. Maciejewski verfehlte nach Kamms Hereingabe knapp (64.), ehe Mika gegen Nils Lihsek den Winkel geschickt verkürzte (68.). Sekunden später lenkte der Berliner Keeper einen Schuss des gerade eingewechselten Finn Heidrich mit dem Fuß an den Pfosten (69.). Auch Strietzel ließ eine gute Kopfballmöglichkeit ungenutzt (75.).

So blieb die Begegnung trotz der klaren Kräfteverhältnisse bis in die Schlussphase offen. Erneut war es schließlich ein ruhender Ball, der Tasmania bezwang: Lihsek hob einen Freistoß an den Fünfmeterraum, Kapp löste sich von seinem Gegenspieler und beförderte die Kugel im Fallen zum 0:2 ins Netz (86.). Aue feierte damit den ersten Saisonsieg, während Tasmania auch am zweiten Spieltag ohne Punkt blieb.

Zuschauer: 3000
Spielstätte:
W.-Seelenb.-Sportpark NR1, Berlin
Schiedsrichter:
Miriam Schwermer – Lukas Pilz, Max Goroncy

Tore: 0:1 (10.) Kapp; 0:2 (87.) Kapp

Mannschaftsaufstellungen:

SV Tasmania Berlin: Mika, Eder, Yajima, Yayla (37. Bekdemir), Beyreuther, Beyazit (76. Grigoriadis), Cakmak (57. Jakob), Mensah, Baca, Berko (76. Sambale), Wostrikow

FC Erzgebirge Aue: Uhlig, Angleberger, Strietzel, Lihsek (87. Loubongo-M'Boungou), Bär, Kapp, Burghardt (79. Prosche), Kamm (68. Pauling), Maciejewski (68. Ramadan), Kokovas, Skarlatidis (68. Heidrich)

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Yajima, Beyazit, Baca, Berko (SV Tasmania Berlin)

 

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Löders Last-Minute-Kopfball erlöst Jena

SV Babelsberg 03 – FC Carl Zeiss Jena 0:1 (0:0)

Ein Kopfball in der 96. Minute hat den FC Carl Zeiss Jena vor einem Fehlstart bewahrt. Elias Löder vollendete eine Hereingabe des kurz zuvor eingewechselten Miguel Boog zum glücklichen 1:0-Erfolg beim SV Babelsberg 03. Die Gastgeber hatten vor allem in der ersten Hälfte die besseren Möglichkeiten, während der FCC erst nach dem Seitenwechsel Kontrolle und Zugriff gewann.

Vor dem Anpfiff protestierten beide Fanlager gegen die stockende Regionalligareform, anschließend setzte Babelsberg das erste sportliche Ausrufezeichen. Amadeus Ebel setzte sich auf der rechten Seite durch und legte auf Daniel Wegner zurück, dessen Abschluss kurz vor der Torlinie geklärt wurde (6.). Jena antwortete durch Emilio Munser, dessen Schuss nach Kevin Lankfords Zuspiel abgefälscht wurde (9.), fand im fehlerhaften Aufbau aber zunächst keinen Rhythmus.

Die Gastgeber agierten geradliniger und suchten wiederholt den Weg über ihre rechte Seite. Nach einer Flanke von Theo Ogbidi bekam Min-gi Kang seinen Kopfball nicht kontrolliert auf das Tor (15.). Die größte Chance entsprang einer kurz ausgeführten Ecke: Wegner traf aus zehn Metern die Latte (32.). Babelsbergs Führung wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen.

Erst kurz vor der Pause wurde Jena zwingend. Paul Burmeister setzte sich rechts durch und zwang Justin Babke zur Parade, Löder konnte den Abpraller aus fünf Metern jedoch nicht verwerten, weil Ivan von Kalckreuth auf der Linie rettete (43.). Auf der Gegenseite verhinderte Marius Liesegang nach einem flachen Distanzschuss von David Hasse den Rückstand (45.+3).

Nach dem Seitenwechsel verschoben sich die Kräfteverhältnisse. Der FCC drängte Babelsberg tiefer in dessen Hälfte und setzte die Gastgeber früher unter Druck, ohne aus seinem zunehmenden Ballbesitz klare Abschlüsse zu entwickeln. Burmeisters Versuch wurde geblockt (60.), zahlreiche Hereingaben fanden im Zentrum keinen Abnehmer. Auch die Einwechslungen von Dion Ajvazi und Manassé Eshele verliehen dem Jenaer Angriff zunächst nicht die nötige Präzision.

Babelsberg verteidigte nun kompakter, verlor jedoch weitgehend den offensiven Zugriff. Jesaja Herrmann prüfte Liesegang aus 23 Metern (81.), während Löder auf der Gegenseite bei zwei Distanzversuchen deutlich verzog. Vieles deutete vor 4.042 Zuschauern auf ein torloses Remis hin.

Dann griff Jenas später Wechsel: Boog, erst in der 93. Minute für Malik Talabidi gekommen, schlug den Ball von links in den Strafraum. Löder setzte sich am Fünfmeterraum durch und köpfte ins linke Eck (90.+6). Wenig später war Schluss. Babelsberg musste sich für seine ausgelassenen Chancen bestrafen lassen, während Jena dank einer Steigerung nach der Pause und maximaler Effizienz den ersten Saisonsieg feierte.

Zuschauer: 4092
Spielstätte: Karl-Liebknecht-Stadion, Potsdam
Schiedsrichter: Sirko Müke – Florian Markhoff, Michael Bernowitz

Tore: 0:1 (90.+6) Löder

Mannschaftsaufstellungen:

SV Babelsberg 03: Babke, Kalckreuth, Lang, Wegener, Lämmel, Schmidt (42. Werbelow), Ebel (82. Meier), Hasse, Kang (69. Okpalaike), Ogbidi (69. Herrmann), Büch

FC Carl Zeiss Jena: Liesegang, Hehne, Lankford (90. Teuber), Wollschläger (61. Eshele), Talabidi (90.+5 Boog), Hoppe (46. Reddemann), Munser (61. Ajvazi), Löder, Fritz, Butzen, Burmeister

Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Lang, Büch (SV Babelsberg 03) – Fritz, Talabidi, Butzen, Löder (FC Carl Zeiss Jena)

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Redaktion: Holger Elias (NOFV)

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