Frauen und Mädchen

RB Leipzig II und der 1. FC Magdeburg bleiben makellos – Union II und Jena II feiern erste Saisonsiege

© Sebastian Dühring

Der 3. Spieltag der Frauen-Regionalliga Nordost bot erneut abwechslungsreiche Begegnungen und einige richtungsweisende Ergebnisse. Tabellenführer RB Leipzig II untermauerte mit dem dritten Sieg im dritten Spiel seine Titelambitionen und setzte sich am Ende doch deutlich beim Aufsteiger FSV Babelsberg 74 durch. Der 1. FC Magdeburg bewies beim Heimerfolg gegen den Aufsteiger Chemnitzer FC trotz Unterzahl Moral, während die zweiten Mannschaften des 1. FC Union Berlin und der FC Carl Zeiss Jena jeweils den ersten Dreier der noch jungen Saison einfuhren. Im einzigen Remis des Spieltags trennten sich der 1. FFV Erfurt und der FC Hansa Rostock leistungsgerecht.

1.FFV Erfurt – FC Hansa Rostock 1:1 (1:1)

Im Duell zweier Mannschaften, die intensiv um jeden Ball kämpften, trennten sich der 1. FFV Erfurt und der FC Hansa Rostock Unentschieden. Die Gastgeberinnen belohnten sich früh für ihre engagierte Anfangsphase: Lea Schrenk brachte Erfurt bereits in der 12. Minute in Führung. Rostock fand im weiteren Verlauf besser ins Spiel und kam unmittelbar vor dem Pausenpfiff durch Ella Brunsendorf (45.+1) zum verdienten Ausgleich.

Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Hansa erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte, während Erfurt vor allem nach Standards und über Angelina Lübcke mehrfach gefährlich wurde. In der Schlussphase erhöhten die Gastgeberinnen den Druck noch einmal und erspielten sich durch Mandy Uhl und erneut Lübcke gute Möglichkeiten, doch die Rostocker Defensive hielt dem Ansturm stand. So blieb es nach einer umkämpften Partie vor gut 80 Zuschauenden bei den Treffern aus der ersten Halbzeit und dem ersten Punktgewinn für die Hansakickerinnen.

1.FC Magdeburg – Chemnitzer FC 2:1 (2:1)

Vor 120 Zuschauern drehte der 1. FC Magdeburg einen frühen Rückstand und feierte gegen den Chemnitzer FC den dritten Saisonsieg. Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen bereits in der 4. Minute durch Juliette Leuschner in Führung. Magdeburg zeigte sich jedoch unbeeindruckt, übernahm zunehmend die Kontrolle und kam nach einem Foulspiel im Strafraum zum Ausgleich: Theresa Amelie Grosse verwandelte den fälligen Strafstoß in der 24. Minute sicher zum 1:1. Kurz vor der Pause gelang den Gastgeberinnen die Wende, als Carlia Angelique Diamond Johnson in der 45. Minute zum 2:1 traf.

Nach dem Seitenwechsel drängte Magdeburg auf die Vorentscheidung, musste aber ab der 59. Minute in Unterzahl weiterspielen: Rachel Kirps sah die Rote Karte. Chemnitz versuchte die personelle Überzahl in der Schlussphase zu nutzen und kam noch zu einigen Abschlüssen sowie mehreren Standardsituationen, doch die FCM-Defensive verteidigte den knappen Vorsprung entschlossen. So brachte der 1. FC Magdeburg den Heimsieg trotz Unterzahl über die Zeit und sicherte sich drei wichtige Punkte.

Türkiyemspor Berlin 1978 – 1. FC Union Berlin U23 0:3 (0:1)

Vor 102 Zuschauenden feierte die zweite Mannschaft des 1. FC Union Berlin ihren ersten Saisonsieg und setzte sich bei Türkiyemspor Berlin 1978 verdient durch. Die Gäste übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle, erspielten sich früh gute Möglichkeiten und gingen nach einem Foul im Strafraum durch den sicher verwandelten Foulelfmeter von Lea Aseko Nkili (19.) verdient in Führung. Auch danach blieb Union die aktivere Mannschaft und ging mit der Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Köpenickerinnen nahtlos an ihre dominante Vorstellung an. Lea Aseko Nkili schnürte in der 54. Minute ihren Doppelpack und erhöhte auf 2:0. Kurz darauf vereitelten Schulz und Kähler gemeinsam den möglichen Anschlusstreffer der Gastgeberinnen. Im direkten Gegenzug sorgte Union für die Vorentscheidung: Nach einer sehenswerten Kombination über Greta Muysers und Hanna Wegner musste Therese Goldmann (63.) den Ball nur noch zum 3:0 einschieben. Türkiyemspor fand gegen die kompakt auftretenden Gäste in dem Berliner Derby kaum Mittel, sodass Union´s  Auswärtssieg zu keiner Zeit gefährdet war.

SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf – FC Carl Zeiss Jena II 0:3 (0:2)

Die zweite Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena feierte seinen ersten Saisonsieg und bestimmte die Begegnung über weite Strecken. Nach einer halben Stunde zahlte sich die spielerische Überlegenheit aus: Julia Arnold brachte die Gäste in der 35. Minute in Führung, nur zwei Minuten später legte Neele Gast das 2:0 nach. Unmittelbar nach Wiederbeginn sorgte Gast mit ihrem zweiten Treffer des Tages (53.) früh für die Vorentscheidung.

Hohen Neuendorf stemmte sich zwar bis zum Schluss gegen die Niederlage und kam in der Schlussphase selbst noch zu einigen Torabschlüssen, gefährdete den verdienten Auswärtserfolg der Thüringerinnen jedoch nicht mehr.

SV Eintracht Leipzig-Süd – 1. FFC Turbine Potsdam II 2:1 (1:0)

Die Leipzigerinnen erwischten den besseren Start und gingen nach 23 Minuten verdient in Führung. Lena Güldenpfennig traf zum 1:0, nachdem beide Mannschaften zuvor bereits erste Abschlüsse verzeichnet hatten. Turbine II bemühte sich um eine schnelle Antwort und kam durch Lilly Wedler, Luna Alma Windsperger und Leonie Gattermann zu guten Abschlussmöglichkeiten, doch die Gastgeberinnen verteidigte die knappe Führung bis zum Pausenpfiff.

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Emily Reissmann in der 60. Minute auf 2:0. Potsdam blieb trotz des Rückschlags im Spiel, brachte frische Kräfte und erhöhte den Druck. In der 83. Minute verkürzten die Gäste zwar noch durch das Tor von Nicky Rohloff auf 2:1 doch für den Ausgleich reichte es für das junge Team aus Potsdam nicht mehr. Das Team vom SV Eintracht Leipzig-Süd bejubelte am Ende den zweiten Heimsieg der noch jungen Saison.

FSV Babelsberg 74 – RB Leipzig II 0:4 (0:1)

Beim Aufsteiger ging der Vizemeister RB Leipzig II als klarer Favorit in die Partie und bestimmte die erste Halbzeit nahezu vollständig. Bereits in der 4. Minute brachte Evita Judith Kogel die Gäste in Führung. Weitere Leipziger Möglichkeiten blieben zunächst ungenutzt, während Babelsberg nur selten für Entlastung sorgen konnte und förmlich nur in der Defensive gebunden war.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Babelsbergerinnen deutlich mutiger und gestaltete die Begegnung ausgeglichener. Babelsberg erarbeitete sich mehrere aussichtsreiche Angriffe, ließ die sich bietenden Chancen jedoch ungenutzt. Statt des möglichen Ausgleichs sorgte Leipzig innerhalb weniger Minuten für die Vorentscheidung zum dritten Saisonsieg: Evita Judith Kogel erhöhte in der 70. Minute mit einem sehenswerten Freistoßtreffer auf 2:0, Jasmina Dietrich schob vier Minuten später zum 3:0 ein. Den Schlusspunkt setzte Marie Grützner mit dem insgesamt vierten Treffer in der 90. Minute. Gemessen am Spielverlauf der zweiten Halbzeit fiel der Erfolg der Leipzigerinnen gewiss etwas zu deutlich aus, als es die Kräfteverhältnisse auf dem Platz vermuten ließen.

 

Tabelle & Ergebnisse 3. Spieltag

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