Herren
NOFV-Oberliga Süd: Zusammenfassung 9. Spieltag
NOFV-Oberliga Süd: Zusammenfassung 9. Spieltag
Spitzenreiter 1.FC Magdeburg II holt auch die Punkte bei Union Sandersdorf +++ SC Freital mit deutlichen 3:0-Erfolg gegen Budissa Bautzen +++ Marienberg verliert auf fremdem Terrain mit 1:3 beim VfB Auerbach +++ Minimalerfolge für Ludwigsfelder FC in Grimma und Bischofswerdaer FV gegen Einheit Rudolstadt +++ Unerwartet klarer 5:2-Erfolg für Germania Halberstadt gegen den VfB Krieschow +++ 4:4-Torfestival zwischen Arnstadt und Halle 96 +++ VFC Plauen gewinnt Krimi mit 3:2 bei Einheit Wernigerode +++ In der NOFV-Oberliga Staffel Süd fielen bisher 264 Tore, das entspricht einem Schnitt von 3,7 Treffern je Spiel +++ Corvin Kosak (VfB Germania Halberstadt) bleibt mit acht Treffern an der Spitze der Torjägerliste, gefolgt von sechs Akteuren, die jeweils fünf Tore erzielten.
SG Union Sandersdorf - 1. FC Magdeburg II 0:2 (0:0)
Am Freitagabend setzte sich der 1. FC Magdeburg II. mit einem klaren 2:0 gegen SG Union Sandersdorf durch. Schon vor dem Anpfiff war die Favoritenrolle klar verteilt und die Gäste aus Magdeburg wurden ihrer Rolle gerecht.
Die erste Halbzeit endete ohne Tore, doch nach der Pause schlug der Tabellenführer zu. Bennet Magnus Haffke eröffnete in der 54. Minute den Torreigen, bevor Elisio Widmann das Ergebnis vor 302 Zuschauern auf 2:0 erhöhte.
Trainer Petrik Sander vom 1.FC Magdeburg II. zeigte sich zufrieden mit dem Spielverlauf und nutzte die Gelegenheit, um in der 67. Minute einen Doppelwechsel durchzuführen. Firas Romdhane und Tarek Chahed ersetzten Eldin Dzogovic und Niclas Buschke. Union Sandersdorf reagierte in der 70. Minute mit einem Dreifachwechsel, bei dem Moritz Griesbach, Elia Miro Friebe und Dennis Brunner ins Spiel kamen. Kurz vor Schluss, in der 83. Minute, wechselte Sander erneut und brachte Hector Hink und Lirim Hoxha für Felix Vogler und Torschütze Widmann.
Mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Thimo Henrik Welk sicherte sich der 1. FC Magdeburg II. einen weiteren Sieg und festigte seine Position an der Tabellenspitze.
Die SG Union Sandersdorf, das Team von Coach Thomas Sawetzki hat nunmehr vier Siege, ein Remis und vier Niederlagen auf dem Konto. Der 1. FC Magdeburg II. beeindruckt weiterhin in der NOFV-Oberliga Süd. Mit 27 Toren sind sie das offensivstärkste Team der Liga. Ihre beeindruckende Saisonbilanz zeigt sieben Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage. Zudem bleibt Magdeburg seit fünf Spielen ungeschlagen.
SC Freital - FSV Budissa Bautzen 3:0 (2:0)
Der SC Freital setzte sich souverän mit 3:0 gegen FSV Budissa Bautzen durch. Schon vor dem Spiel waren die Erwartungen klar: Der SC Freital ging als Favorit ins Rennen – und die 90 Minuten bestätigten diese Prognose.
Bereits in den Anfangsminuten des Spiels sorgte William Wessely für Furore. Mit einem Doppelpack in der 3. und 10. Minute brachte er die Südtaler in Führung. Mit diesem 2:0 ging es in die Halbzeitpause.
Der Freitaler Trainer Christopher Beck reagierte in der Pause und brachte mit einem Doppelwechsel Philip Weidauer und Felix Hennig für Marian Weinhold und Oliver Genausch. Auf der Gegenseite versuchte Stefan Richter, Trainer des FSV Budissa Bautzen, mit den Einwechslungen von Max Rülicke und Devis Meißner für Julien Hentsch und Tom Hentschel frischen Wind ins Spiel zu bringen (61.). Doch der Gastgeber ließ sich nicht beirren: Weidauer traf in der 83. Minute zum 3:0-Endstand vor 518 Zuschauern.
Der SC Freital konnte in dieser Saison bereits vier Siege verbuchen, mussten jedoch auch fünf Niederlagen hinnehmen. Mit neun Punkten aus den letzten fünf Spielen zeigt sich der Gastgeber in guter Form. Der FSV Budissa Bautzen hingegen hat weiterhin Defensivprobleme. Die Mannschaft kassierte bereits 19 Gegentore. Die Budissa-Bilanz: Zwei Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen.
VfB Auerbach - FSV Motor Marienberg 3:1 (2:1)
In der NOFV-Oberliga Süd musste sich der FSV Motor Marienberg auf fremdem Terrain dem VfB Auerbach mit 1:3 geschlagen geben. Die Gastgeber sicherte sich verdient die drei Punkte gegen den Außenseiter.
Die Gastgeber, unter der Leitung von Sven Köhler, gingen durch ein Tor von Tim Kaiser in der 17. Minute in Führung. Doch Marienberg ließ nicht locker: Kevin Werner glich in der 28. Minute durch einen Elfmeter zum 1:1 aus. Nur fünf Minuten später, in der 33. Minute, brachte Cedric Graf Auerbach erneut in Führung. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.
Im zweiten Durchgang versuchte Motor-Trainer Ronny Rother mit einem Doppelwechsel in der 61. Minute, neue Akzente zu setzen. Louis Meyer und Florian Martin kamen für Max Flade und Jonathan Müller ins Spiel. Elf Minuten später folgte ein weiterer Doppelwechsel, bei dem Norman Fischer und Kenny Schmidt für Kilian Gerlach und Fabio Anger eingewechselt wurden. Doch die Bemühungen blieben ohne Erfolg. In der 78. Minute wechselte Köhler zwei seiner Torschützen, Graf und Kaiser, aus und brachte Marvin Todt und Vojtech Cermus. Nur eine Minute später erhöhte Paul Kämpfer auf 3:1 für die Köhler-Truppe.
In der Tabelle zeigt sich Auerbach mit einem ausgeglichenen Verhältnis von vier Siegen und vier Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 14:14. Dies positioniert sie im Mittelfeld der Tabelle. Der FSV Motor Marienberg hingegen hat unübersehbare Defensivprobleme: Mit bereits 32 Gegentoren sind sie das Team mit den meisten Gegentreffern der Liga.
FC Grimma - Ludwigsfelder FC 0:1 (0:0)
In der NOFV-Oberliga Süd lieferten sich der FC Grimma und der Ludwigsfelder FC ein Duell, das Spannung bis zur letzten Minute versprach. Mit einem knappen 0:1 setzten sich die Gäste aus Ludwigsfelde durch. Vor dem Spiel rechneten viele mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen – und sie wurden nicht enttäuscht.
Während in der ersten Halbzeit beide Teams mehr auf Sicherheit setzten und sich keine großen Chancen erarbeiteten, kam nach der Pause Bewegung ins Spiel. Der Ludwigsfelder Trainer entschied sich für frischen Wind und brachte Yannik Hartmann für Kaloyan Atanasov. Auch Grimma's Coach reagierte und schickte Moritz Diermann, Patrick Böhme und Akam Sabah Choschnau aufs Feld, während Lenny Pechmann, Louis Walter und Felix Beiersdorf eine Pause bekamen.
Das goldene Tor des Tages fiel in der 62. Minute: Maximilian Obst zeigte seine Klasse und brachte den Ball für Ludwigsfelder im Netz unter. Dieser Treffer sollte das Spielgeschehen prägen und den Gästen den Sieg sichern.
Der Ludwigsfelder FC konnte durch diesen wichtigen Auswärtssieg einen Sprung auf den neunten Platz machen. Ihre Bilanz aus den letzten fünf Spielen: fünf Punkte. Beide Teams teilen sich jedoch eine Gemeinsamkeit: Sie verbuchen jeweils drei Siege in der laufenden Saison.
VfB Germania Halberstadt - VfB 1921 Krieschow 5:2 (1:1)
In einem spannenden Duell am Samstag standen sich mit dem VfB Germania Halberstadt und dem VfB 1921 Krieschow zwei der Liga-Schwergewichte in der NOFV-Oberliga Staffel Süd gegenüber. Doch trotz der hohen Erwartungen an ein enges Match zeigte Halberstadt eine beeindruckende Leistung und setzte sich mit einem klaren 5:2 durch.
Vor einer Kulisse von 316 Zuschauern startete Krieschow furios in die Partie. Colin Raak brachte die Gäste bereits in der 9. Minute in Front. Doch Halberstadt ließ sich nicht beirren. Kurz vor der Halbzeitpause sorgte Corvin Kosak für den Ausgleich und stellte in der Nachspielzeit den 1:1-Halbzeitstand sicher.
Nach dem Seitenwechsel drehte Halberstadt auf. Patrick Baudis brachte die Gastgeber in der 58. Minute in Führung. In einer Phase hoher Dynamik schossen Paul Grzega (61.) und Pascal Hackethal (70.) zwei weitere Tore für Halberstadt. Krieschow's Raak gelang zwar in der 76. Minute ein weiterer Treffer, doch der Abstand war zu groß. Nur eine Minute später erhöhte Denis Neumann für Halberstadt auf 5:2. Mit diesem Ergebnis pfiff Schiedsrichter Ronny Walter die Partie ab.
Trotz des Sieges zeigt die Defensive von Halberstadt mit bereits 17 Gegentoren in dieser Saison deutliche Schwächen. Doch die Offensive kompensiert dies mit beeindruckenden 25 Treffern. Mit sieben Punkten aus den letzten fünf Spielen hat Halberstadt jedoch noch Potenzial nach oben.
Krieschow, bekannt für seine starke Offensive mit 21 Toren, muss sich nach dieser Niederlage sammeln. Es war bereits die zweite Pleite in Folge, was die Situation für das Team von Coach Toni Lempke nicht einfacher macht.
Bischofswerdaer FV 08 - FC Einheit Rudolstadt 1:0 (0:0)
In einem intensiven Duell der NOFV-Oberliga Süd setzte sich der Bischofswerdaer FV mit einem knappen 1:0 gegen den FC Einheit Rudolstadt durch. Trotz des Sieges zeigte die Mannschaft aus Bischofswerda noch Spielraum für Verbesserungen.
Die erste Halbzeit verlief ohne nennenswerte Höhepunkte, beide Teams schienen sich gegenseitig zu neutralisieren. Doch kurz nach dem Wiederanpfiff, in der 47. Minute, sorgte Steve Zizka für den entscheidenden Moment des Spiels und brachte die Gastgeber in Führung. Dieser Treffer sollte auch der einzige des Tages bleiben. Mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Julius Weiser konnte der Bischofswerdaer FV den wichtigen Heimsieg und die drei Punkte feiern.
Mit diesem Erfolg festigt Bischofswerda seinen dritten Platz in der Tabelle und bleibt in dieser Saison weiterhin ungeschlagen. Die beeindruckende Bilanz: fünf Siege und vier Unentschieden.
Für den FC Einheit Rudolstadt sieht die Lage hingegen weniger rosig aus. Mit nur fünf Punkten belegen sie aktuell den letzten Platz in der NOFV-Oberliga Süd. Die Offensive konnte bisher nur neun Treffer erzielen, was auf deutlichen Verbesserungsbedarf hinweist. Nach sechs Niederlagen, einem Sieg und zwei Unentschieden in dieser Saison müssen die Gäste schnellstmöglich einen Weg aus der Krise finden.
SV 09 Arnstadt - VfL Halle 96 4:4 (2:3)
In einem torreichen Duell der NOFV-Oberliga Süd trennten sich der SV 09 Arnstadt und der VfL Halle 96 mit einem 4:4. Obwohl die Gäste als Favoriten ins Spiel gingen, zeigten die Arnstädter eine beeindruckende Moral und konnten einen Punkt sichern.
Das Spiel begann furios, als Dustin Messing die Hausherren bereits in der 3. Minute in Führung brachte. Doch seine Freude währte nicht lange, denn er musste bereits in der 12. Minute verletzungsbedingt durch Mateo Martinez ersetzt werden. Halle antwortete mit einem Treffer von Alain Amani Biregey in der 30. Minute, gefolgt von weiteren Toren durch Nils Morten Bolz (32.) und Luka Vujanic (36.). Doch Arnstädter gaben nicht auf und Patrick Hädrich verkürzte noch vor der Halbzeit auf 2:3.
Nach dem Seitenwechsel gelang Hädrich der Ausgleich in der 63. Minute. Als Silvano Varnhagen in der 85. Minute das 4:3 für Arnstadt erzielte, schien der Überraschungserfolg doch noch greifbar. Doch in der Nachspielzeit sorgte Yuael Samson Mesfun mit seinem Treffer für den 4:4-Endstand in einem spektakulären Aufeinanderdreffen.
Trotz des Unentschiedens bleibt Arnstadt auf dem 15. Tabellenplatz. Mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen bleibt die Formkurve der Arnstädter besorgniserregend. Der VfL Halle 96 konnte sich dagegen durch den Punktgewinn auf den 6. Platz verbessern. Mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen zeigt die Formkurve der Hallenser deutlich nach oben.
Ein spannendes Match, das bis zur letzten Minute für Nervenkitzel sorgte. Während Arnstadt weiterhin auf den ersehnten Sieg wartet, zeigten die Hallenser, dass sie auch in schwierigen Situationen punkten können.
FC Einheit Wernigerode - VFC Plauen 2:3 (1:0)
In einem ebenfalls torreichen Aufeinandertreffen setzte sich der VFC Plauen mit 3:2 gegen den FC Einheit Wernigerode durch. Trotz einer zwischenzeitlichen Führung der Gastgeber drehte Plauen das Spiel und entführte drei Punkte aus Wernigerode.
Vor 329 begeisterten Fans eröffnete Niclas Treu schon in der 6. Minute den Torreigen und brachte die Hausherren in Front. Bis zur Halbzeitpause konnte Wernigerode diesen Vorsprung halten, wobei Trainer Hannes Deicke's Team den besseren Eindruck hinterließ.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte der VFC Plauen mit Tommy Kind frischen Wind ins Spiel. Auch Einheit Wernigerode wechselte und brachte Gregor Schlichting für Bocar Baro. Dieser Wechsel zahlte sich tatsächlich aus, als Schlichting in der 69. Minute auf 2:0 erhöhte. Der VFC Plauen gab sich jedoch noch nicht geschlagen und Tommy Kind verkürzte zunächst in der 74. Minute auf 2:1. Nach weiteren Wechseln auf beiden Seiten gelang Max Winter der Ausgleich für die Gäste in der 82. Minute. Als alle mit einem Unentschieden rechneten, schlug Kind erneut zu und sicherte Plauen in der 89. Minute den 3:2-Siegtreffer.
Trotz einer starken Offensivleistung mit insgesamt 17 Saisontoren steht Wernigerode defensiv wackelig da und belegt aktuell den ersten Abstiegsplatz. Der VFC Plauen festigt hingegen mit diesem Sieg den zweiten Tabellenplatz und zeigt mit 21 Toren in dieser Saison seine Offensivstärke. Die beeindruckende Serie von sieben ungeschlagenen Spielen spricht für die aktuelle Form des Teams.
Text: Holger Elias
