Herren
NOFV-Oberliga Nord/Süd: Zusammenfassung 26. Spieltag
NORD: Tasmania und Lichtenberg bleiben im Gleichschritt, Sparta entfesselt Tororkan
Der 26. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord hat die Dramaturgie an der Tabellenspitze weiter zugespitzt: Spitzenreiter SV Tasmania Berlin verteidigte mit einem spektakulären 5:3 gegen den FC Anker Wismar Rang eins, doch der SV Lichtenberg 47 blieb durch ein spätes 2:1 gegen die TSG Neustrelitz bis auf einen Punkt heran. Hinter dem Führungsduo rückten Union Klosterfelde und Hansa Rostock II näher an Neustrelitz heran, während im Tabellenkeller S.D. Croatia Berlin und Viktoria 1889 Berlin deutliche Niederlagen hinnehmen mussten.
SV Tasmania Berlin – FC Anker Wismar 5:3 (3:1)
Tasmania behauptete die Tabellenführung mit einem wilden Acht-Tore-Spiel, das nach dem frühen Rückstand durch Lucas Meyer in der 11. Minute zunächst nach einem unangenehmen Prüfstein aussah, dann aber durch ein Eigentor von Hajo-Michel Kurth in der 32. Minute kippte. Nur drei Minuten später brachte Nathaniel Amartei Amamoo den Spitzenreiter erstmals in Führung, ehe Shean Mensah kurz vor der Pause auf 3:1 stellte. Weil Wismars Kapitän Lares Kodanek nach Gelb-Rot in der 39. Minute vorzeitig vom Feld musste, schien die Partie nach dem verwandelten Strafstoß von Pedro Vitor Cruz Magalhaes in der 58. Minute zum 4:1 entschieden. Doch Anker zeigte Moral, verkürzte durch Jonas Hurtig in der 69. Minute und Max Hauer in der 77. Minute auf 4:3, bevor Fatih Baca in der 84. Minute den letzten Gegenstoß des Spitzenreiters setzte. Vor 200 Zuschauern blieb Tasmania trotz defensiver Wackler Herr der Lage und steht nun bei 58 Punkten.
Zuschauer: 200
Spielstätte: W.-Seelenb.-Sportpark NR1, Berlin
Schiedsrichter: John Bartsch – Benjamin Seidl, Florian Ordon
Tore: 0:1 (11.) Meyer; 1:1 (32.) Kurth (Eigentor); 2:1 (35.) Amamoo; 3:1 (45.) Mensah; 4:1 (58.) Cruz Magalhaes (Strafstoß); 4:2 (69.) Hurtig; 4:3 (77.) Hauer; 5:3 (84.) Baca
Mannschaftsaufstellungen:
SV Tasmania Berlin: Mika, Baca, Labbouz, Yajima (74. Soarez vaz dos Ra...), Cruz Magalhaes, Danko (63. Kaiser), Amamoo (74. Bokake-Befonga), Mensah (78. Steinhauer), Ajala-Alexis (74. Ulrich), Yayla, Baak
FC Anker Wismar: Kurth, Meyer (64. Hauer), Esdorf, Kodanek, Martin (86. Sanguinette), Jahnke (86. Meyer), Mura, Hurtig, Breier, Schmitt, Pataman
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Baca, Labbouz (SV Tasmania Berlin) – Kurth, Kodanek, Pataman (FC Anker Wismar); Gelb-Rote Karte: Kodanek (FC Anker Wismar)
SV Lichtenberg 47 – TSG Neustrelitz 2:1 (0:0)
Lichtenberg 47 hielt den Titelkampf mit einem emotionalen Last-Minute-Sieg am Glühen: In der HOWOGE-Arena »Hans Zoschke« brachte Christian Gawe den Tabellenzweiten in der 56. Minute in Führung, doch die TSG Neustrelitz schlug in der Schlussphase durch Torben Gäbel in der 89. Minute zurück. Als sich vor 912 Zuschauern bereits ein Remis abzeichnete, traf Markus Goerlitz in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 und verhinderte damit, dass Tasmania an der Spitze davonziehen konnte. Lichtenberg bleibt mit 57 Punkten nur einen Zähler hinter dem Tabellenführer, während Neustrelitz zwar Dritter bleibt, den Atem von Union Klosterfelde und Hansa Rostock II nun aber deutlich im Nacken spürt.
Zuschauer: 912
Spielstätte: HOWOGE-Arena »Hans Zoschke« NR1, Berlin
Schiedsrichter: Benjamin Seidl – Dirk Meißner, Elias Cornelius Glander
Tore: 1:0 (56.) Gawe; 1:1 (89.) Gäbel; 2:1 (90.+4) Goerlitz
Mannschaftsaufstellungen:
SV Lichtenberg 47: Zunker, Reiniger, Millgramm (86. Graf), Storm (76. Ceesay), Gawe, Gruber, Graupner (77. Becker), Goerlitz, Owczarek, Zekir Oglou, Krüger
TSG Neustrelitz: Höftmann, Härtel, Guth, Höfer (65. Kmetjuks), Akogo (65. Müller), Gäbel, Ziegler, Bastin (88. Röth), Kruse (83. Schreiber), Inderwisch, Laribi
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Gawe, Graupner, Cibis (SV Lichtenberg 47) – Gäbel, Kruse (TSG Neustrelitz)
S.D. Croatia Berlin – SG Union Klosterfelde 0:4 (0:0)
Union Klosterfelde nutzte die Neustrelitzer Niederlage konsequent und gewann nach torloser erster Hälfte deutlich bei Croatia Berlin. Der Tabellen-15. hielt im Friedrich-Ebert-Stadion vor 54 Zuschauern bis zur Pause stand, wurde dann aber binnen zwei Minuten hart getroffen: Leon Walter erzielte in der 48. Minute das 0:1, Ethan James Mullen Elmore legte in der 50. Minute nach. Danach kontrollierte Klosterfelde die Begegnung, ehe der eingewechselte Michel Sobek mit seinen Treffern in der 73. Minute und in der dritten Minute der Nachspielzeit den klaren Auswärtssieg abrundete. Union rückt mit 45 Punkten bis auf einen Zähler an die TSG Neustrelitz heran, während Croatia mit 19 Punkten weiter tief im unteren Tabellenbereich feststeckt.
Zuschauer: 54
Spielstätte: Friedrich-Ebert-Stadion NR1, Berlin
Schiedsrichter: Willem Smakman – Erik Wöllner, Robert Busch
Tore: 0:1 (48.) Walter; 0:2 (50.) Elmore; 0:3 (73.) Sobek; 0:4 (90.+3) Sobek
Mannschaftsaufstellungen:
S.D. Croatia Berlin: Kühn, Demir (81. Tchienguin Touko), Zghal, Abu Hamid, Sari, Pelivan (64. Lux), Akinsete, Jagnjic (64. Rehberg), Schultze (81. Markov), Akova (64. Kristo), Kenfack
SG Union Klosterfelde: Schubert, Collins, Kanther (79. Markhoff), Durmishi, Brando (59. Sobek), Weber (71. Kühn), Walter (71. Boritzki), Gustavus, Heinrich, Gildenberg (79. Soltan), Elmore
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Pelivan (S.D. Croatia Berlin) – Durmishi, Heinrich, Gildenberg (SG Union Klosterfelde)
SV Sparta Lichtenberg 1911 – FC Viktoria 1889 Berlin 7:3 (6:2)
Sparta Lichtenberg entfachte gegen Schlusslicht Viktoria 1889 Berlin ein offensives Feuerwerk, das bereits in der ersten Halbzeit fast alles entschied. Carl Wolf Schnur eröffnete in der 14. Minute, Berkin Tonk erhöhte in der 17. Minute, Gani Gashi stellte in der 25. Minute auf 3:0. Zwar verkürzte Georgios Labroussis in der 27. Minute, doch Jeremy Gampe traf in der 36. Minute zum 4:1. Nach dem 4:2 durch Mark-Oliver Wittek in der 42. Minute antworteten Nikolas Meyer in der 43. Minute und erneut Gampe in der 44. Minute mit einem Doppelschlag zum 6:2-Pausenstand. Die Gelb-Rote Karte gegen Nikola Lolovic in der Nachspielzeit der ersten Hälfte verschärfte Viktorias Lage zusätzlich. Nach dem Seitenwechsel traf Robin Thomala in der 71. Minute zum 7:2, ehe Wittek in der 77. Minute mit seinem zweiten Tor nur noch Ergebniskosmetik betrieb. Vor 158 Zuschauern festigte Sparta Rang neun, Viktoria bleibt mit 12 Punkten und 95 Gegentoren am Tabellenende.
Zuschauer: 158
Spielstätte: Paul-Kalkbrenner-Sportfeld NR1, Berlin
Schiedsrichter: Ahmad Chahrour – Levi Barthelemy, Cem-Luca Cakir
Tore: 1:0 (14.) Schnur; 2:0 (17.) Tonk; 3:0 (25.) Gashi; 3:1 (27.) Labroussis; 4:1 (36.) Gampe; 4:2 (42.) Wittek; 5:2 (43.) Meyer; 6:2 (44.) Gampe; 7:2 (71.) Thomala; 7:3 (77.) Wittek
Mannschaftsaufstellungen:
SV Sparta Lichtenberg 1911: Korn, Fleddermann, Meyer, Gampe, Trojanovic (63. Polster), Akasha (63. Hänsch), Tonk (63. Okojie Enatoh), Schmüser, Schnur, Gashi (63. Thomala), Sizov (63. Noack)
FC Viktoria 1889 Berlin: Pohlmann, Derin (46. Dalal), Miftari (71. Bedford), Schüßler (84. Ntoumani), Labroussis, Lolovic, Tchadjei, Bekdemir, Wittek, Stojanovic, Aykut (46. Soueidan)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Schüßler, Lolovic (FC Viktoria 1889 Berlin); Gelb-Rote Karte: Lolovic (FC Viktoria 1889 Berlin)
F.C. Hansa Rostock II – Berliner AK 07 2:0 (0:0)
Hansa Rostock II blieb im Verfolgerfeld präsent und setzte sich im Volksstadion gegen den Berliner AK 07 mit 2:0 durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte John Lukas Sauer die Rostocker Reserve in der 57. Minute per Strafstoß auf Kurs, ehe Claas Leon Zamzow in der fünften Minute der Nachspielzeit den Heimsieg endgültig absicherte. Vor 158 Zuschauern sammelte Hansa damit die Punkte 43 bis 45 und liegt nur wegen der schlechteren Tordifferenz hinter Union Klosterfelde auf Rang fünf. Der BAK dagegen verharrt mit 29 Punkten in einer gefährlichen Tabellenzone, in der jeder liegen gelassene Zähler den Druck weiter erhöht.
Zuschauer: 158
Spielstätte: Volksstadion, Rostock
Schiedsrichter: Laurenz Werner – Luis Paul, Andreas Pak
Tore: 1:0 (57.) Sauer (Strafstoß); 2:0 (90.+5) Zamzow
Mannschaftsaufstellungen:
F.C. Hansa Rostock II: Maurer, Heiden (84. Kolano), Bauer, Kozelnik, Bölter (59. Zamzow), Kelm, Venohr, Sauer (59. Sprogis), Rüh, Peters (84. Schulz), Falk
Berliner AK 07: Amorin, Völker (86. Mawd), Farhadi, Gomes Pereira, Önal, Suyama, Geue, Balde (72. Chen), Wardau, Yousi, Abdul-Hamid
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Maurer, Venohr (F.C. Hansa Rostock II) – Abdul-Hamid, Önal, Völker, Mawd (Berliner AK 07)
SV Siedenbollentin – TUS Makkabi Berlin 1:1 (0:0)
Im direkten Duell zweier punktgleicher Mannschaften trennten sich Siedenbollentin und Makkabi Berlin leistungsgerecht 1:1. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Abdoul Karim Soumah die Gäste in der 49. Minute in Führung, doch Tom Kliefoth antwortete nur acht Minuten später mit dem Ausgleich. Die Partie im Fritz-Reuter-Sportpark blieb vor 120 Zuschauern intensiv und von mehreren Verwarnungen geprägt: Siedenbollentin sah vier Gelbe Karten, Makkabi zwei. In der Tabelle stehen beide Teams nun bei 38 Punkten, Siedenbollentin bleibt aufgrund der besseren Gesamtkonstellation knapp vor Makkabi.
Zuschauer: 120
Spielstätte: Fritz Reuter Sportpark, Siedenbollentin
Schiedsrichter: Leon Maximilian Metz – Marko Wartmann, Matthias Lämmchen
Tore: 0:1 (49.) Soumah; 1:1 (57.) Kliefoth
Mannschaftsaufstellungen:
SV Siedenbollentin: Krause, Hartig, Kortüm, Selchow, Eidtner (71. Harsch), Knechtel, Klimko, Möller (66. Müller), Tiede, Keil, Kliefoth
TuS Makkabi Berlin: Lindner, Özkaya (76. Diop), Koomson, Sahin (76. Coleman), Gefrörer (88. Kozina), Bruck, Körber, Soumah, Sakhno, Reißner (66. Siakam), Diallo
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kortüm, Selchow, Tiede, Kliefoth (SV Siedenbollentin) – Sakhno, Bruck (TuS Makkabi Berlin)
BSV Eintracht Mahlsdorf – Tennis Borussia Berlin 1:1 (1:1)
Mahlsdorf und Tennis Borussia Berlin teilten sich am Rosenhag die Punkte in einer Begegnung, deren entscheidende Szenen bereits vor der Pause lagen. Ebrima Jobe brachte TeBe in der 14. Minute in Führung, doch Mahlsdorfs Kapitän Nils Stettin glich unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff in der 45. Minute aus. Danach blieb es vor 219 Zuschauern beim 1:1, wodurch Mahlsdorf mit 43 Punkten Rang sechs behauptet, während Tennis Borussia auf 29 Punkte kommt und damit zwar nicht durchatmen kann, aber einen wichtigen Zähler im engen unteren Tabellenfeld mitnimmt.
Zuschauer: 219
Spielstätte: Am Rosenhag NR, Berlin
Schiedsrichter: Florian Markhoff – Tobias Grzelka, Christopher Gehrke
Tore: 0:1 (14.) Jobe; 1:1 (45.) Stettin
Mannschaftsaufstellungen:
BSV Eintracht Mahlsdorf: Büchel, Quiring (68. Fazlic), Wagner, Benkert, Stettin (90.+3 Schade), Mätzke, Reichstein (79. Meißner), Behrend, Rupp, Cvjetinovic, Worm (68. Hounsa)
Tennis Borussia Berlin: Bangsow, Klawa, Yazdan Pourfard, Gencel, Jobe, Kastrati (62. Kolobaric), Dethlefs (90.+4 Balsüzen), Frölich, Martens, Moradi (75. Kummerow), Roßbach
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Wagner, Cvjetinovic (BSV Eintracht Mahlsdorf) – Jobe (Tennis Borussia Berlin)
FSV Optik Rathenow – SG Dynamo Schwerin 0:0
In Rathenow endete das Duell zwischen Optik und Dynamo Schwerin torlos, aber keineswegs ereignisarm. Vor 236 Zuschauern im Stadion Vogelgesang blieb beiden Mannschaften der entscheidende Durchbruch verwehrt; die wichtigste Zäsur setzte die Gelb-Rote Karte gegen Marcito Vicente in der 65. Minute, durch die Optik die Schlussphase in Unterzahl bestreiten musste. Schwerin konnte daraus keinen Treffer schlagen, nahm aber einen Auswärtspunkt mit. Rathenow steht nun bei 31 Punkten, Dynamo Schwerin bei 28 Punkten und bleibt damit im unteren Tabellenbereich weiter unter Zugzwang.
Zuschauer: 236
Spielstätte: Stadion Vogelgesang, Stadion, Rathenow
Schiedsrichter: Thimo Henrik Welk – Ahmad Chahrour, Leander Dietz
Tore: –
Mannschaftsaufstellungen:
FSV Optik Rathenow: Hawwary, Reichenbach, Solak, Aktürk, Vicente, Aranda Aedo, Zdep (83. Bateman), Koré (78. Phong), Gerlach, Hinze, Donner (29./78. Keles, später Onu)
SG Dynamo Schwerin: Bergtholdt, Schilling (87. Akindele), Dei, Camkins (33. Mohammadi), Klingberg (66. Reit), Tarnow, Wienke, Kazacoks, Runge (66. Sahwil), Almansori (66. Osse), Eyenga Lokilo
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Aktürk, Vicente (FSV Optik Rathenow) – Camkins, Mohammadi, Reit, Tarnow (SG Dynamo Schwerin); Gelb-Rote Karte: Vicente (FSV Optik Rathenow)
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SÜD: Bautzen stürzt Freital spät, RSV baut die Spitze aus
Der 26. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd hatte seine dramatischen Ausschläge vor allem in der Schlussphase: Während Spitzenreiter RSV Eintracht 1949 gegen Sandersdorf knapp, aber folgenschwer gewann und seinen Vorsprung auf acht Punkte ausbaute, verspielte der SC Freital in Bautzen eine Führung und kassierte binnen sieben Minuten drei Gegentreffer. Der VFC Plauen nutzte die Gelegenheit mit einem souveränen 2:0 in Halberstadt und festigte mit nun 50 Punkten Rang drei, während Auerbach durch ein spätes 1:1 gegen Krieschow zwar ungeschlagen aus dem Wochenende ging, im Rennen um die vorderen Plätze aber etwas an Boden verlor. Im Tabellenkeller verschafften sich Lok Stendal und der FC Grimma mit Heimsiegen neue Hoffnung, während Heiligenstadt nach der Niederlage in Stendal weiter abgeschlagen am Tabellenende steht. Insgesamt fielen in den acht Partien 25 Tore; drei Rote Karten und mehrere Strafstöße verliehen dem Spieltag zusätzliche Schärfe.
RSV Eintracht 1949 – SG Union Sandersdorf 2:1 (1:0)
Der Tabellenführer aus Stahnsdorf legte vor 92 Zuschauern früh den Grundstein für den nächsten wichtigen Schritt im Aufstiegsrennen: Tim Göth traf bereits in der 6. Minute zum 1:0. Sandersdorf geriet nach der Roten Karte gegen Erik Exner in der 35. Minute zusätzlich unter Druck, blieb aber trotz Unterzahl im Spiel. Erst Till Plumpe schien mit seinem Treffer zum 2:0 in der 80. Minute die Entscheidung herbeizuführen, doch Oliver Mathurin Koto’O Djouokou antwortete nur eine Minute später mit dem Anschlusstreffer. Der RSV brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und behauptete mit 61 Punkten die Spitze, während Sandersdorf auf Rang zwölf im unteren Tabellendrittel verharrt.
Zuschauer: 92
Spielstätte: Sportplatz Heinrich-Zille-Straße, Platz 1, Stahnsdorf
Schiedsrichter: Michael Bernowitz – Willem Smakman, Philippe Lapöhn
Tore: 1:0 (6.) Göth; 2:0 (80.) Plumpe; 2:1 (81.) Koto'O Djouokou
Mannschaftsaufstellungen:
RSV Eintracht 1949: Löffler, Güllmeister, Samson, Hellwig, Göth, Kruska, Seeger (70. Yatkiner), Fron, Steinborn (88. Sommer), Mustapha, Jupolli (59. Plumpe)
SG Union Sandersdorf: Räthel, Schnabel, Sponholz, Farkas (62. Wonneberger), Sauer (62. Jauck), Brunner (80. Mittmeier), Exner, Nakano, Walter (80. Koto'O Djouokou), Choschnau, Hamella
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Kruska, Seeger, Steinborn (RSV Eintracht 1949) – Schnabel, Farkas, Nakano, Hamella (SG Union Sandersdorf); Rote Karte: Exner (SG Union Sandersdorf)
VfB Auerbach 06 – VfB 1921 Krieschow 1:1 (0:1)
In der Arena zur Vogtlandweide musste Auerbach vor 228 Zuschauern lange einem Rückstand hinterherlaufen. Paul Pahlow brachte Krieschow in der 28. Minute in Führung und zwang die Gastgeber in eine Geduldsprobe, in der Auerbach zwar Druck entwickelte, aber zunächst keine Lücke fand. Erst in der 84. Minute rettete Felix Hache dem Tabellenvierten mit dem Ausgleich zumindest einen Punkt. Für Auerbach bedeutete das Remis zwar die Wahrung des Anschlusses an die Spitzengruppe, doch bei 47 Punkten bleibt der Abstand auf Plauen bestehen; Krieschow stabilisierte sich mit 35 Zählern im Tabellenmittelfeld.
Zuschauer: 228
Spielstätte: Arena zur Vogtlandweide, Auerbach/Vogtl.
Schiedsrichter: Johann Schwarz – Luca Gesch, Leon Gerngroß
Tore: 0:1 (28.) Pahlow; 1:1 (84.) Hache
Mannschaftsaufstellungen:
VfB Auerbach 06: Birke, Schardt, Birkner (60. Brejcha), Graf, Hache, Kaiser (70. Spranger), Guzlajevs (70. Voigt), Schmidt, Frohberg, Roscher (70. Schneider), Kadric (60. Weigel)
VfB 1921 Krieschow: Mellack, Bittroff, Dreßler, Tesche (88. Knechtel), Gerstmann, Felgenträger (77. Grobstich), Pereira Rodrigues (77. Zizka), Zurawsky (62. Hebler), Grimm, Michalski (62. Fuchs), Pahlow
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Graf, Schmidt, Kadric, Weigel (VfB Auerbach 06) – Mellack (VfB 1921 Krieschow)
1. FC Lok Stendal – 1. SC 1911 Heiligenstadt 2:0 (0:0)
Lok Stendal feierte vor 371 Zuschauern im Stadion am Hölzchen einen eminent wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf. Nach torloser erster Hälfte brach Philipp-Maik Witte in der 56. Minute den Bann und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Heiligenstadt schwächte sich in der 78. Minute durch die Rote Karte gegen Artur Voilenko, ehe Rosario Schulze nur eine Minute später per Strafstoß zum 2:0 vollendete. Stendal rückte mit nun 23 Punkten näher an die Konkurrenz über dem Strich heran, während der 1. SC 1911 Heiligenstadt mit 16 Punkten am Tabellenende weiter unter massivem Druck steht.
Zuschauer: 371
Spielstätte: Stadion am Hölzchen, Stendal
Schiedsrichter: Ole Donner – Hannes Hermann, Matthias Bastian
Tore: 1:0 (56.) Witte; 2:0 (79.) Schulze (Strafstoß)
Mannschaftsaufstellungen:
1. FC Lok Stendal: Poser, Ilchenko, Masuth, Grigo, Witte, Knoblich (73. Schulze), Stark, Schleicher (69. Scheffler), Kohl, Tovkach, Kaschlaw (82. Salge)
1. SC 1911 Heiligenstadt: Stankovic, Wolanski (62. Gümpel), Göbel (62. Wilhelm), Lerch (46. Pietsch), Tavares, Stashenko (89. Aschoff), Schnellhardt, Ruprecht (62. Vogt), Voilenko, Gorges, Bako
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Knoblich, Schleicher, Tovkach (1. FC Lok Stendal) – Lerch, Tavares, Pietsch (1. SC 1911 Heiligenstadt); Rote Karte: Voilenko (1. SC 1911 Heiligenstadt)
Bischofswerdaer FV 08 – VfB Empor Glauchau 1:3 (0:1)
Glauchau erwischte in der Volksbank Arena Bischofswerda vor 168 Zuschauern einen Traumstart: Richard Rühling traf bereits in der 3. Minute zum 0:1. Der BFV arbeitete sich nach der Pause zurück und kam durch Luis Bürger in der 71. Minute zum Ausgleich, doch die Begegnung kippte in der Schlussphase erneut zugunsten der Gäste. Marius Bernhardt wurde zum Matchwinner, als er in der 89. Minute das 1:2 erzielte und in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer den Auswärtssieg endgültig besiegelte. Während Glauchau mit 33 Punkten Rang neun absicherte, bleibt Bischofswerda mit 24 Punkten gefährlich nah an der Abstiegszone.
Zuschauer: 168
Spielstätte: Volksbank Arena Bischofswerda, Bischofswerda
Schiedsrichter: Tim Haubenschild – Jens Rohland, Thomas Kießig
Tore: 0:1 (3.) Rühling; 1:1 (71.) Bürger; 1:2 (89.) Bernhardt; 1:3 (90.+6) Bernhardt
Mannschaftsaufstellungen:
Bischofswerdaer FV 08: Kiefer, Scharfe, Dolla (67. Reh), Weiß (75. Krause), Fromm, Sobe (75. Baudisch), Scholze (63. Krautschick), Hofmann, Stopp, Hecker (63. Bürger), Born
VfB Empor Glauchau: Ebersbach, Bernert (60. Bernhardt), Hähnel, Albustin, Werrmann, Sovago, Ullmann, Tomoski (82. Mende), Anger (60. Knoll), Rühling (90.+1 Schädel), Barth
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Stopp, Krautschick (Bischofswerdaer FV 08) – Sovago, Rühling (VfB Empor Glauchau)
FSV Budissa Bautzen – SC Freital 3:1 (0:1)
Die spektakulärste Wende des Spieltages ereignete sich auf der Bautzener Müllerwiese: Freital führte vor 395 Zuschauern nach dem frühen Treffer von Louis Menz aus der 10. Minute bis tief in die Schlussphase und schien zumindest einen Arbeitssieg in Reichweite zu haben. Doch Bautzen entfachte in den letzten Minuten einen furiosen Schlussspurt. Kapitän Jannik Käppler traf in der 86. Minute zum 1:1 und legte in der 89. Minute das 2:1 nach, ehe Maximilian Noack in der 90.+3 Minute den 3:1-Endstand herstellte. Für Freital war diese späte Niederlage im Titelrennen ein schwerer Rückschlag; der Rückstand auf Spitzenreiter RSV Eintracht beträgt nun acht Punkte. Bautzen bestätigte mit 37 Punkten seinen Platz im oberen Mittelfeld.
Zuschauer: 395
Spielstätte: Stadion Müllerwiese Rasenplatz, Bautzen
Schiedsrichter: Christian Schlömann – Jens Kreißl, Til Wagner
Tore: 0:1 (10.) Menz; 1:1 (86.) Käppler; 2:1 (89.) Käppler; 3:1 (90.+3) Noack
Mannschaftsaufstellungen:
FSV Budissa Bautzen: Herrmann, Rohlik, Schröder, Rohlik, Zech, Noack, Schäller (90.+4 Jurk), Hennig, Gerhardi, Orosz (65. Noack), Käppler
SC Freital: Hartmann, Heidler (21. Fluß), Michael (83. Häfner), Schulze, Schiemann (83. Wessely), Frenzel, Tänzer, Ranninger (39. Böcker), Menz, Horschig, Von Brezinski
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Rohlik, Rohlik, Käppler (FSV Budissa Bautzen) – Hartmann, Ranninger (SC Freital)
VfL Halle 96 – FC Einheit Rudolstadt 4:1 (1:1)
Halle eröffnete die Partie im Stadion am Zoo vor 104 Zuschauern mit maximaler Effizienz: Jegor Jagupov traf schon in der 2. Minute zum 1:0. Rudolstadt kam unmittelbar vor der Pause durch einen verwandelten Strafstoß in der 45.+3 Minute zum Ausgleich, doch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Begegnung zu einer klaren Angelegenheit für den VfL. Jagupov brachte Halle in der 53. Minute ebenfalls per Strafstoß erneut in Führung, ehe Joel Marks in der 78. Minute und Ludwig Bölke in der 85. Minute jeweils vom Punkt auf 4:1 stellten. Rudolstadt musste nach einer Roten Karte in der 77. Minute in Unterzahl agieren und rutscht mit 28 Punkten weiter in unruhiges Fahrwasser; Halle festigte Rang sechs.
Zuschauer: 104
Spielstätte: Stadion am Zoo, Halle (Saale)
Schiedsrichter: Oskar Lämpel – Benjamin Arnold, Nicholas Köhler
Tore: 1:0 (2.) Jagupov; 1:1 (45.+3) k.A. (Strafstoß); 2:1 (53.) Jagupov (Strafstoß); 3:1 (78.) Marks (Strafstoß); 4:1 (85.) Bölke (Strafstoß)
Mannschaftsaufstellungen:
VfL Halle 96: Stark, Rayko (66. Frühauf), Hüttig, Jagupov, Bölke, Pessel, Emmerich, Marks, Oikonomidis (34. Bärwald), Haese, Racine
FC Einheit Rudolstadt: k.A.
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Rayko, Racine (VfL Halle 96) – 3 x FC Einheit Rudolstadt; Rote Karte: 1 x FC Einheit Rudolstadt
VfB Germania Halberstadt – VFC Plauen 0:2 (0:1)
Plauen gewann vor 327 Zuschauern im Friedensstadion das Verfolgerduell mit bemerkenswerter Klarheit und setzte ein deutliches Signal im Kampf um die Spitzenplätze. Matheus De Moura Beal traf in der 31. Minute zum 0:1 und gab dem VFC die taktisch wertvolle Führung, die Halberstadt trotz eigener Bemühungen nicht mehr entscheidend erschüttern konnte. Tyron Profis erhöhte in der 69. Minute auf 0:2 und machte den Auswärtssieg perfekt. Plauen liegt mit 50 Punkten weiter auf Rang drei und hat bei einem Spiel weniger noch Sichtkontakt nach oben, während Halberstadt nach der Niederlage mit 47 Punkten hinter Auerbach auf Platz fünf zurückfällt.
Zuschauer: 327
Spielstätte: Friedensstadion, Halberstadt
Schiedsrichter: Paul Baudis – Nils Schröter, Richard Lorenz
Tore: 0:1 (31.) De Moura Beal; 0:2 (69.) Profis
Mannschaftsaufstellungen:
VfB Germania Halberstadt: Guderitz, Heinrich, Heller (62. Kohn), Hackethal (86. Conrad), Grzega (46. Stobbe), Boateng (76. Huber), Hujdurovic, Rust, Zeidler, Arnold (76. Kühnhardt), Kuffner Sandri
VFC Plauen: Schulze, Tavares Ganime, Haake (69. Hussain), Tanriver, Limmer, Martynets, Michalek (80. Träger), Plank (80. Schubert), Sponer (80. Glaser), De Moura Beal, Profis (69. Wagner)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Hujdurovic (VfB Germania Halberstadt) – Tavares Ganime (VFC Plauen)
FC Grimma – FC Einheit Wernigerode 2:1 (0:0)
Grimma erkämpfte sich vor 106 Zuschauern im Husarensportpark einen dringend benötigten Erfolg im Tabellenkeller. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Kevin Werner die Gastgeber in der 55. Minute mit 1:0 in Führung, doch Moritz Singbeil glich in der 68. Minute für Wernigerode aus. Die Entscheidung fiel in der 75. Minute, als Alexander Vogel einen Strafstoß zum 2:1 verwandelte. Grimma bleibt zwar mit 22 Punkten auf Rang 15, verkürzte aber den Abstand zu den vor ihm liegenden Mannschaften; Wernigerode steckt nach der Niederlage mit 29 Punkten weiter im unteren Tabellenmittelfeld fest.
Zuschauer: 106
Spielstätte: Husarensportpark Grimma Hauptplatz, Grimma
Schiedsrichter: Paul Bräuer – Chris Rauschenberg, Jason Poser
Tore: 1:0 (55.) Werner; 1:1 (68.) Singbeil; 2:1 (75.) Vogel (Strafstoß)
Mannschaftsaufstellungen:
FC Grimma: Cap, Mattheus, Janz, Pistol, Werner, Rieger (89. Seidl), Vogel, Hübner (90.+1 Nitschke), Ziffert, Bartsch, Katzenberger (72. Spreitzer)
FC Einheit Wernigerode: Lohse, Singbeil, Kuhnhold, Engelhardt (80. Farwig), Wersig, Lisowski (72. Raeck), St. Louis (62. Hunter), Hess, Taiwo, Treu (62. Dörnte), Pillich (72. Schmidt)
Besondere Vorkommnisse: Gelbe Karten: Werner (FC Grimma) – Lohse, Hunter (FC Einheit Wernigerode)
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Redaktion: Holger Elias (NOFV) / Quellen: Spielberichte des NOFV
