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Schon über 60.000 Euro gesammelt: Wegen der zahlreichen Heimspielausfälle (fünf Partien) in den vergangenen Wochen und den dadurch ebenfalls ausgefallenen Sammelaktionen im heimischen Bruno-Plache-Stadion wurde die Verlängerung der Crowdfunding-Aktion des 1. FC Lok Leipzig für den Bau eines modernen Kunstrasenplatzes auf dem Stadiongelände nun genehmigt. Bis zum 15. Mai läuft die Aktion. Mit dem neuen Kunstrasenplatz soll den Spielern im Verein ein regelmäßiges und ganzjähriges Training ermöglicht werden. 100.000 Euro Eigenanteil sind die Voraussetzung für den Bau. Mit der Begegnung gegen den FSV Union Fürstenwalde (1:1) am Mittwochabend startete der 1. FC Lok die bereits seit längerem geplanten Aktivitäten rund um das Crowdfunding. Zu jedem Heimspiel wird es nun im Eingangsbereich Informationen und außerdem die Möglichkeit geben, die Aktion finanziell zu unterstützen. Bei jeder Begegnung sind spezielle Aktionen und Spieltagziele geplant. Gegen Fürstenwalde wurde das formulierte Ziel (1000 Euro) deutlich übertroffen. Es kamen 1901,30 Euro zusammen. So sammelten unter anderem der verletzte Flügelspieler Nils Gottschick gemeinsam mit den Nachwuchskickern der U 19, Maskottchen „Loki“, Geschäftsführer Martin Mieth und Vizepräsident Alexander Voigt im Eingangsbereich Unterstützergeld ein. Zum Saisonfinale am Samstag, 12. Mai, gegen die U 23 von Hertha BSC spendieren Vereinspräsident Thomas Löwe und der Aufsichtsratsvorsitzende Olaf Winkler sogar 20 Fässer Freibier - sofern die angepeilten 1000.000 Euro dann zusammengekommen sind. Präsident Thomas Löwe: „Schon jetzt ein großes Dankeschön an alle Unterstützer. Wir haben bereits mehr als 60.000 Euro beisammen. Wenn der Kunstrasenbau startet, können wir alle noch stolzer auf unseren Verein sein.“

Nationalspielerin Svenja Huth als Losfee: Im Endspiel um den Brandenburger Landespokal gegen Spitzenreiter FC Energie Cottbus hat der SV Babelsberg 03 Heimrecht. Das ergab die Auslosung. Losfee war Nationalspielerin Svenja Huth vom Frauen-Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam. Nach aktuellem Stand findet die Begegnung im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ am Pfingstmontag, 21. Mai, statt. Der FC Energie stellte aber bereits einen offiziellen Antrag an den Landesverband Brandenburg und bat darin um eine mögliche Verlegung des Finalspiels. Grund dafür ist, dass die Aufstiegsrunde zur 3. Liga nur wenige Tage später (am 24. und 27. Mai) über die Bühne geht. Aktuell spricht viel dafür, dass sich Cottbus als Nordost-Meister für die Aufstiegsrunde qualifizieren wird. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger BFC Dynamo beträgt 15 Punkte.

Fanmarsch für Mike Polley: Normalerweise hätte es für die Partie zwischen der BSG Chemie Leipzig und dem BFC Dynamo am Sonntag, 15. April, nach der gängigen Zehn-Prozent-Regel 500 Gästetickets gegeben. Aufgrund des angekündigten Fanmarsches der Gäste-Anhänger, die damit dem 1990 verstorbenen BFC-Fan Mike Polley gedenken möchten, erhalten die Hauptstädter aber nun 800 Tickets. Darauf verständigten sich beide Vereine und die örtlichen Behörden in Leipzig. Mike Polley starb im Alter von 18 Jahren in Leipzig. Er kam während der Ausschreitungen rund um das Oberligaspiel zwischen dem FC Sachsen Leipzig und dem FC Berlin (1:4) durch Schüsse eines Polizisten ums Leben. FC Berlin ist der frühere Vereinsname des BFC Dynamo.

Auch Kapitän Ergirdi als Unterstützer: Der FC Viktoria Berlin und ein diakonisches Krankenhaus aus der Hauptstadt, mit dem der Verein bereits seit vielen Jahren kooperiert, haben jetzt gemeinsam eine Kampagne gestartet, die für das Ehrenamt im Breitensport und soziale Jobs im Gesundheitswesen begeistern soll. Klinikchef Dr. med. Norbert Bethge erklärt: „Wir haben nicht nur in der Notfallversorgung der Hobby- und Profikicker des FC Viktoria einen sehr engen Draht zum Verein. Uns ist aufgefallen, dass das Gesundheitswesen wie der Breitensport von Menschen lebt, die sich aus Überzeugung für soziale Jobs entscheiden. Aber in der Öffentlichkeit findet man kaum frische Ideen zu dem Thema.“ Im Mittelpunkt stehen bei der Kampagne drei Fotomotive, auf denen jeweils ein/e Klinikmitarbeiter/in und ein Protagonist aus dem Fußballverein zu sehen ist. Die Motive sollen zeigen, dass ihre Jobs - so unterschiedlich Verein und Klinik auch sein mögen - ähnliche Fähigkeiten erfordern. Auch Viktoria-Kapitän Ümit Ergirdi unterstützt die Kampagne. Die Plakat-Motive hängen im Vorfeld des Regionalligaspiels der Viktoria gegen Spitzenreiter FC Energie Cottbus (29. April) einen Monat lang an verschiedenen Standorten im Süden Berlins. Die Plakate und Zeitungsanzeigen verweisen auf die Kampagnen-Websites der Klinik und des Vereins. Dort lernt man die Protagonisten persönlich kennen, kann mit einem Making-Of-Video hinter die Kulissen des Foto-Shootings schauen, findet Ansprechpartner und weitere Links zu Thema Ehrenamt und Gesundheitsjobs. Viktoria-Geschäftsführer Felix Sommer: „Es ist an der Zeit, dass wir unsere unzähligen ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, ohne die im Verein nichts läuft, in den Mittelpunkt rücken.“

Okoronkwo mit Dreierpack: Die ursprünglich für Mittwoch, 18. April, geplante Partie zwischen dem Berliner AK und dem BFC Dynamo (30. Spieltag) wurde auf den 9. Mai verlegt. Grund für die Verlegung ist, dass am 18. April die Halbfinalspiele um den Berliner Landespokal stattfinden. Der BFC zog durch ein 3:0 gegen den Oberligisten SV Lichtenberg 47 in das Halbfinale ein. Dreifacher Torschütze war Ex-Bundesligaprofi Solomon Okoronkwo. Gegner in der Runde der verbliebenen vier Teams ist Oberligist Tennis Borussia Berlin, der vom ehemaligen Nationalspieler Thomas Brdaric trainiert wird. Der Sieger des Berliner Landespokals, der im Rahmen des dritten „Finaltags der Amateure“ am Pfingstmontag (21. Mai) ermittelt wird, qualifiziert sich für den DFB-Pokal.

Scheidhauer und Karbstein fehlen im Topspiel: Tabellenführer FC Energie Cottbus muss in der Spitzenpartie vom 27. Spieltag gegen den drittplatzierten 1. FC Lok Leipzig am Ostersonntag (ab 14.05 Uhr) ohne Angreifer Kevin Scheidhauer und Abwehrspieler Malte Karbstein auskommen. Beide handelten sich in der jüngsten Partie beim ZFC Meuselwitz (1:2) Sperren ein. Ex-Profi Scheidhauer sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte, Karbstein wurde zum fünften Mal in dieser Saison verwarnt. Für Cottbus war das 1:2 in Meuselwitz im 24. Saisonspiel die erste Niederlage.

Neuer Jugendleiter: Der Berliner AK ist auf der Suche nach einem neuen Jugendleiter fündig geworden. Hüseyin Özkaya übernimmt den Posten mit sofortiger Wirkung und beerbt damit Hasan Keskin, der bis Dezember 2017 im Amt war. Der 33-jährige Özkaya hat bereits Erfahrungen als Sportlicher Leiter der Jugendabteilung des Berlin-Ligisten Blau-Weiß 90 und als Kleinfeldkoordinator von Tennis Borussia Berlin gesammelt. Außerdem war er schon als Schiedsrichter bis zur Berlin-Liga im Einsatz. Als Trainer betreute Özkaya unter anderem die Jugendmannschaften des BFC Preussen und des FC Viktoria Berlin. Nun will er beim BAK ein klares Konzept verfolgen. „Meine Vorstellung ist es, dass bei uns Kinder in jedem Alter gefördert werden. Die Förderprogramme verfolgen dabei das Ziel, sowohl Spieler als auch Trainer stetig weiterzuentwickeln“, sagt Hüseyin Özkaya: „Durch die engere Zusammenarbeit von Kleinfeld und Großfeld soll zusätzlich eine intensivere Kommunikation im Verein entstehen, wodurch wir eine familiäre Atmosphäre erzeugen wollen. Dies kann ebenfalls ein Argument sein, um unsere Talente langfristig an den Verein zu binden.“ mspw

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