Frauen und Mädchen
Frauen-Regionalliga Nordost: Wenige Tore, späte Entscheidungen und ein unvollständiger Spieltag
Sieben Tore in vier Spielen – der 9. Spieltag der Frauen-Regionalliga Nordost war keiner für Offensivrekorde. Dafür blieb es auf mehreren Plätzen lange spannend. Erfurt benötigte einen Strafstoß, um Leipzig-Süd zu bezwingen, Babelsberg fand erst spät die Antwort auf Hohen Neuendorfs Ausgleich und RB Leipzig II musste gegen Chemnitz im Sachsen-Derby bis in die Nachspielzeit auf die endgültige Entscheidung warten. Die zweite Mannschaft von hatte seine Arbeit dagegen schon vor der Pause erledigt. Zwei weitere Begegnungen fehlen noch in der Bilanz des Spieltags: Eine wurde verlegt, bei der anderen lautet der aktuelle Stand „Nichtantritt Gast“.
FC Carl Zeiss Jena II – F.C. Hansa Rostock 2:0 (2:0)
Zweimal Neele Gast, zweimal vor der Pause – damit ist die Geschichte der Tore dieser Begegnung schnell erzählt. In der 21. Minute gelang den Gastgeberinnen das 1:0, in der 40. Minute ließ Gaast ihren zweiten Treffer in der Partie folgen. Hansa fand darauf keine Antwort mehr. Das Team von Christian Kucharz verwaltete den Zwei-Tore-Vorsprung im zweiten Durchgang, ohne noch einmal nachlegen zu müssen.
1.FFV Erfurt – SV Eintracht Leipzig-Süd 1:0 (0:0)
Ein Tor, ein Elfmeter, drei Punkte: Zwischen Erfurt und Leipzig-Süd entschied eine einzige Szene über Sieg und Niederlage. Zuvor hatten sich beide Mannschaften ein enges Duell geliefert, in dem sich keine Seite entscheidend absetzen konnte. Folgerichtig stand zur Pause die Null auf beiden Seiten. Das änderte sich in der 76. Minute. Erfurt bekam einen Strafstoß zugesprochen, Samira Visargova trat an und setzte den Ball in die Maschen. Mehr Tore brauchte es an diesem Nachmittag nicht. Leipzig-Süd gelang der Ausgleich nicht mehr, Erfurt durfte einen knappen Heimerfolg bejubeln.
RB Leipzig II – Chemnitzer FC 2:0 (1:0)
Der gastgebende Tabellenzweite suchte von Beginn an häufiger den Weg zum Chemnitzer Tor. Mehrere Abschlüsse standen bereits zu Buche, als sich in der 23. Minute die große Chance vom Punkt bot. Mila Pohlenz verwandelte den fälligen Strafstoß eine Minute später zum 1:0 (24.). Wer nun eine schnelle Vorentscheidung erwartete, musste sich gedulden. Chemnitz blieb im Spiel und kam selbst zu Abschlüssen, während das junge Leipziger Team seine Möglichkeiten nicht in einen zweiten Treffer ummünzen konnte. So blieb der knappe Spielstand bis tief in die Nachspielzeit bestehen. Erst Natalie Grenz sorgte in der 90.+3 Minute mit dem 2:0 für die endgültige Entscheidung.
FSV Babelsberg 74 – SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf 2:1 (1:0)
Die längste Spannung des Nachmittags gab es in Babelsberg. Nach einem zunächst nervösen Beginn entwickelte sich ein Duell, in dem beide Mannschaften zu Möglichkeiten kamen. Kurz vor der Pause hatte der FSV das bessere Ende für sich: Sophie Chapman erzielte in der 44. Minute das 1:0. Hohen Neuendorf kam mit neuem Schwung zurück und erhöhte den Druck. In der 61. Minute zahlte sich das aus, als Natalia Michele Shonte Pinkney zum 1:1 traf. Damit war alles wieder auf Anfang gestellt – und beide Teams hatten Gelegenheiten, das Spiel für sich zu entscheiden. Als vieles bereits auf eine Punkteteilung hindeutete, schlug Babelsberg noch einmal zu. Malena Wiechers erzielte in der 90. Minute das 2:1. Hohen Neuendorf suchte in der langen Nachspielzeit noch einmal den Weg nach vorn, am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr.
Zwei Begegnungen ohne Ergebnis
Für die Begegnung zwischen dem 1. FC Magdeburg und Türkiyemspor Berlin 1978 lautet der aktuelle Stand: Nichtantritt Gast. Das Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin II und dem 1. FFC Turbine Potsdam II wurde auf Sonntag, 22. November 2026, verlegt. Anstoß ist um 13:00 Uhr.
Vier Spiele reichen damit noch nicht für einen endgültigen Strich unter den 9. Spieltag. Sportlich gehörte das Wochenende zunächst den Heimteams: Jena II, Erfurt, RB Leipzig II und Babelsberg 74 behielten jeweils die Punkte auf eigenem Platz. Komplettiert wird der Spieltag zu einem späteren Zeitpunkt.
