Frauen und Mädchen
DFB-Pokal-Viertelfinale 2026 der U17-Juniorinnen
Turbine Potsdam verpasst unglücklich das Halbfinale
Das Viertelfinale im DFB-Pokal der Juniorinnen hatte alles zu bieten, was den K.-o.-Wettbewerb so besonders macht: Tempo, Intensität, Emotionen – und Entscheidungen auf Messers Schneide. Aus Sicht des Nordostdeutscher Fußballverband (NOFV) bleibt nach einem packenden Pokalwochenende vor allem eines: Stolz. Mit dem RB Leipzig und dem FC Carl Zeiss Jena stehen gleich zwei Vertreter aus dem Verbandsgebiet im Halbfinale.
Gleichzeitig verabschiedete sich mit dem 1. FFC Turbine Potsdam ein dritter NOFV-Klub denkbar unglücklich aus dem Wettbewerb.
Dramatik in Leipzig – Entscheidung vom Punkt
Im Duell zwischen RB Leipzig und dem Hamburger SV entwickelte sich ein echter Pokalfight. Nach 90 Minuten und torloser Verlängerung hatte das 2:2 Bestand – die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen.
Zweimal gingen die Leipzigerinnen in Führung, zweimal schlug der HSV zurück – trotz langer Unterzahl nach einer Roten Karte gegen die Hamburger Torhüterin. Auch eine weitere Hinausstellung kurz vor Schluss änderte nichts an der Dramaturgie dieses Spiels. Vom Punkt bewiesen die Sächsinnen schließlich die stärkeren Nerven und setzten sich mit 4:3 durch.
Ein Statement – sportlich wie mental. Leipzig steht verdient in der Vorschlussrunde.
Jena souverän ins Halbfinale
Deutlich klarer gestaltete der FC Carl Zeiss Jena seine Aufgabe. Gegen Borussia Mönchengladbach dominierten die Thüringerinnen früh und stellten die Weichen bereits vor der Pause.
Mit einem konzentrierten Auftritt und einem souveränen 3:0-Heimsieg unterstrich Jena seine Ambitionen im Wettbewerb. Defensiv stabil, offensiv effizient – ein reifer Auftritt, der Lust auf mehr macht.
Turbine scheitert hauchdünn
Große Moral bewies auch der 1. FFC Turbine Potsdam im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Nach 120 intensiven Minuten stand es 2:2. Turbine glich zweimal Rückstände aus, erspielte sich in der Verlängerung Vorteile – doch das nötige Quäntchen Glück fehlte.
Im Elfmeterschießen unterlagen die Potsdamerinnen denkbar knapp. Ein emotionaler Pokalfight mit Herz, Leidenschaft und hoher Qualität – der Ausgang hätte ebenso gut zugunsten des NOFV-Vertreters kippen können.
Das Ausscheiden schmerzt, der Auftritt macht dennoch Mut.
Stuttgart wirft Titelverteidiger raus
Bereits am Samstag hatte sich der VfB Stuttgart mit einem 3:1-Erfolg gegen Titelverteidiger TSG Hoffenheim für das Halbfinale qualifiziert. Damit ist die Vorschlussrunde komplett.
Auslosung
Heike Ulrich, Vizepräsidentin und Steena Johannis, Frauen-Nationalspielerin, haben die Halbfinalbegegnungen ausgelost. Es kommt tatsächlich zum direkten NOFV-Duell:
FC Carl Zeiss Jena gegen RB Leipzig
Bayer 04 Leverkusen gegen VfB Stuttgart
Gespielt wird am 11. April – mit dem großen Ziel vor Augen: das Finale am 30. Mai im Sportpark Höhenberg in Köln.
Da es bereits im Halbfinale zum direkten NOFV-Duell zwischen Leipzig und Jena kommt gibt es garantiert eine Finalteilnahme eines Vertreters aus dem Nordosten! Die Frage ist nur, welches Team den Finaleinzug schafft.
Fakt ist: Zwei von vier Halbfinalisten kommen aus dem NOFV-Gebiet. Das unterstreicht eindrucksvoll die Qualität der Nachwuchsarbeit im Nordosten – im erst zweiten Jahr dieses bundesweiten Wettbewerbs, der als wichtige Plattform zur Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs etabliert wurde.
Die Spannung steigt.
Der Pokal lebt.
Und der NOFV ist mittendrin.
Fotos: Ferenc Olah (1. FFC Turbine Potsdam), Hannes Anger (FC Carl Zeiss Jena)
