22. Deutsch-Polnisches Trainersymposium

Teilnehmer 22. Deutsch-Polnisches Trainersymposium (Foto: BDFL VG Nordost)

 

Traditionsreiche Veranstaltung deutscher und polnischer Trainer im Sportpark Rabenberg

Beim diesjährigen Deutsch-Polnischen Trainersymposium vom 06. – 08.12.2019 im Sportpark Rabenberg fungierte wie gewohnt das Team der BDFL Verbandsgruppenleitung Nordost als Moderator und Organisator dieser traditionellen Veranstaltung im Auftrag des DFB und NOFV.

Die 22. Auflage der gemeinsamen Trainerfortbildung von polnischen und deutschen Trainern wurde im Tagungssaal des Sportparks Rabenberg im Erzgebirge vom Geschäftsführer des NOFV Holger Fuchs eröffnet. Unter den 30 deutschen und 28 polnischen Teilnehmern befanden sich zahlreiche ehemalige erfolgreiche „Fußballgrößen“, wie die Magdeburger Torwart-Legende Ulli Schulze und die beiden Nationalspieler Christian Ziege und Andreas Thom. Auch die polnische Delegation unter der Leitung von Leszek Dulat hatte zahlreiche ehemalige Erstliga-Spieler in ihren Reihen.

Besonders freuten sich alle Trainer über das Erscheinen von BDFL-Ehrenmitglied Heinz Werner, der mit seinem Engagement und seiner Persönlichkeit diese, im europäischen Sport einmalige Veranstaltung jahrelang verantwortlich geführt hat.

Von Freitag bis Sonntag gab es für die Trainer ein interessantes und vielschichtiges Programm.

Der erste Tag stand im Zeichen der Praxis, wo in der Spielhalle des Sportparks von der U 14 des FC Erzgebirge Aue unter der Leitung ihres Trainers Peer Petzold eine Trainingseinheit zum Thema „Kognitives Schnelligkeitstraining in Spielformen“ gezeigt wurde.

Vorher hatte Dr. Sven Fikenzer mit seinem Vortrag zu „Dynamik und Schnelligkeit als Kennzeichen moderner Spieltrends“ den praktischen Teil theoretisch „unterfüttert“ bzw. Peer Petzold die Schwerpunkte seiner Trainingseinheit und deren Zielsetzung erklärt.

Am Samstag startete direkt nach dem Frühstück der Leiter Talentförderung des DFB Marcus Hirte mit einem Beitrag zum aktuellen Stand des deutschen Nachwuchsfußballs und neuen Ansätzen im Bereich Kleinfeldfußball.

Sehr überzeugend präsentierte sich mit Marc Meister auch der verantwortliche U 15 Trainer des DFB, welcher über die Impulse und Rückschlüsse seines Hospitationsjahres im spanischen Fußball Auskunft gab.

Weitere interessante Themen wie „Positiv sein ist alles“ und „Individuelle Belastungsgestaltung im Spiel und im Training“ standen auf der Agenda.

Der Tag wurde nach vielen anderen interessanten Vorträgen mit einem kleinen Hallenturnier und dem „geselligen“ Beisammensein nach dem Abendessen beendet. Dabei wurden nach dem „Feierabend“ noch zahlreiche Diskussionen in kleinen Gruppen geführt.

Am Sonntag begannen die polnischen Sportfreunde, welche ihren Vortrag zur Individualisierung des Trainings des Angriffsspiels vom Vortag fortsetzten.

Am Ende der drei Tage unterhielt Schiedsrichter-Chefausbilder Lutz Wagner das Auditorium in seiner gewohnt emotionalen Art und sensibilisierte alle noch einmal zu den schwierigen Entscheidungsvorgängen, welche die Schiedsrichterkollegen bei jedem Spiel zu bearbeiten haben. Die Betrachtung von Spielsituationen aus einem anderen Blickwinkel ist für das Verständnis der Trainer immer wieder ausgesprochen wertvoll.

Im Rückblick eine für alle Beteiligten erfolgreiche Veranstaltung! Alle Teilnehmer sprachen sich für die Fortführung dieses traditionsreichen Symposiums aus. Bleibt zu hoffen, dass der DFB seine Entscheidung, dieses außergewöhnliche Format nicht mehr finanziell zu unterstützen, überdenkt!

 

Foto Titelseite: Gettyimages

 

 

Heinz Werner (Foto: BDFL VG Nordost)
Marc Meister (Foto: BDFL VG Nordost)

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