Auswirkungen des Coronavirus

Die Coronakrise hat den Nordosten Deutschlands und auch unseren Spielbetrieb fest im Griff. Oberstes Ziel muss es nach wie vor sein, einen wirksamen Beitrag zur Minimierung der Ausbreitung des Coronavirus zu leisten. Am 18.03.2020 entschied sich der NOFV, nach enger Abstimmung mit dem Präsidium und den spielleitenden Organen, den Spielbetrieb bis einschließlich 19. April 2020 auszusetzen. Viele Vereine, Fans und Interessierte fragen sich zu Recht: Wie geht es jetzt weiter? Wir wollen versuchen, einige essenzielle Fragen bestmöglich zu beantworten.

Die Fortsetzung des Spielbetriebs ist gebunden an die staatlichen/behördlichen Verfügungslagen. Diese lassen zunächst im NOFV bis zum 19./20. April 2020 kein Mannschaftstraining und keinen Spielbetrieb zu.

 

Natürlich wollen wir alle eine Fortsetzung des Spielbetriebes bzw. eine Entscheidung der Meisterschaften auf dem grünen Rasen oder Hallenparkett.

Wir sind jedoch, wie auch unsere Mitgliedsverbände, an Vorgaben des DFB bzgl. der Aufstiegsregularien in den übergeordneten DFB-Spielklassen gebunden. Ebenso sind wir u. a. abhängig vom Zeitpunkt der Fortsetzungsmöglichkeit des Spielbetriebes, aber auch weiteren Gegebenheiten, wie zum Beispiel Ferienzeiten, Hallen­kapazitäten, Zumutbarkeit von Wochentagsspielen oder strikten Vorgaben zum eventuell möglichen Spielbetrieb unter Ausschluss der Öffentlichkeit und die Auswirkungen dieser Maßnahme auf unsere Vereine.

Uns alle und insbesondere die Vereine bewegen derzeit eine Vielzahl von Fragen, an deren möglichen Beantwortung wir stetig arbeiten. So finden zwischen unseren spielleitenden Organen und der Leitung des Verbandes sowie zwischen dem DFB dem NOFV in Verbindung mit allen Regional- und Landesverbänden regelmäßig Video- und Telefonkonferenzen über Lösungsmöglichkeiten statt.

Hierbei werden auch für DFB und NOFV unterschiedliche Lösungsvarianten in Betracht gezogen. Für deren eventuelle Umsetzung werden derzeit relevante Modifizierungen unserer Ordnungen, insbesondere der Spiel- und Jugendordnung erarbeitet und stehen kurz vor einer Entscheidungsfindung.

Das Präsidium des NOFV wird sich am kommenden Freitag schwerpunktmäßig mit diesen Themen befassen. Wir werden Sie zeitnah über alle Beschlüsse und Vor­stellungen informieren und Wege finden, wie wir modifizierte Lösungsmöglichkeiten miteinander besprechen können.

 

Wird die Saison noch zu Ende gespielt?

Dieses ist sicherlich unser aller Anliegen, ist aber abhängig von den jeweiligen Verfügungslagen und der Umsetzungsmöglichkeit in den einzelnen Spielklassen unseres Verbandes.

Zunächst bleibt festzustellen, dass unseren Vereinen ein angemessener Zeitraum zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes gewährt werden muss, bevor wir mit dem Spielbetrieb beginnen können. Ebenso wird derzeit an der Flexibilisierung des Spieljahresendes (30.06.2020) auf einen späteren Zeitpunkt gearbeitet. In diesem Zusammenhang werden durch den DFB den Mitgliedsverbänden Möglichkeiten eröffnet, unsere Ordnungen entsprechend zu modifizieren, um Sicherheiten für unsere Vereine zu gewährleisten (Spieljahr, Vertragslaufzeiten, Wechselfristen etc.).

Unser Ziel sollte es sein, gemäß den Empfehlungen des DFB, den Fokus auf die Absolvierung der Meisterschaftsspiele zu legen, jedoch den Pokalwettbewerb der Mitgliedsverbände in unsere Überlegungen mit einzubeziehen.

Ebenso ist eine Vielzahl von Szenarien denkbar, die Saison 2019/2020 zu Ende zu führen. Voraussetzung ist jedoch, dass neue Verfügungslagen uns eine Perspektive ermöglichen, für die Spielklassen des NOFV, gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden, eine einheitliche Vorgehensweise vornehmem zu können.

 

Was ist bei einem Saisonabbruch zu beachten? Was sind etwaige Folgen?

Wir sollten aber auch im Auge behalten, dass eine Spielbetriebsfortsetzung schon „morgen“ nicht mehr möglich sein kann.

Zunächst kann es keine Willkürentscheidung sein, sondern bedarf klarer Entscheidungen und Vorgaben der zuständigen Behörden, dass eine Fortführung der laufenden Meisterschaft nicht mehr möglich ist bzw. aus anderweitigen Gründen beendet werden muss. Wir alle, Verbände und Vereine, wollen und müssen uns vor Haftungsansprüchen Dritter schützen. Darüber hinaus wären eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen, welche zunächst durch Ordnungsmodifizierungen einer verbandsrechtlichen Grundlage zugeführt werden müssen.

Es müssten aber auch weitere Entscheidungen getroffen werden, wie über Aufstieg, Abstieg, Wertung der Spiele, Auswirkungen auf das neue Spieljahr, Rahmentermin­pläne, Spielklassenstärke, aber auch Einnahmeverluste und wirtschaftliche Schwierig­keiten bei unseren Vereinen aber auch dem Verband.

Zum jetzigen Zeitpunkt wollen und sollten wir einer Spielfortsetzung (wann auch immer) den Vorrang gegenüber einem Saisonabbruch einräumen.

 

Wir werden versuchen, Ihnen kontinuierlich auf weitere Fragen zu antworten. Nutzen Sie bitte auch die Veröffentlichungen Ihrer Mitgliedsverbände, des DFB, Ihrer Landessportbünde und sonstigen Behörden sowie etwaiger Rechtsbeistände.

Ein direkter Austausch zwischen Verband und Vereinen in Form einer Videokonferenz ist in Planung und wird zeitnah umgesetzt.

 

Titelbild Startseite: gettyimages

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