Ü40-Herren-Regionalmeisterschaft: SpVg. Blau Weiß 1890 Berlin bleibt das Maß aller Dinge

Nachdem die Herren um Trainer Michael Meister bereits in den vergangenen Jahren die Siegertrophäe in die Höhe strecken durften, gelang ihnen am vergangenen Wochenende erneut der große Coup.

Nachdem der DFB seine Ü-Meisterschaften aller Altersklassen in Berlin aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt hatte, war auch die Durchführung der NOFV-Ü-Regionalmeisterschaften lange unsicher. Das NOFV-Präsidium entschied sich jedoch in seiner Sitzung Ende Juli für die Durchführung der Wettbewerbe im September. Voraussetzung waren ein durch den gastgebenden Verein ausgearbeitetes Hygienekonzept sowie die Unterstützung und Genehmigung durch die örtlichen Behörden.

Als dann die Genehmigung der zuständigen Behörden in Bernburg erteilt wurde, konnte den sechs gemeldeten Mannschaften die positive Nachricht übermittelt werden. Aufgrund zweier kurzfristiger Absagen veränderte der Ausschuss für Fußballentwicklung kurzerhand durch einen Beschluss den Wettbewerbsmodus, der bei allen teilnehmenden Mannschaften auf Zustimmung traf. Neuer Wettbewerbsmodus: Jeder gegen Jeden.

Das Turnier startete bei bestem Wetter gleich mit einer Überraschung. Der Titelverteidiger Blau Weiss 1890 Berlin verlor im ersten Spiel gegen den Thüringer Meister FSV Martinroda mit 0:1, während der ewige Konkurrent der Blau-Weissen, der VfB Hermsdorf, parallel einen ungefährdeten ersten Sieg gegen die SG aus Greifswald/Torgelow/Ueckermünde einfahren konnte (2:0). Als dann Blau Weiss 1890 im Berliner Duell den ersten Dreier verbuchte und parallel der FSV Martinroda gegen den Brandenburg-Vertreter aus Erkner den zweiten Sieg erzielte, konnte man bereits erahnen, wie spannend es noch werden würde.

Der FSV Martinroda, der sich gegen die SG aus Greifswald/Torgelow/Ueckermünde einen ungefährdeten dritten Sieg erspielte, führte die Tabelle zu diesem Zeitpunkt an, doch dann wendete sich das Blatt: Ausgerechnet die Hermsdorfer bezwangen die Thüringer (2:0) und nahmen ihnen somit die Chance auf den Turniersieg. Blau-Weiss 1890 gewann auch das letzte Spiel, somit konnte Hermsdorf nur noch mit einem hohen Sieg gegen die personell stark geschwächten Brandenburger (FV Erkner 1920) die Spitze der Tabelle im letzten Turnierspiel einnehmen. Doch ein 3:0 war zu wenig, weshalb am Ende die Platzierungen 1 – 3 mit jeweils 12 die gleiche Anzahl an Punkten zu verzeichnen hatten. Das Torverhältnis sprach jedoch deutlich für die Blau-Weissen aus Berlin und bedeutete den Turniersieg.

Wir danken dem TV Askania Bernburg für die grandiose Vorbereitung und hoffen, dass wir auch in Zukunft den ein oder anderen Wettbewerb dort austragen können. Die Termine und eventuellen Turnierorte für 2021 können erst nach Bekanntwerden der Planungen und Entscheidungen des DFB fix gestaltet werden.

Blau-Weiss 1890 als NOFV-Regionalmeister 2020 ist dennoch nicht automatisch für die Teilnahme einer DFB-Meisterschaft im Jahr 2021 qualifiziert. Je nachdem, wie sich der DFB zur Weiterführung seiner Turniere im neuen Jahr entscheidet, wird sich der Ausschuss für Fußballentwicklung die Meldung von Blau-Weiss 1890 Berlin offenhalten.

Klares Fazit nach dem Turnier und den vielen glücklichen Gesichtern: Die Basis muss auch weiterhin Beachtung finden, das haben diese Ü-Wettbewerbe wieder einmal verdeutlicht.

 

Einzelauszeichnungen:

Bester Spieler des Turniers: Tobias Röttgen (VfB Hermsdorf)

Bester Torwart: Ronny Elle (FSV Martinroda)

Bester Torschütze: Jörg Baranowski (FSV Martinroda)

Zurück