Halbjahrestagung der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter des NOFV

Nach den Einschränkungen der letzten Jahre, bedingt durch die Corona-Pandemie, konnte die Halbjahrestagung in dieser Saison endlich wieder in vollem Umfang durchgeführt werden. Dazu kamen die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter der Regionalliga Nordost und Frauen-Regionalliga (Freitag/Samstag) sowie die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter der NOFV-Oberliga (Samstag/Sonntag) in Templin zusammen. Dort bot das AHORN Seehotel einen würdigen Rahmen für die traditionelle Zusammenkunft in der Winterpause.

Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter der Regionalliga Nordost und Frauen-Regionalliga; (c) NOFV

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Verantwortlichen für Lehrgänge, Burkhard Pleßke, folgte die Auswertung der ersten Halbserie in Bezug auf Beobachtungen und Ansetzungen. Dabei ging der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses, Udo Penßler-Beyer, neben dem neuen Beobachtungsbogen, welcher eine bessere Differenzierung der einzelnen Leistungen bietet, auch auf allgemeine Themen wie den Verbandstag ein. Insgesamt lässt sich resümieren, dass die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter eine ruhige und unauffällige erste Spieljahreshälfte geboten haben.

Neben den Auswertungen und Schulungen gehören natürlich auch Verabschiedungen und Auszeichnungen zur Tagungsordnung einer solchen Veranstaltung. So wurde Peter Müller, der im Sommer aus Altersgründen aus dem NOFV als Schiedsrichterbeobachter ausscheiden musste, mit Standing Ovations gewürdigt. Peter Müller legte 1965 mit 14 Jahren seine Prüfung als Schiedsrichter ab und war als Schiedsrichter bis zur DDR-Oberliga, ab der Wende bis 2005 in der 2. Bundesliga, aktiv. Als Assistent kann er zudem einige internationale Einsätze, unter anderem mit Adolf Prokop, vorweisen. Nach seiner aktiven Laufbahn wechselte er sofort ins Beobachtungswesen, in welchem er 15 Jahre auf DFB-Ebene aktiv war. Dabei galt er stets als Unterstützer der Schiedsrichter und genoss ein hohes Ansehen unter den Unparteiischen.

Verabschiedung von Peter Müller (l.); (c) NOFV

Zudem wurde mit Sandy Hoffmann ein weiterer Funktionär im Rahmen der Halbjahrestagung geehrt. Für sein Engagement als Ansetzer der Frauen-Regionalliga, im Coaching- und Kompetenzteam des DFB sowie als Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses in Thüringen wurde ihm im Namen des NOFV die Ehrennadel in Silber überreicht.

NOFV-Ehrennadel in silber für Sandy Hoffmann (l.); (c) NOFV

Für die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter ging es am Nachmittag dann mit einem besonderen Programmpunkt weiter. Unter Anleitung eines professionellem Schwimmtrainers galt es, sein Talent im Wasser zu zeigen und sich bei verschiedenen Challenges mit den anderen zu messen. Dies war für alle Beteiligten eine willkommene Abwechslung und bereitete große Freude.

Natürlich darf auch ein regeltechnischer Teil als Programmpunkt nicht fehlen und so wurden unter Anleitung von Bodo Brandt-Chollé und mit Hilfe von Videoszenen aus der Bundesliga und der Regionalliga Nordost verschiedene Themenkomplexe wie Unfall oder Foulspiel, Unterstützung des Assistenten oder Regelkuriositäten thematisiert und gemeinsam diskutiert, bevor es nach dem Abendessen neben den individuellen Gesprächen der einzelnen Obleute auch noch einen gemeinsamen Ausklang gab.

Auch am nächsten Morgen standen noch einige interessante Punkte auf dem Programm. So wurde man einem Wunsch aus dem Kreise der Schiedsrichter gerecht und konnte mit Amelie Garbe eine Expertin aus dem Bereich der Sportpsychologie gewinnen. Sie sprach in ihrem Referat unter anderem die Themen Konzentration und Verhalten in Konfliktsituationen an, welche für einen Schiedsrichter naturgemäß sehr wichtig sind.

Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter der NOFV-Oberliga; (c) NOFV

Zum Abschluss des Lehrganges bedankte sich Udo Penßler-Beyer nochmal bei allen Teilnehmern für die gute Disziplin und bei allen Ausschussmitgliedern und Referenten für die Unterstützung. So gehen alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter gut vorbereitet in die Rückrunde.

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