Der NOFV ist der größte Fachverband in den neuen Bundesländern. Er übernahm aus dem ehemaligen DFV der DDR 4.412 Vereine mit 17.000 Mannschaften und 390.000 Mitgliedern. 22 Jahre nach seiner Gründung am 21.11.1990 gehören dem NOFV 605.727 Mitglieder an, die in 4.554 Vereinen und 22.654 Mannschaften organisiert sind.

Einheitlich sind auf allen Ebenen die ehrenamtliche Führung sowie die ehrenamtliche Mitarbeit in den Organen und die Betreuung der Mannschaften geregelt. Dadurch funktioniert das Vereinsleben besonders im Amateur- und Nachwuchsbereich.

Auch die Mitglieder der Organe des NOFV führen ihre Ämter ehrenamtlich aus. Zur Durchführung der Aufgaben und zur Unterstützung des Präsidiums, der Ausschüsse und Rechtsorgane ist eine Geschäftsstelle mit hauptamtlichen Mitarbeitern eingerichtet worden. Der Geschäftsführer ist Mitglied des Präsidiums.

Aufbau und Struktur des NOFV kann man mit einer Pyramide vergleichen. An der Spitze steht der NOFV, dem die sechs Landesverbände, teilweise mit Bezirken und Kreisen folgen, denen wiederum die Vereine mit ihren Mitgliedern angeschlossen sind.

Moderne Sportschulen der Fußball-Landesverbände bilden eine gute Basis für die Aus- und Weiterbildung der Funktionäre, Trainer, Übungsleiter und Schiedsrichter, die Formierung von Auswahlteams der Juniorinnen und Junioren sowie Trainingslager der Vereine.

Das gemeinsame Ziel auf allen Stufen der Pyramide ist es, den Fußballsport zu entwickeln und zu organisieren.

Wichtige Schwerpunkte der Arbeit waren u. a.

  • das Passwesen, das Beitragswesen, die Schiedsrichter- und Übungsleiterausbildung in den Landesverbänden,
  • die Erarbeitung der Spielpläne,
  • der Schiedsrichtereinsatz,
  • die Durchsetzung der Wechselbestimmungen,
  • die Sportgerichtsbarkeit,
  • der Trainingsbetrieb und der Spielverkehr.


Vorrangige Aufgabe des NOFV war und ist es, den Spielbetrieb in den Spielklassen des Regionalverbandes zu organisieren. Dazu mussten Anfang der 90er Jahre schwierige Aufgaben zur Einordnung in den Spielbetrieb des DFB unter komplizierten finanziellen Bedingungen gelöst werden.

Nur die allseitige, tatkräftige, verständnisvolle Hilfe des DFB, besonders der ehemaligen Präsidenten, Dr. Hermann Neuberger † und Dr. h.c. Egidius Braun, sowie der Fußball-Landes- und Regionalverbände der alten Bundesländer sicherte, dass diese ohne größere Störungen gelöst wurden. Mit dem Spieljahr 1991/92 begann der gemeinsame Spielbetrieb in den Spielklassen des DFB.

Die Oberliga-Meisterschaft des NOFV 1990/91 wurde zur Qualifikation für die Bundesligen gewertet. Der F.C. Hansa Rostock und der 1. FC Dynamo Dresden schafften den Aufstieg in die Bundesliga, Blau-Weiss Berlin, Hertha BSC Berlin, BSV Stahl Brandenburg, der Chemnitzer FC, FC Carl Zeiss JENA und der VfB Leipzig stiegen in die 2. Bundesliga auf.

Bei den Frauen sicherten sich der Berliner Tennis Club Borussia und der Universitätssportverein Jena die begehrten Plätze in der Frauen-Bundesliga.

Im gleichen Spieljahr ließ eine Übergangsregelung der UEFA mit dem F.C. Hansa Rostock, Stahl Eisenhüttenstadt, dem Halleschen FC und dem FC Rot-Weiß Erfurt noch einmal vier Clubs des früheren DFV als eigenes Kontingent an den europäischen Clubwettbewerben teilnehmen, ehe die Qualifikation im Rahmen des DFB erfolgt.

Im NOFV wird der Spielbetrieb auf der Ebene des Regionalverbandes im Frauen-, Herren- und Nachwuchsbereich durchgeführt. Die vom DFV übernommenen Liga-Staffeln A und B sowie die Nachwuchsoberliga wurden nach Abschluss des Spieljahres 1990/91 aufgelöst.

Ab dem Spieljahr 1991/92 spielten die Frauen in der Damen-Oberliga, die ab dem Spieljahr 1995/96 als Frauen-Regionalliga den Spielbetrieb weiterführt.

Die Herren spielten ab 1991/92 in den Herren-Oberligen Nord, Mitte und Süd, die nach geographischen Gesichtspunkten gebildet wurden. Ab 1995/96 spielten sie in der Herren-Regionalliga und den Herren-Oberligen Nord und Süd.

Mit der Bildung der Regionalliga Nord und Süd im Rahmen des DFB im Jahre 2000 wurde die eigenständige Herren-Regionalliga des NOFV aufgelöst.

Auf vertraglicher Basis mit dem DFB übernahm die Geschäftsstelle des NOFV die spieltechnische Betreuung der Regionalliga Nord.

FC Erzgebirge Aue, SV Babelsberg 03, Berliner Tennis Club Borussia, 1. FC Union, Dresdner SC Fußball 98 und FC Sachsen Leipzig stiegen im Ergebnis des Spieljahres 1999/2000 in die neugebildete Regionalliga Nord und FC Rot-Weiß Erfurt sowie FC Carl Zeiss Jena in die Regionalliga Süd auf.

Im NOFV wurde eine Herren-Oberliga mit zwei Gruppen (Nord und Süd) gebildet.

Die A-Junioren-Regionalliga nahm ab Spieljahr 1995/96 und die B-Junioren-Regionalliga mit dem Spieljahr 2000/01 den Spielbetrieb auf.

Im Spieljahr 2003/2004 wurde die A-Junioren-Bundesliga, bestehend aus drei Gruppen, neu gegründet. Für die die Gruppe Nord/Nordost konnten sich nachfolgende Vereine aus dem NOFV qualifizieren: Hertha BSC Berlin, F.C. Hansa Rostock, FC Carl Zeiss Jena, Tennis Borussia Berlin, SV Tasmania Gropiusstadt, FV Dresden Nord und VfB Leipzig.

Im Bereich des Frauenfußballs wurde mit dem Spieljahr 2004/2005 die zweigeteilte Frauen-Bundesliga eingeführt, für die sich aus unserem Verbandsgebiet fünf Vereine die Teilnahme sichern konnten, in der Gruppe Nord Tennis Borussia Berlin und Turbine Potsdam II sowie in der Gruppe Süd USV Jena, FC Erzgebirge Aue und 1. FC Lok Leipzig.

Für die neu gebildete B-Junioren-Bundesliga im Spieljahr 2007/2008, ebenfalls strukturiert in drei Gruppen, wurde das Spielsystem im Nachwuchsbereich komplettiert. Aus dem NOFV qualifizierten sich Hertha BSC Berlin, F.C. Hansa Rostock, 1. FC Dynamo Dresden, FC Rot-Weiß Erfurt, Tennis Borussia Berlin, FC Energie Cottbus und FC Sachsen Leipzig.

Bedingt durch die Spielklassenstruktur im Herrenbereich des DFB wurden mit dem Spieljahr 2008/2009 die 3. Liga sowie die Regionalligen Nord, West und Süd eingeführt.

Aus unserem Verband qualifizierten sich für die dritte Liga FC Rot-Weiß Erfurt, 1. FC Dynamo Dresden, FC Erzgebirge Aue, FC Carl Zeiss Jena sowie 1. FC Union Berlin sowie für die Regionalliga Nord Hertha BSC Berlin II, F.C. Hansa Rostock II, Türkiyemspor Berlin, VFC Plauen, Hallescher FC, FC Sachsen Leipzig, SV Babelsberg 03, 1. FC Magdeburg, Chemnitzer FC und FC Energie Cottbus II.

Mit Beginn des Spieljahres 2012/13 führt der NOFV nach der Spielklassenreform im DFB wieder eine eigenständige Regionalliga in der folgende Mannschaften die erste Saison bestreiten: 1. FC Magdeburg, VfB Germania Halberstadt, FC Energie Cottbus II, FSV Optik Rathenow, RasenBallsport Leipzig, 1. FC Lokomotive Leipzig, Torgelower SV Greif, TSG Neustrelitz, Hertha BSC II, 1. FC Union Berlin, VFC Plauen, Berliner AK 07, ZFC Meuselwitz, FC Carl Zeiss Jena, VfB Auerbach 1906, FSV Zwickau.

Ebenfalls neu ist die B-Juniorinnen-Bundesliga zur Spielzeit 2012/13, für die der NOFV die Aufgaben der Geschäftsstelle im Bereich der Staffel Nord/Nordost übernimmt. Aus seinen Landesverbänden sind der 1. FFC Turbine Potsdam, 1. FC Union Berlin, FF USV Jena, Magdeburger FFC und der 1. FC Neubrandenburg für den NOFV im ersten Spieljahr dabei.

In Würdigung besonderer Verdienste bei der Entwicklung des Fußballsports wurden anlässlich des 5. Verbandstages des NOFV als Ehrenmitglieder gewählt:

  • Eberhard Bernatzki
  • Otto Höhne
  • Klaus Petersdorf
  • Wolfgang Riedel

Dieser Kreis wurde durch die Wahlen anlässlich des 6. Verbandstages im Jahr 2007 in Anerkennung und Würdigung ihrer Verdienst im Fußballsport erweitert, Ehrenmitglieder wurden:

  • Gerd-Reiner Milek
  • Dr. h.c. Engelbert Nelle
  • Dr. Wolfgang Zimutha

Auf dem 7. Verbandstag im Jahr 2010 trat der 20 Jahre amtierende Präsident, Dr. Hans-Georg Moldenhauer, nicht mehr zur Wiederwahl an. Als Nachfolger für das Amt des Präsidenten des NOFV wurde der Thüringer Rainer Milkoreit gewählt.

Dr. Hans-Georg Moldenhauer wurde in Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste als erster Ehrenpräsident des NOFV ernannt.

Der Rhythmus der Durchführung der Ordentlichen Verbandstage wurde auf vier Jahre erweitert.

Anlässlich des 8. Verbandstages im Jahre 2014 konnte Rainer Milkoreit ein positives Fazit ziehen. Die notwendigen Konsolidierungsmaßnahmen haben eine positive Wirkung gezeigt.
Auf dem Verbandstag wurde die Gründung eines eigenständigen Ausschusses für Prävention und Sicherheit sowie einer AG Fußballentwicklung beschlossen. Für seine langjährigen Verdienste wurde der Sportkamerad Dieter Rieck als Ehrenmitglied des NOFV ernannt.

Mit dem Spieljahr 2012/2013 startete die eigenständige Regionalliga Nordost mit zahlreichen Traditionsvereinen unter sehr großem Publikums- und Medieninteresse, was sich bis heute in der umfangreichen Berichterstattung durch den MDR zeigt.

Im Spieljahr 2013/2014 nahm die Pelada-Futsal-Liga den Spielbetrieb in unserem Verband auf.