Zusammenfassung 9. Spieltag

Foto: Worbser

Torhüter Birnbaum trifft für Fürstenwalde

 

Torhüter Oliver Birnbaum hat dem Aufsteiger FSV Union Fürstenwalde am 9. Spieltag in der Regionalliga Nordost einen Punkt gerettet. In einer dramatischen Schlussphase traf der 27-jährige Stammtorwart in der Nachspielzeit zum 1:1 (0:1)-Endstand gegen die U 23 von Hertha BSC. Nach einer Ecke, die Kapitän Paul Karaszewski per Kopf verlängert hatte, stocherte Birnbaum (90.+4) den Ball zum umjubelten Ausgleich über die Linie. Fürstenwalde bleibt damit vor eigenem Publikum weiter ohne Niederlage.

 

Marcus Mlynikowski (1.) hatte Hertha BSC zunächst mit einem Blitztor in Führung gebracht. FSV-Innenverteidiger Jakob Zwerschke sah wegen einer Unsportlichkeit die Rote Karte (90.), doch in Unterzahl sorgte Schlussmann Birnbaum mit seinem Treffer aus kurzer Distanz noch für den Punktgewinn seiner Mannschaft. Die Berliner verpassten durch das Remis den Sprung auf Platz zwei, rangieren auf dem dritten Tabellenplatz.

 

„Da wir erst in der 94. Minute zum Ausgleich gekommen sind, war das Remis sicher ein wenig glücklich für uns“, sagte Fürstenwaldes Trainer Achim Hollerieth, früher selbst Torhüter in der 1. und 2. Bundesliga, gegenüber FUSSBALL.DE. „Unter dem Strich war das Remis aber gerecht.“

 

Knapp 3500 Fans sehen BFC gegen Lok Leipzig

 

Das Traditionsduell vor 3.456 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark zwischen den beiden früheren Erstligisten BFC Dynamo und 1. FC Lok Leipzig fand keinen Sieger, endete 0:0. Leipzigs Verteidiger Pascal Ibold sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (77.). Sowohl der BFC als auch Aufsteiger Lok Leipzig haben jeweils 15 Zähler auf dem Konto, der Rückstand auf den Tabellenzweiten RB Leipzig II beträgt zwei Zähler.

 

Weiter auf den ersten Saisonsieg muss der ZFC Meuselwitz warten. Gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf verlor der ZFC vor eigenem Publikum 0:1 (0:0). FCO-Außenverteidiger Oliver Merkel (74.) erzielte den Siegtreffer. Sebastian Albert vom ZFC Meuselwitz sah in der Schlussphase wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte (87.). Neugersdorf setzte sich mit dem Auswärtssieg weiter von der Gefahrenzone ab, liegt nun mit zwölf Zählern auf Rang elf.

 

Viktoria Berlin mit spätem Siegtor gegen RB-Reserve

 

Einen Last-Minute-Sieg fuhr der FC Viktoria Berlin mit dem 1:0 (0:0) gegen die U 23 von RB Leipzig ein. Viktoria-Offensivspieler Maik Haubitz (86.) war wenige Minuten vor dem Ende der Partie zur Stelle. Viktoria liegt mit einem Punkt Rückstand auf Leipzig auf Rang vier.

 

Die Gäste verpassten es, mit einem Sieg Boden auf Spitzenreiter FC Carl Zeiss Jena gutzumachen, nachdem die Thüringer gegen den FC Energie Cottbus (0:0) den ersten Punktverlust der Saison hatten hinnehmen müssen. Die Mannschaft von RB-Trainer Robert Klauß bleibt mit 17 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz, hat jetzt aber schon acht Zähler Rückstand auf den unbesiegten Ligaprimus aus Jena.

 

Nach zuvor vier Niederlagen in Folge stoppte der FSV Budissa Bautzen seinen Negativlauf. Die Mannschaft von Trainer Reimund Linkert holte beim 2:2 (0:1) gegen den FSV Luckenwalde im heimischen Stadion Müllerwiese zumindest einen Punkt. Für die Hausherren waren Josef Nemec (67.) und Paul Milde (83.) erfolgreich. Steve Müller (16.) und Quentin Fouley (76.) trafen für Luckenwalde.

 

Durch das vierte Remis hintereinander blieb der FSV Luckenwalde auch im neunten Anlauf ohne Sieg, rangiert mit fünf Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz.

 

Nordhausen siegt erstmals unter Piplica

 

Titelaspirant FSV Wacker Nordhausen befindet sich mit Interimstrainer Tomislav Piplica in der Regionalliga Nordost weiter im Aufwind. Die Thüringer beendeten am 9. Spieltag durch einen 3:0 (0:0)-Auswärtssieg beim VfB Auerbach eine Negativserie von vier Spielen ohne Sieg. Aus zwei Partien unter der Regie von Piplica, früher Bundesligatorwart beim FC Energie Cottbus, holte der FSV Wacker vier von sechs möglichen Punkten.

 

Alle Tore fielen erst in der zweiten Halbzeit. Angreifer Nils Pichinot (51.) sowie die Mittelfeldspieler Benjamin Kauffmann (56.) und Nils Pfingsten-Reddig (83.) mit einem direkt verwandelten Freistoß trugen sich für Nordhausen in die Torschützenliste ein. Ex-Bundesligaprofi Marco Sailer gab nach überstandener Innenbanddehnung im Knie sein Comeback, wurde in der Schlussphase eingewechselt.

 

Wacker Nordhausen verbesserte sich auf den zehnten Tabellenplatz, hat aber immer noch zwölf Zähler Rückstand auf Spitzenreiter FC Carl Zeiss Jena, der bereits am Donnerstag seinen ersten Punktverlust hinnehmen musste (0:0 gegen Energie Cottbus). Auerbach kassierte die dritte Heimniederlage in dieser Saison, wartet seit fünf Runden auf den zweiten Sieg in der laufenden Spielzeit.

 

Der SV Babelsberg 03 kam gegen den FC Schönberg 95 nicht über ein 0:0 hinaus, verpasste den möglichen Sprung auf Platz zwei, blieb aber zum fünften Mal in Folge ungeschlagen (zwei Siege, drei Remis). Für die Gäste war es der erste Punktgewinn nach zuvor drei Niederlagen hintereinander.

 

Wermutstropfen für die Gäste vor 1714 Zuschauern im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion: Wegen groben Foulspiels handelte sich Innenverteidiger Gordon Grotkopp in der Nachspielzeit die Rote Karte ein (90.+3).

 

Neustrelitzer Negativlauf setzt sich fort.

 

Der Negativlauf von Schlusslicht TSG Neustrelitz setzte sich mit der 0:3 (0:3)-Heimniederlage gegen den Vizemeister Berliner AK weiter fort. Die Mecklenburger gingen zum fünften Mal in Folge leer aus, bleiben mit nur einem Punkt am Tabellenende. Daram konnte auch der ehemalige bosnische Nationalspieler Mehmedalija Covic nichts ändern. Der 30-jährige Innenverteidiger, der erst einen Tag zuvor seine Arbeitserlaubnis und Spielberechtigung erhalten hatte, war auf Anhieb 90 Minuten für die TSG am Ball.

 

Bereits während der Anfangsphase sorgten die Gäste aus der Hauptstadt für klare Verhältnisse. Torjäger Myroslav Slavov (6./17.) mit seinen Saisontreffern fünf und sechs sowie Maximilian Zimmer (13.) zogen Neustrelitz schnell den Zahn. Der BAK kann nach dem dritten Dreier aus den vergangenen vier Partien den Blick in der Tabelle wieder nach oben richten, ist aber immerhin noch zehn Zähler von der Spitze entfernt. mspw

 

 

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