Trauer um Klaus Petersdorf

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Der NOFV trauert um sein Ehrenmitglied und ehemaligen Geschäftsführer, Klaus Petersdorf, der unmittelbar nach seinem 80. Geburtstag am 3. September 2017 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Das tiefempfundene Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Ehefrau, Tochter und Familie sowie den Angehörigen.

Mit Klaus Petersdorf verlieren wir einen wunderbaren Sportfreund, der fast sechs Jahrzehnte sein Leben dem Fußballsport widmete. Seine ersten Trainerjahre ab 1960 in Eisenhüttenstadt als Kreissportlehrer, Bezirksauswahltrainer, verantwortlicher Nachwuchstrainer beim SC Frankfurt/Oder und der BSG Stahl Eisenhüttenstadt bildeten die Grundlage für seinen weiteren Werdegang. Von 1970 – 1976 war er Trainer im wissenschaftlichen Zentrum des DFV der DDR und von 1976 – 1979 dessen Leiter. Zu seinen Verdiensten in dieser Zeit gehörten 1971 die Herausgabe des ersten zentralen Ausbildungsprogramms für den Leistungsbereich Kinder- und Jugendsport, der Aufbau der Trainingszentren, Trainingsstützpunkte, Kinder- und Jugendsportschulen und der Spartakiadebewegung im Fußball.

Als Leiter des wissenschaftlichen Zentrums standen die Zusammenarbeit mit der Fußballforschung am FKS, die Entwicklung der komplexen Leistungsdiagnostik sowie Wettkampfbeobachtungen und Spielanalysen der Nationalmannschaften im Mittelpunkt. 1980 errang Klaus Petersdorf als Verbandstrainer der Olympiamannschaft mit Dr. Rudolf Krause die Silbermedaille in Moskau. Im Zeitraum 1980 – 1986 war er Verbandstrainer der
U 21 – Nationalmannschaft des DFV sowie der National- und Olympiamannschaft. 1983 – 1985 war er Vorsitzender des FC Carl Zeiss Jena, 1986 – 1990 stellvertretender Generalsekretär des DFV der DDR für Nachwuchsleistungssport und vom 01.05.1990 bis 20.11.1990 Generalsekretär des DFV.

Klaus Petersdorf war gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten, Dr. Hans-Georg Moldenhauer, maßgeblich an der Wiedervereinigung des deutschen Fußballs beteiligt. Mit der Gründung des Nordostdeutschen Fußballverbands wurde Klaus Petersdorf dessen Geschäftsführer und übte diese Funktion bis zum 30.06.2000 aus.

Während seines Arbeitslebens hat sich Klaus Petersdorf bleibende Verdienste erworben. Insbesondere werden die Zusammenführung des deutschen Fußballs, dessen Neustrukturierung im NOFV und der Aufbau einer leistungsstarken Geschäftsstelle eng mit seinem Namen verbunden sein. In der Zeit des Neuaufbruchs war es u.a. auch seine Zuständigkeit, die schwierigen Auflösungsformalitäten umzusetzen.

Die Verdienste des Diplomsportlehrers Klaus Petersdorf für den Fußball wurden mit den verschiedensten Ehrungen des DTSB, DFV, DFB, und NOFV gewürdigt.

Mit Klaus Petersdorf verliert der NOFV nicht nur einen Fußballfachmann, sondern auch ein Ehrenmitglied mit einem hohen Grad an Menschlichkeit.

Ein liebenswerter Mensch hat diese Welt verlassen, der insbesondere zu seinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsstelle eine enge Bindung hatte. Er wird uns fehlen.

Wir werden Klaus Petersdorf nicht vergessen und ein ehrendes Andenken bewahren.

Rainer Milkoreit
Präsident

Holger Fuchs
Geschäftsführer

 

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