NOFV-Meister Energie Cottbus geehrt

(c) Steve Seiffert

In der Regionalliga Nordost eilt der frischgebackene Meister FC Energie Cottbus weiter von Sieg zu Sieg. Am 33. Spieltag setzte sich die Mannschaft von Energie-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz gegen die von Ex-Profi Torsten Mattuschka betreute VSG Altglienicke 3:0 (3:0) durch und schraubte ihre Punktausbeute auf 86 Zähler. Der neue Tabellenzweite FSV Wacker Nordhausen liegt 31 (!) Punkte zurück. In den Playoff-Spielen um den Aufstieg in die 3. Liga trifft Cottbus am 24. und 27. Mai auf den Titelträger der Nord-Staffel (SC Weiche Flensburg 08 oder Hamburger SV II).

Gegen die abstiegsbedrohten Gäste aus Altglienicke sorgte der FC Energie bereits während der ersten Halbzeit dank eines Doppelschlags von Marcelo de Freitas (22./29.) sowie des Treffers von Fabio Viteritti (32., Foulelfmeter) vor 5766 Zuschauern im Stadion der Freundschaft für den 27. Sieg in der laufenden Spielzeit. Zuvor hatte VSG-Schlussmann Dan Twardzik wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte gesehen (25.). Für ihn kam Ersatztorhüter Max Meurer in die Partie.

NOFV-Schatzmeister Jens Cyrklaff und Spielausschussvorsitzender Uwe Dietrich nahmen im Anschluss an das Spiel die Ehrung des NOFV-Meisters vor.

Seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte hatte sich Torsten Mattuschka, der in Cottbus geboren wurde und von 2002 bis 2005 sowie von 2014 bis 2016 insgesamt 71-mal für die Energie-Profis am Ball war, wohl anders vorgestellt. Der Interimstrainer der VSG Altglienicke musste mit seiner Mannschaft nach zuvor zwei Siegen in Folge erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen und verpasste einen möglichen Befreiungsschlag.

Die Berliner belegen zwar den rettenden 14. Rang, die punktgleiche FSV Budissa Bautzen hat aber noch eine Nachholpartie in der Hinterhand. Am Mittwoch (ab 19 Uhr) gastiert die Mannschaft von Bautzens Trainer Torsten Gütschow bei Germania Halberstadt, ehe es am 12. Mai zum möglichen „Endspiel“ in Altglienicke kommt.

Der Verein, der am Saisonende auf Platz 15 landet, muss darauf hoffen, dass Energie Cottbus den Aufstieg in die 3. Liga schafft. Neben Bautzen und Altglienicke (jeweils 38 Zähler) kommt dafür auch noch der FC Viktoria Berlin (39) in Betracht. Als Absteiger stehen Schlusslicht FSV Luckenwalde, die TSG Neustrelitz und die BSG Chemie Leipzig fest.

Brendel sichert Viktoria Berlin Remis in Bautzen

Im direkten Duell um den Klassenverbleib zwischen der FSV Budissa Bautzen und dem FC Viktoria Berlin gab es beim 1:1 (1:1) keinen Sieger. Dabei waren die Gastgeber durch Johann Weiß (36.) in Führung gegangen. Die Freude währte aber nicht lange, weil die Berliner durch Patrick Brendel (45.) kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit den Ausgleich erzielten. Seit drei Begegnungen hat Bautzen nicht mehr verloren (zwei Siege, ein Unentschieden). Der FC Viktoria wartet seit sechs Partien auf einen Sieg.

Unentschieden trennten sich auch der ZFC Meuselwitz und das abgeschlagene Schlusslicht FSV Luckenwalde. Am Ende stand es 2:2 (2:1). David Urban (10.) und Sebastian Albert (19.) hatten den ZFC schon früh 2:0 in Führung gebracht. Patrik Schlegel (21.) und Ahmet Saglam (80.) retteten aber für die Gäste aus Luckenwalde einen Punkt.

Dabei hatte es FSV-Innenverteidiger Marcel Hadel versäumt, den Ausgleich schon früher zu erzielen. Der Kapitän traf mit einem Foulelfmeter den Pfosten (66.). Für Luckenwalde war es der neunte Punkt in dieser Saison.

Der Berliner AK setzte sich gegen den 1. FC Lok Leipzig nach einer turbulenten Partie 5:2 (4:1) durch und verteidigte mit dem dritten Dreier in Folge Platz vier. Für den BAK trugen sich Özer Pekdemir (11.), Tunay Deniz (20.) und der dreimalige Torschütze Felix Brügmann (27./41./87.) in die Torjägerliste ein. Auf Seiten der Leipziger trafen Sascha Pfeifer (30., Foulelfmeter) und Maik Salewski (74.).

Wacker Nordhausen klettert auf Platz zwei

Der FSV Wacker Nordhausen nutzte die Niederlage des BFC Dynamo (0:3 am Samstag gegen den SV Babelsberg 03) und rückte mit einem 3:2 (1:0)-Auswärtssieg beim VfB Auerbach auf den zweiten Platz vor. Dank des Tores durch Kevin Schulze (28.) ging der FSV Wacker in Führung. Nachdem der VfB Auerbach die Begegnung durch Thomas Stock (50.) und Philipp Kötzsch (78.) zwischenzeitlich zu seinen Gunsten gedreht hatte, waren es schließlich Dino Medjedovic (83.) und Joy Lance Mickels (90.+2), die den Sieg für Nordhausen in der Schlussphase perfekt machten. Trotz der Heimniederlage kann Auerbach nicht mehr absteigen.

Endgültig in Sicherheit brachte sich der FC Oberlausitz Neugersdorf, der in der Begegnung bei der als Absteiger feststehenden TSG Neustrelitz 3:1 (1:0) die Oberhand behielt. Die Tore für den FCO, der seit neun Partien nicht mehr verloren hat, markierten Bocar Djumo (44.), der frühere tschechische Nationalspieler Stepan Vahousek (55., Foulelfmeter) und Jan Stohanzi (86.). George Kelbel (68.) erzielte das einzige Tor für Neustrelitz.

Im vorletzten Heimspiel der Saison gelang dem VfB Germania Halberstadt ein 2:0 (0:0) gegen den FSV Union Fürstenwalde und der Sprung auf Platz acht. Florian Beil (49.) und Patrick Twardzik (81., Foulelfmeter) sorgten mit ihren Toren im zweiten Durchgang dafür, dass Halberstadt vor heimischer Kulisse zum achten Mal in Folge ungeschlagen blieb (fünf Siege, drei Unentschieden).

Babelsberg mit fünftem Sieg in Folge

Der SV Babelsberg 03 befindet sich in der Regionalliga Nordost weiter in hervorragender Verfassung. Der 3:0 (2:0)-Auswärtserfolg beim BFC Dynamo am 33. Spieltag war für den ehemaligen Zweitligisten der fünfte Sieg in Serie. Tino Schmidt (8., Foulelfmeter), und Abdulkadir Beyazit (19.) hatten die Gäste vor 1472 Zuschauern früh auf die Siegerstraße gebracht. BFC-Akteur Marcel Rausch (85.) sorgte mit einem Eigentor für den Endstand.

Chemie Leipzig: Abstieg nach 0:5 praktisch besiegelt

Der Traditionsverein BSG Chemie Leipzig muss die Regionalliga Nordost nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder verlassen. Nach dem herben 0:5 (0:2) zum Auftakt des 33. Spieltages bei der U 23 von Hertha BSC sind die Sachsen, die nur noch eine Partie austragen können, bereits drei Punkte und 17 Tore von einem möglichen Nichtabstiegsplatz entfernt. Außerdem hat der direkte Konkurrent FSV Budissa Bautzen auch noch zwei Spiele weniger bestritten. Damit sind die Chancen der „Chemiker“ nur noch theoretischer Natur.

Die 15. Leipziger Saisonniederlage leitete der frühere russische U 21-Nationalspieler Maximilian Pronichev (11./18.) mit seinen Saisontreffern 14 und 15 bereits in der Anfangsphase ein. Vor 1317 Zuschauern im Berliner Amateurstadion auf dem Wurfplatz bauten Nils Blumberg (50.), Maurice Covic (58.), Sohn von Hertha-Trainer und Ex-Profi Ante Covic, sowie der eingewechselte Enes Akyol (84.) den Vorsprung nach der Pause noch aus. Die Gastgeber, die ihren höchsten Saisonsieg landeten, verbesserten sich zumindest vorerst auf den fünften Tabellenplatz. mspw

 

Zurück