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ZFC-Kapitän Lars Albert; (c) worbser

Kapitän freigesprochen: Gute Nachrichten für den ZFC Meuselwitz: Kapitän Sebastian Albert wurde nach seiner Roten Karte wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit im Spiel gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf (0:1) nicht gesperrt. Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) sprach Albert frei, nachdem Fernsehbilder beweisen konnten, dass Schiedsrichter Rasmus Jessen (Berlin) eine Fehlentscheidung unterlaufen war. Auch der Unparteiische hatte dies erkannt und in einem Zusatzbericht vermerkt, dass er mit dem Platzverweis falsch gelegen hatte. Damit kann Albert in der kommenden Partie bei Aufsteiger 1. FC Lok Leipzig am Sonntag (ab 14.05 Uhr, Live-Konferenz im MDR Fernsehen) mitwirken. „Der Freispruch ist eine korrekte Entscheidung. Der Schiedsrichter verdient Respekt für seine Stellungnahme“, so ZFC-Trainer Heiko Weber.

Cottbus feiert „Ede“ Geyer: Der ehemalige Bundesligist FC Energie Cottbus feiert Eduard „Ede“ Geyer. Der langjährige Cheftrainer der Lausitzer (1994 bis 2004) wurde jetzt 72 Jahre alt. Auf der Vereinsseite des FC Energie wird „Ede“ wie folgt beschrieben: „Weit bevor Jose Mourinho die große Fußballbühne betrat, war ‚Ede‘ beim FC Energie Cottbus zehn Jahre lang ‚The Only One‘. Er weckte den Cottbuser Fußball aus dem Dornröschenschlaf, führte die Mannschaft des FC Energie von der Regionalliga bis in die Bundesliga und erreichte ganz ‚nebenbei‘ sogar das DFB-Pokalfinale in Berlin. Der letzte Auswahltrainer der DDR ist der unangefochtene Trainerheld des FC Energie Cottbus, sein Konterfei wurde sogar in Holz geschnitzt, sein Name ist und bleibt auf ewig mit erfolgreicher Arbeit in der Lausitz verbunden.“ In stolzen elf Spielzeiten und 378 Pflichtspielen betreute Geyer den FCE. Von 2000 bis 2003 war Cottbus unter ihm sogar erstklassig. Ein Highlight war das DFB-Pokalfinale 1997, als der FC Energie dem VfB Stuttgart im Berliner Olympiastadion 0:2 unterlag. Doppeltorschütze war damals der spätere Bayern-Torjäger Giovanne Elber.

Trauer um Lok-Legende: Der ehemalige DDR-Spitzenklub 1. FC Lok Leipzig trauert um Werner Friese. Der Ex-Torwart der Sachsen, der unter anderem bei der Weltmeisterschaft 1974 als dritter Torwart im Kader der DDR dabei war, erlag jetzt im Alter von 70 Jahren in Dresden einem Krebsleiden. Für Leipzig stand Friese von 1968 bis 1979 zwischen den Pfosten. Der Schlussmann hütete unter anderem in legendären Europokalspielen - wie das Halbfinale des UEFA Cups 1974 gegen den englischen Spitzenklub Tottenham Hotspur (1:2/0:2) - das Tor der „Loksche“. Nach seiner aktiven Laufbahn, die er 1981 beendet hatte, arbeitete der diplomierte Sportlehrer als Torwarttrainer bei Eintracht Frankfurt, Bayer 04 Leverkusen, Shakhtar Donezk (Ukraine) und Dynamo Dresden. „Wir werden uns immer gerne an seine glorreichen Einsätze erinnern und wünschen seiner Familie viel Kraft und alles Gute für die nächste Zeit“, so Lok-Präsident Jens Kesseler.

Neuer Co-Trainer gefunden: Die TSG Neustrelitz hat die freigewordene Stelle des Co-Trainers bereits neu besetzt. In Doppelfunktion als Co- und Torwarttrainer steht ab sofort der 58-jährige Fußball-Lehrer Volker Piekarski zur Verfügung. Der studierte Pädagoge war bis Mitte 2012 Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Dynamo Dresden, engagierte sich danach unter anderem im Golfsport. Piekarski beerbt auf der Position des Co-Trainers Rainer Müller, den es vor wenigen Tagen in die erste russische Liga gezogen hatte. Bei Terek Grosny arbeitet der 30-jährige Müller jetzt als Athletiktrainer.

Nordhausen wieder mit Sailer: Der FSV Wacker Nordhausen kann in der kommenden Partie gegen den FSV Budissa Bautzen am Freitag (ab 19 Uhr) wieder auf Marco „Toni“ Sailer zurückgreifen. Der ehemalige Bundesligaprofi des SV Darmstadt 98 hat seine Innenbanddehnung auskuriert. Nachdem er in der Ligabegegnung beim VfB Auerbach (3:0) nur zu einem Kurzeinsatz gekommen war, gab Sailer bereits im Landespokalspiel beim Verbandsligisten FC Eisenach (7:1) sein Comeback in der Startelf. Betreut wird der FSV Wacker weiterhin von Kulttorwart Tomislav Piplica, der nach der Entlassung von Cheftrainer Joe Albersinger interimsweise die Leitung übernommen hatte. Piplicas bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: Neben dem ungefährdeten Einzug ins Pokalviertelfinale holte er in der Liga vier von sechs möglichen Punkten, ist damit noch unbesiegt.

Spielabsage in Leipzig: Die Partie vom 10. Spieltag zwischen der U 23 von RB Leipzig und dem BFC Dynamo musste wegen der polizeilichen Einsatzlage in Sachsen kurzfristig abgesagt werden. Ursprünglich war geplant, dass die Begegnung am Sonntag (ab 13.30 Uhr) stattfinden sollte. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat in Absprache mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und der Polizei den 11., 12. oder 13. November vorgeschlagen. Beide Vereine müssen sich jetzt auf einen neuen Spieltermin einigen.

Neuer Aufsichtsrat: Spitzenreiter FC Carl Zeiss Jena, der mit einem Sieg beim FSV Luckenwalde am Samstag (ab 13.30 Uhr) seinen Vorsprung weiter ausbauen will, hat auf der Mitgliederversammlung seinen Aufsichtsrat neu gewählt. Dieser setzt sich für die kommenden drei Jahre aus einem Querschnitt aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammen: Klaus Berka, Hans-Dieter John, Tobias Knuschke, Willi Obitz, Rico Tietze, der Landtagsabgeordnete Dr. Mario Voigt, Rechtsanwalt Andreas Wiese und Jonas Zipf wurden in das oberste Kontrollgremium des FCC gewählt. Dem neuen Aufsichtsrat obliegt es nun - nachdem er sich konstituiert und aus der eigenen Mitte einen Vorsitzenden sowie Stellvertreter bestimmt hat - einen Präsidenten zu berufen, der wiederum sein Vorstandsteam zusammenstellt. Ein weiteres Thema bei der Mitgliederversammlung war die Veröffentlichung der Zahlen aus dem zurückliegenden Geschäftsjahr. Nach einem Verlust im Vorjahr von 1,49 Millionen Euro lag der Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 933.000 Euro. Für die aktuelle Spielzeit plant Jenas Geschäftsführer Chris Forster mit einem Minus von knapp 200.000 Euro. Er betonte, dass die Regionalliga „wirtschaftlich eine riesige Herausforderung“ für den Traditionsverein sei. mspw

 

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