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Felix Kroos (Foto: gettyimages)

Felix Kroos, Kapitän des Zweitligisten 1. FC Union Berlin, kommt schon bald ins Poststadion des Nordost-Regionalligisten Berliner AK. Dort bestreitet der Bruder von Weltmeister Toni Kroos mit seiner Mannschaft ein Freundschaftsspiel gegen den BAK. Die Spieler von Wacker Nordhausen gingen für einen guten Zweck auf Wanderschaft, beim Klassiker in Jena steht Drittligaabsteiger Energie Cottbus bereits unter Zugzwang und der BFC Dynamo und Lok Leipzig feiern nach 16 Jahren ein Wiedersehen. FUSSBALL.DE mit den News aus der Nordost-Staffel.

 

Derby im Poststadion: Im Berliner Poststadion kommt es zu einem hochkarätigen Stadtderby. Der 1. FC Union Berlin, Tabellenzweiter der 2. Bundesliga, tritt am Dienstag, 4. Oktober, (ab 16.45 Uhr) beim Berliner AK zu einem Testspiel an. Kapitän von Union ist Felix Kroos (25), jüngerer Bruder von Weltmeister Felix Kroos, der für den spanischen Champions League-Sieger Real Madrid am Ball ist. Betreut werden die „Eisernen“ seit Saisonbeginn von Ex-Schalke-Trainer Jens Keller. Zwischen beiden Berliner Klubs gab es vor mehr als zehn Jahren sogar schon zwei Pflichtspielduelle. In der Saison 2005/2006 gewann der 1. FC Union in der damals noch viertklassigen NOFV-Oberliga Nord beide Partien (2:1/2:0). Am Ende der Saison stiegen die Köpenicker in die damalige Regionalliga Nord auf.

 

Energie unter Zugzwang: Das Spitzenspiel zwischen dem verlustpunktfreien Spitzenreiter FC Carl Zeiss Jena und dem FC Energie Cottbus, das bereits am Donnerstag (ab 17 Uhr, Livestream auf MDR.de) über die Bühne geht, könnte schon richtungsweisend sein. Sollte auch der Drittligaabsteiger aus Cottbus die Siegesserie der Thüringer nicht stoppen können, würde der Abstand bereits auf zwölf Punkte anwachsen. Zuletzt zeigte sich die Mannschaft von Energie-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz aber ebenfalls in Siegeslaune, gewann gegen den ZFC Meuselwitz (1:0), beim VfB Auerbach (4:0) und gegen Budissa Bautzen (1:0). Die Bilanz spricht aber nicht für die Cottbusser. Von bislang 18 Duellen gewannen die Lausitzer vier und holten ebenfalls vier Unentschieden. Zehn Siege trug der FCCZ davon. Jenas Außenverteidiger Florian Giebel (Muskelfaserriss) und Angreifer Dominik Bock (Oberschenkelverletzung) fallen wahrscheinlich aus. „Unabhängig vom Saisonstart des FC Energie ist es das Top-Spiel, auf das sich alle freuen. Cottbus ist immer noch der große Favorit auf den Titel, trotz der neun Punkte Abstand. Die jüngsten Siege zeigen die Qualität der Mannschaft. Aber wenn wir die guten Leistungen aus den bisherigen Saisonspielen erneut auf den Rasen bringen, bin ich guter Dinge, dass wir auch gegen Energie gewinnen“, so Mark Zimmermann, Jenas Trainer gegenüber DFB.de.

 

Kapitän außer Gefecht: Markus Krug, Kapitän des Aufsteigers 1. FC Lok Leipzig, muss unters Messer. Schon seit Saisonbeginn plagen den dienstältesten Lok-Spieler (seit 2009 im Verein) Schmerzen im Sprunggelenk, seit Ende August konnte er gar nicht mehr eingesetzt werden. „Freie Gelenkkörperchen im rechten Sprunggelenk“, so lautet die Diagnose der medizinischen Abteilung. „Ich brauche nach den Spielen immer sehr lange, um mich zu regenerieren. Die anstehende Operation ist deshalb alternativlos“, so Krug, der rund zwei Monate ausfallen wird.

 

Wacker auf Wanderschaft: „Wackere Wanderer“ waren die Spieler des FSV Wacker Nordhausen. Das Ziel: Die Nordhausener Sägemühle. Außerdem wurde weiter zur Ebersburg gewandert. Der gemeinschaftliche Ausflug, bei dem auch FSV-Sportdirektor und Ex-Nationalspieler Maurizio Gaudino dabei war, war aber nicht nur eine Fitnessübung. Für das christliche Hospiz „Haus Geborgenheit“ überweist ein Sponsor für jeden gelaufenen Kilometer einen Euro. Bei zwanzig FSV-Spielern kam eine nette Summe für das Hospiz zusammen. Ebenfalls bei der Wanderung dabei: Ex-Bundesligaprofi Marco „Toni“ Sailer, der nach seiner Innenbanddehnung für die Partie beim VfB Auerbach am Freitag (ab 19 Uhr) auch wieder eine Option sein könnte. „Ein Einsatz ist zumindest nicht ausgeschlossen“, so Gaudino im Gespräch mit DFB.de. Beim jüngsten 1:1 gegen den ZFC Meuselwitz hatte Sailer gefehlt. Es war das Debüt von Interimstrainer und Ex-Bundesligatorwart Tomislav Piplica, nachdem sich der FSV Wacker von Cheftrainer Josef Albersinger getrennt hatte.

 

Wiedersehen nach 16 Jahren: Der BFC Dynamo und der 1. FC Lok Leipzig treffen nach 16 Jahren erstmals wieder in einem Pflichtspiel aufeinander. Am Sonntag (ab 14.05 Uhr, live im RBB Fernsehen) empfängt der BFC im Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark die Leipziger. Allein in 68 Duellen trafen die beiden Vereine in der DDR-Oberliga, der damals höchsten Spielklasse, aufeinander. Das bessere Ende hatte der BFC in 31 Partien für sich. 22 Siege sicherten sich die Leipziger, 15 Duellen endeten remis. Auch in der Meisterschaft spricht die Statistik eindeutig für den BFC, der sich zehn Titel sichern konnte. Die „Loksche“ musste sich mit drei Vizemeisterschaften zufriedengeben. Später standen sich beide Klubs zwischen 1998 und 2000 noch viermal in der damals viertklassigen Regionalliga Nordost gegenüber. Hier ist die Bilanz aus Leipziger Sicht positiv (zwei Siege, ein Remis, eine Niederlage).

 

Ken Gipson schwer verletzt: Ken Gipson aus der U 23 von RB Leipzig hat sich in der Partie gegen den FC Schönberg 95 (4:1) schwer verletzt. Der 20-Jährige zog sich eine Fraktur des rechten Sprunggelenks zu, wird auf unbestimmte Zeit ausfallen. Bislang war der Außenverteidiger, der in der vergangenen Saison noch zum Lizenzspielerkader des Bundesligaaufsteigers gehörte, in fünf Partien am Ball. Das erste Spiel ohne Gipson geht für den Tabellenzweiten am Sonntag (ab 13.30 Uhr) beim FC Viktoria Berlin über die Bühne.

 

Familientag in Neustrelitz: Am kommenden Montag, 3. Oktober, (Tag der Deutschen Einheit) findet bereits zum siebten Mal der Familientag der TSG Neustrelitz statt. Zwischen 11 und 14 Uhr erwartet die Besucher im Neustrelitzer Parkstadion ein buntes Programm mit einem großen Flohmarkt (auf dem TSG Parkplatz), Fanartikelstand, Streetsoccer-Turnier, Fußballtennis, Schussgeschwindigkeitsmessung, Torwandschießen, Paarfußball und einem Stationsbetrieb mit Übungen aus anderen Sportarten. Mit dabei ist neben den Nachwuchsmannschaften der TSG auch der komplette Regionalligakader. Um für gute Stimmung beim Familientag zu sorgen, soll zuvor im Heimspiel gegen den Berliner AK (Freitag, 18.30 Uhr) der Knoten beim Schlusslicht aus Neustrelitz platzen. Nach acht Partien haben die Mecklenburger erst einen Punkt auf dem Konto, zieren das Tabellenende. „Wir machen dem Gegner das Toreschießen einfach zu leicht“, sagte TSG-Trainer Benjamin Duray nach dem jüngsten 3:5 gegen den SV Babelsberg 03, steckt deshalb aber nicht auf: „Es gilt, weiter an den Fehlern zu arbeiten und wieder aufzustehen.“ mspw

 

 

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