Jena siegt in Köln

Rene Klingbeil (FCC) gegen Fatih Candan (FCV); (c) worbser

Siege für Unterhaching und Jena - Remis in Mannheim

Timmy Thiele trifft doppelt für Carl Zeiss

Entscheidenden Anteil am 3:2 (2:0)-Auswärtserfolg von Nordost-Meister Jena beim West-Titelträger Viktoria Köln hatte Timmy Thiele. Der 25-jährige Stürmer, in der regulären Saison mit 14 Treffern Top-Torjäger des FCC, markierte einen Doppelpack (21./66.). Außerdem war Firat Sucsuz (28.) erfolgreich. Für die Viktoria verwandelte Mike Wunderlich (72.) zunächst einen Foulelfmeter. Für den Torschützenkönig der Regionalliga West war es der insgesamt 30. Treffer in dieser Spielzeit. Den Endstand markierte Dominik Lanius (86.).

Wunderlich (3./18.) war es auch, der in der Anfangsphase vor 6241 Zuschauern im Viktoria-Stadion die großen Chancen zur Führung hatte. Stattdessen nutzen Thiele und Sucsuz zwei Fehler der Kölner Defensive zu zwei schnellen Toren. Auch danach blieb die Mannschaft von Jena-Trainer Mark Zimmermann am Drücker und kam zu einigen guten Möglichkeiten.

Jena erhöht, Wunderlich trifft und sieht „Rot“

Kurz nach der Halbzeit erkannte Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) bei einem Treffer des Kölners Lukas Nottbeck (50.) eine Abseitsstellung. Auf der anderen Seite war es wieder Thiele, der einen Alleingang zum 3:0 abschloss. Wenige Minuten später wurde Wunderlich im Strafraum zu Fall gebracht - Elfmeter für die Viktoria! Der Gefoulte trat selbst an und erzielt den Anschlusstreffer.

Die Mannschaft von Viktoria-Trainer Marco Antwerpen machte im Anschluss noch einmal Druck. Bei einem Jenaer Konter hatten die Kölner allerdings auch Glück. Manfred Starke (80.) scheiterte an der Querlatte.

In der Schlussphase wurde es hektisch. Nach einer Einzelaktion des eingewechselten Fatih Candan stand Lanius goldrichtig und erzielte das 2:3 aus Sicht der Gastgeber. Wunderlich (90.) hatte dann sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß. In der Nachspielzeit handelte sich der Kapitän (90.+5) und Kopf der Kölner Mannschaft allerdings wegen einer Beleidigung eine Rote Karte ein. Wunderlich fehlt damit im Rückspiel am Donnerstag, 1. Juni, (ab 17 Uhr, live im MDR) in Jena.

Müller, Bigalke und Steinherr sorgen für Hachinger Vorsprung

Die SpVgg Unterhaching hat den Aufstieg in die 3. Liga vor Augen. Im Playoff-Hinspiel setzte sich der Regionalliga Bayern-Meister 3:0 (0:0) gegen die SV Elversberg durch und geht mit einem komfortablen Polster in das Rückspiel. Der FC Carl Zeiss Jena gewann nach einer 3:0-Führung 3:2 (2:0) bei Viktoria Köln. Im dritten Duell gab es zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem SV Meppen ein 0:0.

Torschützen für Unterhaching beim 3:0 gegen die Gäste aus dem Saarland waren Jim-Patrick Müller (59.), Sascha Bigalke (64.) und Thomas Steinherr (74.). Sie bescherten der SpVgg eine optimale Ausgangsposition für die Rückkehr in die 3. Liga. Zuletzt waren die Bayern in der Saison 2014/2015 in der dritten Klasse vertreten.

Elversberg droht dagegen, zum zweiten Mal in Folge in den Playoffs zu scheitern. In der vergangenen Saison hatte die SVE gegen den FSV Zwickau (1:1/0:1) den Sprung in die 3. Liga verpasst.

8000 Zuschauer sehen Hinspiel in Bayern

Im Duell zweier Meister zwischen Unterhaching und Südwest-Vertreter SV Elversberg konnten sich die Gastgeber vor 8000 Zuschauern im eigenen Stadion in der ersten Halbzeit ein Übergewicht erspielen. Eine der besten Möglichkeiten hatte Ulrich Taffertshofer (33.), der SVE-Torhüter Manuel Batz bei einem Kopfball aus kurzer Distanz zu einer Glanzparade zwang.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatte Haching fast im Minutentakt Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Es dauerte bis zur 60. Minute, ehe sich der Spielstand auf der Anzeigetafel änderte. Jim-Patrick Müller mit einem Kopfball, Sascha Bigalke nach einem Missverständnis in der Elversberger Abwehr und der eingewechselte Thomas Steinherr per Kopf machten - zumindest für das Hinspiel - alles klar.

Das Rückspiel geht am kommenden Mittwoch, 31. Mai, (ab 20.30 Uhr, live im SR) im Elversberger Waldstadion Kaiserlinde über die Bühne.

Zwei Platzverweise in Mannheim

Das einzige Playoff-Duell ohne Tore lieferten sich Südwest-Vizemeister SV Waldhof Mannheim und der SV Meppen, Meister der Regionalliga Nord. Beide Mannschaften beendeten die Partie vor 24.186 Zuschauern im ausverkauften Mannheimer Stadion nicht in voller Mannschaftsstärke. Meppens Kapitän Marin Wagner (45.+1) sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Kurz vor Schluss kassierte Kevin Nennhuber (87.) „Rot“ wegen einer Notbremse.

Bei hochsommerlichen Temperaturen hatten die Meppener in der 24. Minute schon den Torschrei auf den Lippen. Nach einem Eckball Thilo Leugers köpfte Patrick Posipal auf den kurzen Pfosten. Mannheims Torhüter Markus Scholz kam nicht an den Ball. Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) gab kein Tor, weil der Ball seiner Meinung nicht mit vollem Umfang die Torlinie überschritten hatte. Die beste Mannheimer Chance hatte Gian-Luca Korte (41.), der bei seinem Schussversuch den Außenpfosten traf. Unmittelbar nach dem ersten Platzverweis des Spiels gegen Wagner war Pause.

Waldhof kann Überlegenheit nicht nutzen

In Unterzahl standen die Gäste aus Meppen nach der Pause tiefer und verlegten sich auf das Kontern. Mannheim drückte auf ein Tor und kam zu einer Reihe guter Möglichkeiten. Unter anderem verhinderte SVM-Schlussmann Benjamin Gommert gegen Benedikt Koep mit einem Reflex den Rückstand. Auch dem Platzverweis gegen Nennhuber stand Gommert noch einmal im Mittelpunkt. Einen Distanzschuss von Marcel Seegert (90.+1) lenkte der Torhüter so gerade noch zur Ecke.

Sowohl Nennhuber als auch Wagner fehlen im Rückspiel am Mittwoch (ab 19 Uhr, Livestream auf SWR.de und NDR.de) in Meppen. Mit rund 13.800 Zuschauern ist auch diese Partie ausverkauft. mspw

 

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