Erster Punktverlust für Energie Cottbus

9. Spieltag (29.09.-01.10.17)

Neunter Streich von Ligaprimus Energie Cottbus

Der ehemalige Bundesligist FC Energie Cottbus eilt in der Regionalliga Nordost weiter von Sieg zu Sieg. Das 2:0 (1:0) vor eigenem Publikum gegen die Hertha BSC II war für die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz am 9. Spieltag auch der neunte Sieg. Mit optimalen 27 Punkten ziehen die Lausitzer an der Spitze weiter einsam ihre Kreise, sind bundesweit der einzige Viertligist ohne Punktverlust. Die Berliner mussten dagegen bereits ihre sechste Saisonniederlage hinnehmen.

Vor 5214 Zuschauern im Stadion der Freundschaft brachte Kevin Weidlich (7.) den FC Energie schon früh auf die Siegerstraße. Auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit erwischte Cottbus einen ausgezeichneten Start. Björn Ziegenbein (50.) traf zum 2:0-Endstand. Einziger Wermutstropfen für den Ligaprimus: Mittelfeldspieler Tim Kruse musste zur Pause verletzungsbedingt in der Kabine bleiben.

Doppelpack von Dynamo-Torjäger Dadashov

Immerhin auch schon den sechsten Dreier im neunten Saisonspiel fuhr der Tabellenzweite BFC Dynamo mit dem 3:1 (2:0) beim VfB Auerbach ein, hat weiterhin acht Punkte Rückstand auf Ligaprimus Cottbus. Doppeltorschütze Rufat Dadashov (20., Foulelfmeter/50.) und Joey Breitfeld (38.) schossen einen 3:0-Vorsprung für die Berliner heraus, ehe Marc-Philipp Zimmermann (85.) in der Schlussphase verkürzte. Für Auerbach endete eine Positivserie von vier Partien in Folge ohne Niederlage. Dadashov erzielte bereits seine Saisontreffer acht und neun. Damit zog der ehemalige Nationalspieler von Aserbaidschan an der Spitze der Torjägerliste mit Streli Mamba von Energie Cottbus gleich.

Auf den dritten Tabellenplatz rückte der 1. FC Lok Leipzig durch den 2:0 (2:0)-Auswärtssieg bei der TSG Neustrelitz vor. Aus ihren vergangenen drei Partien holte die Mannschaft von Lok-Trainer Heiko Scholz sieben Zähler und ist nur zwei Punkte von Rang zwei entfernt. Ryan-Patrick Malone (6.) und Kapitän Markus Krug (26.) sorgten schon vor der Pause für Das Endergebnis. Auch die Schlussphase überstanden die Leipziger trotz der Roten Karte für Maurer (Tätlichkeit/74.) unbeschadet. Die Gastgeber aus Neustrelitz setzten ihre Niederlagenserie fort. Das Team von Trainer Achim Hollerieth ging zum sechsten Mal hintereinander leer aus.

Erster Saisonsieg! Luckenwalde nicht mehr Schlusslicht

Nach acht vergeblichen Versuchen hat es der FSV Luckenwalde geschafft: Am 9. Spieltag der Regionalliga Nordost gab es in der Partie beim FC Viktoria Berlin den ersten Saisonsieg. Durch den 3:2 (2:1)-Auswärtserfolg in der Hauptstadt verließ der FSV das Tabellenende. Neues Schlusslicht ist die TSG Neustrelitz (0:2 gegen Lok Leipzig am Freitag).

Die Gäste aus Luckenwalde waren in Berlin durch ein Tor von Steve Müller (7.) schnell in Führung gegangen. Takahiro Tanio (39.) erhöhte auf 2:0. Danach kamen die Gastgeber dank der Treffer von Abu-Bakarr Kargbo (41.) und Karim Benyamina (61.) zwischenzeitlich zum Ausgleich. Kurz vor Abpfiff sicherte aber Daniel Becker (90.) den Sieg der Gäste.

Halberstadts Hübner schießt Meuselwitz ab

Aufsteiger Germania Halberstadt hat nach drei Spielen ohne Sieg zurück in die Erfolgsspur gefunden. Der Liganeuling setzte sich 3:1 (1:0) beim ZFC Meuselwitz durch und kletterte damit in der Tabelle auf Platz sieben. Für Meuselwitz war es nach dem 0:1 gegen Budissa Bautzen die zweite Heimniederlage in Folge.

Matchwinner für Halberstadt war Nico Hübner. Der 22-jährige Außenstürmer schnürte einen Dreierpack und führte sein Team fast im Alleingang zum Sieg. Für Hübner (7./49./56.) waren es die Saisontore drei bis fünf. Das zwischenzeitliche 1:2 für Meuselwitz erzielte Janik Mader (55.).

2326 Zuschauer sahen in der Begegnung zwischen Aufsteiger BSG Chemie Leipzig und dem FSV Wacker Nordhausen keine Tore. Das 0:0 war für die Gastgeber aus Sachsen das erste Remis in dieser Saison. Zuvor hatte es zwei Siege und sechs Niederlagen gegeben. Nordhausen ist jetzt seit fünf Spielen unbesiegt. Dabei kassierte der FSV Wacker nur ein Gegentor (beim 4:1 gegen Union Fürstenwalde).

Furiose zweite Halbzeit von Fürstenwalde

Der FSV Union Fürstenwalde behielt beim Aufsteiger VSG Altglienicke 5:0 (0:0) die Oberhand. Nach einer torlosen ersten Halbzeit drehten die Gäste in der zweiten Hälfte auf. Innerhalb von 30 Minuten markierte Fürstenwalde fünf Treffer. Andor Bolyki (50.), Kemal Atici (52/64.) und Wilfried Siakam-Tchokoten (69./80.) waren erfolgreich. Das 5:0 in Altglienicke war für den FSV Union der vierte Sieg aus den zurückliegenden fünf Spielen. Nur bei Wacker Nordhausen (1:4) gab es eine Niederlage.

Der FC Oberlausitz Neugersdorf und der SV Babelsberg 03 trennten sich 1:1 (1:1). Manuel Hoffmann (6.) sorgte früh für die Führung des SVB. Kurz vor der Halbzeitpause glich Paul-Georg Becker (43.) aus. Für Babelsberg war es bereits das fünfte Unentschieden. In der Nordost-Staffel stehen nur für den VfB Auerbach genauso viele Remis zu Buche.

Auch das Duell zwischen der FSV Budissa Bautzen und dem Berliner AK endete 1:1 (1:1). Die beiden Tore fielen innerhalb weniger Minuten. Max Gehrmann (26.) traf für Bautzen, Enes Kuc (29.) trug sich für den BAK in die Torschützenliste ein. In der zweiten Halbzeit handelte sich Franz Pfanne (65.) von Bautzen wegen einer Notbremse die Rote Karte ein.

 

10. Spieltag

Lok-Torhüter Kirsten stoppt Energie-Siegesserie

Die eindrucksvolle Siegesserie des ehemaligen Bundesligisten FC Energie Cottbus in der Regionalliga Nordost ist gestoppt. Nach neun Erfolgen hintereinander musste sich der souveräne Tabellenführer am 10. Spieltag im Topspiel beim drittplatzierten 1. FC Lok Leipzig mit einem 0:0 begnügen. Weil jedoch auch sämtliche Verfolger Punktverluste hinnehmen mussten, baute das Team von FCE-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz den Vorsprung an der Tabellenspitze vor dem BFC Dynamo sogar noch auf neun Punkte aus.

„Nach 30 Minuten haben wir die Kontrolle über das Spiel übernommen, praktisch keine Torchance des Gegners mehr zugelassen“, meinte Ex-Profi Wollitz, der verletzungsbedingt unter anderem erneut auf seine Topstürmer Streli Mamba und Benjamin Förster verzichten musste.

Dennoch hatten die Gäste vor 5589 Zuschauern im Leipziger Bruno-Plache-Stadion die klar besseren Chancen. Der eingewechselte Gabriel Boakye, Kapitän Marc Stein und Malte Karbstein scheiterten jedoch am glänzend reagierenden Lok-Torhüter Benjamin Kirsten, Sohn des früheren Nationalstürmers Ulf Kirsten. „Benjamin Kirsten hat überragend gehalten und nicht umsonst schon 2. Liga gespielt, lobte „Pele“ Wollitz.

Leipzigs Trainer Heiko Scholz analysierte: „Gegen die schnellen und brandgefährlichen Energie-Angreifer mussten wir taktisch sehr kontrolliert spielen und haben versucht, Nadelstiche zu setzen. Das ist uns nur selten gelungen. Die Mannschaft hat aber alles reingehauen und sich das Remis verdient. Wir sind mit dem Punkt hochzufrieden.“

Heimpleiten für BFC Dynamo und Nordhausen

Einen herben Dämpfer erhielten die Titelhoffnungen des Tabellenzweiten BFC Dynamo, der beim 1:2 (1:1) gegen den ZFC Meuselwitz seine dritte Niederlage in der laufenden Spielzeit einstecken musste. Yanick Haag (33.) und Rene Weinert (72., Foulelfmeter) ließen die Gäste aus Thüringen vor 1452 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark jubeln.

Für den BFC gelang Rufat Dadashov (36.) nur der zwischenzeitliche Ausgleich. Schwacher Trost für den ehemaligen Nationalspieler von Aserbaidschan: Durch seinen zehnten Saisontreffer übernahm der 26-jährige Dynamo-Angreifer die Führung in der Torjägerliste der Nordost-Staffel vor dem aktuell verletzten Streli Mamba (Muskelfaserriss), der für Energie Cottbus neunmal getroffen hat.

Auch der FSV Wacker Nordhausen verlor weiter an Boden, ging beim 1:2 (1:1) gegen den FC Viktoria 1889 Berlin erstmals vor eigenem Publikum leer aus und hat als Tabellenfünfter sogar schon zwölf Zähler Abstand zu Platz eins.

Dabei hat die Partie für die Thüringer ausgezeichnet begonnen. Nils Pichinot (8.) markierte den frühen Führungstreffer für den FSV Wacker. Der langjährige Zweitligaprofi Karim Benyamina (19./62.) wendete jedoch das Blatt. Für den 35-Jährigen waren es die Saisontore vier und fünf. Die ambitionierten Berliner beendeten eine Negativerie von drei Niederlagen hintereinander.

Hertha-Debütant Pronichev schnürt Doppelpack

Ein Debütant bescherte der U 23 von Hertha BSC den 3:1 (0:1)-Heimsieg gegen den FSV Budissa Bautzen und damit den Sprung auf Platz 13. Der 19-jährige russische U 21-Nationalspieler Maximilian Pronichev (80./83.) schnürte nach seiner Einwechslung einen Doppelpack und bescherte den Hauptstädtern damit den vierten Dreier in der laufenden Saison. Zwischen seinen beiden Treffern handelte sich Pronichev noch die Gelbe Karte ein, weil er beim Torjubel sein Trikot ausgezogen hatte.

Der gebürtige Berliner Pronichev, der zuletzt bei Zenit St. Petersburg II unter Vertrag stand und als U 19-Spieler für eine Saison an den FC Schalke 04 ausgeliehen war, kehrte jetzt zu Hertha BSC zurück. Schon von 2011 bis 2014 hatte er für die „Alte Dame“ gespielt.

Lange Zeit sah es nicht nach einem Hertha-Sieg aus. Jonas Mack (26.) hatte die Gäste aus Sachsen 1:0 in Führung gebracht. In der zweiten Halbzeit glich jedoch Maik Haubitz (62.) für die Berliner aus, ehe Pronichev seinen großen Auftritt hatte. Budissa Bautzen blieb zum vierten Mal hintereinander sieglos.

Weiter auf dem Vormarsch ist der Berliner AK nach dem 4:2 (1:1) gegen den VfB Auerbach. Dabei ließen sich die Hauptstädter auch von einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand nicht verunsichern. Tunay Deniz (10.), die beiden eingewechselten Serkan Tokgöz (69.) und Özer Ozan Pekdemir (82.) sowie Enes Küc (89.) trugen sich für den BAK in die Torschützenliste ein. Lukas Novy (45.+1) und Vaclav Heger (49.) waren für Auerbach erfolgreich.

Erster Auswärtspunkt für Aufsteiger Chemie Leipzig

Im fünften Anlauf sicherte sich Aufsteiger BSG Chemie Leipzig den ersten Auswärtspunkt in der Regionalliga Nordost. Nach vier Niederlagen in Folge erkämpfte die Mannschaft von Trainer Dietmar Demuth im Aufsteigerduell beim VfB Germania Halberstadt ein 1:1 (0:0). Die Hausherren blieben zwar auch im fünften Spiel in Serie ungeschlagen (ein Sieg, vier Remis), müssen aber weiterhin auf ihren ersten Heimsieg warten.

Vor 1035 Besuchern brachte Florian Beil (51.) die von Andreas Petersen trainierte Germania in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit 1:0 in Führung. Max Hermann (78.) glich mit seinem ersten Saisontreffer für Chemie Leipzig aus.

Der Tabellenvierte FSV Union Fürstenwalde kam gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf, der seit Dezember 2016 auf einen Auswärtssieg wartet, nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Filip Krstic (40.) und Martin Zurawsky (75.) trafen für Fürstenwalde. Paul-Georg Becker (41.) und Hannes Mietzelfeld (57.) brachten Neugersdorf zwischenzeitlich in Führung. Einen weiteren Treffer für den FCO verpasste der frühere tschechische Nationalspieler Stepan Vachousek. Der 38-jährige Mittelfeldspieler scheiterte mit einem Foulelfmeter an Union-Schlussmann Oliver Birnbaum (33.).

Der Tabellenvorletzte FSV 63 Luckenwalde und Aufsteiger VSG Altglienicke trennten sich torlos 0:0. Die Gastgeber holten vier Punkte aus ihren jüngsten beiden Begegnungen. Die Gäste aus Berlin-Köpenick warten seit vier Spieltagen auf den vierten Saisonsieg.

Schlusslicht Neustrelitz schrammt an Sieg vorbei

Schlusslicht TSG Neustrelitz schöpft im Abstiegskampf der Regionalliga Nordost neue Hoffnung. Nach zuvor sechs Niederlagen in Folge kam die Mannschaft von Trainer Achim Hollerieth zum Abschluss des 10. Spieltages zu einem beachtlichen 1:1 (0:0) beim ehemaligen Zweitligisten SV Babelsberg 03 und schrammte hauchdünn am zweiten Saisonsieg vorbei.

Nach einer sehenswerten Einzelleistung des eingewechselten Arjan Duraj erzielte Pascal Eggert (88.) erst in der Schlussphase die TSG-Führung. In der Nachspielzeit (90.+4) war es jedoch Babelsbergs Lukas Wilton, der mit seinem Treffer noch für den Ausgleich sorgte. Die TSG, der danach sogar fast noch der Siegtreffer gelungen wäre, bleibt am Tabellenende.

Für den SV Babelsberg 03 war es bereits das dritte Unentschieden in Folge. Die Mannschaft von Trainer Alemedin Civa ist seit sieben Spielen unbesiegt, holte dabei elf von möglichen 21 Zählern und belegt Platz sieben. mspw

 

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