Relegation

Cottbus gewinnt Relegations-Hinspiel

Der Cottbuser Tim Kruse (links) im Zweikampf gegen René Guder; (c) gettyimages

Der ehemalige Bundesligist FC Energie Cottbus hat gute Chancen, nach zwei Jahren Abstinenz in die 3. Liga zurückzukehren. Der souveräne Meister der Regionalliga Nordost gewann sein Playoff-Hinspiel beim Nord-Titelträger SC Weiche Flensburg 3:2 (3:0), so dass im Rückspiel am Sonntag (ab 14 Uhr, live im RBB) schon ein Remis oder sogar eine Heimniederlage mit einem Tor Unterschied (0:1 oder 1:2) reichen würde. Allerdings verpassten die Lausitzer, die zwischenzeitlich schon 3:0 geführt hatten, eine noch bessere Ausgangsposition.

Vor 5972 Zuschauern im Kieler Holstein-Stadion - in Flensburg steht noch keine drittliga-taugliche Arena zur Verfügung - sorgten Energie-Torjäger Streli Mamba (16.) und Mittelfeldspieler Maximilian Zimmer (29./38.) während der ersten Halbzeit für ein vermeintlich komfortables Polster der Gäste. In der zweiten Halbzeit konnten Weiche-Kapitän Christian Jürgensen (68.) und Angreifer Rene Guder (90.) aber noch verkürzen und hielten damit die Flensburger Hoffnungen auf den erstmaligen Aufstieg in die 3. Liga am Leben.

Flensburg-Kapitän Jürgensen: „Zweite Hälfte macht Mut“

„Wir haben die erste Halbzeit komplett verpatzt und nicht das gebracht, was wir können. Die Leistung nach der Pause war jedoch sehr ordentlich. Da haben wir alles versucht, um die Partie noch zu drehen“, meinte Flensburgs Trainer und Ex-Profi Daniel Jurgeleit. Sein Kapitän und Torschütze Christian Jürgensen meinte: „Die Leistung in der zweiten Hälfte macht uns Mut. Wir freuen uns auf die Kulisse in Cottbus und wollen es Energie so schwer wie möglich machen.“

FCE-Doppeltorschütze Maximilian Zimmer erklärte: „Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. Wir müssen am Sonntag noch einmal alles raushauen.“ Auch Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz stellte klar: „Trotz des Vorsprungs wird es mit Sicherheit kein Selbstläufer. Wir müssen im Rückspiel besser organisiert spielen, als es in der zweiten Halbzeit der Fall war. Entscheidend ist aber, dass wir alles in der eigenen Hand haben.“

Maßflanke von Weidlich - Torjäger Mamba trifft

Beide Teams waren als Doublesieger zum Playoff-Hinspiel angetreten. Am Pfingstmontag hatten sowohl der SC Weiche Flensburg 08 in Schleswig-Holstein (3:0 im Endspiel gegen den Husumer SV) als auch der FC Energie Cottbus in Brandenburg (1:0 beim SV Babelsberg 03) im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ nach den Titeln in der Regionalliga auch die jeweiligen Landespokale gewonnen.

Im direkten Duell legten die von mehr 4000 Fans begleiteten Gäste aus Cottbus den deutlich besseren Start hin, dominierten vor der Pause - und belohnten sich auch mit drei Treffern. Dem 1:0 durch Mittelstürmer Streli Mamba (16.) ging eine Maßflanke von Kevin Weidlich von der rechten Seite voraus.

Auch am zweiten Treffern durch Maximilian Zimmer (29.) waren Weidlich und Mamba direkt beteiligt. Der 25-jährige Mittelfeldspieler tauchte dann frei vor dem Flensburger Tor auf, umkurvte noch Torhüter Florian Kirschke und schob die Kugel ins leere Tor. Besonders sehenswert dann aber der dritte Treffer. Aus mehr als 20 Metern verwandelte Zimmer einen direkten Freistoß zum 3:0 (38.). Da schien die 3. Liga für Energie schon ganz hah.

Empens Lattenschuss als Weckruf für Weiche

In einer insgesamt recht robust geführten Begegnung mit insgesamt neun Gelben Karten kamen die Gastgeber wie verwandelt aus der Kabine. Schon nach wenigen Sekunden hatte Nico Empen die bis dahin beste Möglichkeit für den SC Weiche. Seinen Schuss lenkte Gästetorhüter Avdo Spahic jedoch an die Latte.

Für Empens Teamkollegen war das aber offenbar der richtige Weckruf. Trotz des deutlichen Rückstands hielten die Flensburger jetzt voll dagegen und drängten auf den Anschluss. Schließlich war es Kapitän Jürgensen (68.), der einen Fehler von Energie-Spielführer Marc Stein ausnutzte und aus kurzer Entfernung auf 1:3 verkürzte.

Bis zum Schluss ließen die Norddeutschen nicht nach und brachten die Energie-Abwehr mehrfach in Bedrängnis. Marvin Kleihs, der schon an der Entstehung des ersten Tores beteiligt war, glänzte dann noch einmal als Vorbereiter. Angreifer Rene Guder reagierte nach der Hereingabe von der rechten Seite gedankenschnell und traf zum 2:3-Endstand. mspw

 

 

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