Zusammenfassung NOFV-Futsal-Liga

1894 - Neuenhagen (Fotos: "Volker S", "1894")

Am vorletzten Spieltag der Hinrunde nutzten die „1894er“ vom BFC Preussen die Spielpause des VfL 05 Hohenstein-Ernstthal wegen Auswahlverpflichtungen (4 Spieler im Nationalkader) mit einem 5:2-Heimsieg im Spitzenspiel gegen den FC RW Neuenhagen, um sich wieder an die Tabellenspitze der NOFV-Futsal-Liga zu setzen. Mit drei Punkten mehr, aber auch zwei Spielen mehr, gehen die Berliner am kommenden Samstag zum Show-Down der Hinrunde in das Spitzenspiel des ungeschlagenen Tabellenzweiten gegen den aktuellen Ersten in Hohenstein-Ernstthal, Anstoß 16:15 Uhr.

In einem hitzigen Duell (jeweils eine Ampelkarte, 4:2 gelbe Karten sowie 5:1/5:7 kumulierte Fouls) des bisherigen Zweiten gegen den Vierten ging „1894“ bereits in der 1. Minute durch Omid Saberderst in Führung. Nach elf Minuten glich Ricardo Blume vor 55 Zuschauern für die Gäste aus. Domenic  Guist brachte die Berline durch ein Eigentor unfreiwillig erneut in Führung (19.), die dann nach der Pause bis auf 4:1 davon zogen. Konstantin Mansfeld verkürzte in der 38. Minute noch einmal auf 2:4. Fast im Gegenzug sorgte Moris Fikic mit seinem zweiten Tor im Spiel, zweimal traf auch Saberdest, für den 5:2-Endstand. Ein ausführlicher Spielbericht mit Fotos vom BFC Preussen am Ende.

In die Erfolgsspur fand der FC Liria gegen den SC Borea Dresden mit einem 15:3-Kantersieg zurück und verbesserte sich auf Platz 4.  Zur Pause stand es 8:0. Erst beim 11:0 konnte Borea den ersten von drei „Ehrentreffern“ durch Markus Werner erzielen (30.), der zuvor auch für das 11:0 für Liria per Eigentor verantwortlich war. Es war aber nicht das erste Eigentor im Spiel, das erzielte Alexander Petzold zum 7:0 (17.). Wie Werner traf Petzold aber auch noch einmal in den gegnerischen Kasten zum 3:13 (38.). In seinem ersten Saisonspiel traf Futsal-Ex-Nationalspieler Lennart Hartmann doppelt. Dreifach trafen sogar Dennis Kutrieb und Aljbert Hiseni. Die 30 Zuschauer sahen eine recht faire Partie mit keine Karten und nur 1:3/1:2 kumulierte Fouls.

Das Duell der bisher punktlosen Teams zwischen den UFK Potsdam und der HSG Uni Greifswald entschieden die Gäste von der Küste vor 10 Zuschauern mit 6:1 (3:1). Drei Spieler mit jeweils zwei Toren sorgten für den ersten Saisonsieg der HSG: Ludwig Bruer, Marco Harms und Lasse Wien. Ein ausführlicher Bericht des UfK am Ende. Gelbe Karten 3:2; kumulierte Fouls: 3:2/8:2

Nach zuvor 16 Niederlagen in Folge gelang den Magdeburgern vom SV Eintracht bereits der zweite Sieg in Folge. Diesmal gewannen die Sachsen-Anhaltiner mit 7:5 beim CFC Hertha 06. Vor 12 Zuschauern gingen die Gäste bis zur 7. Minuten mit 3:0  in Führung. Binnen drei Minuten glichen die Charlottenburger aber aus. Mit je einem weiteren Treffer vor der Pause und nach dem Wechsel zog die Eintracht erneut auf 5:3 davon, die zweimal den Anschlusstreffer des CFC mit einem weiteren Tor beantworteten. Das letzte erzielte Magdeburg in Überzahl, da zuvor Samet Tüzen mit gelb/rot vom Platz flog. Trotzdem hätten die Berliner ein besseres Ergebnis erzielen können, wenn sie die beiden 10-Meter-Freistöße verwandelt hätten. Markus Michnik mit 3 für den CFC sowie der Magdeburger Fabian Botschka mit 5 Toren waren die erfolgreichsten Torschützen für ihre Teams, wobei die Gastgeber wegen des vermeintlichen fünffachen Torschützen (spielte da ein anderer Spieler unter falschem Namen?) einen Einspruch erwägen. GK: 2:1; Kumulierte Fouls: 1:4/4:7.

 

Spielbericht Potsdam - Greifswald

Am 8. Spieltag dieser Saison kam es zu einem weiteren direkten Duell im Abstiegskampf. Der letztplatzierte UFK Potsdam 08 (Futsal) empfing den Tabellennachbarn HSG Uni Greifswald. Beide Mannschaften konnten bisher noch keinen einzigen Punkt sammeln, so dass dieses Spiel vor allem auch für das Selbstbewusstsein wichtig sein würde.

Die HSG übernahm trotz geringerer Spieleranzahl (Greifswald: 7 Spieler, UFK Potsdam: 10 Spieler) von Beginn an das Zepter. Dabei war ihre Marschroute ganz klar auf Ruhe ausgelegt und auf ein geduldiges Warten bis der Gegner Fehler machen würde. Auf der anderen Seite schien dagegen der UFK aus den Fehlern des letzten Spiels gelernt zu haben. Sie standen tief und Kompakt umso den Gegner vor Probleme zu stellen und anschließend mit schnellen Kontern immer wieder für Nadelstiche zu sorgen. Diese Taktik ging jedoch nur teilweise auf, denn die Defensive stand zwar gut, jedoch kam es in der Offensive zu oft zu Ungenauigkeiten. Eine solche führte letzten Endes auch zur 1:0 Führung der HSG, da der UFK den eroberten Ball zu ungenau klärte und den Gegner genau in die Füße spielte (7‘, Ludwig Bruer). Nur eine Minute später konnten die Greifswalder mit einem sehenswerten langen Ball aus dem Halbfeld sogar auf 2:0 erhöhen (8‘; Marco Harms). Nichtsdestotrotz blieben beide Mannschaften bei ihren Vorgaben, so dass die Greifswalder weiterhin den Großteil an Ballbesitz aufwiesen. Nach dem zwischenzeitlichen 3:0 konnte der UFK dann aber doch endlich mal in der Offensive zeigen, dass auch sie Futsal spielen können und verkürzten durch Sebastian John in der 11. Minute auf 3:1. Im Anschluss verflachte die Party ein wenig, so dass bis zur Halbzeit keine weiteren Tore fielen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm das Spiel eine ähnliche Gestaltung an. Potsdam stand tief, die Greifswalder zogen ihr Ding durch, fanden gegen die kompakte Defensive der Potsdamer jedoch auch keine richtigen Mittel. So kam es nicht von ungefähr, dass die Greifswalder ihr nächstes Tor eher durch Zufall schossen. Florian Dornack fälschte eine Flanke mit seiner Hand unglücklich, aber unhaltbar ins eigene Tor ab. Die gelbe Karte für diese Aktion ärgerte ihn gleich doppelt. In der Folge wurde das Spiel etwas ruppiger. Potsdam stemmte sich gegen die Niederlage, spielte nun etwas offensiver und setzte die Greifswalder so mehr unter Druck. Das Spiel wurde offener, aber auch zerfahrener. Die HSG nutzte dies geschickt aus und zog ein Foul nach dem anderen. Drei weitere gelbe Karten wurden in dieser Phase vergeben (zwei für Potsdam, eine für Greifswald) und gleichzeitig konnte sich Greifswald drei Zehnmeter erspielen, wovon einer in der 36. Minute durch Marco Harms zum 1:5 genutzt wurde. Als letzten Ausweg versuchten die Potsdamer zum Schluss noch einmal per Flying Goalkeeper den Gegner unter Druck zu setzen. Dies gelang aber nur phasenweise, endete dennoch aber durch ein weiteres Gegentor und den resultierenden Schlusstand von 1:6 (39‘, Ludwig Bruer).

 

Positiv: Wieder einmal hatten es die Potsdamer mit einem sehr fairen Gegner zu tun. Gleichzeitig konnten sie sich im Vergleich zum Spiel gegen Dresden deutlich steigern. Auf diese Leistung lässt sich aufbauen!

 

 

Spielbericht „1894“ gegen Neuenhagen

Die Begegnung zwischen 1894 und Neuenhagen lockte ca. 55 Zuschauer in die Sporthalle Zehlendorf und beide Teams boten ein attraktives und packendes Spiel.

Die Partie begann recht nervös auf beiden Seiten, wobei das Team von 1894 schneller ins Spiel fand und den Ton angab. Nach nicht einmal einer Minute stand es dann auch folgerichtig 1:0 durch ein Traumtor mit der Hacke von Saberderst, der nach genialem Pass von Shuleta den Rot-Weißen Keeper trickreich überlistete. Das 1:0 bestärkte die komplett in schwarz gekleideten 1894er und sie bestimmten das Spiel. Neuenhagen kam schlichtweg nicht ins Spiel und konnte sich ergebene Konter nicht zu Torabschlüssen bringen. Nach 8 gespielten Minuten wird die Partie offener. Beide Teams haben Chancen und die Torhüter auf beiden Seiten parieren mehrere Male stark. In zahlreichen Angriffen ist es der letzte Pass, der ungenau ist. Nach 9 gespielten Minuten klärt Neuenhagens Mansfeld spektakulär in letzter Sekunde und vereitelte so den 2:0 Rückstand. Die immer besser werdenden Neuenhagener belohnen sich dann nach 10 Minuten mit dem 1:1 durch Blume. Der Ball wurde unglücklich abgefälscht und so hatte Torhüter Begzadic keine Chance den Ball zu parieren.

Nach dem Ausgleich kommt Neuenhagen zu weiteren 100%igen Chancen. Wenn es nicht der starke Hintermann Begdazic von 1894 war der hielt, waren es die Rot-Weißen selber, die oftmals einen Pass zu viel spielten anstatt den direkten Torabschluss zu suchen. Das nun packende Spiel ging in den letzten 7 Minuten hin und her. Es gab zahlreiche Riesenchancen auf beiden Seiten.

1 Minute und 51 Sekunden vor Schluss des ersten Abschnitts wird ein vermeintlich ungefährlicher Querpass von Toktumur plötzlich ganz heiß, da der Neunhagener Guist unglücklich in den Pass reinrennt und den Ball ins leere, leider eigene Tor befördert. Zu allem Überfluss holte sich Kapitän Göde dann in der letzten Minute noch Gelb wegen widerholten Meckerns ab. Neuenhagen drückte und schaffte beinahe noch den Ausgleich zum 2:2 14 Sekunden vor der Halbzeit. So stand es zur Halbzeit 2:1 für 1894 und die Zuschauer konnten sich bereits auf eine fulminante zweite Halbzeit freuen.

Im zweiten Abschnitt sind es diesmal die Neuenhagener, die einen besseren Start erwischen und die ersten Chancen haben. 1894 wirkte etwas unkonzentriert kam aber trotzdem zu Torabschlüssen. 1894 traf durch Toktumur nach ca. 2 gespielten Minuten den Pfosten und im Gegenzug konnte nach schnellem Konter der Rot-Weißen der Abschluss aufs Tor der 1894er von Keeper Begzadic pariert werden.

Nach 5 gespielten Minuten in Abschnitt Zwei entwickelte sich ein attraktives und chancenreiches Spiel mit strukturierten Spielzüge beider Mannschaften, tollen Torabschlüssen und klasse Paraden der Torhüter. Ein Foul direkt an der Strafraumgrenze des Tors der Neuenhagener stoppte einen vielversprechenden Angriff der 1894er und der resultierende Freistoß wurde direkt vom Fikic verwandelt. Das 3:1 löste sichtlich Erleichterung bei den Spielern von 1894 aus.

Rot-Weiß Neuenhagen ließ die Köpfe aber keineswegs hängen und kämpfte. Dies hatte zur Folge, dass zur Mitte der zweiten Halbzeit das 5. Foul gegen Rot-Weiß gepfiffen wurde. Torhüter Göde hält mit überragenden Paraden sein Team weiter im Spiel und entschied viele 1gegen1-Situationen für sich. Nach starker Aktion von Feta und einem genauen Pass auf Saberdest fällt das 4:1 für 1894. Für die Spieler von 1894 scheinbar bereits die Vorentscheidung 6 Minuten vor Schluss. Neuenhagen machte weiter und spielte mit Göde als Flying-Goalkeeper um Überzahl zu schaffen. 1894 spielte im Folgenden fast schon zu locker und nahm Druck aus dem Spiel. 3 Minuten und 30 Sekunden vor Schluss der Partie wird Kapitän Shuleta von 1894 nach einer Grätsche vollkommen zu Recht mit Gelb-Rot vom Platz gestellt (5. Foul 1894). Es ergab sich eine Überzahl für die Neuenhagener, die jedoch nicht einmal 30 Sekunden anhielt. Göde sieht in der 17. Minute ebenfalls Gelb-Rot nach dem er seinen Torhüterkollegen beim Abschlag aufs leere Tor behindert. Der Platzverweis löste auf dem Feld hitzige Diskussionen der Spielerlager aus und wurde von den Zuschauern, die es mit 1894 hielten, bejubelt. Folgerichtig entschieden die Schiedsrichter auf 10-Meter für 1894. Es trat Torwart Begzadic an, der an Spieler Weisz als Aushilfstorhüter scheiterte. Das Spiel nahm nun deutlich an Brisanz zu. In einer folgenden Aktion der Rot-Weißen trifft Mansfeld zum Anschluss und verkürzt 2 Minuten und 50 Sekunden vor Schluss auf 2:4. Drei Feldspieler von 1894 spielten die Zeit nun gegen 3 Feldspieler von Neuenhagen ruhig und routiniert runter. Den Schlusspunkt in Sachen Tore setzt Fikic mit einer brillanten Direktabnahme mit dem Rücken zum leeren Tor. Der punktgenaue Abwurf von Keeper Begzadic ist ebenso bemerkenswert wie der Abschluss Fikic's von der Mittellinie.

Der Sieger stand Sekunden vor Schluss bei einem Ergebnis von 5:2 bereits fest, jedoch kämpften die Neuenhagener trotzdem weiter und zeigten viel Moral. Unmittelbar vor dem Ertönen der Sirene begeht ein Rot-Weißer Spieler erneut ein Foul und die letzte Aktion, passend zum Spiel, setzt Feta mit einem Lattenknaller von der 10-Meterlinie.

Das ausgeglichene, streckenweise sehr hochklassige Spiel gewinnt am Ende die Mannschaft die konsequenter vor dem Tor war.

ti/au

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