Futsal

VfL 05 Hohenstein-Ernstthal zum fünften Male NOFV-Futsalmeister

Mit einem 8:3-Erfolg im “Endspiel” gegen den jüngsten ewigen Rivalen FC Liria Berlin sicherte sich der VfL 05 Hohenstein Ernstthal zum fünften Mal die Futsalmeisterschaft im NOFV. Wie schon in den beiden Jahren zuvor, bleibt für Liria Berlin die Vizemeisterschaft. Damit hat sich Hohenstein-Ernstthal direkt für das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft qualifiziert. Die Berliner müssen dagegen über eine Qualifikation gegen den Zweiten der Regionalliga Süd versuchen, ins Viertelfinale vorzustoßen. Im Vorjahr endete die Reise für Liria bekanntlich erst im Finale mit einer Niederlage.

Beide Teams gewannen am Samstag im Final-Four in Bernburg (Sachsen-Anhalt) ihre beiden Spiele gegen den FC Rot-Weiß Neuenhagen sowie Charlottenburger FC Hertha 06 und hatten vor dem direkten Aufeinandertreffen am Sonntag jeweils sechs Punkte und mit 8 Toren auch die gleiche Tordifferenz. Für den VfL 05 sprachen aber die mehr erzielten Treffer, sodass Liria gewinnen musste, um erstmals NOFV-Gold in der Hand zu halten. Zwar hielten die Berliner spielerisch gut mit, doch der VfL, der sogar auf einen Gelb-Rot-gesperrten Spieler verzichten musste,  führte zur Pause mit 3:0. Insgesamt standen vier DFB-Nationalspieler auf dem Spielfeld (Lira mit Lennart Hartmann und Durim Elezi, beim VfL waren es Marco Pohl und Christopher Wittig). Die knapp über 100 Zuschauer sahen ein sehr intensives und mit zahlreichen Unterbrechungen gespicktes “Finale”, da sich beide Teams ganz schön behagten. Je drei gelbe Karten auf beiden Seiten bezeugen das. Jedes Tor des FC in der zweiten Hälfte (zum 1:4 und 2:6) beantworte der VfL postwendend wieder mit einem eigenen Treffer (1:5, 2:7). Das dritte Berliner Tor fiel dann erst in der letzten Minute. Auch wenn man sich während der zweimal 20 Minuten manchmal über die normale Härte beklagte, reichten sich alle Spieler und Trainer nach dem Abpfiff fair die Hand und gratulierte sich gegenseitig bzw. wünschte man viel Erfolg bei der Deutschen Futsal-Meisterschaft. Aus den Händen des NOFV-Präsidenten Rainer Milkoreit erhielten alle Mannschaften ihren Pokal und die ersten drei Platzierten ihre Medaillen.

Im Berliner Stadtderby einen Tag zuvor lag über eine Halbzeit lang eine Überraschung im Bereich des Möglichen. Der CFC Hertha 06 ging durch ein Tor nach 19 Minuten mit einer 1:0-Führung gegen Liria in die Halbzeit. Es dauerte bis zur 27. Minute ehe Liria ausgleichen konnte. Nach einer Rote Karte (Notbremse) überstand der CFC sogar die zwei Minuten in Unterzahl, um dann doch weitere acht Minuten in Rückstand zu geraten. Drei weitere Treffer in den letzten drei Minuten stellten das Kräfteverhältnis zwischen beiden Teams wieder her. Für Liria ein mehr als schwer erkämpfter Sieg.

Neben der Roten Karte für den CFC gab es zwei weitere gelb-rote Karten im gesamten Final-Four. Eine für den CFC im Spiel gegen den VfL 05, eine weitere für Hohenstein-Ernstthal gegen Neuenhagen. Dem VfL 05 brachten diese zwei Minuten in Unterzahl aber nicht in Schwierigkeiten. Im Gegenteil. In Unterzahl traf der Titelverteidiger sogar zweimal in den gegnerischen Kasten. Erwähnenswert auch, dass in allen sechs Spielen kein einziger 10-Meter-Freistoß verhängt werden musste. Also keine sechs Fouls für ein Team pro Halbzeit gab. Den einzigen Sechsmeter-Strafstoß vergab Ievgen Smolovyk (VfL) im Spiel gegen Liria. Philipp Anderson konnte den Schuss abwehren. Verschmerzen konnte der VfL diesen Fehlschuss beim 8:3-Sieg aber sicher.

Im Spiel um Platz drei am Sonntag gegen den bis dahin ebenfalls punktlosen FC Rot-Weiß Neuenhagen hätte für den CFC aufgrund des besseren Torverhältnisses ein Remis gereicht, doch rannten die Berliner schnell einem 0:3-Rückstand (8.) hinterher. Als dieser verdaut war, gelang es auf 3:3 auszugleichen (14.). Noch zweimal, beim Stand zum 4:4 und 5:5, hielt der CFC die Bronzemedaille in der Hand, den 5:6-Rückstand konnten die Berliner aber nicht mehr egalisieren. Man probierte die letzten Minuten einfach alles, nahm den Torwart runter, um einen weiteren Spieler auf das Feld zu schicken. 53 Sekunden vor der Schlusssirene traf man auch den Pfosten. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen. So hieß es für den CFC Hertha 06 nur “Blech” statt Bronze, das nach Neuenhagen ging.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 

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