Brandenburg gewinnt Premiere des Futsal-Länderpokals

Turniersieger Brandenburg; (c) NOFV

Die Landessportschule Bad Blankenburg in Thüringen war Austragungsort des ersten Futsal-Länderpokals im Nordostdeutschen Fußballverband. Die sechs Mitgliedsverbände Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen hatten ihre Auswahlteams im Herrenbereich entsandt. Vom 16. bis 18. Dezember 2016 boten sich den Mannschaften beste Rahmenbedingungen, um nach der Anreise am Freitag an zwei Turniertagen um den Sieg zu spielen.

Rainer Milkoreit, Präsident des NOFV, eröffnete den Länderpokal am Freitagabend in der Aula der Sportschule und unterstrich in seiner kurzen Ansprache den wachsenden Stellenwert der noch jungen Sportart Futsal. Nicht nur auf DFB-Ebene - auch im Regionalverband und in den Ländern sei schon viel in kurzer Zeit passiert. Besonders dankte er dem Thüringer Fußball-Verband für die Vorbereitung und Organisation des Turniers.

Sportlich konnte am ersten Tag vor allem die Berliner Auswahl auf sich aufmerksam machen. Die Hauptstädter gewannen alle drei Spiele bei einem Torverhältnis von 14:3. Am Ende des Tages standen aber die Brandenburger auf Platz 1, die zwar ein Remis hinnehmen mussten, dafür aber schon ein Spiel mehr absolviert hatten. Somit war Spannung für den Sonntag vorprogrammiert. Sowohl um Platz 3 als auch um den Titel trafen die betreffenden Teams im direkten Vergleich aufeinander. Der Turnierplan sah zudem das Berlin-Brandenburg-Duell als letztes Match vor, eine ideale Konstellation.

Die Bronzemedaille ging am Ende nach Sachsen, das sich im direkten Duell gegen Sachsen-Anhalt durchsetzte und die Anhaltiner somit auf Platz 4 verwiesen. Dem Gastgeber Thüringen blieb am Ende nur Platz 6, Mecklenburg-Vorpommern wurde Fünfter. Das "Finale" zwischen Berlin und Brandenburg verlief nicht nur sportlich auf hohem Niveau, auch an Dramatik war es kaum zu überbieten. Berlin reichte ein Remis, Brandenburg musste gewinnen. Die Führung der Brandenburger konnte die BFV-Auswahl ausgleichen, musste aber in der Schlussphase durch einen verwandelten Zehn-Meter das entscheidende 1:2 hinnehmen. Die Freude bei dem FLB war groß und natürlich zeigten sich die Berliner enttäuscht.

Geleitet wurden die Spiele von sechs Schiedsrichtern, die der NOFV-Schiedsrichterausschuss nominiert hatte. Jacob Pawlowski, Jens Polzenhagen, Fatih Sava, Jason Thiele, Sebastian Postel und Marcel Böhmer zeigten unter der Leitung von Stefan Weber und Markus Scheibel ebenso gute Leistungen wie die Teams.

Als Beste Spieler des Turniers wurden Durim Elezi (Berlin) und Jean-Michel Göde (Brandenburg) ausgezeichnet. Die Ehrung als Bester Torschütze teilten sich Patrick Schlegel (Sachsen-Anhalt) und Christoph Jackisch (Sachsen) jeweils mit 5 Treffern.

Die Siegerehrung nahm Dr. Wolfhardt Tomaschewski vor, Präsident des Thüringer Fußball-Verbandes, gemeinsam mit Achim Engelhardt, Vorsitzender der AG Fußballentwicklung im NOFV.

 

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